Kosten komplett zu Lasten des AGs oder unteilig vom AN zu zahlen?

Moderator: FDR-Team

Antworten
maramara
Topicstarter
FDR-Mitglied
Beiträge: 74
Registriert: 17.05.20, 15:43

Kosten komplett zu Lasten des AGs oder unteilig vom AN zu zahlen?

Beitrag von maramara »

Hallo,

eine befristete Stelle endet zum 14.07.21. und ab dem 15.07.21 folgt aktuell die Arbeitslosigkeit. Evtl. besteht die Möglichkeit, den aktuellen Job zu verlängern.

Jetzt könnte die AN am 13.05. eine Schulung machen, die für den aktuellen Job interessant ist und für die AN auch für das berufliche Weiterkommen.

Diese Schulung dauert bis zum 17.07.21.

Wie ist das mit den Kosten?

Muss der aktuelle AG die kompletten Kosten übernehmen oder nur anteilig zwei Tage und den Rest der AN?

Auf welcher evtl. Rechtsgrundlagen beruhen die Antworten?

Dankeschön.

LG
ktown
FDR-Moderator
Beiträge: 24813
Registriert: 31.01.05, 08:14
Wohnort: Auf diesem Planeten

Re: Kosten komplett zu Lasten des AGs oder unteilig vom AN zu zahlen?

Beitrag von ktown »

Wurde die Schulung vom AG angeordnet?
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe
lottchen
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 3270
Registriert: 04.07.12, 14:01

Re: Kosten komplett zu Lasten des AGs oder unteilig vom AN zu zahlen?

Beitrag von lottchen »

Warum sollte der AG einen AN zu einer kostenpflichtigen Schulung schicken wenn er danach nicht mehr bei ihm beschäftigt ist? Klingt nicht logisch. Hier fehlen irgendwie Informationen.
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!
winterspaziergang
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 8052
Registriert: 16.11.13, 14:23

Re: Kosten komplett zu Lasten des AGs oder unteilig vom AN zu zahlen?

Beitrag von winterspaziergang »

maramara hat geschrieben: 12.01.21, 10:16 Hallo,

eine befristete Stelle endet zum 14.07.21. und ab dem 15.07.21 folgt aktuell die Arbeitslosigkeit. Evtl. besteht die Möglichkeit, den aktuellen Job zu verlängern.

Jetzt könnte die AN am 13.05. eine Schulung machen, die für den aktuellen Job interessant ist und für die AN auch für das berufliche Weiterkommen.
wer bietet die Schulung an? wo könnte er die machen? Ordnet der AG diese an (kaum anzunehmen, aber relevantes Detail)
Diese Schulung dauert bis zum 17.07.21.

Wie ist das mit den Kosten?

Muss der aktuelle AG die kompletten Kosten übernehmen oder nur anteilig zwei Tage und den Rest der AN?
hängt davon ab, was mit "jetzt könnte der AN eine Schulung machen" gemeint ist, siehe oben
Auf welcher evtl. Rechtsgrundlagen beruhen die Antworten?
kann man er sagen, wenn man weiß, auf welchen Sachverhalt man sich bezieht, daher s.o. Fragen
ExDevil67
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 5964
Registriert: 17.01.14, 09:25

Re: Kosten komplett zu Lasten des AGs oder unteilig vom AN zu zahlen?

Beitrag von ExDevil67 »

lottchen hat geschrieben: 12.01.21, 10:40 Warum sollte der AG einen AN zu einer kostenpflichtigen Schulung schicken wenn er danach nicht mehr bei ihm beschäftigt ist?
Auch wenn es nicht gefragt ist, spannend dürfte auch die Frage sein wie die Agentur für Arbeit dazu steht. AFAIK muss der AN sich ja hier ca Mitte April dort als bald arbeitslos melden. Theoretisch könnten die also auch einem eine neue Stelle zum 15.7 vermitteln.
Gut, wenn die Schulung wirklich so wichtig ist wäre evtl auch ein neuer AG bereit einen erst ein paar Tage später einzustellen. Was aber nix daran ändert das man in der Zeit nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. Und auch wenn Weiterbildung durchaus im Sinne der Agentur für Arbeit ist, ob die so happy sind wenn das an denen vorbei organisiert wurde in der Zeit in der die für einen zuständig sind?
ktown
FDR-Moderator
Beiträge: 24813
Registriert: 31.01.05, 08:14
Wohnort: Auf diesem Planeten

Re: Kosten komplett zu Lasten des AGs oder unteilig vom AN zu zahlen?

Beitrag von ktown »

ExDevil67 hat geschrieben: 12.01.21, 11:54Gut, wenn die Schulung wirklich so wichtig ist wäre evtl auch ein neuer AG bereit einen erst ein paar Tage später einzustellen.
Wer sagt, dass diese Schulung eine Anwesenheitspflicht erfordert und dadurch man nicht für seinen jetzigen bzw. seinen zukünftigen AG zur Verfügung steht.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe
FM
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 19428
Registriert: 05.12.04, 16:06

Re: Kosten komplett zu Lasten des AGs oder unteilig vom AN zu zahlen?

Beitrag von FM »

ExDevil67 hat geschrieben: 12.01.21, 11:54
lottchen hat geschrieben: 12.01.21, 10:40 Warum sollte der AG einen AN zu einer kostenpflichtigen Schulung schicken wenn er danach nicht mehr bei ihm beschäftigt ist?
Und auch wenn Weiterbildung durchaus im Sinne der Agentur für Arbeit ist, ob die so happy sind wenn das an denen vorbei organisiert wurde in der Zeit in der die für einen zuständig sind?
Das geht über § 139 Abs. 3 SGB III.

Auch ohne die Besonderheit mit dem Auslaufen der Befristung ist die Kostenfrage Vereinbarungssache. Der Arbeitnehmer darf sich schon bereit erklären, einen Teil der Kosten oder auch der Zeit zu übernehmen. Muss er aber nicht, ggf. findet es dann eben nicht statt.
Antworten