Entzug von Kompetenzen

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Elektrikör
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Re: Entzug von Kompetenzen

Beitrag von Elektrikör »

Hallo,
Begründung:
SEINE Firma
ER sagt, wos lang geht

SO einfach ist das

Was denkst DU denn, wie das sonst läuft?
Was sinnvoll ist etc. steht auf einem anderen Blatt

Wie alt bist du denn?

MfG
Alles hier von mir geschriebene stellt meine persönlichGanzFürMichAlleineMeinung dar
Falls in einer Antwort Fragen stehen, ist es ungemein hilfreich, wenn der Fragesteller diese auch beantwortet
winterspaziergang
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Re: Entzug von Kompetenzen

Beitrag von winterspaziergang »

Besmartnothard hat geschrieben: 14.03.21, 10:09
Elektrikör hat geschrieben: 13.03.21, 22:56 Hallo,

Die Frage ist irgendwie drollig

Was meint denn der Fragesteller, was der Chef in SEINEM Unternehmen zu sagen hat?
Erstmal ALLES
ER bestimmt, was wann von wem wie gemacht wird!!

MfG
Schon klar. Mit diesem Grundsatz kann man wohl immer argumentieren, begründen liest sich anders.
Sie wissen aber schon, dass hier nur ein Forum ist und weder Ihr Chef, noch ein Vorstand oder wer auch immer zuständig ist? Und wir niemand von den Beteiligten kennen? nicht die Umstände, nicht was vorgefallen ist?

und dass Sie nur gefragt haben
Besmartnothard hat geschrieben: 14.03.21, 10:09kann der Arbeitgeber Aufgaben verteilen und austauschen wie er gerade meint? Oder kann man als AN drauf bestehen, die bisher ausgeführten Aufgaben nicht abgeben zu wollen?
Zunächst mal ist die erste Frage suggestiv, denn der fragende AN geht bereits davon aus, dass der AG willkürlich die Aufgabe entzieht und es keinen nachvollziehbaren Grund gibt.

Da wir nicht die Kollegen des AN sind, können wir nicht wissen, was los ist, ob es vorher Gespräche gegeben hat, der AN vielleicht Fehler gemacht hat, sich im Gespräch mit dem Chef genauso uneinsichtig gezeigt hat, wie er hier in den Antworten rüber kommt usw. Vielleicht hat der Chef ihm ja 3x erklärt warum und nun keine Lust mehr, mit ihm zu diskutieren. (Achtung, das ist eine HYPOTHESE AM FIKTIVEN SACHVERHALT)

Vielleicht ist der Chef auch willkürlich, kann keiner wissen.

Sollte man schon länger dort beschäftigt sein und es is der gleiche Chef, sollte man allerdings selbstkritisch fragen, warum auf einmal.

Die zweite Frage lässt sich leicht beantworten und wurde auch in den ersten beiden Antworten beantwortet.
Man kann darauf bestehen so beschäftigt zu werden wie es vertraglich festgelegt ist.
bleibt noch
...Mit der Strukturgebung muss das irgendwie auch zusammenhängen. Wieso sollte man sonst die Aufgaben entziehen? (Rhetorische Frage)
daran ist nichts rhetorisch. Aber das nur am Rande.

Die Begründung kann der AN nur vom AG bekommen. Und dann sollte er jemand Außenstehendes fragen, ob aus dessen Sicht, diese Begründung des Chefs nachvollziehbar für denjenigen ist.

Wenn ja, dann hat der fiktive AN einfach ein Problem mit dem Entzug der Aufgabe, kann nicht einsehen, warum das so gelaufen ist und steigert sich in irgendwas rein.

Wenn auch der Außenstehende das nicht nachvollziehen kann und der Arbeitsvertrag des AN es nicht hergibt, dass er diese Aufgaben weitermacht, ist das Weisungsrecht des AG die ausreichende Begründung für den Entzug der Aufgabe.

Solange er nicht deutlich unter Qualifikation eingesetzt wird oder gar an seiner Qualifikation vorbei, wird der AN rechtlich nichts machen können.
Besmartnothard
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Re: Entzug von Kompetenzen

Beitrag von Besmartnothard »

fodeure hat geschrieben: 14.03.21, 10:16
Besmartnothard hat geschrieben: 14.03.21, 10:09Schon klar. Mit diesem Grundsatz kann man wohl immer argumentieren, begründen liest sich anders.
Das mag zwar nicht deine Wunschantwort sein, ist aber richtig. Erwartest du ernsthaft auf eine allgemeine Frage ohne weitere Details tiefgehende Antworten zu erhalten?
Richtig. Passt schon alles. :daumenhoch
Besmartnothard
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Re: Entzug von Kompetenzen

Beitrag von Besmartnothard »

winterspaziergang hat geschrieben: 14.03.21, 10:40

Vielleicht ist der Chef auch willkürlich, kann keiner wissen.

