Vertragsergänzung / Arbeitszeit

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SusanneBerlin
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Re: Vertragsergänzung / Arbeitszeit

Beitrag von SusanneBerlin »

karli hat geschrieben:
11.10.19, 16:52
SusanneBerlin hat geschrieben:
11.10.19, 16:42
Die Dokumentation erfolgt also nicht per Schierzettel der in der hintersten Ecke der Schreibtischschublade des AN liegt, sondern z.B. über eine vom AG bereitgestellte Excel-Tabelle, die zentral auf dem Server abgelegt ist und in der der AN die Zeiten in die mit seinem Namen beschriftete Spalte einträgt.
Und warum sollte eine handschriftliche Aufzeichnung durch den AN nicht ausreichend sein? :shock:
Och, wenn dem AG eine Zettelsammlung
mit handschriftlichen Aufzeichnungen lieber ist, dann kann er seine Arbeitnehmer natürlich entsprechend anweisen!

Bei 100 und mehr AB macht das natürlich auch Sinn, da packt man die handschriftlichen Aufzeichnungen einmal im Jahr in eine große Kiste, dann hat man alles schön übersichtlich zusammen.
Grüße, Susanne

karli
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Re: Vertragsergänzung / Arbeitszeit

Beitrag von karli »

SusanneBerlin hat geschrieben:
11.10.19, 17:02
Bei 100 und mehr AB macht das natürlich auch Sinn, da packt man die handschriftlichen Aufzeichnungen einmal im Jahr in eine große Kiste, dann hat man alles schön übersichtlich zusammen.
Ein organisatorisches Problem des AG schränkt ja nicht unbedingt die rechtliche Zulässigkeit einer handschriftlichen Aufzeichnung ein.
Wenn du kritisiert wirst, dann mußt du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)
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joli
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Re: Vertragsergänzung / Arbeitszeit

Beitrag von joli »

Es sind ca. 150 Leute beschäftigt.
Vor wenigen Jahren wurde das einst mittelständische Unternehmen von einem Konzern, der weltweit agiert, gekauft.
Man ist also eine Tochter des Konzerns.

Es gibt zwar einen Bereitschaftsdienst, wo die Hotline um 20 - 8 Uhr auf diesen umgestellt wird...
Aber über diesen laufen nur Notfälle wie "warten auf Daten, sonst kann die Maschine nicht weiterlaufen....".

Früher gab es für das laufende Tagesgeschäft einen Schichtbetrieb. Also z. B. von 8-15 und von 15-20 Uhr.

SusanneBerlin
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Re: Vertragsergänzung / Arbeitszeit

Beitrag von SusanneBerlin »

joli hat geschrieben:Es sind ca. 150 Leute beschäftigt.
Dann gilt das Kündigungsschutzgesetz. (https://www.gesetze-im-internet.de/kschg/__1.html)
Man könnte es also riskieren, einen Änderungsvertrag nicht zu unterschreiben.

Wenn die Belegschaft einen Betriebsrat wählen würde, würdd der Betriebsrat aus 7 Personen bestehen (https://www.gesetze-im-internet.de/betrvg/__9.html)

Der Betriebsrat hätte ein Mitbestimmungsrecht bei Personalplanungsangelegenheiten (https://www.gesetze-im-internet.de/betrvg/__92.html) und der BR könnte auf den Abschluss von Betriebsvereinbarungen hinwirken (https://www.gesetze-im-internet.de/betrvg/__77.html)
Früher gab es für das laufende Tagesgeschäft einen Schichtbetrieb. Also z. B. von 8-15 und von 15-20 Uhr.
Der Unternehmer hat den Betriebsrat über geplante Betriebsänderungen rechtzeitig und umfassend zu unterrichten.
(https://www.gesetze-im-internet.de/betrvg/__111.html)


Für Betriebsratsmitglieder besteht Kündigungsschutz während der Mitgliedschaft im Betriebsrat und bis 1 Jahr nach dem Ausscheiden aus dem Betriebsrat (https://www.gesetze-im-internet.de/kschg/__15.html)

Man ist also eine Tochter des Konzerns.
Dann könnte zusätzlich von den Gesamtbetriebsräten ein Konzernbetriebsrat gebildet werden. (https://www.gesetze-im-internet.de/betrvg/__54.html)

In der Vergangenheit gab es z. B. schon mehrfach einen Vorfall, dass kurz vor Feierabend ein "Notfall" rein kam und der Chef eine E-Mail an Arbeitnehmer gemacht hat "Das muss heute noch erledigt werden".
Dadurch haben Leute schon mal unfreiwillig mehrere Stunden länger im Büro verbracht.
In der Regel traut sich keiner was zu sagen.
Wenn die Arbeitnehmer weiterhin nichts sagen, niemand Geld für Gewerkschaftbeiträge (1% vom Brutto!) ausgeben will, und niemand sich als Betriebsrat zur Verfügung stellen will, dann bleibt höchstwahrscheinlich alles beim alten.
Grüße, Susanne

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