Behaupten einen Beruf ausgeübt zu haben, obwohl es nicht stimmt - Strafe?

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PyramSo
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Re: Behaupten einen Beruf ausgeübt zu haben, obwohl es nicht stimmt - Strafe?

Beitrag von PyramSo »

Evariste hat geschrieben: 05.06.21, 18:08 Da schreibt man einfach "Diplom-Ingenieur der Fachrichtung ...". Das ist dann unproblematisch.
Die Frage war aber andersum gestellt ...

matthias. hat geschrieben: 10.06.21, 10:31 Wenn du Maschinenbauingenieur bist, darfst du trotzdem einen Elektromotor auslegen,
Das ist ja im weitesten Sinne noch eine Maschine ....
Aber darf man als Dipl.-Ing. mach, um bei Deinem Bsp. zu bleiben, auch Häuser bauingenieuren oder brodelnde Chemiesuppen brauen?
FM
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Re: Behaupten einen Beruf ausgeübt zu haben, obwohl es nicht stimmt - Strafe?

Beitrag von FM »

Einzelne Tätigkeiten können in den jeweils speziellen Gesetzen dazu an bestimmte Bedingungen geknüpft sein, siehe z.B.:
https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayBO-61
matthias.
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Re: Behaupten einen Beruf ausgeübt zu haben, obwohl es nicht stimmt - Strafe?

Beitrag von matthias. »

PyramSo hat geschrieben: 10.06.21, 10:52

Aber darf man als Dipl.-Ing. mach, um bei Deinem Bsp. zu bleiben, auch Häuser bauingenieuren oder brodelnde Chemiesuppen brauen?
Also wie ja oben schon gesagt bei den Architekten ist es anders.
Da brauchst du um den Bauantrag selber einreichen zu können eine Zulassung über die Architektenkamme.
Allerdings darf man in einem Architektenbüro auch als Bauzeichner natürlich ein EFH planen. Nur den Bauantrag muss der Architekt dann unterschreiben (und prüfen).

Als Maschinenbau oder Elektrotechnikingenieur darf man auch als Verfahrenstechnikingenieur arbeiten (und Chemieanlagen planen), wenn man es kann, bzw. der Chef einen lässt.
FM
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Re: Behaupten einen Beruf ausgeübt zu haben, obwohl es nicht stimmt - Strafe?

Beitrag von FM »

Wobei Architekten und Bauingenieure sicher nicht die einzigen sind. Ähnlich wie im Handwerk könnte ich mir gut vorstellen, dass bestimmte Dinge ein Elektroingenieur machen darf, ein Wirtschaftsingenieur aber nicht. Ich kenne da aber auch nicht alle branchenspezifischen Vorschriften.
Pünktchen
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Re: Behaupten einen Beruf ausgeübt zu haben, obwohl es nicht stimmt - Strafe?

Beitrag von Pünktchen »

Falsche Angaben in der Bewerbung können durchaus als Betrug nach § 263 StGB strafbar sein.
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