Änderung meiner Wochenstunden

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Kalle420
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Änderung meiner Wochenstunden

Beitrag von Kalle420 » 10.09.19, 12:03

Hallo liebes Forum!

Ich suche seit geraumer Zeit nach einer Antwort und habe mich nun hier angemeldet in der Hoffnung eine zu bekommen.

Ich bin Auszubildender und in meinem Vertrag sind (Glücklicherweise) 25h Wochenstunden festgehalten. Nach einer gewissen Zeit, hatte man mir gesagt ich solle bitte auf 35h Stunden hochgehen und diese Vereinbarung unterschreiben. Auf dem Zettel, ist bis Heute nur meine Unterschrift drauf. Ich habe keine Ausfertigung von meinem Arbeitgeber, wo dieser gegengezeichnet hat. Frage: Wie ist die Rechtslage in dem Fall? Das Schreiben ist von 2017 und wie gesagt, bis heute habe ich keine Gegengezeichnete Ausführung.

SusanneBerlin
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Re: Änderung meiner Wochenstunden

Beitrag von SusanneBerlin » 10.09.19, 12:45

Frage: Wie ist die Rechtslage in dem Fall?
Wie lautet die Frage?
Sie können nicht erwarten, dass Ihnen jemand das komplette Arbeitsrecht erläutert.


Was ist das überhaupt für eine Ausbildung, die man mit nur 25 Wochenstunden absolvieren kann?

Keine Duale Ausbildung mit einem IHK-Abschluss anscheinend.

Oder ist es eine schulische Ausbildung und die 25 Wochenstunden sind das Praktikum?
Grüße, Susanne

Kalle420
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Re: Änderung meiner Wochenstunden

Beitrag von Kalle420 » 10.09.19, 13:13

Die Frage lautet, ob das Hochstufen meiner Wochenstunden von 25h/Woche auf 35h/Woche mit der Vereinbarung gültig ist, wenn der Arbeitgeber diese Vereinbarung noch nicht unterzeichnet hat. Ich werde nach den 36 Monaten extern zur IHK Prüfung zum Sport und Fitnesskaufmann zugelassen, da ich keine Berufsschule wie üblich habe, sondern den Unterricht an einer Hochschule habe.

SusanneBerlin
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Re: Änderung meiner Wochenstunden

Beitrag von SusanneBerlin » 10.09.19, 13:32

Ob bei dieser Art Ausbildung das Ändern der Wochenarbeitszeit grundsätzlich zulässig ist, kann ich Ihnen nicht sagen. (Mindest- Maximumstunden müsste man der Ausbildungsordnung entnehmen)

Da man Arbeitsverträge auch mündlich schließen und ändern kann, ist eine beidseitige Unterschrift nicht nötig um eine Vetragsänderung wirksam werden zu lassen. Vor allem dann, wenn diese Vertragsänderung seit 2 Jahren "gelebt" wurde, d.h. die 35 Wochenstunden seit 2 Jahren vom Arbeitnehmer geleistet und vom Arbeitgeber bezahlt wurden, dann kann man davon ausgehen, dass diese Änderung von beiden Seiten gewollt war. Will man jetzt wieder runter mit den Stunden, muss man eine erneute Abänderung vereinbaren.
Grüße, Susanne

matthias.
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Re: Änderung meiner Wochenstunden

Beitrag von matthias. » 11.09.19, 07:50

Du machst doch also seit 2 Jahre (2017) diese 35h / Woche. Also kann der Vertrag auch konkludent (durch beidseitiges Handeln) geändert worden sein.

Wenn du uns weiter nicht verräts was genau das für eine Ausbildung ist, wirst du keine weiteren sinnvollen Antworten bekommen.


Z.b. wenn es eine klassische Ausbildung über die Kammer ist, wird die Kammer da auch ein Wörtchen mitzureden haben, bei der Frage wie viele Stunden, bzw. man müsste mal in BBiG schauen. Aber auf gut Glück Antworten suchen .....
Zuletzt geändert von matthias. am 11.09.19, 08:09, insgesamt 1-mal geändert.

ExDevil67
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Re: Änderung meiner Wochenstunden

Beitrag von ExDevil67 » 11.09.19, 08:01

matthias. hat geschrieben:
11.09.19, 07:50
Wenn du uns weiter rnicht verräts was genau das für eine Ausbildung ist, wirst du keine weiteren sinnvollen Antworten bekommen.
Das hat er doch schon erklärt. Er arbeitet regulär und besucht daneben Theoriekurse um nach erreichen der geforderten Beschäftigungszeiten zur Externenprüfung bei der IHK zugelassen zu werden.

matthias.
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Re: Änderung meiner Wochenstunden

Beitrag von matthias. » 11.09.19, 08:17

Stimmt hab ich überlesen aber dann:

War denn mit der IHK abgesprochen, dass die Teilzeit OK ist?

