Stufen nach Kündigung im öfftl. Dienst

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123Kim
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Stufen nach Kündigung im öfftl. Dienst

Beitrag von 123Kim »

Hallo, ich arbeite im öffentlichen Dienst. Da unbezahlter Urlaub mir nicht gewährt wird, möchte ich kündigen und nach ca. drei Monaten (wenn es gut läuft) eine neue Stelle im öffentlichen Dienst antreten. Eine neue Stelle gibt es noch nicht, aber ich bin guter Dinge, dass ich schnell etwas finde.
Seit August 2018 arbeite ich hier.

Ich habe nun gelesen, dass ich sechs Wochen zum Quartalsende kündigen kann.
Ich würde gern am 19.05. kündigen, ab Juli wäre ich dann hier raus.
Mein Problem: Ab August (also nur einen Monat später) würde ich in die dritte Gehaltsstufe rutschen.

Wenn ich in ein paar Monaten eine neue Stelle anfange (im öfftl. Dienst), fange ich wohl in Stufe zwei an? Muss ich dann wieder zwei Jahre arbeiten um in die dritte zu rutschen? Oder fange ich in der zweiten Stufe an, muss aber nur einen Monat arbeiten um in die dritte zu kommen? Gibt es irgendwelche Tipps zu meiner Vorgehensweise? Wen kann ich fragen?

Theoretisch kann ich auch noch die paar Monate bis zur dritten Stufe durcharbeiten, aber dann könnte ich statt jetzt in vier Wochen, erst in vier Monaten kündigen, das halt sehr ungern. Monatlich kündigen geht wohl nicht?

Evtl. kann mir noch jemand etwas zu meinen Urlaubsansprüchen sagen.

VG
123Kim
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Re: Stufen nach Kündigung im öfftl. Dienst

Beitrag von 123Kim »

Ich habe noch mehr Berufserfahrung, aber halt nicht im öffentlichen Dienst. Als ich hier angefangen habe, wurde diese aber nicht angerechnet (obwohl ähnlicher Beruf) sondern ich wurde in die erste eingruppiert.

Heißt das, ich sollte besser noch vier Monate arbeiten und dann erst kündigen, damit ich bei einer neuen Stelle in die dritte Stufe von Anfang an könnte?

Wie lange darf man denn 'raus' sein, damit man mit der selben Stufe anfangen kann, ohne zurückgestuft zu werden?
ExDevil67
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Re: Stufen nach Kündigung im öfftl. Dienst

Beitrag von ExDevil67 »

Ob und wie weit einem das ggf die Erfahrungsstufe rettet, keine Ahnung. Aber Alternative zur Kündigung wäre der Aufhebungsvertrag, dann wäre auch ein Ausscheiden im Quartal möglich.

Ansonsten, was lässt einen so optimistisch sein das man schnell was neues finden würde? Auch wenn Sie noch nicht so lange im öD arbeiten, sollte die Zeit ausgereicht haben um mizubekommen das eine Einstellung eine entsprechende Planstelle erfordert deren Besetzung extern ausgeschrieben werden muss und bis dann alle Fristen und Formalien eingehalten wurden, sind 3 Monate schnell rum.
lottchen
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Re: Stufen nach Kündigung im öfftl. Dienst

Beitrag von lottchen »

Wenn nicht mal unbezahlter Urlaub gewährt wird dürfte ein Aufhebungsvertrag erst recht nicht im Interesse des AG sein. Es sein denn der AG ist über jeden Monat dankbar, den der AN noch länger bleibt. Das muss der AN einschätzen können...3 Monate ohne Anstellungsverhältnis und nicht arbeitslos gemeldet (wie ja anscheinend geplant) führen allerdings auch zum Problem Krankenversicherung, was geklärt werden muss.

Willst Du Deinen Dienstherrn wechseln? Dann obliegt es meines Wissens dem Ermessen des neuen Dienstherrn, welche Erfahrungsstufe er zugesteht. Hier kann die bisherige Erfahrung anerkannt werden oder auch nicht. Kommt sicher auch auf die Vergleichbarkeit der Beschäftigung an. Was steht denn zu dem Thema im aktuellen TVöD?
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!
FM
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Re: Stufen nach Kündigung im öfftl. Dienst

Beitrag von FM »

Es gibt verschiedene TV im öffentlichen Dienst, und die genannten Fragen sind unterschiedlich geregelt, auch je nach Fallgestaltung. Teilweise sind es Muss-, teilweise Kann-Regelungen. Bei der früheren Berufserfahrung ist wichtig ob sie "einschlägig" ist - z.B. eine Pflegefachkraft die bislang auf der Intensivstation arbeitete bekommt das nicht unbedingt angerechnet für die Arbeit in der ambulanten Pflege.
Oktavia
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Re: Stufen nach Kündigung im öfftl. Dienst

Beitrag von Oktavia »

Ich würde hier tatsächlich versuchen nachzuverhandeln wegen des unbezahlten Urlaubs und auch mal mit dem Personalrat sprechen. Im Normalfall kann man die Stufe die man hat (innerhalb der Entgeldgruppe) auch "mitnehmen". Die Wartezeit vermutlich eher nicht.
Wenn du einen Verwaltungsberuf hast VFA oder Angestelltenprüfungen wirst du vermutlich leicht wieder was finden, auch Bauing., ITler und Bilanzbuchhalter haben gute Chancen sowie die "Sozialberufe" Andere Quereinsteiger könnten es auch schwer haben.
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ktown
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Re: Stufen nach Kündigung im öfftl. Dienst

Beitrag von ktown »

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