nach Kündigung weiter Lohn via Dauerauftrag erhalten

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miau25
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nach Kündigung weiter Lohn via Dauerauftrag erhalten

Beitrag von miau25 » 09.09.19, 08:32

Guten Morgen,
gerne hätte ich gewusst, wie in folgender Situation am besten aus Sicht des ehemaligen AN akut gehandelt werden sollte.

AN wurde im Februar während der Probezeit aus einem TZ-Arbeitsverhältnis ( Unternehmensgröße weniger als 11 MA) gekündigt.
Per Dauerauftrag erfolgte jedoch weiterhin monatlich die Lohnzahlung in Höhe von knapp 800 Euro, zuletzt Ende August für September.
Nun erhielt der AN ein Einschreiben vom ehemaligen AG, datiert 03.09.2019,erhalten 05.09.2019 mit folgendem Inhalt :
"... auf diesem Wege möchten wir Sie auf die unberechtigten Lohnzahlungen von 03.19-08.19 aufmerksam machen und die von Ihnen unterlassene Meldepflicht. Die Forderung in Höhe von 4.400€ überweisen Sie bitte bis spätestens 10.09.2019 auf unser Konto. Sollte die Rückzahlung nicht bis zum 10.09.19 erfolgen, werden wir das Geld auf dem Rechtsweg einklagen.Wir hoffen, dass es nicht soweit kommt."

Natürlich ist sich der AN dessen bewusst, dass das Geld zurück gezahlt werden muss, jedoch geht aktuell nur 1000,00€ - soll AN die überweisen und abwarten was passiert?
Aktuell ohne Job und ohne Bezüge von Ämtern wären ab 10.2019 monatliche Raten in Höhe von 100€ möglich ( bis zur Arbeitsaufnahme) Wie teilt man das dem ehemaligen AG mit und verhindert man so Schlimmeres?

ExDevil67
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Re: nach Kündigung weiter Lohn via Dauerauftrag erhalten

Beitrag von ExDevil67 » 09.09.19, 08:44

Ob man mit einer Teilzahlung jetzt und späterer Ratenzahlung schlimmeres verhindert, bitte warten bis jemand eine funktionsfähige Glaskugel zur Hand hat.
Was in jedem nicht helfen wird ist jetzt den Kopf in den Sand stecken. Fragen kostet ja bekanntlich nix.

Wobei ich so spontan nix wüsste was mich als AG in so einer Lage beruhigen würde, außer einem vollstreckbarem Titel.

matthias.
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Re: nach Kündigung weiter Lohn via Dauerauftrag erhalten

Beitrag von matthias. » 09.09.19, 08:59

ExDevil67 hat geschrieben:
09.09.19, 08:44

Wobei ich so spontan nix wüsste was mich als AG in so einer Lage beruhigen würde, außer einem vollstreckbarem Titel.
Der dem AG ja aber letztlich wohl auch nichts hilft, wenn das Einkommen unter dem Pfändungsfreigrenze liegt.
Udn bis er den Titel hat, ist es ein gewisser Aufwand.


Ein einigermassen rational denkender AG wird mit Teilzahlung die regelm. kommt zufrieden sein.
Zuletzt geändert von matthias. am 09.09.19, 09:13, insgesamt 1-mal geändert.

SusanneBerlin
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Re: nach Kündigung weiter Lohn via Dauerauftrag erhalten

Beitrag von SusanneBerlin » 09.09.19, 09:02

Hallo,
Wie teilt man das dem ehemaligen AG mit
Am besten schriftlich.
und verhindert man so Schlimmeres?
Indem man den ehemaligen AG davon überzeugt, dass kein Geld da ist, welches gepfändet werden könnte.