Die Begründung kann der AN nur vom AG bekommen. Und dann sollte er jemand Außenstehendes fragen, ob aus dessen Sicht, diese Begründung des Chefs nachvollziehbar für denjenigen ist.

Wenn ja, dann hat der fiktive AN einfach ein Problem mit dem Entzug der Aufgabe, kann nicht einsehen, warum das so gelaufen ist und steigert sich in irgendwas rein.

Wenn auch der Außenstehende das nicht nachvollziehen kann und der Arbeitsvertrag des AN es nicht hergibt, dass er diese Aufgaben weitermacht, ist das Weisungsrecht des AG die ausreichende Begründung für den Entzug der Aufgabe.

Solange er nicht deutlich unter Qualifikation eingesetzt wird oder gar an seiner Qualifikation vorbei, wird der AN rechtlich nichts machen können.
Ja :arrow: das Weisungsrecht des AG.
Das passt alles. Danke für die hilfreichen Beiträge. :daumenhoch
Evariste
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Re: Entzug von Kompetenzen

Beitrag von Evariste »

Vielleicht sollte man noch darauf hinweisen, dass der Betriebsrat - sofern vorhanden - bei wesentlichen Aufgabenänderungen ein Mitbestimmungsrecht hat.
Niemand2000
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Re: Entzug von Kompetenzen

Beitrag von Niemand2000 »

Evariste hat geschrieben: 14.03.21, 14:10 Vielleicht sollte man noch darauf hinweisen, dass der Betriebsrat - sofern vorhanden - bei wesentlichen Aufgabenänderungen ein Mitbestimmungsrecht hat.
Unter Umständen auch die Schwerbehindertenvertretung sofern es eine Rahmenintegrationsvereinbarung gibt
ktown
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Re: Entzug von Kompetenzen

Beitrag von ktown »

Vielleicht auch noch die Gleichstellungsbeauftragte? :wink:
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe
Elektrikör
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Re: Entzug von Kompetenzen

Beitrag von Elektrikör »

OT:
:ironie: Bikinimädels in Handschellen auch noch? :ironie:

Deswegen auch " ... erstmal ..."
Alles hier von mir geschriebene stellt meine persönlichGanzFürMichAlleineMeinung dar
Falls in einer Antwort Fragen stehen, ist es ungemein hilfreich, wenn der Fragesteller diese auch beantwortet
Niemand2000
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Re: Entzug von Kompetenzen

Beitrag von Niemand2000 »

Vielleicht auch noch die Gleichstellungsbeauftragte? :wink:
und was ist mit der JAV und der/dem Datenschutzbeauftragten? :lachen:
Evariste
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Re: Entzug von Kompetenzen

Beitrag von Evariste »

Etwas mehr Ernst bitte.

Ich wollte mit meinem Beitrag darauf hinweisen, dass das
Elektrikör hat geschrieben: 13.03.21, 22:56 Was meint denn der Fragesteller, was der Chef in SEINEM Unternehmen zu sagen hat?
Erstmal ALLES
ER bestimmt, was wann von wem wie gemacht wird!!
so pauschal nicht stimmt.

§ 106 GewO regelt auch die Grenzen des Weisungsrechts:
Der Arbeitgeber kann Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung nach billigem Ermessen näher bestimmen, soweit diese Arbeitsbedingungen nicht durch den Arbeitsvertrag, Bestimmungen einer Betriebsvereinbarung, eines anwendbaren Tarifvertrages oder gesetzliche Vorschriften festgelegt sind.
"Nach billigen Ermessen" bedeutet, dass der AG stets auch die Interessen des AN mit berücksichtigen muss.
Besmartnothard
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Re: Entzug von Kompetenzen

Beitrag von Besmartnothard »

Evariste hat geschrieben: 14.03.21, 14:10 Vielleicht sollte man noch darauf hinweisen, dass der Betriebsrat - sofern vorhanden - bei wesentlichen Aufgabenänderungen ein Mitbestimmungsrecht hat.
Dieser Hinweis ist schon passend. Danke. :daumenhoch
Besmartnothard
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Re: Entzug von Kompetenzen

Beitrag von Besmartnothard »

Evariste hat geschrieben: 15.03.21, 11:33 Etwas mehr Ernst bitte.

Ich wollte mit meinem Beitrag darauf hinweisen, dass das
Elektrikör hat geschrieben: 13.03.21, 22:56 Was meint denn der Fragesteller, was der Chef in SEINEM Unternehmen zu sagen hat?
Erstmal ALLES
ER bestimmt, was wann von wem wie gemacht wird!!
so pauschal nicht stimmt.

