Wie weit gehen die Rechte der Tiernotorganisation(-rettung)

Recht rund ums Tier

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wolfgangdoc
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Wie weit gehen die Rechte der Tiernotorganisation(-rettung)

Beitrag von wolfgangdoc » 01.11.19, 15:11

Beispiel: Ein Tier wurde aus schlechten Verhältnissen durch eine Tiernotorganisation herausgenommen. Nun wurde dieses Tier einer Pflegestelle zugeteilt.Das Problem ist folgendes. Die Organisation hat z.B. immer die Finger in der Behandlung. Also wenn das Tier krank wird, muß es einem bestimmten Tierarzt vorgestellt werden, dieser darf aber der Pflegestelle keine Diagnose mitteilen, auch Medikamente dürfen nur nach Rücksprache mit der Organisation ausgegeben werden.Aktuell wartet die Pflegestelle seit mehreren Tagen auf die Diagnose des Tieres,was sicherlich eine schmerzhafte Erkrankung hat.Durch fremde Unterstützung konnten schon mehrmals Therapien durchgeführt werden.Der Tierarzt kennt die Situation, darf aber nicht der Pflegestelle über weitere Untersuchungen, Diagnosen und sinnvollen Therapien ohne Rücksprache (mit der Organisation)Auskunft geben. Z.B. wird eine selbst zusammengestellte Therapie von der Organisation vorgeschlagen, trotzdem eine industriell hergestellte Futterdiät erfolgversprechender wäre.
Ein zusätzliche Frage:Kann die Organisation dieses Tier,welches seit 2 Jahren als Endstelle, da unvermittelbar, lebt weggenommen werden

Vielen Dank für Euere Hilfe

winterspaziergang
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Re: Wie weit gehen die Rechte der Tiernotorganisation(-rettung)

Beitrag von winterspaziergang » 01.11.19, 16:50

wolfgangdoc hat geschrieben:
01.11.19, 15:11
Die Organisation hat z.B. immer die Finger in der Behandlung. Also wenn das Tier krank wird, muß es einem bestimmten Tierarzt vorgestellt werden, dieser darf aber der Pflegestelle keine Diagnose mitteilen, auch Medikamente dürfen nur nach Rücksprache mit der Organisation ausgegeben werden.
wer zahlt den Tierarzt? wer ist Vertragspartner?
wolfgangdoc hat geschrieben:
01.11.19, 15:11
Ein zusätzliche Frage:Kann die Organisation dieses Tier,welches seit 2 Jahren als Endstelle, da unvermittelbar, lebt weggenommen werden
Kann die Pflegestelle das Tier nicht dauerhaft übernehmen? Dass es keine Pflegestelle mehr ist, sondern an diese vermittelt?

wolfgangdoc
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Re: Wie weit gehen die Rechte der Tiernotorganisation(-rettung)

Beitrag von wolfgangdoc » 01.11.19, 17:28

Hallo
Der Tierarzt wird von der Organisation bezahlt, dieser ist auch Vertragspartner.
Wir haben der Pflegestelle schon vorgeschlagen, das von mehreren Freunden das finanzielle Risiko übernommen würde, allerdings vermutet die Pflegestelle das man ihr das Tier nicht übergibt.Eine anderweitige Vermittlung ist wegen der agressiven des Tieres nicht möglich, also wird das Tier in ein ausländisches Tierheim berschoben oder eutanasiert.Jetziger Pflegeplatz ist für das Tier ideal!
Danke

wolfgangdoc
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Re: Wie weit gehen die Rechte der Tiernotorganisation(-rettung)

Beitrag von wolfgangdoc » 01.11.19, 19:02

Zur Klärung Vertragspartner ist die Organisation

wolfgangdoc
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Re: Wie weit gehen die Rechte der Tiernotorganisation(-rettung)

Beitrag von wolfgangdoc » 02.11.19, 10:34

Darf die Organisation auch die Gesundheit des Tieres riskieren

wolfgangdoc
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Re: Wie weit gehen die Rechte der Tiernotorganisation(-rettung)

