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recht.de • Thema anzeigen - Laserdrucker/ Kopierer - muss der Raum belüftet sein?
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BeitragVerfasst: 04.12.18, 15:14 
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Hallo, muss der Raum für einen Kopierer/ Laserdrucker ein Fenster haben oder eine Belüftungsanlage? Also wenn es ein gesonderter Raum ist. Aber dort arbeiten an den Geräten ja auch regelmässig Mitarbeiter.

Ich habe gelesen, dass die Tonerteilchen Krebs verursachen & eine Belüftung des Raumes empfohlen wird.

Ist das nur eine Empfehlung oder ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet?

lieben Dank!


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BeitragVerfasst: 04.12.18, 16:03 
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https://www.hfwu.de/fileadmin/user_uplo ... _Buero.pdf


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BeitragVerfasst: 04.12.18, 18:49 
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o.k., danke. Also alles nur "sollte".

Was ist denn ein Dauerarbeitsplatz? "da diese Geräte im
Gegensatz zu Kopierern oftmals in unmittelbarer Nähe von Dauerarbeitsplätzen aufgestellt werden."


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BeitragVerfasst: 04.12.18, 21:15 
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Wohnort: Der Kohlenpott hat mich wieder!
Hier was zum Lesen:

https://www.bgetem.de/arbeitssicherheit ... ergeraeten

Der Verweis ist ein Hyperlink zu einer Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse in Bezug auf Drucker und Kopierer.

_________________
The nine most terrifying words in the English language are, 'I'm from the government and I'm here to help.'
Ronald Reagan
40th president of US (1911 - 2004)


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BeitragVerfasst: 05.12.18, 07:42 
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o0Julia0o hat geschrieben:
Was ist denn ein Dauerarbeitsplatz? "da diese Geräte im
Gegensatz zu Kopierern oftmals in unmittelbarer Nähe von Dauerarbeitsplätzen aufgestellt werden."


Wenn der Kopierer im Treppenhaus steht, ist dort ein Arbeitsplatz sobald jemand dort etwas kopiert. Steht der Kopierer im Großraumbüro, arbeiten in der Nähe dauerhaft Leute, auch wenn sie gerade nix kopieren.


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BeitragVerfasst: 07.12.18, 00:19 
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Danke. Er steht in einem Extra-Raum. Dort kopieren die Arbeite halt etwas. Aber jeder für sich pro Tag ca. eine halbe Stunde. Ist das dann ein Dauerarbeitsplatz?


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BeitragVerfasst: 07.12.18, 13:11 
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Wenn man es ganz streng nimmt, wird der Arbeitgeber "Emissionswerte" ermitteln müssen und mit den zulässigen Grenzwerten einen Abgleich machen. Ist eine Grenzwertverletzung vorhanden, müssen wirksame Gegenmaßnahmen getroffen werden.
Wie das im Einzelnen aussehen kann/wird, bleibt dem Arbeitgeber vorbehalten.
Der ist nur verpflichtet die Gefährdungen (schriftlich) zu ermitteln und Maßnahmen anzugeben, um die Gefährdungen auf ein akzeptables (vielleicht abwälzbares Risiko) zu minimieren.
Eine theoretische Maßnahme um die Konzentration von Schadstoffen zu reduzieren könnte eine Zwangsentlüftung darstellen.
Die wird aber von Zeit zu Zeit auf eine Wirksamkeit zu prüfen sein. Ist aber (so meine ich) eher ein theoretisches Thema
Aber vielleicht gibt's das doch in der Praxis?


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BeitragVerfasst: 07.12.18, 15:06 
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Themenstarter
Dann müssten aber die Arbeitnehmer zuvor auf eigene Kosten ein Gutachten erstellen, ob die Raumluft in Ordnung ist. Der Arbeitgebe muss dieses nicht selbst überprüfen.


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BeitragVerfasst: 07.12.18, 17:10 
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Beiträge: 6441
Geht es um die Angst vor Tonerstaub? In den meissten Fällen ist dieser nicht lungengängig. Es gibt Datenblätter für Toner die man sich beim Hersteller besorgen kann. Immerhin ist es ein Gefahrstoff. Was aber nicht heisst, dass Toner der im Gerät ist, gefährlich ist. Leider hält sich dies Gerücht seit langem. Aber andererseits ist es auch gesund wenn die Kopierer weiter weg stehen und jeder laufen muss :wink:
Es handelt sich hier auch nicht um einen Arbeitsplatz im eigentlichen Sinne ansonsten müsste er Blick nach draußen haben.