§ 106 GewO regelt auch die Grenzen des Weisungsrechts:
Der Arbeitgeber kann Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung nach billigem Ermessen näher bestimmen, soweit diese Arbeitsbedingungen nicht durch den Arbeitsvertrag, Bestimmungen einer Betriebsvereinbarung, eines anwendbaren Tarifvertrages oder gesetzliche Vorschriften festgelegt sind.
"Nach billigen Ermessen" bedeutet, dass der AG stets auch die Interessen des AN mit berücksichtigen muss.
Heisst im Klartext, dass wenn der AN einverstanden ist, es läuft wie der AG es vorschlägt? Und wenn der AN nicht billigt, dann wäre es doch bestimmt Arbeitsverweigerung oder?
Flowjob
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Re: Entzug von Kompetenzen

Beitrag von Flowjob »

Billiges Ermessen hat nichts damit zu tun, ob ein AN etwas billigt oder nicht.
Besmartnothard
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Re: Entzug von Kompetenzen

Beitrag von Besmartnothard »

Billigt in dem Sinn, dass gesetzt der Fall der AN nicht sieht, dass seine Interessen berücksichtigt werden :arrow: 'nach billigen Ermessen'. Er Abstand nimmt eine Arbeitsleistung zu erbringen.
Besmartnothard hat geschrieben: 15.03.21, 13:32
§ 106 GewO regelt auch die Grenzen des Weisungsrechts:
Der Arbeitgeber kann Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung nach billigem Ermessen näher bestimmen, soweit diese Arbeitsbedingungen nicht durch den Arbeitsvertrag, Bestimmungen einer Betriebsvereinbarung, eines anwendbaren Tarifvertrages oder gesetzliche Vorschriften festgelegt sind.
"Nach billigen Ermessen" bedeutet, dass der AG stets auch die Interessen des AN mit berücksichtigen muss.
Heisst im Klartext, dass wenn der AN einverstanden ist, es läuft wie der AG es vorschlägt? Und wenn der AN nicht billigt, dann wäre es doch bestimmt Arbeitsverweigerung oder?
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matthias.
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Re: Entzug von Kompetenzen

Beitrag von matthias. »

Besmartnothard hat geschrieben: 13.03.21, 20:00

Schon seltsam, dass der AG Aufgaben augenscheinlich grundlos einfach wegnehmen kann. Eine Unterbeschäftigung könnte sich ja dann daraus entwickeln, wenn weitere Aufgaben weggenommen werden. Das könnte er ja dann problemlos fortführen, d. h. mehrere Aufgaben bis zur Unterbeschäftigung entziehen, richtig?
Theoretisch ja, das bedeutet aber noch lange nicht, dass er die Kollegin oder den Kollegen dann auch entlassen könnte, wenn man das als Konsequenz andenkt.

Vor einer betriebsbedingten Kündigung muss eine Sozialauswahl durchgeführt werden, eine Auswahl zwischen vergleichbaren Kollegen und wenn man die andere Arbeit auch machen kann, dann ist man natürlich mit dem vergleichbar der die "alte" Arbeit jetzt macht. Gehen muss also der mit den wenigsten Sozialpunkten, nicht der der aktuell die Arbeit hat.

Ansonsten billiges Ermessen kommt nicht von billigen, sondern es bedeutet, dass der AG abwägen muss, zischen den berechtigten Interessen des ANs und des AGs.
Da geht es aber eher nicht darum ob man lieber die Kunden von A-L und nicht die von M-Z bearbeiten will, oder am liebsten mit Kollegin Y im Raum sitzt, sondern eher z.b. um die Lage der Tätigkeit. Wenn man aufgrund 'Tätigkeitswechsel auch die Schichtzeiten wechseln muss und z.b. Kinder oder Pflegebedürftige betreuen muss und man deshalb auf die Arbeitszeiten angewiesen ist, dann muss der AG das beachten oder man an einem anderen Arbeitsort eingesetzt werden soll, wo das Abholen der Kinder schwieriger ist.
Es kann aber auch sein, dass wenn man z.b. Fremdsprachenkorespondentin in Englisch und Französisch ist, man aber seit 30 Jahren nur Englisch gemacht hat und das lieber macht, dann ist das schon erstmal ein berechtigtes Interesse weiter bei Englisch zu bleiben. Es kommt dann auf die Umstände an, welche Gründe der AG hat und dann muss man abwägen.

Letztlich soll es im übrigen auch genau vor Willkür schützen, der AG muss es zumindest im Ansatz rational begründen.

Der AG muss ja auch die Interessen der anderen AN beachten. Z.b. eine Frau kommt neue aus der Elternzeit zurück . Sie will jetzt nur noch von 8.00-13.00 arbeiten. Da sind aber noch 3 andere Eltern die das auch wollen und nachmittags ist niemand da. Da kann der AG evtl. von denen die schon länger morgens arbeiten verlangen, dass sie auch mal ne Nachmittagsschicht übernehmen. Also so einfach ist das alles nicht, bzw. nicht absolut, sondern es kommt immer darauf an.
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