Beitrag von wolfgangdoc » 04.11.19, 22:28

Warum kommt so wenig Resonanz.Ich bin nämlich der Meinung das solche Siituationen öfters passieren.Ein Käufer möchte sein T ier loswerden, trotzdem im Vertrag der Züchter zunächst informiert und befragt werden soll, gibt er das Tier einer Organisation. (Mir ist klar das solche Verträge nicht wirksam sind)Kann man überhaupt nichts machen
Danke für die Antwort

ExDevil67
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Re: Wie weit gehen die Rechte der Tiernotorganisation(-rettung)

Beitrag von ExDevil67 » 05.11.19, 06:34

Was konkret erwarten Sie?

Wir kennen hier nicht die Verträge die zwischen den Parteien geschlossen wurden. Und im Zweifel wird "xy hat aber auf recht.de geschrieben" die Gegenseite wenig bis gar nicht beeindrucken, sprich man wird in letzter Konsequenz klagen müssen.
Sinnvollerweise sollte man sich vorher aber fachkundigen Rat von jemandem holen der sich mit den rechtlichen Grundlagen auskennt und dann anhand der Verträge beurteilt welche Ansprüche man ggf hat. So eine Person nennt man auch Anwalt.

Es gibt natürlich auch einfachere Wege. Aber solange
allerdings vermutet die Pflegestelle das man ihr das Tier nicht übergibt
nur eine Vermutung bleibt, dürften auch alle möglichen weiteren Schritte nur Theorie bleiben.

winterspaziergang
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Re: Wie weit gehen die Rechte der Tiernotorganisation(-rettung)

Beitrag von winterspaziergang » 05.11.19, 13:09

wolfgangdoc hat geschrieben:
04.11.19, 22:28
Warum kommt so wenig Resonanz.Ich bin nämlich der Meinung das solche Siituationen öfters passieren.Ein Käufer möchte sein T ier loswerden, trotzdem im Vertrag der Züchter zunächst informiert und befragt werden soll, gibt er das Tier einer Organisation. (Mir ist klar das solche Verträge nicht wirksam sind)Kann man überhaupt nichts machen
Danke für die Antwort
das ist eine ganz andere Schilderung, als die erste, in der ein Tier
aus schlechten Verhältnissen durch eine Tiernotorganisation herausgenommen. Nun wurde dieses Tier einer Pflegestelle zugeteilt.
wurde.

Thema Pflegestelle: Sie ist nicht Eigentümerin des Tieres und bestimmt nicht die Therapie. Die Orga zahlt ja auch die Kosten des TA. Üblich ist ein Vertrag zwischen Pflegestelle und Organisation, in dem auch geregelt ist, wann ein Tier von der Pflegestelle übernommen werden darf und welche Rechte und Pflichten die Stelle sonst noch hat.

Thema Käufer und Züchter: Wenn jemand Geld für ein Tier vom Züchter ausgibt und das Tier nicht mehr halten mag, wird er es nicht einer Tiernotrettung geben, sondern weiterverkaufen wollen. Ob der Züchter lebenslang bestimmen kann, was der Eigentümer mit dem Tier macht, kann man rechtlich anzweifeln.
Egal, wohin das Tier kommt, die Organisation wird es in gute Hände vermitteln wollen.
Das hier
Eine anderweitige Vermittlung ist wegen der agressiven des Tieres nicht möglich, also wird das Tier in ein ausländisches Tierheim berschoben oder eutanasiert.Jetziger Pflegeplatz ist für das Tier ideal!
macht wenig Sinn. Wieso sollte die Organisation das Tier erst retten, den Tierarzt zahlen, um es dann in ein ausländisches Heim zu überführen, wo es dann eingeschläfert wird?
zu
nämlich der Meinung das solche Siituationen öfters passieren.
die Meinung darf man haben, aber sie ist recht haltlos.

gitta.
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Re: Wie weit gehen die Rechte der Tiernotorganisation(-rettung)

Beitrag von gitta. » 07.11.19, 10:08

wolfgangdoc hat geschrieben:
01.11.19, 15:11
Ein zusätzliche Frage:Kann die Organisation dieses Tier,welches seit 2 Jahren als Endstelle, da unvermittelbar, lebt weggenommen werden
Ich bin selbst Pflegestelle für einen Tierschutzverein und in meinem Pflegestellenvertrag ist eindeutig geregelt, was meine Rechte und Pflichten sind bzw. welche Rechte der TSV hat.

