Freundin wurde ca 2 Wochen zum Monatsende gekündigt

Moderator: FDR-Team

Antworten
vegeta33
Topicstarter
noch neu hier
Beiträge: 1
Registriert: 21.05.20, 10:43

Freundin wurde ca 2 Wochen zum Monatsende gekündigt

Beitrag von vegeta33 »

Hallo.

Ich melde mich heute im Auftrag meiner Freundin. Sie hat im Juli letzen Jahres einen neuen Job angenommen hat damals aber nur einen Krankheitsvertretungs Vertrag mit 25 Stunden Woche bekommen. Im Dezember letzten Jahres hat sie dann die Chefin wegen einer Erhöhung der Stunden auf 30 Stunden Woche angesprochen und im Januar diesen Jahres wurde der Vertrag auf 30 Stunden erhöht. Der Vertrag beinhaltet keine Laufzeit. Meine Freundin hat sich nichts zu schulden kommen lassen und hat nun die Kündigung nach ca 10 Monaten bekommen .Sie hat jetzt gerade mal ca 2 Wochen Zeit alles zu regeln bzw was neues zu finden ist das rechtens? Ich hatte immer eine Kündigungsfrist von 4 Wochen im Kopf weiß aber nicht wie es sich bei einem Vertretungsvertrag verhält.

In der Kündigung steht ja das die Mitarbeiterin aus der Krankheit zurückkommt und meiner Freundin deswegen gekündigt wurde dem ist nicht so und selbst wenn es so gewesen wäre das die Dame zurückgekommen arbeitet meine Freundin schon länger nicht mehr in dem Bereich wo sie angefangen hat sondern wird schon länger woanders eingesetzt.

Ich wollte mich deswegen einfach mal schlau machen und hoffe es kann mir jemand helfen.

Danke schon mal Gruß

FM
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 17936
Registriert: 05.12.04, 16:06

Re: Freundin wurde ca 2 Wochen zum Monatsende gekündigt

Beitrag von FM »

Das ist wahrscheinlich keine Kündigung sondern eine Mitteilung nach dieser Vorschrift:
§ 15 TzBfG Ende des befristeten Arbeitsvertrages

(2) Ein zweckbefristeter Arbeitsvertrag endet mit Erreichen des Zwecks, frühestens jedoch zwei Wochen nach Zugang der schriftlichen Unterrichtung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber über den Zeitpunkt der Zweckerreichung.
Ob die Befristung überhaupt wirksam ist, lässt sich aus der Ferne kaum sagen, da sollte sie sich an einen Rechtsanwalt (kostet was) oder die Rechtsberatung ihrer Gewerkschaft (kostet nichts extra) wenden.

ktown
FDR-Moderator
Beiträge: 23047
Registriert: 31.01.05, 08:14
Wohnort: Auf diesem Planeten

Re: Freundin wurde ca 2 Wochen zum Monatsende gekündigt

Beitrag von ktown »

Liebes FDR-Mitglied,

wie Sie sicher in unserer Juriquette (=Forenregeln) gelesen haben, darf hier keine individuelle Rechtsberatung in einem konkreten Fall erfolgen. Sie helfen dem Forum und erleichtern dem Moderatoren-Team die Arbeit, wenn Sie eine Fragestellung zur allgemeinen Rechtslage herausarbeiten, die für Sie von Relevanz ist.

Weitere Konkretisierungen zur unseren Forenregeln finden sich neben der Juriquette in der Moderationsleitline oder in dem Beitrag "Was ist erlaubt"?

Fragen dazu können Sie jederzeit im Forum für Mitgliederinformation u. Support stellen.

Wenn sie eine individuelle Beratung wünschen, dann hilft ihnen diese Seite.

Niemand2000
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 1815
Registriert: 02.07.08, 18:42

Re: Freundin wurde ca 2 Wochen zum Monatsende gekündigt

Beitrag von Niemand2000 »

vegeta33 hat geschrieben:
21.05.20, 11:00
Hallo.

Ich melde mich heute im Auftrag meiner Freundin. Sie hat im Juli letzen Jahres einen neuen Job angenommen hat damals aber nur einen Krankheitsvertretungs Vertrag mit 25 Stunden Woche bekommen. Im Dezember letzten Jahres hat sie dann die Chefin wegen einer Erhöhung der Stunden auf 30 Stunden Woche angesprochen und im Januar diesen Jahres wurde der Vertrag auf 30 Stunden erhöht. Der Vertrag beinhaltet keine Laufzeit. Meine Freundin hat sich nichts zu schulden kommen lassen und hat nun die Kündigung nach ca 10 Monaten bekommen .Sie hat jetzt gerade mal ca 2 Wochen Zeit alles zu regeln bzw was neues zu finden ist das rechtens? Ich hatte immer eine Kündigungsfrist von 4 Wochen im Kopf weiß aber nicht wie es sich bei einem Vertretungsvertrag verhält.

In der Kündigung steht ja das die Mitarbeiterin aus der Krankheit zurückkommt und meiner Freundin deswegen gekündigt wurde dem ist nicht so und selbst wenn es so gewesen wäre das die Dame zurückgekommen arbeitet meine Freundin schon länger nicht mehr in dem Bereich wo sie angefangen hat sondern wird schon länger woanders eingesetzt.

