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recht.de • Thema anzeigen - Muss Arbeitgeber Urlaub in Krankschreibung zustimmen ?
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BeitragVerfasst: 13.03.18, 21:50 
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Beiträge: 15237
Pünktchen hat geschrieben:
Man gezieht das Krankengeld ja nicht, weil man auf Mallorca (oder wo auch immer) ist, sondern weil man arbeitsunfähig ist (so verstehe ich das jedenfalls). Das Krankengeld würde man genauso bekommen, wenn man daheim ist.


Da gibt es schon einen Untrerschied zwischen zuhause un Mallorca:

Zitat:
§ 16 SGB V Ruhen des Anspruchs

(1) 1Der Anspruch auf Leistungen ruht, solange Versicherte
1. sich im Ausland aufhalten, und zwar auch dann, wenn sie dort während eines vorübergehenden Aufenthalts erkranken, soweit in diesem Gesetzbuch nichts Abweichendes bestimmt ist,
...
(4) Der Anspruch auf Krankengeld ruht nicht, solange sich Versicherte nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit mit Zustimmung der Krankenkasse im Ausland aufhalten.


Falls die Krankenkasse diese Zustimmung gegeben hat, wird sie wohl nicht von sich aus eine MDK-Prüfung in Deutschland in dieser Zeit anordnen können. Wenn der Arbeitgeber es verlangt (was er auch nach dem Ende der Entgeltfortzahlung kann), muss die KK dem aber innerhalb weniger Tage folgen (Ausnahme siehe oben). Ob es auf Mallorca eine vergleichbare Einrichtung wie den MDK gibt, weiß ich nicht. Aber es dürfte wohl schon tägliche Flugverbindungen geben, so dass man den Termin wahrnehmen könnte.


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BeitragVerfasst: 13.03.18, 23:55 
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Registriert: 16.11.13, 15:23
Beiträge: 5706
Pünktchen hat geschrieben:
Wer regt sich hier auf?

zur Erinnerung
Pünktchen hat geschrieben:
Wenn jemand zwei Dinge verschischt dann du. Nämlich den Urlaub mit dem Urlaub.

klingt alles andere als entspannt und sachlich (und falsch war es auch noch, da man den Zusammenhang völlig ignoriert oder nicht verstanden hat)

Pünktchen hat geschrieben:
Zitat:
um Jahresurlaub und Reise geht es nicht und da wird auch nichts vermischt.


Pünktchen hat geschrieben:
:roll: Echt?

ja, echt. und statt :roll: sei lesen und den Zusammenhang verstehen, auch hier wieder zu empfehlen.

Pünktchen hat geschrieben:
Hier geht es um eine Urlaubsreise:
winterspaziergang hat geschrieben:
Es ist bei psychischen Erkrankungen üblich, Therapien zu machen und weniger in Urlaub zu fahren. 2 Wochen weg zu sein, ändert nichts.

genau- in Bezug auf den "Tapetenwechsel"

Pünktchen hat geschrieben:
und hier um den Jahresurlaub:
winterspaziergang hat geschrieben:
"Urlaub" ist rechtliche Erholungszeit, die einem AN auch ohne Krankheit zusteht. Benötigt man Erholung, nimmt man Urlaub, wenn man den noch hat.

genau- in Bezug auf das rechtliche Konstrukt von Urlaub

jetzt verstanden?

Zitat:
Das muss man dem AG auch nicht vermitteln. Eine schon deshalb nicht, weil man ihm dann auch erklären müsste, an welcher Erkrankung man leidet und dass muss man eben nicht.

hm, genau- und dann muss es ihn ja auch nicht kümmern, wenn sein AN zwar AU ist, aber mal ein paar Wochen Tapetenwechsel macht, ganz klar, was soll ihn das interessieren :ironie:

Pünktchen hat geschrieben:
schon klar. Von Tapeten habe ich auch gar nichts geschrieben. Nicht ich habe das wörtlich genommen, sondern windalt und das ganz sicher nur ein Scherz.

ach nee, echt ? "ganz sicher nur"? :lol:
Der Hinweis auf den wohl wörtlich genommenen Tapetenwechsel stammt daher, dass Sie ausführen, Urlaub sei nicht wegfahren und wie ich drauf komme usw. Das war :ironie:
Übrigens - für alle Fälle mal gesagt- war "Mallorca" auch eher bildlich zu verstehen.


