Eilig! Abmahnung und drohende Kündigung!

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Ocean93
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Eilig! Abmahnung und drohende Kündigung!

Beitrag von Ocean93 »

Sehr geehrte Forengemeinde.
Ich habe ein sehr eiliges Problem!! Hoffe auf sehr schnelle Antworten!

Zur sache: Letzten Dienstag bekam ich eine schrifliche Aufforderung zur Vorlage meines Beruchtshefts und des Schulzeugnisses. Da ich aber noch nicht alle Unterschriften meiner Ausbildet zusammenhatte, gab ich das Heft ohne Begründung nicht ab, aus dem Grund, dA mir schon öfter nachgesagt wurde, ich würde mich nur rausreden. Dem ist aber wirklich nicht so. Das Zeugnis gab ich ab.

Nachdem ichs also nicht vorlegte, erhielt ich Donnerstag Weine Abmahnung mit der nochmaligen Aufforderung, das Heft bis Mittwoch, also morgen abzugeben. Problem weiterhin: Nah wie vor keine Unterschriften komplett. Weiterhin bin ich momentan im Urlaub und etliche Kilometer von meiner Ausbildungsstätte entfernt.

Wie soll ich nun vefahren? Ich habe keine Lust wenn ich aus dem Urkaub komme die Kündigung in Empfang zu nehmen. Ich sehe mein Fehlverhalten ein u die dunmheit, es grundlos nicht vorzulegen.
Über Postweg gelangt der Nachweis auch nicht mehr zur Arbeit. Dann halt das Problem mit den Unterschriften.
Bitte um dringende Hilfe!!

karli
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Re: Eilig! Abmahnung und drohende Kündigung!

Beitrag von karli »

Bezüglich des Zeugnisses wüsste ich jetzt nicht, warum der Azubi Das beim Ausbildenden vorzeigen müsste.

Wurde dem Azubi Gelegenheit gegeben, den Ausbildungsnachweis während der Ausbildungszeit zu führen?
Was spricht dagegen, den Ausbildungsnachweis ohne die entsprechenden Unterschriften vorzulegen?
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Ocean93
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Re: Eilig! Abmahnung und drohende Kündigung!

Beitrag von Ocean93 »

Dagegen spricht, das die Unterschrift von zwei meiner Ausbilder seit diesem Sommer fehlt, ich diese aber nie bekomme, weil die eine der beiden mein Heft für etliche Wochen behält und schon 4x der Meinung war, sie müsse etwas verbessern.

Das Zeugnis muss von der Chefin unterschrieben werden. Aber das steht ja ausser Frage.

mailo
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Re: Eilig! Abmahnung und drohende Kündigung!

Beitrag von mailo »

Auszubildende haben nicht viele Pflichten, aber zu den wenigen gehört dass der Ausbildungsnachweis regelmässig geführt und zur Unterschrift vorgelegt wird.
Einem meiner Auszubildenden habe ich das derart beigebracht das immer wenn der Ausbildungsnachweis vergessen wurde, wir auch vergessen haben ihm den Lohn zu überweisen.

Das musste nur 2 x geschehen und er erhielt seinen Lohn innerhalb der im Ausbildungsvertrag zugesicherten Zahlungszeit.

Allerdings ist das " Nichtvorlegen" nach mehrmaliger Aufforderung keine Dummheit sondern eine Pflichtverletzung.
Als solche kann es zur Kündigung kommen, egal ob man " Lust" dazu hat oder nicht.

Wenn man die Situation noch retten möchte, dann nehme man seinen Ars..h in die Hand und mache sich trotz Urlaub zum Ausbildungsbetrieb und gebe den Ausbildungsnachweis ab, zusammen mit einer (mündlichen) Begründung warum das vorher nicht passiert ist.

matthias.
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Re: Eilig! Abmahnung und drohende Kündigung!

Beitrag von matthias. »

Offensichtlich scheint der Azubi an den fehlenden Unterschriften aber zumindest nicht allein schuldig.

Ansonsten solltest du keine Angst vor einer Kündigung haben, so schnell geht das nicht.
Ein Azubi ist nur recht schwer zu kündigen.