Übrigens, viel gefährlicher und gesundheitsschädlicher als Tonerstaub ist Papierstaub. :shock:

_________________
"Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft."
George Bernard Shaw

#WIRSINDMEHR


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BeitragVerfasst: 08.12.18, 19:24 
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Beiträge: 15581
Oktavia hat geschrieben:
Es handelt sich hier auch nicht um einen Arbeitsplatz im eigentlichen Sinne ansonsten müsste er Blick nach draußen haben.


Wie macht man das bei Bergleuten, U-Bahn-Fahrern, Verkäuferinnen im Untergeschoss des Einkaufszentrums u.v.a.m.?


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BeitragVerfasst: 08.12.18, 23:05 
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o0Julia0o hat geschrieben:
Danke. Er steht in einem Extra-Raum. Dort kopieren die Arbeite halt etwas. Aber jeder für sich pro Tag ca. eine halbe Stunde. Ist das dann ein Dauerarbeitsplatz?

Hat der Raum eine Tür? Wird diese Tür nach jedem Ein-und Austreten eines Mitarbeiters geschlossen oder steht die Tür ständig offen?

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 09.12.18, 18:42 
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Oktavia hat geschrieben:
Geht es um die Angst vor Tonerstaub? ... Es gibt Datenblätter für Toner die man sich beim Hersteller besorgen kann. Immerhin ist es ein Gefahrstoff.

Ich glaube ein Unternehmer(in) muss die Gefahrstoffe ermitteln und nicht kann!
Die SDB's sind Grundlage der Gefährdungsbeurteilung! Damit werden alle Lebenszyklen
bewertet.
Ergo neben dem gewöhnlichen Einsatz auch der Fall der Wartung der Störung und letztlich der gefahrlosen Entsorgung.
Gibt z.B. der Hersteller an, das z.B. ein Gesundheitsgefährdender Stoff freigesetzt wird oder werden kann, dann sind vorgegebene Schutzmassnahmen anzuwenden. Stichwort
PSA. Werden vorgegebene Grenzwerte (Staub, Ozon, Stickoxide) überschritten, müssen sofort Gegenmaßnahmen getroffen werden. Das kann eine Absaugung sein, eine Zugangsbeschränkung o v.m.


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BeitragVerfasst: 09.12.18, 19:08 
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Jetzt haben Sie die nächsten Fragen der wissensbegierigen Julia provoziert. Was sind SDB's? Was ist PSA? Ist das beim Kopieren Vorschrift? Muss mir der Arbeitgeber zum Kopieren eine PSA aushändigen? Kann ich mich weigern zu kopieren, wenn ich keinen Gefahrschutz habe?

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 09.12.18, 21:32 
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Zafilutsche hat geschrieben:
Ich glaube ein Unternehmer(in) muss die Gefahrstoffe ermitteln und nicht kann!

:shock: Soll das heißen, ein Unternehmen muss jeden nur erdenkbaren Schadstoff überprüfen. Also auch jeden Kugelschreiber? Immerhin gasen die Weichmacher im Kuststoff aus, evtl. könnten Kleiteile verschluckt werden und ob die Tinte ungiftig ist, weiß auch niemand wirklich.


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BeitragVerfasst: 09.12.18, 22:02 
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@Pünktchen
Heute ist es so, das Unternehmen durch REACH/ECHA in der Informationspflicht stehen, wenn gelistete Stoffe durchgereicht werden.
Wenn z.B. ein Stoff verkauft wird der mehr als 0,1% Pb (Blei) enthält
muss der Händler die Info weiterleiten.
Die Bewertung was der Verarbeiter nun damit macht, und ob dieser wiederum in der Pflicht ist diese Information seinem Kunden weiter zu geben, liegt in der Risikosphäre des Unternehmers.
Ein Versäumnis solcher Pflichten kann zivilrechtliche vielleicht sogar strafrechtliche Folgen nach sich ziehen. Die Sanktionsmöglichkeiten findet man üblicherweise in den anzuwendenden RL die über Gesetze ins deutsche Recht umgesetzt wurden.


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