"Erzwungene" mobile Arbeit ablehnen

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DiePlaudertasche
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"Erzwungene" mobile Arbeit ablehnen

Beitrag von DiePlaudertasche »

Mahlzeit Zusammen,

nehmen wir einmal an es gäbe einen Betrieb der gemeinsam mit Betriebsrat eine Vereinbarung zur mobilen Arbeit während der Pandemie geschaffen hat.
Solch eine Vereinbarung regelt u.A. die maximale Anzahl von Personen im Gebäude. Die Anzahl soll nicht überschritten werden. Hauptsächlich soll mobil gearbeitet werden.
Nun gibt es einen Mitarbeiter der nicht auf seine mobile Arbeit besteht. Aufgrund der erreichten maximalen Anzahl von Personen im Gebäude darf dieser Kollege "eigentlich" nicht ins Gebäude und muss mobil arbeiten.

Kann der Kollege trotz Vereinbarung ins Gebäude kommen?
Z.B. weil er Zuhause keinen ergonomischen Arbeitsplatz hat oder sein Internet ausfällt.... oder er seinen (privaten) Internetanschluss voll und ganz ausreizt und keine Bandbreite fürs Dienstliche hat.

Danke für eure Vorschläge in diesem erfundenen Fall.
Heiko66
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Re: "Erzwungene" mobile Arbeit ablehnen

Beitrag von Heiko66 »

In den meisten Fällen ist es so, dass mehr Kollegen von zu Hause aus arbeiten möchten (wenn auch nicht jeden Tag) als ins Büro fahren. In Abstimmung mit anderne Kollegen findet sich eigentlich immer eine Lösung wer wann in Büro fahren kann.

Wenn das ein Dauerzustand werden soll, sollte man dem Betriebsrat nahelegen nicht nur mobiles Arbeiten an sich zu verhandeln sondern auch die Konditionen die man den entsprechenden Mitarbeitern zu Hause zumuten möchte. (Wer bezahlt die egonomische Einrichtung. Beteiligt sich der Arbeitgeber an den Kosten für den Internetanschluss oder stellt eine Simkarte mit ausreichend Datenvolumen bereit. Wer bezahlt den Strom usw..) Das ist eigentlich aber nur dann ein Problem, wenn ein Großteil die Regelung mobiles Arbeiten ablehnt. Die meisten sind eher froh, wenn die sich 2-3 Stunden sinnloses hin- und hergefahre sparen können und fahren nur ins Büro, wenn dies aus Abstimmungsgründen sinnvoll ist.

Grundsätzlich ist es möglich Arbeitnehmern steuerfrei eine Corona-Prämie zu zahlen
https://www.haufe.de/personal/entgelt/c ... 14044.html

Bei uns im Betrieb haben wir das genutzt und den Arbeitnehmer das zur Verfügung zu stellen mit den Bemerkung "Ihr könntet euch von dem Geld zum Beispiel davon so zu Hause einrichten, dass ihr Euch beim mobilen Arbeiten wohlfühlt". Seitdem hat sich niemand mehr beschwert. Vielleicht kann der Betriebsrat ja in dieser Richtung verhandeln. Kenne einige Betriebe die das Problem so gelöst haben.

Hätte man diesen Weg beim Impfen gewählt, gäbe es auch das aktuelle Dilemma mit der Impfquote nicht. Wenn jeder für die Impfung einen dreistelligen Betrag bekommen hätte, würde es garantiert fast niemanden mehr geben der nicht geimpft ist. Mit 3-stelligen Summen lässt sich fast jeder zufrieden stellen und meist ist das viel billger als der ganze Rattenschwanz der sonst ansteht...
ktown
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Re: "Erzwungene" mobile Arbeit ablehnen

Beitrag von ktown »

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