Pünktchen hat geschrieben:
Naja, er kann eine Überprüfung beantragen. Aber auch das kann der AG genauso, wenn daheim bleibt.

jaja, aber das war nicht die Frage im Eingangsbeitrag

:liegestuhl:


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BeitragVerfasst: 18.03.18, 02:32 
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Beiträge: 192

Themenstarter
Pünktchen hat geschrieben:
ubsreise eine Empfehlung des eigenen Psychiaters. Wer soll es denn sonst wissen, was man machen sollte, wenn nicht der? Dass auch Fachärzte nicht unfehlbar sind ist klar, aber wer kann es besser?


Natürlich könnte man hier zu einer Psychotherapie raten. Die ist allerdings eher dann anzuraten,wenn man generell ein Problem mit der Psyche hat (etwa wenn man suizidgefährdet ist). Wenn die Probleme aber offenkundig von einem bestimmten Punkt im Leben herrühren, nützt auch eine Psychotherapie nichts, weil man die Ursachen der Probleme selbst damit nicht ändert. Allenfalls kann man vielleicht lernen, besser damit umzugehen. Das ist so,als würde ein Alkoholiker in einer Entzugstherapie lernen,wie er künftig einen Kater vermeidet, statt ihm vom Alkoholkonsum selbst wegzuhelfen :-D
Übrigens: auch so eine Psychotherapie kriegt man nicht von heute auf morgen, laut einer Studie der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), dauert es üblicherweise 6-8 Monate,bevor man überhaupt erstmal einen ersten Termin bei einem Psychotherapeuten bekommt. Und dann kommen bis zu 5 sogenannte probatorische Sitzungen,in denen der Psychotherapeut/Psychiater erstmal näher ausleuchtet, ob und wie genau er dem Patienten helfen kann. Das geschieht aber auch nicht sofort,sondern üblicherweise versuchen Psychiater erstmal, ob denn Medikamente schon zum gewünschten Erfolg führen. Umgangssprachlich ausgedrückt: Mal eben beim Psychiater anrufen und in 4 Wochen ist man wieder klar in der Birne ist eher Wunschdenken als Realität.



Zitat:
Das muss man dem AG auch nicht vermitteln. Eine schon deshalb nicht, weil man ihm dann auch erklären müsste, an welcher Erkrankung man leidet und dass muss man eben nicht.


Zu gut deutsch: was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß :-D


Zitat:
(damit meint man meist wegfahren, aber vielleicht haben Sie das ja wörtlich verstanden)


Und "Tapetenwechsel" bei Depressionen klingt zwar immer erstmal nach "Der will in der Zeit Halligalli machen!", ist aber m.E. durchaus berechtigt. Gerade wenn man dadurch mal daheim rauskommt und den Kopf mal mit anderen Sachen beschäftigt, statt daheim zu hocken und weiter vor sich hin zu grübeln. Denn dadurch ist auch keinem geholfen.

Was den Arbeitgeber angeht, kann ich nur sagen,wie ich an seiner Stelle reagieren würde, wenn ich erfahre, mein Arbeitnehmer ist in der Krankschreibung in Urlaub gefahren: Wenn ich weiß,daß der Arbeitnehmer wegen psychischen Problemen krankgeschrieben ist und eine längere Krankschreibung eh wahrscheinlich ist,würde ich wohl gar nix tun. Gerade WEIL ich mittlerweile aus eigener Erfahrung einschätzen kann, daß man psychische Störungen nicht jedem an der Nasenspitze ansehen kann und Abwechslung oft Wunder wirkt. Was anderes machen Menschen ja auch nicht, wenn sie Leute ablenken wollen,die gerade eine Trennung oder einen Todesfall erleben mussten. Da hilft die Ablenkung manchmal Wunder.
Was anderes wäre es, wenn der Arbeitnehmer Urlaub beantragt hat, der abgelehnt wurde und dann "zufällig" zum eigentlich geplanten Urlaubszeitraum längerfristig krank würde. Denn dann drängt sich der Gedanke an eine gefakte Krankschreibung förmlich auf.