Trotzdem solltest du in Zukunft dein Heft entsprechend so führen, dass du die Unterschriften zeitnah bekommst.
Vielleicht setzen sich alle Parteien auch nochmal zusammen und bereden wie das in Zukunft abläuft und man macht jetzt mal klar Schiff und fährt alles auf Anfang. Dein Problem ist wohl auch, dass du monatelang Altlasten mit dir rum schleppst die auf die Psyche drücken.

Sich in die AU zu flüchten bringt aber auch nichts.

MfG
Matthias

Dummerchen
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Re: Eilig! Abmahnung und drohende Kündigung!

Beitrag von Dummerchen »

Offensichtlich scheint der Azubi an den fehlenden Unterschriften aber zumindest nicht allein schuldig.
Naja, je nachdem, wann im letzten Sommer die Unterschriften gefordert wurden, sind seither doch recht viele Wochen vergangen, vermutlich ueber 20. Da haette ein Azubi, so er denn wirklich gewollt haette, die Unterschriften bekommen koennen; selbst wenn ein Ausbilder das Heft fuer 4 Wochen behaelt und dann eine Korrektur verlangt, Zeit haette es seit dem Sommer zur Genuege gegeben.

So wirklich glauben kann ich nicht, dass es dem Azubi nicht moeglich war, die erforderlichen Unterschriften in den letzten 4 bis 6 Monaten zu bekommen.
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matthias.
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Re: Eilig! Abmahnung und drohende Kündigung!

Beitrag von matthias. »

Dummerchen hat geschrieben:
So wirklich glauben kann ich nicht, dass es dem Azubi nicht moeglich war, die erforderlichen Unterschriften in den letzten 4 bis 6 Monaten zu bekommen.

Das mag ja sein bringt ihn aber auch nicht weiter.
Er soll das jetzt gerade ziehen und in Zukunft schauen dass ist läuft.

MfG
Matthias

loronorzorro
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Re: Eilig! Abmahnung und drohende Kündigung!

Beitrag von loronorzorro »

Generell gilt: Wenn du für etwas abgemahnt wurdest, kannst du dafür nicht gekündigt werden, es sei denn es stellt ein erneutes Vergehen dar. Daher einfach das Berichtsheft abgeben und anmerken, dass du Probleme mit den Unterschriften hast und wieso du diese hast.

Dummerchen
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Re: Eilig! Abmahnung und drohende Kündigung!

Beitrag von Dummerchen »

matthias. hat geschrieben:Das mag ja sein bringt ihn aber auch nicht weiter.
Meinst du, es sei zielfuehrender, wenn er die Schuld fuer seine eigene Schludrigkeit auf andere schiebt?

In meinen Augen wird ihn das weder bei den Ausbildern noch bei der Geschaeftsfuehrung sonderlich beliebt machen; bei der naechsten Aktion koennten die ziemlich verschnupft reagieren.
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matthias.
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Re: Eilig! Abmahnung und drohende Kündigung!

Beitrag von matthias. »

Du liest selektiv.

MfG
Matthias

karli
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Re: Eilig! Abmahnung und drohende Kündigung!

Beitrag von karli »

mailo hat geschrieben:Einem meiner Auszubildenden habe ich das derart beigebracht das immer wenn der Ausbildungsnachweis vergessen wurde, wir auch vergessen haben ihm den Lohn zu überweisen.
Wobei ich an der Rechtmässigkeit dieser Vorgehensweise so meine Zweifel hätte! :roll:
§18 BBIG hat geschrieben:Die Vergütung für den laufenden Kalendermonat ist spätestens am letzten Arbeitstag des Monats zu zahlen.
Das Berichtsheft nicht vorlegen zu können, weil Unterschriften fehlten, kann ich nicht so recht nachvollziehen.

