Kündigung während der Probezeit, krummes Datum

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Petitfilou0
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Kündigung während der Probezeit, krummes Datum

Beitrag von Petitfilou0 »

Hallo, wenn ein AN während der PZ gekündigt würde und aufgrund der verkürzten Kü-Zeit tritt der AN zu einem "krummen" Datum aus (statt 15. oder 31.), erweckt dies den Eindruck einer fristlosen Kündigung?
Welche Formulierung macht hier am meisten Sinn?
"Das Arbeitsverhältnis endet während der Probezeit zum xx.xx.xx.?" Oder ist der Zusatz Probezeit überflüssig bzw. sogar negativ?

FM
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Re: Kündigung während der Probezeit, krummes Datum

Beitrag von FM »

Das kann auch vom Tarifbereich abhängen. Z.B. im öffentlichen Dienst ist eine Probezeitkündigung zwar auch mit 2 Wochen Frist, aber nur zum Monatsende möglich. In anderen Bereichen aber wie nach BGB zu jedem Datum.

Wenn das Beendigungsdatum innerhalb von 6 Monaten + 2 Wochen liegt, ist eine Probezeitkündigung die weitaus wahrscheinlichste Variante. Schon deshalb, weil sich in dieser Zeit eine außerordentliche Kündigung kaum lohnt, der Begründungsaufwand wäre enorm hoch wegen der 2 Wochen.

Petitfilou0
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Re: Kündigung während der Probezeit, krummes Datum

Beitrag von Petitfilou0 »

Vielen Dank... an die Probezeit hab ich gar nicht gedacht, ist ja eigentlich logisch... okay, somit ist die Ergänzung "während der PZ" nicht erforderlich und muss nicht angefragt werden :-)

Evariste
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Re: Kündigung während der Probezeit, krummes Datum

Beitrag von Evariste »

FM hat geschrieben:
02.01.20, 10:27
Wenn das Beendigungsdatum innerhalb von 6 Monaten + 2 Wochen liegt, ist eine Probezeitkündigung die weitaus wahrscheinlichste Variante. Schon deshalb, weil sich in dieser Zeit eine außerordentliche Kündigung kaum lohnt, der Begründungsaufwand wäre enorm hoch wegen der 2 Wochen.
Das klingt absolut logisch, ich würde mich aber nicht darauf verlassen, dass jeder Personaler, der das Zeugnis ansieht, so gut rechnen kann (bzw. sich die Zeit nimmt, diese Überlegungen anzustellen). Die Probezeit zu erwähnen, kann also sinnvoll sein.

Celestro
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Re: Kündigung während der Probezeit, krummes Datum

Beitrag von Celestro »

wobei ein "Rauswurf während der Probezeit" jetzt auch nicht unbedingt ein Qualitätssiegel darstellt ... :roll:

matthias.
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Re: Kündigung während der Probezeit, krummes Datum

Beitrag von matthias. »

Celestro hat geschrieben:
03.01.20, 14:27
wobei ein "Rauswurf während der Probezeit" jetzt auch nicht unbedingt ein Qualitätssiegel darstellt ... :roll:
Wobei es kann auch sein, dass man zur falschen Zeit am falschen Ort war, die Firma merkt: "Oh unsere Umsätze brechen ein, da feuern wir doch mal alle in der Probezeit." Mit Leistung hat das dann wenig zu tun.

Ein Personaler sollte seine Entscheidung nicht nur von dieser einen Tatsache abhängig machen, sondern sich den kompletten Bewerber mit allen Unterlagen / Zeugnissen anschauen, erst dann bekommt man ein umfassendes Bild.

Zugegeben das macht nicht jeder aber es ist auch kein Todesurteil, wenn man mal (in der Probezeit) gefeuert wird / ein Arbeitsverhältnis beednet.

FM
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Re: Kündigung während der Probezeit, krummes Datum

Beitrag von FM »

Evariste hat geschrieben:
03.01.20, 14:02
Das klingt absolut logisch, ich würde mich aber nicht darauf verlassen, dass jeder Personaler, der das Zeugnis ansieht, so gut rechnen kann (bzw. sich die Zeit nimmt, diese Überlegungen anzustellen).
Wenn er sich die Zeit nicht nimmt, ist er an der Bewerbung ohnehin nicht interessiert.

Evariste
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Re: Kündigung während der Probezeit, krummes Datum

Beitrag von Evariste »

FM hat geschrieben:
03.01.20, 19:31
Wenn er sich die Zeit nicht nimmt, ist er an der Bewerbung ohnehin nicht interessiert.
Was mir als Bewerber aber egal sein kann, außer ich bewerbe mich auf eine Stelle in der Personalabteilung.

Es ist nun mal leider so, bevor man in die engere Wahl kommt und den zukünftigen Vorgesetzten davon überzeugen kann, dass man der oder die Richtige ist, muss man erst an dem Filter "Personalabteilung" vorbei. Da die Personalabteilung die fachliche Qualifikation in der Regel sowieso nicht beurteilen kann, geht es dabei oft um Äußerlichkeiten (ist der Bewerber zu alt/zu jung, ist der Lebenslauf in Ordnung, steht nichts Schlechtes in den Zeugnissen, hat das Anschreiben Rechtschreibfehler etc.). Also ist ein Bewerber gut beraten, seine Unterlagen möglichst aussehen zu lassen.

Tastenspitz
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Re: Kündigung während der Probezeit, krummes Datum

Beitrag von Tastenspitz »

Evariste hat geschrieben:
03.01.20, 23:27
Also ist ein Bewerber gut beraten, seine Unterlagen möglichst aussehen zu lassen.
Ich kaufe ein "gut"..... :ironie:
Egal.
matthias. hat geschrieben:
03.01.20, 14:38
es ist auch kein Todesurteil, wenn man mal (in der Probezeit) gefeuert wird / ein Arbeitsverhältnis beednet.
Entscheidend ist hier die Übersicht im Lebenslauf. Wenn da die Stellen im Halbjahrestakt langfristig auftauchen wird der AG sich die Einstellung je nach Qualifikation und Anlernzeit überlegen. Als Einzelfall ist das ziemlich unrelevant. Hier hilft dann ein Blick in das betreffende Zeugnis.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
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