Arbeitsunfähigkeit während Kündigungsfrist

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Ultikulti
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Arbeitsunfähigkeit während Kündigungsfrist

Beitrag von Ultikulti »

Folgende Situation:

Ein Arbeitnehmer wurde fristgerecht zum 31.08 gekündigt.
Hat seine Kündigung erhalten und ihn wurde zugesagt das er bis dahin freigestellt wird unter Bezahlung des Lohn.
Paar Stunden später wurde ihn gesagt er müsse die Schicht noch fortsetzen.
Während der Kündigung hat der Arbeitnehmer sich eine neue Stelle gesucht sowie gefunden und Arbeitsvertrag unterschrieben.
Nun muss der Arbeitnehmer noch zur g25 Untersuchung und einige Unterlagen für die neue Firma besorgen .

Da die Firma ihn nicht freistellen möchte würde diese zum Arzt gehen und sich krank schreiben wollen unter den vorbehalten das er sowieso derzeit einen infket hat und gerne bis zum 1.09. fitt sein möchte .

Nun wurde der Arbeitnehmer gehe wissen wenn dieser sich krank schreiben lässt ob die Firma dann die Lohnfortzahlung einbehalten kann da er sich ja nach Erhalt der Kündigung krank geschrieben hat

Gaia
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Re: Arbeitsunfähigkeit während Kündigungsfrist

Beitrag von Gaia »

Klingt ein wenig verworren, das alles. Deshalb, auch wenn es für die eigentliche Frage nicht wichtig ist:

Die Zusage der Freistellung gab es nur mündlich und ohne Zeugen, und von 'unwiderruflich' war schon gar nicht die Rede, richtig?

Die 'Schicht' - was ist damit gemeint? Die Schichten, die ich kenne, dauern irgendwas um die acht Stunden. Da sollte dann regelmäßig Zeit genug sein, um die Unterlagen für die neue Stelle besorgen und die Untersuchung durchführen zu können.

Das mit der Krankschreibung - nunja. Der AN wird sicher einen Arzt finden, der ihm eine AU ausstellt. Ob und inwieweit sich dabei einer oder beide Beteiligten strafbar machen, kann egal sein, da das Entdeckungsrisiko gleich null ist. Der Noch-AG wird sich mit ziemlicher Sicherheit nicht wundern, wenn sein Noch-AN mit der AU um die Ecke kommt.

Und nein, die Firma kann nichts einbehalten, sondern ist selbstverständlich auch bei bereits erfolgter Kündigung zur Lohnfortzahlung verpflichtet.

Ultikulti
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Re: Arbeitsunfähigkeit während Kündigungsfrist

Beitrag von Ultikulti »

Hallo
Der Arbeitnehmer , geht ja nicht bewusst zum Arzt um sich mit absicht Krankschreiben zu lassen .. sondern da er sowieso gerade angeschlagen ist Daher hat er nicht die Absicht dies vorsätzlich zu machen.
Des weiteren hat der Arbeitnehmen einfach nur die Angst das die Firma auf einmal sagt .. Hey sie sind 1 Woche vor der Kündigung Krank geschrieben wir behalten ihnen den Lohn ein da wir dies nicht glauben

lottchen
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Re: Arbeitsunfähigkeit während Kündigungsfrist

Beitrag von lottchen »

Ultikulti hat geschrieben:
23.08.19, 10:22
Des weiteren hat der Arbeitnehmen einfach nur die Angst das die Firma auf einmal sagt .. Hey sie sind 1 Woche vor der Kündigung Krank geschrieben wir behalten ihnen den Lohn ein da wir dies nicht glauben
Mit diesem Risiko lebt jeder AN. Der AG kann jederzeit etwas Rechtswidriges tun und wenn das dem AN nicht passt muss er sich dagegen wehren, ggf. klagen. Egal ob das Ganze mit einer Krankschreibung zusammenhängt oder womit auch immer.
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

ExDevil67
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Re: Arbeitsunfähigkeit während Kündigungsfrist

Beitrag von ExDevil67 »

Also das der Noch-AG die Lohnfortzahlung verweigert wäre natürlich möglich. Aber, dann fordert man halt den AG nachweisbar auf zuzahlen und wenn das nicht hilft trifft man sich halt vor'm Arbeitsgericht. Wobei da der Noch-AG meiner Meinung nach ganz schlechte Karten hat, schließlich müsste er dann nachweisen das die AU vom Arzt falsch war.
Ggf könnte der AG eine Prüfung durch den MDK veranlassen. Wobei da die Frage wäre wie schnell der ist und wenn der AN wirklich krank ist, wird auch der nix machen können.

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