Einklagemöglichkeit eines Ex-Mitarbeiters

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m34
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Einklagemöglichkeit eines Ex-Mitarbeiters

Beitrag von m34 »

Hallo,

angenommen, einem Mitarbeiter wurde gekündigt. Es vergehen mehrere Monaten, aber der Name an der Türbeschilderung sowie der Telefonanzeigename etc. würden weiterhin vorhanden sein - sprich Offboarding habe nicht funktioniert. Hat der Ex-Mitarbeiter hier - wenn auch nur die theoretische Möglichkeit, sich alleine aufgrund dessen in das Unternehmen wieder einzuklagen? Gibt es hierzu Beispielfälle?

Danke vorab
Mike

ExDevil67
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Re: Einklagemöglichkeit eines Ex-Mitarbeiters

Beitrag von ExDevil67 »

Sie sollten weniger fernsehen.
Gegen einen Kündigung klagt man entweder innerhalb von drei Wochen nach Zugang oder das war es.

Nur weil man vergessen hat die Durchwahl zu löschen oder Türschilder abzubauen kann der Ex-MA keine Ansprüche daraus herleiten. Zumal, wie soll er davon erfahren?

ktown
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Re: Einklagemöglichkeit eines Ex-Mitarbeiters

Beitrag von ktown »

ExDevil67 hat geschrieben:
03.02.20, 06:41
Zumal, wie soll er davon erfahren?
Schauen sie kein Fernsehen. :lachen: :wink:
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FM
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Re: Einklagemöglichkeit eines Ex-Mitarbeiters

Beitrag von FM »

ExDevil67 hat geschrieben:
03.02.20, 06:41
Nur weil man vergessen hat die Durchwahl zu löschen oder Türschilder abzubauen kann der Ex-MA keine Ansprüche daraus herleiten. Zumal, wie soll er davon erfahren?
Das verrät schon irgendein Ex-Kollege. Man könnte deshalb datenschutzrechtliche Ansprüche haben (auf Löschung), aber keine auf Wiedereinstellung.

Hausrocker
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Re: Einklagemöglichkeit eines Ex-Mitarbeiters

Beitrag von Hausrocker »

Angenommen, die gekündigte Person ist ein weltweit renomierter Forscher, das Unternehmen entfernt absichtlich nicht den Namen, da es Umsatzeinbußen erwartet, sobald publik wird, dass besagte Person dort nicht mehr die Forschung leitet.

ktown
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Re: Einklagemöglichkeit eines Ex-Mitarbeiters

Beitrag von ktown »

Hausrocker hat geschrieben:
06.02.20, 23:02
Angenommen, die gekündigte Person ist ein weltweit renomierter Forscher, das Unternehmen entfernt absichtlich nicht den Namen, da es Umsatzeinbußen erwartet, sobald publik wird, dass besagte Person dort nicht mehr die Forschung leitet.
Achso und die Branche bekommt ja nicht mit, dass der Forscher seinen AG gewechselt hat und bekommt dafür von seinem Ex-AG ständig das Türschild sowie die immer noch vergebene Telefonnummer angezeigt! :lachen: :lachen:
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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ExDevil67
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Re: Einklagemöglichkeit eines Ex-Mitarbeiters

Beitrag von ExDevil67 »

Hausrocker hat geschrieben:
06.02.20, 23:02
Angenommen, die gekündigte Person ist ein weltweit renomierter Forscher, das Unternehmen entfernt absichtlich nicht den Namen, da es Umsatzeinbußen erwartet, sobald publik wird, dass besagte Person dort nicht mehr die Forschung leitet.
Ich meine für solche speziellen Fälle haben die Gerichte einen Anspruch des EX-AN bejaht das der AG Webseite&Co berichtigt.
Wobei der Einwand von ktown schon berechtigt ist. Wenn ich schon auf meinem Spezialgebiet mir einen solchen Namen erarbeitet habe, dürfte sich ein Wechsel auch so rumsprechen. Zumindest in den einschlägigen Fachkreisen mit ggf entsprechenden Konsequenzen.

Und für den Fall "ich bin bekannt für xy" aber die Kunden erfahren nicht unbedingt von meinen Wechsel, hätte ich gern ein konkretes Beispiel. Mir fällt da keins ein.

windalf
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Re: Einklagemöglichkeit eines Ex-Mitarbeiters

Beitrag von windalf »

ktown hat geschrieben:
07.02.20, 06:18
Hausrocker hat geschrieben:
06.02.20, 23:02
Angenommen, die gekündigte Person ist ein weltweit renomierter Forscher, das Unternehmen entfernt absichtlich nicht den Namen, da es Umsatzeinbußen erwartet, sobald publik wird, dass besagte Person dort nicht mehr die Forschung leitet.
Achso und die Branche bekommt ja nicht mit, dass der Forscher seinen AG gewechselt hat und bekommt dafür von seinem Ex-AG ständig das Türschild sowie die immer noch vergebene Telefonnummer angezeigt! :lachen: :lachen:
Naja hinsichtlich irgendwelcher Zertifikate die notwendig sind um irgend eine Zertifzierung nach DIN ISO oder sonstwas zu bekommen und weiterhin Teil einer Lieferkette sein zu dürfen, wird da schon gern mal in dieser Richtung beschissen, wenn man dann auf einmal nicht mehr den passenden Mitarbeiter mit der "vermeintlich erforderlichen Qualifikation" hat...
...fleißig wie zwei Weißbrote
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Tastenspitz
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Re: Einklagemöglichkeit eines Ex-Mitarbeiters