Und als Pflegestelle wäre ich auch nach 2 Jahren immer noch "nur" Pflegestelle, auch wenn das Tier, das ich aufgenommen habe, unvermittelbar wäre.

"Endstelle" wird man, wenn man einen Übernahmevertrag mit dem TSV abgeschlossen hat.

Im Übrigen bin ich schon sehr erstaunt, wie schlecht die Zusammenarbeit mit dem Tierarzt ist. Ich bekomme von der Tierärztin sämtliche Diagnosen und Behandlungsvorschläge mitgeteilt, auch wenn die Rechnung dann
an den TSV geht. Ich glaube, im Eingangsbeitrag fehlt einiges an der Schilderung, was das schlechte Klima zwischen der PFlegestelle, dem Tierarzt und dem TSV betrifft.

Ich verstehe nur nicht, warum die Pflegestelle dem TSV nicht das Angebot macht, das Tier als Endstelle zu übernehmen, dann wäre der TSV raus und jegliche Therapie, die die PS für notwendig erachtet, könnte gestartet werden und das Tier wäre nicht von Euthanasie o.ä bedroht. Die Kosten würden dann natürlich von der neuen Endstelle zu tragen sein.

Alternativ könnte die PS auch das "erfolgsversprechende industriell hergestellte Futter" kaufen und das Tier damit füttern. M.E. übernehmen i.d.R. die PS die Futterkosten.

wolfgangdoc
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Re: Wie weit gehen die Rechte der Tiernotorganisation(-rettung)

Beitrag von wolfgangdoc » 07.11.19, 14:40

Vielen Dankfür Deine Erklärungen.Du siehst es richtig das es erhebliche Probleme zwischen den Parteien gibt,allerdings versucht der T>ierarzt die Wogen zu schlichten.Die Organisation will selbst die Kosten im Griff behalten.Wenn der TA etwas vorschlägt (z.B. "Spezialfutter") wird von der Organisation eine günstigere Variante gesucht und diese dann der PS zugeschickt.Info vom TA an Organisation am Untersuchungstag, "TAGE" später Info von Organisation zur PS (also TA darf PS weder Diagnose, noch Weiteruntersuchung und Therapie mitteilen auch wenn PS vor dem TA steht.Das ist ja wohl völlig daneben und kann m.E für das Tier gefährlich werden.

wolfgangdoc
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Re: Wie weit gehen die Rechte der Tiernotorganisation(-rettung)

Beitrag von wolfgangdoc » 07.11.19, 19:59

Nun wird die Situation noch unerträglicher.Bis zum heutigen Tag konnte die Pflegestelle auf ihre Kosten die Dienste des Tierarztes nutzen.D.h eine Laboruntersuchung die die PS selbst bezahlte, wurde ihr direkt vom TA mitgeteilt und nicht der Weg über die Organisation.----Nun hat die Organisation den Zwang erhöht.Selbst wenn die PS bezahlen würde, darf der Tierarzt nur im Notfall das Tier untersuchen und behandeln.
Vielen Da nk
Wolfgang

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Re: Wie weit gehen die Rechte der Tiernotorganisation(-rettung)

Beitrag von ExDevil67 » 08.11.19, 07:36

Tja, für mich wäre dann der Punkt erreicht zu überlegen was an Nerven oder Geld ist mir das Tier wert?
Bin ich bereit selber Geld in die Hand zu nehmen wäre dann ein Gespräch mit dem Tierschutzverein angesagt an dessen Ende in jedem Fall ein Schriftstück mit den nötigen Unterschriften auf dem Tisch liegt. Entweder die Übernahme des Tieres durch mich oder von mir die, vorbereitete, Kündigung als Pflegestelle.

