Zeiterfassung

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jake779
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Zeiterfassung

Beitrag von jake779 » 27.06.19, 15:56

Hallo zusammen,

ich bin Freelancer und arbeite unter anderem für eine Agentur. Gestern habe ich von einem Urteil des EuGH gehört. Ab jetzt (oder bald) müssen alle Arbeitgeber die Arbeitszeiten von Mitarbeitern genau erfassen. Doch ich bin kein Angestellter, sondern Freelancer. Muss ich auch ein solches Zeiterfassungssystem kaufen? Und wie soll die Agentur, für die ich tätig bin, meine Arbeitszeiten erfassen, wenn ich von Zuhause aus arbeite? Wenn ich so ein Teil für mich kaufe bzw. kaufen muss, erstattet mir jemand das Geld?

Ich weiß Fragen über Fragen, aber eine anwaltliche Beratung wäre viel zu teuer für mich...

Danke für eure hilfreiche Antworten

Viele Grüße
Zuletzt geändert von ktown am 27.06.19, 16:39, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Das Produkt ist sicherlich nicht für den Sachverhalt relevant.

matthias.
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Re: Zeiterfassung

Beitrag von matthias. » 27.06.19, 15:59

Nein musst du nicht.


Ansonsten hast du dich sicher mit der Frage Scheinselbständigkeit auseinandergesetzt.

Wenn du eindeutig Selbständig bist, brauchst du keine Arbeitszeiterfassung durchzuführen, das gilt nur für Arbeitnehmer.

SusanneBerlin
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Re: Zeiterfassung

Beitrag von SusanneBerlin » 27.06.19, 16:23

Ab jetzt (oder bald) müssen alle Arbeitgeber die Arbeitszeiten von Mitarbeitern genau erfassen.
1. Nicht die Arbeitszeiten von Mitarbeitern, sondern die von Arbeitnehmern.
2. Du bist kein Arbeitnehmer.
3. Lass das mal die Sorge der Arbeitgeber sein.
4. Als Freelancer hast du keinen Arbeitgeber.
Grüße, Susanne

FM
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Re: Zeiterfassung

Beitrag von FM » 27.06.19, 18:43

Es bleibt abzuwarten, wie das Urteil in Deutschland überhaupt umgesetzt wird, das muss der Bundestag erst noch entscheiden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass arbeitnehmerähnliche Selbständige einbezogen werden, das kam bei anderen Sachen auch vor. Auch für Arbeitnehmer ist aber noch völlig offen, wie die Zeit erfasst werden muss (z.B. ob nach Uhrzeiten oder nur Anzahl der Stunden, welche technischen Verfahren usw.).

Ein Selbständiger kann aber auch jetzt schon aus vertraglichen Gründen die Zeit erfassen müssen, falls er nach Stunden bezahlt wird. Im Streitfall wird die Aussage "müssten so um die 50 Arbeitsstunden gewesen sein, vermute ich mal" nicht ausreichen.

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