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BeitragVerfasst: 18.03.18, 11:41 
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Beiträge: 10592
Wohnort: Der Kohlenpott hat mich wieder!
MarcoW75 hat geschrieben:
Die ist allerdings eher dann anzuraten,wenn man generell ein Problem mit der Psyche hat (etwa wenn man suizidgefährdet ist). Wenn die Probleme aber offenkundig von einem bestimmten Punkt im Leben herrühren, nützt auch eine Psychotherapie nichts, weil man die Ursachen der Probleme selbst damit nicht ändert.

Von Psychotherapie hast du anscheinend wenig Ahnung.
Zitat:
Allenfalls kann man vielleicht lernen, besser damit umzugehen.

Das ist zum Beispiel eine Möglichkeit, wie Psychotherapie helfen kann.
Zitat:
Das ist so,als würde ein Alkoholiker in einer Entzugstherapie lernen,wie er künftig einen Kater vermeidet, statt ihm vom Alkoholkonsum selbst wegzuhelfen

Viel Dümmer geht es nicht, oder?

Zitat:
Übrigens: auch so eine Psychotherapie kriegt man nicht von heute auf morgen, laut einer Studie der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), dauert es üblicherweise 6-8 Monate,bevor man überhaupt erstmal einen ersten Termin bei einem Psychotherapeuten bekommt. Und dann kommen bis zu 5 sogenannte probatorische Sitzungen,in denen der Psychotherapeut/Psychiater erstmal näher ausleuchtet, ob und wie genau er dem Patienten helfen kann. Das geschieht aber auch nicht sofort,sondern üblicherweise versuchen Psychiater erstmal, ob denn Medikamente schon zum gewünschten Erfolg führen. Umgangssprachlich ausgedrückt: Mal eben beim Psychiater anrufen und in 4 Wochen ist man wieder klar in der Birne ist eher Wunschdenken als Realität.

Das du jetzt Psychotherapie und medikamentöse Therapie vermischst, zeigt einmal mehr, wie wenig Ahnung du hast.
Allerdings sind die Wartezeiten für Psychotherapie gerade für schwer erkrankte Patienten viel zu lang. Die Wartezeiten sind jedoch regional sehr unterschiedlich, in Ballungszentren oftmals wesentlich länger als im ländlichen Raum. Verallgemeinern kann man hier nicht.

Zitat:
Und "Tapetenwechsel" bei Depressionen klingt zwar immer erstmal nach "Der will in der Zeit Halligalli machen!", ist aber m.E. durchaus berechtigt. Gerade wenn man dadurch mal daheim rauskommt und den Kopf mal mit anderen Sachen beschäftigt, statt daheim zu hocken und weiter vor sich hin zu grübeln. Denn dadurch ist auch keinem geholfen.

Für einen psychisch schwer Erkrankten ist ein wenig Tapetenwechsel keine ausreichende Therapie, der wird den Weg über den Psychiater zum Therapeuten nehmen müssen. Irgendwo in einem anonymen Hotelzimmer, fernab vom eigenen sozialen Netz herum zu sitzen, ist in diesen Fällen eher kontraproduktiv.
Bei leichten Depressionen ist Aktivität die Therapie der Wahl - auch die Rückkehr zur Arbeit gehört dazu, sowie die Konfrontation mit auslösenden Ursachen bei einer reaktiven Depression.

_________________
The nine most terrifying words in the English language are, 'I'm from the government and I'm here to help.'
Ronald Reagan
40th president of US (1911 - 2004)


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