Ich wollte mich deswegen einfach mal schlau machen und hoffe es kann mir jemand helfen.

Danke schon mal Gruß
lesen Sie sich mal https://dejure.org/gesetze/KSchG/4.html und https://dejure.org/gesetze/KSchG/7.html

Ich würde zum Anwalt gehen, die 3-Wochen-Frist für die Klage ist ja nicht gerade sehr lang oder evtl. selbst bei der Rechtsantragstelle des zuständigen Arbeitsgericht vorstellig werden

FM
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 17936
Registriert: 05.12.04, 16:06

Re: Freundin wurde ca 2 Wochen zum Monatsende gekündigt

Beitrag von FM »

Kann man zwar lesen, hat aber nichts mit der Sache zu tun.

Niemand2000
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 1815
Registriert: 02.07.08, 18:42

Re: Freundin wurde ca 2 Wochen zum Monatsende gekündigt

Beitrag von Niemand2000 »

FM hat geschrieben:
21.05.20, 14:13
Kann man zwar lesen, hat aber nichts mit der Sache zu tun.
gilt die Drei-Wochen-Klagefrist, um evtl. gegen eine Kündigung vorzugehen in solchen Fällen nicht?

FM
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 17936
Registriert: 05.12.04, 16:06

Re: Freundin wurde ca 2 Wochen zum Monatsende gekündigt

Beitrag von FM »

Es ist offenbar keine Kündigung, sondern das Auslaufen einer Befristung. Auch da gilt eine Frist, die (zufällig) auch 3 Wochen beträgt. Von daher ist es zweckmäßig, möglichst bald Rechtsberatung einzuholen.

fodeure
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2302
Registriert: 06.06.10, 20:51

Re: Freundin wurde ca 2 Wochen zum Monatsende gekündigt

Beitrag von fodeure »

FM hat geschrieben:
21.05.20, 16:18
Es ist offenbar keine Kündigung, sondern das Auslaufen einer Befristung.
Es handelt sich um eine Kündigung und nichts anderes. Von einem Auslaufen einer Befristung steht im Eingangsbeitrag rein gar nichts.

ktown
FDR-Moderator
Beiträge: 23047
Registriert: 31.01.05, 08:14
Wohnort: Auf diesem Planeten

Re: Freundin wurde ca 2 Wochen zum Monatsende gekündigt

Beitrag von ktown »

fodeure hat geschrieben:
21.05.20, 18:28
FM hat geschrieben:
21.05.20, 16:18
Es ist offenbar keine Kündigung, sondern das Auslaufen einer Befristung.
Es handelt sich um eine Kündigung und nichts anderes. Von einem Auslaufen einer Befristung steht im Eingangsbeitrag rein gar nichts.
und was ist das
vegeta33 hat geschrieben:
21.05.20, 11:00
aber nur einen Krankheitsvertretungs Vertrag........... In der Kündigung steht ja das die Mitarbeiterin aus der Krankheit zurückkommt und meiner Freundin deswegen gekündigt wurde
Einzige Frage ist. Steht im Schreiben wirklich Kündigung?
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

fodeure
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2302
Registriert: 06.06.10, 20:51

Re: Freundin wurde ca 2 Wochen zum Monatsende gekündigt

Beitrag von fodeure »

Ich habe dein Zitat mal um den wesentlichen Teil, den du weggelassen hast, ergänzt:
ktown hat geschrieben:
21.05.20, 18:41
und was ist das
vegeta33 hat geschrieben:
21.05.20, 11:00
aber nur einen Krankheitsvertretungs Vertrag........... In der Kündigung steht ja das die Mitarbeiterin aus der Krankheit zurückkommt und meiner Freundin deswegen gekündigt wurde dem ist nicht so

ktown
FDR-Moderator
Beiträge: 23047
Registriert: 31.01.05, 08:14
Wohnort: Auf diesem Planeten

Re: Freundin wurde ca 2 Wochen zum Monatsende gekündigt

Beitrag von ktown »

Sie hat also mehr Infos als der AG, oder unterstellt dem AG zu lügen.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

FM
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 17936
Registriert: 05.12.04, 16:06

Re: Freundin wurde ca 2 Wochen zum Monatsende gekündigt

Beitrag von FM »

Da kann man jetzt viel herumraten was denn im Vertrag und in der Mitteilung gestanden haben könnte, die Sachverhaltsbeschreibung spricht für eine Unterrichtung zum Ende der Zweckbefristung. Selbst falls der Arbeitgeber irrtümlich das Wort "Kündigung" verwendet haben sollte, kann es anders zu verstehen sein (§ 133 BGB). Aber, wie auch schon gesagt, die Befristung kann auch als solche fehlerhaft gewesen sein, oder eben auch nicht. Aber alleine die Frist von zwei Wochen ist eben noch kein sehr klares Indiz dafür, dass man etwas erreichen könnte, eher im Gegenteil. Und darauf zielte die Frage ab, auch wenn der Fragesteller wahrscheinlich irrtümlich das Wort "gekündigt" verwendet.

Genaueres gibts dann gegen wenige hundert Euro beim Anwalt des Vertrauens, der die Unterlagen im Wortlaut und Zusammenhang prüft.

Antworten