Der Azubi kann verpflichtet sein, das Berichtsheft vorzulegen, soweit das Führen eines Ausbildungsnachweises in der Ausbildungsordnung vorgesehen ist und/oder eine entsprechende Vereinbarung im Ausbildungsvertrag vorliegt.
Kontrollieren und Unterschreiben ist Aufgabe des Ausbildenden oder der von ihm bestellten Ausbilder.
Ich sehe hier auch keine Veranlassung dafür, daß der Azubi jedem, Ausbilder hinterherlaufen müsste um seine Unterschriften zu bekommen.

Der Auszubildende legt das Berichtsheft vor und gut ist.

Und wenn der Ausbildende es versäumt haben sollte, den Azubi zur Führung des Berichtshefts anzuhalten oder ihm dazu keine Gelegenheit während der Ausbildungszeit gegeben haben sollte, könnte es auch gut möglich sein, daß garnix drinnesteht im Berichtsheft! :wink:
http://www.frankfurt-main.ihk.de/berufs ... snachweis/
Wenn du kritisiert wirst, dann mußt du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)
Achtung: Meine Beiträge können Meinungsäusserungen, Denkanstösse, sowie Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten.

Dummerchen
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Re: Eilig! Abmahnung und drohende Kündigung!

Beitrag von Dummerchen »

Vielleicht. Vielleicht entgehen mir aber die Widersprueche in einer Argumentationskette einfach nur nicht.

Wenn mir ein Azubi ankaeme, der es ueber einen knapp 6 monatigen Zeitraum nicht gebacken kriegt zwei Unterschriften bei Ausbildern abzuholen, der jetzt behauptet es laege an den Ausbildern, der aber in den ganzen Monaten nicht einmal da war und um Hilfe gebeten hat, dann saehe ich nur zwei Moeglichkeiten:
- dem war das Berichtsheft so was von egal, das glaubst du gar nicht. Die Behauptung, das Heft wuerde fuer die Unterschrift zu lange beim Ausbilder sein, ist nur eine Schutzbehauptung. Oder
- das Berichtsheft hat wochenlang beim Ausbilder gelegen. Der Azubi ist aber solch eine nutzlose Pfeife, dass er phlegmatisch auf Rueckgabe gewartet hat, statt einmal Laut zu geben, dass was nicht laeuft.

In beiden Faeller faende er sich unter intensiverer Beobachtung und waere sicherlich nicht mehr erste Wahl fuer die Uebernahme nach der Ausbildung.

Schadensbegrenzung ist hier dringend notwendig, aber doch nicht, indem man mit dem Finger auf andere zeigt und die fuer die eigenen Fehler verantwortlich machen will.
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matthias.
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Re: Eilig! Abmahnung und drohende Kündigung!

Beitrag von matthias. »

Ich hab gesagt:
Er soll das jetzt gerade ziehen und in Zukunft schauen dass es läuft.
Wo steht da er soll mit Finger auf andere zeigen?

Tastenspitz
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Re: Eilig! Abmahnung und drohende Kündigung!

Beitrag von Tastenspitz »

Mal sehen: Er bekommt am Dienstag eine (letzte schriftliche?) Aufforderung und am Donnerstag eine Abmahnung und soll nun unverzüglich das Berichtsheft abgeben. Statt dessen fährt der Azubi in den Urlaub. Gehts noch? :roll:
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

Ocean93
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Re: Eilig! Abmahnung und drohende Kündigung!

Beitrag von Ocean93 »

So ich meld mich mal wieder zu Wort.

Zunächst einmal möchte ich auf einen der oberen Posts eingehen, bei dem irgendetwas mit psychischen Lasten gemeint wurde. Bevor ich aber hier meine Geschichte der Jahre 2010 - 12 erzähle, möcht ich nur kurz sagen, das an dem etwas dran ist.
Ich bin aufgrund meiner psysche etliche Male im vergangenen Lehrjahr krank gewesen. Das ging mal von einem Tag bis zur einer Woche. Obwohl mir dies vom Arzt auch Bescheinigt wurde, das es bei mir vom Kopf her kommt, werd ich von der Verwaltung sowas von niedergemacht, das mir sogar nachgesagt wird, ich würde blau machen (obwohl einige Male ich wirklich ziemlich heftige Krankheiten hatte). Desweiteren habe ich vor kurzem Andeutungen gemacht bzw. die Frage gestellt, ob man meinen AUsbildungsstandort wechseln könnte. Und seitdem ist die Hölle los.

