Seite 1 von 1

Vertragliche Vereinbarung über längere Entgeltfortzahlung

Verfasst: 10.08.16, 15:23
von spock99
Hallo zusammen!

Der freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse versicherte Arbeitnehmer A hat mit dem Arbeitgeber B einen Anstellungsvertrag geschlossen. U.a. wurde darin wörtlich folgendes vereinbart:
"Im Krankheitsfall wird das volle Gehalt über die gesetzliche Regelung hinaus zusätzlich auf die Dauer von drei Monaten weitergezahlt."

Wie ist diese Klausel zu verstehen - erhält A bei Arbeitsunfähigkeit durch dieselbe Krankheit sein volles Gehalt insgesamt 3 Monate lang und danach Krankengeld oder kommen die 3 Monate zu den gesetzlich geregelten 6 Wochen hinzu, sodass B dem A das Gehalt insgesamt 3 Monate und 6 Wochen weiter zahlen muss, bevor das Krankengeld greift?

Vielen Dank für eure Meinungen!

Viele Grüße

Re: Vertragliche Vereinbarung über längere Entgeltfortzahlun

Verfasst: 16.09.16, 13:58
von spock99
Hallo,

scheinbar gibt es keine Meinungen... :|

Dann konkretisiere ich einmal.

A war 3 Monate vom 01.04. bis 30.6. wegen derselben Krankheit arbeitsunfähig. In dieser Zeit hat er sein volles Gehalt bekommen. Die Genesung dauert jedoch länger und A bleibt weiter arbeitsunfähig krankgeschrieben.

B stellt nun die Gehaltsfortzahlung ein und ist der Meinung, A müsse nun Krankengeld von seiner Krankenkasse beziehen.
A dagegen steht auf dem Standpunkt, aufgrund der vertraglichen Vereinbarung müsse B noch weitere 6 Wochen, also bis längstens 11.8., sein Gehalt weiter zahlen, bevor der Krankengeldbezug einsetzt.

Wer hat Recht?


Viele Grüße

Re: Vertragliche Vereinbarung über längere Entgeltfortzahlun

Verfasst: 16.09.16, 14:14
von matthias.
Hat man mal mit der Krankenkasse geredet?
Die müsste ja auch ein Interesse daran haben, dass der AG länger zahlt.

Entscheiden wird das letztlich ein Richter.

Re: Vertragliche Vereinbarung über längere Entgeltfortzahlun

Verfasst: 16.09.16, 15:22
von Celestro
matthias. hat geschrieben:Entscheiden wird das letztlich ein Richter.
Sehe ich auch so ... wenn ich auch sagen muß, daß ich mich wundern würde, wenn der Richter zugunsten des Arbeitgebers entscheiden würde.