Bei Kündigung: Urlaub in Gefahr?

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frtnbd
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Bei Kündigung: Urlaub in Gefahr?

Beitrag von frtnbd » 05.05.12, 16:45

Hallo,

ich habe mir schon den Kopf zermatert, komme aber zu keinen optimalen Lösung und wollte daher mal bei den "Profis" anklopfen. Bitte nehmt euch die Zeit, den etwas komplizierten Fall durchzugehen, ich komme allein nicht weiter.

Zur Situation: Ich bin derzeit fest angestellt in einer Agentur. Dort habe ich Ende Januar meine Ausbildung beendet und bin seit dem. 1. Februar fest angestellt übernommen worden. Mir wurde eine weitere Probezeit von 6 Monaten auferlegt, in der ich innerhalb von 3 Wochen zum Monatsende kündigen kann. Anfang des Jahres habe ich mit einigen Freunden beschlossen, eine Reise zu machen (Ende Juni bis Ende Juli). Die Reise muss stattfinden, unbedingt. Dafür habe ich mir 20 Tage Urlaub genommen, der Urlaub wurde bereits bewilligt. Insgesamt habe ich 28 Urlaubstage im Jahr.

Jetzt habe ich unerwartet ein tolles anderes Angebot bekommen und könnte ab dem 01.08., also direkt nach der Reise, bei einer anderen Agentur anfangen. Das möchte ich gerne wahrnehmen. Es ist ja aber so, dass ich jetzt aber schon "zu viel" Urlaub bei meiner derzeitigen Agentur eingereicht habe, als mir zu diesem Zeitpunkt zusteht. Was kann passieren, wenn ich die Kündigung einreiche? Was denkt ihr, wäre der beste Zeitpunkt zu kündigen, um den Urlaub nicht zu gefährden? Bzw. wie sieht es rechtlich mit solchem "zu viel verplanten" Urlaub aus, kann mir mein derzeitiger Arbeitgeber den Urlaub streichen?! Wir würdet ihr vorgehen?

Ich freue mich über jeden Gedankenanstoß.

Viele Grüße.

DaChris77
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Re: Bei Kündigung: Urlaub in Gefahr?

Beitrag von DaChris77 » 06.05.12, 01:30

Als Gedankenanstoss:

Mit dem Chef reden und die zu vielen Urlaubstage als unbezahlt beziehen oder entsprechend früh kündigen (zum Ende Juni) und dann halt 1 Monat Urlaub machen :)

matthias.
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Re: Bei Kündigung: Urlaub in Gefahr?

Beitrag von matthias. » 07.05.12, 11:29

Wenn du zu Ende Juni kündigst, mögen deine Urlaubstage noch reichen und den Juli machst du einfach so frei. Wo soll das Problem sein. Die Krankenkasse wirkt 1 Monat nach und Arbeitslosen- oder Rentenversicherung ist wg. 1 Monat irrelevant.

MfG
Matthias

filter
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Re: Bei Kündigung: Urlaub in Gefahr?

Beitrag von filter » 07.05.12, 21:36

Mir wurde eine weitere Probezeit von 6 Monaten auferlegt, in der ich innerhalb von 3 Wochen zum Monatsende kündigen kann.
Die Probezeit mit der verkürzten Frist von 3 Woche ist zwar m.M.n. nicht zulässig, kann aber durch den AN angewendet werden.
Jetzt habe ich unerwartet ein tolles anderes Angebot bekommen und könnte ab dem 01.08., also direkt nach der Reise, bei einer anderen Agentur anfangen.
Beim Ausscheiden nach dem 30.6. steht dem AN der volle (Mindest)urlaubsanspruch von 4 Wochen zu (je nach Formulierung im AV und Anwendung eines Tarifvertrages auch der komplette vertraglixhe Jahresurlaub). Also einfach nach den 30.6. fristgemäss zm 31.07. kündigen. Das passt doch genau mit den 20 Tagen = 4 Wochen.

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