Unsicherheit

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Hilfesuchender-AN
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Unsicherheit

Beitrag von Hilfesuchender-AN » 18.11.17, 13:22

Ein AN hat einen Aufebungsvertrag mit sofortiger Freistellung unter Anrechnung von Übersstunden und Urlaub ( mehr als 20 Tage ) unterschrieben, dieser griff am 15.11 und endet am 31.1... Der AN ist ärztlich belegt arbeitsunfähig doch plötzlich sagt der AG man solle zu einem Gespräch erscheinen da ein Verdacht auf eine Manipulation besteht ( man habe es schwarz auf Weiß ) und man sei nicht bereit die vorher im Aufhebungsvertrag festgelegten Lohnzahlungen zu leisten. Der AN soll sich bei diesem Gespräch erklären und trotz einer attestierten Krankmeldung zum Gespräch erscheinen damit es „ noch positiv für den AN“ ausgeht... Die angebliche Manipulation soll noch vor einigen Monaten stattgefunden haben... Warscheinlich möchte der AG den AN hierdurch fristlos Kündigen oder eine Kündigung die schneller greift ( 4 Wochen ) aussprechen, trotz bestehendem und von beiden Seiten unterzeichnetem Aufhebungsvertrag... Wie ist die Rechtslage?

SusanneBerlin
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Re: Unsicherheit

Beitrag von SusanneBerlin » 18.11.17, 13:48

Wie ist die Rechtslage?
Der AN muss während der Arbeitsunfähigkeit nicht zum Gespräch erscheinen, nach beendetem Arbeitsverhältnis sowieso nicht. Die im Aufhebungsvertrag vereinbarten Zahlungen kann der AN vor dem Arbeitsgericht einklagen, wenn keine Zahlung erfolgen sollte.
Warscheinlich möchte der AG den AN hierdurch fristlos Kündigen oder eine Kündigung die schneller greift ( 4 Wochen ) aussprechen
Man kann nicht rückwirkend kündigen. Nicht ausgeschlossen sind eine Anfechtung des Aufhebungsvertrags und fristlose Kündigung durch den Arbeitgeber, Lohnrückforderungen oder Schadensersatzforderungen, wenn dem Arbeitnehmer Betrugshandlungen nachgewiesen werden können.

Ob ein Klärungsgespräch mit dem Arbeitgeber sinnvoll ist, kann man ohne Kenntnis der Vorgeschichte nicht sagen. Es kommt also darauf an, ob sich der Arbeitnehmer etwas zuschulden kommen lassen hat oder ob er den Vorwurf entkräftigen kann.
Grüße, Susanne

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