Mutterschutzgesetz im Krankenhaus

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DummeFrage
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Mutterschutzgesetz im Krankenhaus

Beitrag von DummeFrage »

Hallo,

wenn man das Internet durchforstet findet man sehr unterschiedliche Auslegungen was eine Schwangere im Klinikalltag als Pflegekraft noch machen darf, was nicht oder ob grundsätzliche ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen wird.

Nun habe ich eine Formulierung in einem Merkblatt der zuständigen Behörde gefunden und hätte da gerne eine Einschätzung zu.
Eine Beschäftigung von werdenden und stillenden Müttern mit Tätigkeiten, bei denen sie im
Notfall unter Verstoß gegen die Beschäftigungs
beschränkungen Hilfe leisten müssen, ist nicht
möglich.
Dies gilt besonders im Notfall auf Intensivstationen, Ambulanzen und im OP-Bereich, da ein
konsequenter Arbeitsschutz im Sinne des Mutterschutzgesetzes nicht
gewährleistet ist.
Wenn die Schwangere A auf einer Intensivstation tätig ist, bedeutet das ein generelles Beschäftigungsverbot in dieser Abteilung oder bezieht sich das nur auf Tätigkeiten, die bei Notfallsituationen auftreten, denen sich die Schwangere fern zu halten hat?

Ja, ich werde die Behörde kontaktieren, aber eine Meinung dazu hätte ich jetzt gerne aber schon :)

Vielen Dank

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Re: Mutterschutzgesetz im Krankenhaus

Beitrag von questionable content »

Hier geht es um arbeitsmedizinische Fragen und keinen geistlosen Formalismus, den man aus Bequemlichkeit ausbeuten kann.
Theorie:
Falls es für die besagten gefährlichen Arbeiten, die nach MuschG unzulässig sind, jederzeit sicher andere Personen gibt, die diese wahrnehmen können und entsprechend dazu angewiesen sind, ist die Beschäftigung an diesen Orten rechtlich grds. unbedenklich.

Praktisch bedeutet das, dass die Arbeitsorganisation einschließlich der Weisungen an die betroffenen Mitarbeiter entsprechend angepasst werden müssen.

Oft genug sind die entsprechenden Arbeitgeber damit allerdings überfordert und machen einfach "gar nichts", weil die rechtliche Regelung des MuschG unbekannt ist oder im Arbeitsalltag untergegangen ist. Alternativ kommt dann die Komplettfreistellung oder Betreuung der werdenden Mutter mit sonstigen "unproblematischen" Tätigkeiten (denn das ist organisatorisch im Regelfall viel bequemer, als einen fein abgestimmten, den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen entsprechenden Plan mit entsprechenden Arbeitsanweisungen auszustellen).
Few people are capable of expressing with equanimity opinions which differ from the prejudices of their social environment. Most people are even incapable of forming such opinions.

DummeFrage
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Re: Mutterschutzgesetz im Krankenhaus

Beitrag von DummeFrage »

Hier geht es um arbeitsmedizinische Fragen und keinen geistlosen Formalismus, den man aus Bequemlichkeit ausbeuten kann.
Wären Sie so nett mir zu erklären, was Sie damit sagen wollen? Wessen Bequemlichkeit?

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Re: Mutterschutzgesetz im Krankenhaus

Beitrag von questionable content »

DummeFrage hat geschrieben:
Hier geht es um arbeitsmedizinische Fragen und keinen geistlosen Formalismus, den man aus Bequemlichkeit ausbeuten kann.
Wären Sie so nett mir zu erklären, was Sie damit sagen wollen? Wessen Bequemlichkeit?
Weshalb spielt es für Sie eine Rolle, *wessen* Bequemlichkeit es ist? :wink:
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DummeFrage
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Re: Mutterschutzgesetz im Krankenhaus

Beitrag von DummeFrage »

Da es sich wie eine mutmaßende Unterstellung liest. Daher würde ich diesen Satz gerne verstehen.

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