Arbeitsrecht

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kdM
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Re: Arbeitsrecht

Beitrag von kdM »

SusanneBerlin hat geschrieben:Es ist leider so. Auch wenn der Arbeitgeber durch unwirksame Klauseln im Arbeitsvertrag suggeriert, der AN hätte keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung, gelten trotzdem die Ausschlussfristen.
Das ist zwar so. Andererseits: Nach § 2 Abs.1 Nach­weis­ge­setz (NachwG) muß der Ar­beit­ge­ber dem Ar­beit­neh­mer ei­nen schrift­li­chen Nach­weis über die we­sent­li­chen Ver­trags­be­digun­gen aus­hän­di­gen (Ar­beits­nach­weis).

Dieser Ar­beits­nach­weis (kann auch der Arbeitsvertrag sein) muss auch all­ge­mein­ver­bind­li­che Ta­rif­ver­trä­ge ent­hal­ten, sonst kann sich der Ar­beit­ge­ber auf ta­rif­li­che Aus­schluss­fris­ten nicht be­ru­fen: Lan­des­ar­beits­ge­richt Düs­sel­dorf, Ur­teil vom 17.05.2001, 5 (3) Sa 45/01.

In diesem Falle würden die Ausschlussfristen (dann eben aus einem anderen Grund) nicht gelten.
"Die meisten fortschrittsoptimistischen Leute sind so lange für neue digitale Geschäftsmodelle, bis ihr eigener Job durch eine 99-Cent-App ersetzbar wird." (Sascha Lobo)
SusanneBerlin
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Re: Arbeitsrecht

Beitrag von SusanneBerlin »

@kdM Gut zu wissen. Mir fehlen da zugegebenermaßen die Kenntnisse, welche Inhalte aus allgemeinverbindlichen Tarifverträgen auch ohne die Einbeziehung im Arbeitsvertrag gelten und welche nicht.
Grüße, Susanne
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