Man darf jedoch annehmen, dass sich das Verständnis des Arbeitgebers in Grenzen halten wird, da der Ex-Mitarbeiter anscheinend munter von dem Geld des Ex-AG gelebt hat, anstatt sich arbeitslos zu melden oder sich einen neuen job zu suchen.
Grüße, Susanne

FM
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Re: nach Kündigung weiter Lohn via Dauerauftrag erhalten

Beitrag von FM » 09.09.19, 14:56

SusanneBerlin hat geschrieben:
09.09.19, 09:02
Indem man den ehemaligen AG davon überzeugt, dass kein Geld da ist, welches gepfändet werden könnte.
Einigermaßen überzeugend ist da nur eine Vermögensauskunft, und die bekommt der Arbeitgeber nur im Rahmen der Zwangsvollstreckung, wofür er mindestens einen Vollstreckungsbescheid braucht. Das ist auch kein so großer Aufwand.

miau25
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Re: nach Kündigung weiter Lohn via Dauerauftrag erhalten

Beitrag von miau25 » 09.09.19, 19:19

Erst einmal Dankeschön, dass ihr mein Anliegen gelesen und kommentiert habt.
Der AN hat bereits aus der Vergangenheit Gläubiger, welche noch Geld bekommen, von Einem liegt seit Jahren eine Kontopfändung vor, so dass der AN ein anderes Konto für die Lohnzahlungen angab.
Dass es nicht richtig war das Geld anzurühren, steht ganz außer Frage und 2 von 6 Lohnzahlungen sind unberührt. Gibt man beim überweisen dann jetzt die ersten beiden oder die letzten beiden Monate an?

SusanneBerlin
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Re: nach Kündigung weiter Lohn via Dauerauftrag erhalten

Beitrag von SusanneBerlin » 09.09.19, 19:47

2 von 6 Lohnzahlungen sind unberührt. Gibt man beim überweisen dann jetzt die ersten beiden oder die letzten beiden Monate an?
Das ist völlig egal. Diese Angabe ist überflüssig. Es würde reichen, einfach "Teilzahlung auf Lohnrückforderung" in den Betreff zu schreiben.
Grüße, Susanne

FM
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Re: nach Kündigung weiter Lohn via Dauerauftrag erhalten

Beitrag von FM » 09.09.19, 19:50

Er muss doch alle 6 Zahlungen erstatten. Wenn er das nicht bis zum vom Arbeitgeber gesetzten Termin macht, wäre mit einer Klage oder einem gerichtlichen Mahnverfahren und einem Zwangsvollstreckungsverfahren zu rechnen, was weitere Kosten verursacht. Es sei denn man einigt sich mit dem AG auf eine Ratenzahlung, wozu man aber aktiv werden muss und worauf sich der AG nicht einlassen muss. Er kann z.B., selbst wenn eine Einkommenspfändung erfolglos bliebe, auch eine Vermögenspfändung versuchen (Bankkonto, Auto, Haus usw.).

Ein Gegenargument wäre die gutgläubige Entreicherung, aber hier sehr unwahrscheinlich.

Wie war man eigentlich in der fraglichen Zeit kranken- und pflegeversichert? Was war mit Arbeitslosengeld?

Flowjob
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Re: nach Kündigung weiter Lohn via Dauerauftrag erhalten

Beitrag von Flowjob » 10.09.19, 10:12

miau25 hat geschrieben:
09.09.19, 19:19
von Einem liegt seit Jahren eine Kontopfändung vor, so dass der AN ein anderes Konto für die Lohnzahlungen angab
Irgendwie riecht das ein wenig nach Vollstreckungsvereitelung. Das Konto läuft nicht ganz zufällig auf einen anderen Namen?

miau25
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Re: nach Kündigung weiter Lohn via Dauerauftrag erhalten

Beitrag von miau25 » 10.09.19, 13:14

[/quote]Irgendwie riecht das ein wenig nach Vollstreckungsvereitelung. Das Konto läuft nicht ganz zufällig auf einen anderen Namen?
[/quote]

? Nein läuft es nicht.

Hausrocker
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Re: nach Kündigung weiter Lohn via Dauerauftrag erhalten

Beitrag von Hausrocker » 20.09.19, 19:24

Handeln und vorschlagen, dass man immerhin 2/6tel zurück zahlt und die Sache damit erledigt ist oder eben den Rest auch ausgibt und der AG-Gläubiger sich dann hinten anstellen kann und von seinem Geld vermutlich nie etwas wieder sehen wird, eine Privatinsolvenz nicht ausgeschlossen ist. So macht Peter Zwegat das auch immer. 8)

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