Unverzügliche AUfforderung des Berichtsheft MIT ALLEN Unterschriften, Vorlage Zeugnis, in Zukunft muss ich meine Zeit im Betrieb aufschreiben (als ob ich immer drei Stunden früher Feierabend machen würde..), Krankheitsbescheinigung ab dem ersten Tag (hab ich zwar sowieso immer gemacht, jedoch erst ab Tag 2 bei uns notwendig).

Kurz darauf die Abmahnung.

Ich weiß, das meine Chefin die Schnauze voll von mir hat, soviel ist sicher.
Tastenspitz hat geschrieben:Mal sehen: Er bekommt am Dienstag eine (letzte schriftliche?) Aufforderung und am Donnerstag eine Abmahnung und soll nun unverzüglich das Berichtsheft abgeben. Statt dessen fährt der Azubi in den Urlaub. Gehts noch? :roll:
Der Urlaub ist seit Anfang des Jahres angekündigt und ich selber hab mir mit dem nen Traum erfüllt. Als ich mit meiner Chefin noch gut war hab ich sogar mit ihr drüber gesprochen. DIe Auflage, das Heft jetzt im Urlaub vorzulegen zeigt mir eindeutig, das sie mich rauswerfen möchte.

Meine WG Bewohnerin hat den Nachweis am Dienstag über Kurier noch abgeschickt. Dennoch weiß ich, das sie mir wieder heftig ans Bein Pisst, wenn nicht alle Unterschriften drauf sind.
Dummerchen hat geschrieben:Vielleicht. Vielleicht entgehen mir aber die Widersprueche in einer Argumentationskette einfach nur nicht.

Wenn mir ein Azubi ankaeme, der es ueber einen knapp 6 monatigen Zeitraum nicht gebacken kriegt zwei Unterschriften bei Ausbildern abzuholen, der jetzt behauptet es laege an den Ausbildern, der aber in den ganzen Monaten nicht einmal da war und um Hilfe gebeten hat, dann saehe ich nur zwei Moeglichkeiten:
- dem war das Berichtsheft so was von egal, das glaubst du gar nicht. Die Behauptung, das Heft wuerde fuer die Unterschrift zu lange beim Ausbilder sein, ist nur eine Schutzbehauptung. Oder
- das Berichtsheft hat wochenlang beim Ausbilder gelegen. Der Azubi ist aber solch eine nutzlose Pfeife, dass er phlegmatisch auf Rueckgabe gewartet hat, statt einmal Laut zu geben, dass was nicht laeuft.

In beiden Faeller faende er sich unter intensiverer Beobachtung und waere sicherlich nicht mehr erste Wahl fuer die Uebernahme nach der Ausbildung.

Schadensbegrenzung ist hier dringend notwendig, aber doch nicht, indem man mit dem Finger auf andere zeigt und die fuer die eigenen Fehler verantwortlich machen will.
Ich bemühe mich sehr, mein Berichtsheft ordnungsgemäß zu führen. Meist hab ich den Tag auch während der Arbeitszeit fertig, wenn nicht, hab ich noch meine Stichpunkte. Es ist wirklich keine Schutzbehauptung.

Schon allein der Satz, wenn ich zu derjenigen Ausbilderin gehe: "DAs kann aber einige WOchen dauern, hab momentan viel zu tun" zwingt mich schon, das Heft nicht abzugeben, da ich jeden Monatsanfang es vorzulegen hab. Als ich nach drei Wochen das Heft holen wollte kam folgendes: "Ist noch nicht fertig, bin auch ab nächste Woche zwei Wochen im Urlaub, da schau ich mal...".
Chefin hat mir in dem moment nicht geglaubt, wollte das Heft (ihrer Meinung nach hab ich es auch als AUsrede benutzt). ALs ich mit dem Ding angedackelt kam, behielt sie es wieder eine WOche UND SO WEITER....

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