Es wird ja bei extrenen Prüfungen mit der IHK ein entsprechendes Formular ausgefüllt wo die Vorkenntnisse aufgetragen werden, mit Zeitanteilen, ob in Vollzeit oder Teilzeit mit wie vielen Stunden usw. und auch welche Leistungen dann noch zu erfüllen sind, bis zur Prügung.

Falls die TZ abgesprochen war und reichen würde, kann man ja jetzt einfach nen Antrag auf Teilzeit stellen (falls der AG mehr als 15 Mitarbeiter beschäftigt).

ExDevil67
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Re: Änderung meiner Wochenstunden

Beitrag von ExDevil67 » 11.09.19, 09:05

Muss das überhaupt mit der IHK im Vorfeld abgesprochen werden? Würde mich jetzt ein wenig wundern wenn die IHK bei jedem der plant in einigen Jahren die Externenprüfung abzulegen schon einzubinden ist.
Die dürften doch frühestens bei Antragsstellung davon erfahren das jemand diese Prüfung machen will und dann erst prüfen ob die Vorraussetzungen erfüllt sind.

matthias.
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Re: Änderung meiner Wochenstunden

Beitrag von matthias. » 11.09.19, 09:39

ExDevil67 hat geschrieben:
11.09.19, 09:05

Die dürften doch frühestens bei Antragsstellung davon erfahren das jemand diese Prüfung machen will und dann erst prüfen ob die Vorraussetzungen erfüllt sind.
Du stellst den Antrag klar und dann sagen die dir was noch fehlt, das könne auch z.b. noch 2 Jahre sein, Also hast du den Antrag 2 Jahre vor der PRüfung gestellt.

Dazu
Wenn jemand 3 Jahre 10 h in der Woche arbeitet, zählt das sicher nicht gleich viel wie 40 h.

Dann muss man halt entsprechend länger machen und kann die Prüfung erst später machen.


Ansonsten wie ich schon sagt: In meinen Augen ist die Arbeitszeitverlängerung konkludent Vertragsbestandteil geworden, dadurch dass man das 2 Jahre so gemacht hat, will er auf die 25 h zurück, dann Teilzeitantrag stellen und abklären ob sich dadurch der Prüfungszeitpunkt nicht nach hinten verschiebt.

Evariste
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Re: Änderung meiner Wochenstunden

Beitrag von Evariste » 11.09.19, 19:36

SusanneBerlin hat geschrieben:
10.09.19, 13:32
Da man Arbeitsverträge auch mündlich schließen und ändern kann, ist eine beidseitige Unterschrift nicht nötig um eine Vetragsänderung wirksam werden zu lassen. Vor allem dann, wenn diese Vertragsänderung seit 2 Jahren "gelebt" wurde, d.h. die 35 Wochenstunden seit 2 Jahren vom Arbeitnehmer geleistet und vom Arbeitgeber bezahlt wurden, dann kann man davon ausgehen, dass diese Änderung von beiden Seiten gewollt war. Will man jetzt wieder runter mit den Stunden, muss man eine erneute Abänderung vereinbaren.
Sehe ich auch so.

Man sollte aber in dieser Stelle auf das Nachweisgesetz hinweisen. Der Arbeitnehmer hat ein Recht auf eine vom Arbeitgeber unterzeichnete Niederschrift der wesentlichen Vertragsbedingungen. Dazu gehört auch die aktuelle Arbeitszeit.

Evariste
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Re: Änderung meiner Wochenstunden

Beitrag von Evariste » 11.09.19, 19:36

SusanneBerlin hat geschrieben:
10.09.19, 13:32
Da man Arbeitsverträge auch mündlich schließen und ändern kann, ist eine beidseitige Unterschrift nicht nötig um eine Vetragsänderung wirksam werden zu lassen. Vor allem dann, wenn diese Vertragsänderung seit 2 Jahren "gelebt" wurde, d.h. die 35 Wochenstunden seit 2 Jahren vom Arbeitnehmer geleistet und vom Arbeitgeber bezahlt wurden, dann kann man davon ausgehen, dass diese Änderung von beiden Seiten gewollt war. Will man jetzt wieder runter mit den Stunden, muss man eine erneute Abänderung vereinbaren.
Sehe ich auch so.

Man sollte aber in dieser Stelle auf das Nachweisgesetz hinweisen. Der Arbeitnehmer hat ein Recht auf eine vom Arbeitgeber unterzeichnete Niederschrift der wesentlichen Vertragsbedingungen. Dazu gehört auch die aktuelle Arbeitszeit.

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