Andere Optionen sehe ich nicht. Dazu scheint mir die Situation schon zu verfahren zu sein.

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Re: Wie weit gehen die Rechte der Tiernotorganisation(-rettung)

Beitrag von winterspaziergang » 08.11.19, 09:45

wolfgangdoc hat geschrieben:
07.11.19, 19:59
Nun wird die Situation noch unerträglicher.Bis zum heutigen Tag konnte die Pflegestelle auf ihre Kosten die Dienste des Tierarztes nutzen.D.h eine Laboruntersuchung die die PS selbst bezahlte, wurde ihr direkt vom TA mitgeteilt und nicht der Weg über die Organisation.----Nun hat die Organisation den Zwang erhöht.Selbst wenn die PS bezahlen würde, darf der Tierarzt nur im Notfall das Tier untersuchen und behandeln.
Vielen Da nk
Wolfgang
Wenn die Geschichte real wäre, würden etliche info fehlen.
Die fiktive Pflegestelle „vermutet“, man würde ihr das Tier nicht geben. Was hat sie denn konkret unternommen?
Wieso sollte die Organisation nicht das Tier frei geben und möchte es statt dessen ins Ausland bringen?
Könnte es sein, dass der Gesundheitszustand des Tieres so ist, dass man es nicht mit unnötigen Medikamenten und Op oder so quälen möchte?
Und vor allem:
Gibt es nur einen Tierarzt im Umkreis?
Wer hindert die Pflegestelle daran, auf eigene Kosten einen anderen aufzusuchen, wenn man meint, es im Sinne des Tierschutzes zu müssen?
Falls das Tier behandelt werden muss und die Organisation sich willkürlich quer stellt, kann der Tierarzt im Sinne des Tierschutzes entgegen der Weisung der Organisation handeln und notfalls auch das Tier einbehalten.
Wenn die Geschichte real wäre ...

wolfgangdoc
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Re: Wie weit gehen die Rechte der Tiernotorganisation(-rettung)

Beitrag von wolfgangdoc » 08.11.19, 11:46

ExDevil67 hat geschrieben:
08.11.19, 07:36
Tja, für mich wäre dann der Punkt erreicht zu überlegen was an Nerven oder Geld ist mir das Tier wert?
Bin ich bereit selber Geld in die Hand zu nehmen wäre dann ein Gespräch mit dem Tierschutzverein angesagt an dessen Ende in jedem Fall ein Schriftstück mit den nötigen Unterschriften auf dem Tisch liegt. Entweder die Übernahme des Tieres durch mich oder von mir die, vorbereitete, Kündigung als Pflegestelle.

Andere Optionen sehe ich nicht. Dazu scheint mir die Situation schon zu verfahren zu sein.
Genau diesen Vorschlag habe ich auch der PS vorgelegt.

winterspaziergang
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Re: Wie weit gehen die Rechte der Tiernotorganisation(-rettung)

Beitrag von winterspaziergang » 08.11.19, 14:59

wolfgangdoc hat geschrieben:
08.11.19, 11:46
ExDevil67 hat geschrieben:
08.11.19, 07:36
Tja, für mich wäre dann der Punkt erreicht zu überlegen was an Nerven oder Geld ist mir das Tier wert?
Bin ich bereit selber Geld in die Hand zu nehmen wäre dann ein Gespräch mit dem Tierschutzverein angesagt an dessen Ende in jedem Fall ein Schriftstück mit den nötigen Unterschriften auf dem Tisch liegt. Entweder die Übernahme des Tieres durch mich oder von mir die, vorbereitete, Kündigung als Pflegestelle.

Andere Optionen sehe ich nicht. Dazu scheint mir die Situation schon zu verfahren zu sein.
Genau diesen Vorschlag habe ich auch der PS vorgelegt.
Falls das Tier behandelt werden muss und die Organisation sich willkürlich quer stellt, kann der Tierarzt im Sinne des Tierschutzes entgegen der Weisung der Organisation handeln und notfalls auch das Tier einbehalten.

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