Beitrag von Tastenspitz »

Das alles funktioniert nur sehr kurz und bedarf konspirativer Kräfte im gesamten Unternehmen. Also Nein.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

ktown
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Re: Einklagemöglichkeit eines Ex-Mitarbeiters

Beitrag von ktown »

windalf hat geschrieben:
07.02.20, 07:29
Naja hinsichtlich irgendwelcher Zertifikate die notwendig sind um irgend eine Zertifzierung nach DIN ISO oder sonstwas zu bekommen und weiterhin Teil einer Lieferkette sein zu dürfen, wird da schon gern mal in dieser Richtung beschissen, wenn man dann auf einmal nicht mehr den passenden Mitarbeiter mit der "vermeintlich erforderlichen Qualifikation" hat...
und dazu nutzt man renommierte Forscher? :lachen: :lachen:
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windalf
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Re: Einklagemöglichkeit eines Ex-Mitarbeiters

Beitrag von windalf »

ktown hat geschrieben:
07.02.20, 08:11
windalf hat geschrieben:
07.02.20, 07:29
Naja hinsichtlich irgendwelcher Zertifikate die notwendig sind um irgend eine Zertifzierung nach DIN ISO oder sonstwas zu bekommen und weiterhin Teil einer Lieferkette sein zu dürfen, wird da schon gern mal in dieser Richtung beschissen, wenn man dann auf einmal nicht mehr den passenden Mitarbeiter mit der "vermeintlich erforderlichen Qualifikation" hat...
und dazu nutzt man renommierte Forscher? :lachen: :lachen:
Ne nicht Forscher. Sondern Mitarbeiter die an irgendwelchen tollen Schulungen teilgenommen haben. Irgendjemand muss halt Zertifikatsträger sein bzw. ein entsprechendes Zertifikat muss vorgelegt werden, damit man dann vom Auditor den Stempel bekommt... Gegenüber dem Auditor wird dann halt behauptet der entsprechende Mitarbeiter (dessen Zertifikat vorgelegt wird) ist heute halt gerade nicht da, krank oder länger im Urlaub..
...fleißig wie zwei Weißbrote
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

ktown
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Re: Einklagemöglichkeit eines Ex-Mitarbeiters

Beitrag von ktown »

windalf hat geschrieben:
07.02.20, 08:28
ktown hat geschrieben:
07.02.20, 08:11
windalf hat geschrieben:
07.02.20, 07:29
Naja hinsichtlich irgendwelcher Zertifikate die notwendig sind um irgend eine Zertifzierung nach DIN ISO oder sonstwas zu bekommen und weiterhin Teil einer Lieferkette sein zu dürfen, wird da schon gern mal in dieser Richtung beschissen, wenn man dann auf einmal nicht mehr den passenden Mitarbeiter mit der "vermeintlich erforderlichen Qualifikation" hat...
und dazu nutzt man renommierte Forscher? :lachen: :lachen:
Ne nicht Forscher. Sondern Mitarbeiter die an irgendwelchen tollen Schulungen teilgenommen haben. Irgendjemand muss halt Zertifikatsträger sein bzw. ein entsprechendes Zertifikat muss vorgelegt werden, damit man dann vom Auditor den Stempel bekommt... Gegenüber dem Auditor wird dann halt behauptet der entsprechende Mitarbeiter (dessen Zertifikat vorgelegt wird) ist heute halt gerade nicht da, krank oder länger im Urlaub..
In Hausrockers Thread ging es aber um einen renommierten Forscher und darauf hatten sie geantwortet. :wink:
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Tastenspitz
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Re: Einklagemöglichkeit eines Ex-Mitarbeiters

Beitrag von Tastenspitz »

Mal BTT:
m34 hat geschrieben:
03.02.20, 01:30
Hat der Ex-Mitarbeiter hier - wenn auch nur die theoretische Möglichkeit, sich alleine aufgrund dessen in das Unternehmen wieder einzuklagen?
Nein.
m34 hat geschrieben:
03.02.20, 01:30
ibt es hierzu Beispielfälle?
Mir nicht bekannt.
m34 hat geschrieben:
03.02.20, 01:30
Offboarding
Was ist das? Das was Kübelböck gemacht hat?
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windalf
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Re: Einklagemöglichkeit eines Ex-Mitarbeiters

Beitrag von windalf »

Was ist das? Das was Kübelböck gemacht hat?
:lachen: :lachen: :lachen: ymmd
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Blaise
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Re: Einklagemöglichkeit eines Ex-Mitarbeiters

Beitrag von Blaise »

Tastenspitz hat geschrieben:
07.02.20, 11:31
Was ist das? Das was Kübelböck gemacht hat?
Böse, sehr böse! :mrgreen:

Offboarding ist ein anderer Begriff für Exit-Management. Prozesse, die nach der „Personalfreistellung“ durch „HR“ veranlasst werden ... Mr. Trump würde sagen: Hire, fire and forget,
Blaise

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Man muss die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann (Mark Twain)

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