Im MIDI Job in der Probezeit gekündigt Verdacht rechtswidriger Grund

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KnightForRight
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Im MIDI Job in der Probezeit gekündigt Verdacht rechtswidriger Grund

Beitrag von KnightForRight » 10.09.19, 16:04

Guten Tag,

Darf in oben genannter Angelegenheit wegen Krankheit gekündigt werden?

Falls nein: Hätte der Betroffene dann das Recht Gespräche mit Vorgesetzten aufzuzeichnen ohne es zu Gesprächsbeginn transparent zu machen?

aurorashmi
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Re: Im MIDI Job in der Probezeit gekündigt Verdacht rechtswidriger Grund

Beitrag von aurorashmi » 10.09.19, 16:09

In der Probezeit darf immer gekündigt werden. Ohne Angabe von Gründen sogar.

Ein bischen mehr Infos wären nichtsdestotrotz toll...
Und was halten Sie als Unbeteiligter vom Thema Intelligenz?

FM
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Re: Im MIDI Job in der Probezeit gekündigt Verdacht rechtswidriger Grund

Beitrag von FM » 10.09.19, 16:13

KnightForRight hat geschrieben:
10.09.19, 16:04
Falls nein: Hätte der Betroffene dann das Recht Gespräche mit Vorgesetzten aufzuzeichnen ohne es zu Gesprächsbeginn transparent zu machen?
Das würde dann für eine fristlose Kündigung und ein Strafverfahren ausreichen.

FelixSt
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Re: Im MIDI Job in der Probezeit gekündigt Verdacht rechtswidriger Grund

Beitrag von FelixSt » 10.09.19, 16:59

Wieder mal so eine typische Idee unseres immer geknechteten Rechtsritters. Man phantasiert sich flugs einen Rechtsverstoß zusammen und legitimiert damit einen eigenen. Jeder Richter wird begeistert sein.
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

FM
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Re: Im MIDI Job in der Probezeit gekündigt Verdacht rechtswidriger Grund

Beitrag von FM » 10.09.19, 17:28

Auich wenn in der Probezeit (genauer Wartezeit) kein Kündigungsgrund nötig ist: bestimmte könnten aber rechtswidrig sein, z.B. weil sie gegen das AGG verstoßen. In Ausnahmefällen wäre das sogar bei krankheitsbedingter Kündigung denkbar, in der Praxis aber schon deshalb nicht, weil der Arbeitgeber nicht weiß welche Krankheit.

Der Arbeitgeber kennt nur Krankheitszeiten. Und die können - jenseits der arbeitsrechtlichen Frage - auch sachlich ein legitimer Kündigungsgrund in der "Probe"zeit sein. Wenn jemand in den ersten 6 Monaten sehr oft für einige Tage ausfällt ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es so weitergehen wird. Das kann ebenso wie eine mangelnde Fähigkeit zur Erledigung der Aufgaben, zu langsames Arbeiten oder ungeschickter Umgang mit Kunden ein Zeichen dafür sein, dass der neue Mitarbeiter dem Betrieb nicht viel bringt. Um Verschulden geht es dabei nicht, eher um Eignung. Oder es kann auch darauf hindeuten, dass die Arbeit dem Mitarbeiter nicht guttut. Was davon zutrifft, muss der Arbeitgeber nicht wissen, aber er sieht eben das Ergebnis: das wird wohl nichts.

Der Kündigungsschutz greift eben deshalb erst nach 6 Monaten, weil man manches nicht im Bewerbungsverfahren beurteilen kann, sondern erst nach einiger Zeit. Danach hat dann der soziale Schutz Vorrang und die Anforderungen an eine Kündigung aus Gesundheitsgründen werden sehr viel höher, aber erst dann.

Wegen der "üblichen Erkrankungen", also vielleicht 2 mal für 3 Tage in 6 Monaten, wird kaum ein Arbeitgeber eine Probezeitkündigung machen, es sei denn da kam noch mehr dazu. Und wenn doch, dann könnte man vielleicht ganz froh sein, aus dem Betrieb schnell wieder herausgekommen zu sein - die erwarten perfekt funktionierende Maschinen, und das schafft eh keiner auf Dauer.

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