Mutterschutzgesetz / Sonn-und Feiertagsarbeit

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Vera
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Mutterschutzgesetz / Sonn-und Feiertagsarbeit

Beitrag von Vera »

Hallo!

Ich hab mal eine Frage zum Mutterschutzgesetz.
Und zwar, ist hier bei meinem Arbeitgeber die Situation so, dass der Jahresabschluss zum 31.3. jeden Jahres erfolgt.
Das heißt, dass in der WOche darauf sehr viel zu tun sein wird.
Dieses Jahr fällt in diese Woche Ostern und das Problem ist, dass es dann so sein wird, dass hier an Karfreitag, Ostersonntag und-montag gearbeitet werden muss (ich bin Buchhalterin)

Nun bin ich ja schwanger und darf das ja laut MuSchuG nicht, gibt es da irgendeine Möglichkeit, dass ich selbst zustimme dann zu arbeiten.
Es geht halt darum, dass mein Arbeitgeber Sorgen wegen dem Versicherungsschutz hat, wenn ich einfach trotzdem ins Büro komme.

maconaut
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Beitrag von maconaut »

So geht's rechtlich einwandfrei:

MuSchG
§ 8 Mehrarbeit, Nacht- und Sonntagsarbeit
(1) Werdende und stillende Mütter dürfen nicht mit Mehrarbeit, nicht in der Nacht zwischen 20 und 6 Uhr und nicht an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden.
...
(6) Die Aufsichtsbehörde kann in begründeten Einzelfällen Ausnahmen von den vorstehenden Vorschriften zulassen.
Die Sorgen des AG sind berechtigt.

Vera
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Beitrag von Vera »

Ja, mir ist klar, was im MuSchG steht.
Meine Frage war halt, ob es eine rechtlich korrekte Möglichkeit gibt, dass ich trotzdem arbeiten kann?!

Ronny1958
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Beitrag von Ronny1958 »

Wer lesen kann ist im Vorteil ;)

Entscheidendes fettgedruckt:
§ 8 Mehrarbeit, Nacht- und Sonntagsarbeit
(1) Werdende und stillende Mütter dürfen nicht mit Mehrarbeit, nicht in der Nacht zwischen 20 und 6 Uhr und nicht an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden.
...
(6) Die Aufsichtsbehörde kann in begründeten Einzelfällen Ausnahmen von den vorstehenden Vorschriften zulassen
.

Gewerbeaufsichtsamt, Amt für Arbeitsschutz so oder so ähnlich lautet die Bezeichnung der zust. Behörde.

Grüße
Ronny ;)
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

Vera
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Beitrag von Vera »

Das heißt dort könnte ich bzw. mein Arbeitgeber nachhaken, ob es in diesem Fall möglich ist

Ronny1958
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Beitrag von Ronny1958 »

Vera hat geschrieben:Das heißt dort könnte ich bzw. mein Arbeitgeber nachhaken, ob es in diesem Fall möglich ist
Nicht nachhaken, sondern eine Ausnahme beantragen ;)
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

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