Verpflegungsmehraufwand

Moderator: FDR-Team

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Mexico130760
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Verpflegungsmehraufwand

Beitrag von Mexico130760 »

Hallo zusammen,

Folgender Fall:
Ein AN arbeitet als Projektleiter überwiegend im Außendienst (besucht mit dem Dienstwagen Baustellen zur Qualitätssicherung).
Das Gebiet ist sehr groß (gesamt Süddeutschland).
Überstunden werden vom Arbeitgeber regelmäßig abgelehnt mit der Aussage:"die habe ich nicht vorher freigezeichnet."
Nun kommt es öfters vor, dass der AN länger als 8 h von seiner Arbeitsstätte (zuhause) weg ist.
Nun wurden alle eingereichten Verpflegungsmehraufwendungen (VMA) , die mehr als 8 h Reisetätigkeiten bedurften, abgelehnt mit der gleichen Begründung:" wird von uns nicht bezahlt, da nicht freigegeben". Hie wird m. E. Überstunden und VMA in einen Topf geworfen.
Desweiteren: Bei Reisen, die von 8 Uhr bis 17 Uhr gedauert haben, werden diese VMA ebenfalls vom AG nicht abgezeichnet, mit der Begründung : "Da muss die Mittagspause abgezogen werden".

Ist das alles so in Ordnung?

Ich freue mich auf Eure Antworten.
Gruß
Mexico1307

FM
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Re: Verpflegungsmehraufwand

Beitrag von FM »

Der Verpflegungsmehraufwand ist eine steuerliche Regelung, keine arbeitsrechtliche. Daraus folgt: wenn der Arbeitgeber das bezahlt ist es steuerfrei, wenn nicht kann man es selbst von der Steuer absetzen.

Aber ob der Arbeitgeber es bezahlen muss oder nicht, müsste arbeitsrechtlich geregelt sein. Also im Arbeitsvertrag oder im Tarifvertrag nachschauen.

Wenn Überstunden nicht genehmigt sind, macht man eben keine, man hört dann minutengenau auf mit der Arbeit. Selbst genehmigen darf man sie sich nicht.

Mexico130760
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Re: Verpflegungsmehraufwand

Beitrag von Mexico130760 »

Danke für die schnelle Antwort.
Seit Jahren wurden diese VMA freigegeben.
Mir einem neuen Vorgesetzten meint dieser Beschneidungen vorzunehmen.
Das war aber vorher gängige Praxis.

Mexico130760
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Re: Verpflegungsmehraufwand

Beitrag von Mexico130760 »

Hallo nochmal,
nochmals die Frage.
Wie sieht es bei einer Abwesenheit von 08:00 - 17:00 bei einer Stunde Pause aus?

Gruß
Mexico130760

Evariste
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Re: Verpflegungsmehraufwand

Beitrag von Evariste »

Mexico130760 hat geschrieben:
01.08.20, 11:16
Hallo nochmal,
nochmals die Frage.
Wie sieht es bei einer Abwesenheit von 08:00 - 17:00 bei einer Stunde Pause aus?

Gruß
Mexico130760
Die Pause wird nicht abgezogen. Reisezeit ungleich Arbeitszeit. Wenn ich mehrere Tage weg bin, kann ich auch 24 Stunden pro Tag als Reisezeit absetzen, an den Tagen, die keine Anreise- oder Abreisezeiten sind. Natürlich arbeite ich dann keine 24 Stunden...


Richtig ist aber, es gibt keinen Rechtsanspruch. Wenn nichts im Vertrag steht und es keine Reisekostenrichtlinien im Unternehmen gibt, kann man sich nur auf die sog. betriebliche Übung" berufen. Oder man kann zeigen, dass Kollegen in anderen Abteilungen bei vergleichbaren Tätigkeiten anders behandelt werden. Das wäre dann u. U. auch ein Argument.

Mexico130760
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Re: Verpflegungsmehraufwand

Beitrag von Mexico130760 »

Danke für die Antworten.
Ja, es gibt eine Reisekosten Richtlinie, weil das Formular, in die ich die Spesen eintragen muss, von der Firma selbst vorgegeben wurde.

FM
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Re: Verpflegungsmehraufwand

Beitrag von FM »

Dann sollte sich alles weitere ja aus dieser Richtlinie ergeben.

Evariste
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Re: Verpflegungsmehraufwand

Beitrag von Evariste »

Leider ist es in Deutschland nicht üblich, einem Mitarbeiter, den man zum Vorgesetzten macht, Grundkenntnisse des deutschen Arbeitsrechts zu vermitteln. Da kommt dann sowas heraus.

Gibt es eine Personalabteilung? Die sollten es normalerweise besser wissen.

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