Üble Nachrede

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Rosy1612
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Üble Nachrede

Beitrag von Rosy1612 »

Die AN hatte Urlaub bis zum 7.9.. vor dem Urlaub der 14 Tage dauerte war sie für einen Tag nicht in der Firma, weil sie an einer Impfreaktion litt. Am 09.09 und 10.9 kam die AN mit Husten und Fieber zur Arbeit. Am 11.9 hat sich die AN schließlich per Mail bei ihrem AG krankgemeldet. Dieser drohte sie solle in jedem Fall am Montag ihrem freien Tag zur Arbeit erscheinen, denn es wäre eine Unverschämtheit jetzt krank zu machen wo sie doch Urlaub hatte.
Die AN konnte aufgrund einer schweren bronchial Krankheit natürlich nicht am Montag ihren Arbeitstag antreten. Sondern reichte eine AU ein.
Da ist für die AN keine Vertretung gibt lässt der AG die Kollegen bei jeder Gelegenheit oder Frage die Arbeitnehmerin anrufen. Da der AG behauptet AN würde eh nur schauspielen und wäre nicht krank.
Wie ist hier die Rechtslage?
lottchen
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Re: Üble Nachrede

Beitrag von lottchen »

Die AN geht warum ans Telefon während ihrer Krankschreibung? Dienstliches Handy, privates Handy, Festnetz? Kann sie nicht erkennen, dass ein Kollege anruft und schlicht und einfach nicht rangehen denn dazu ist sie natürlich nicht verpflichtet?
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Evariste
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Re: Üble Nachrede

Beitrag von Evariste »

Rosy1612 hat geschrieben: 15.09.21, 15:00 Da der AG behauptet AN würde eh nur schauspielen und wäre nicht krank.
Wenn der AG sowas bei den Kollegen verbreitet, wäre das tatsächlich üble Nachrede. Die Frage ist, ob man den eigenen AG wirklich anzeigen will.Man könnte aber ganz freundlich den AG darum bitten, es zu unterlassen.

Ansonsten gilt das bereits Geschriebene, wenn man krank ist, muss man gar nicht ans Telefon.
Heiko66
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Re: Üble Nachrede

Beitrag von Heiko66 »

Da ist für die AN keine Vertretung gibt lässt der AG die Kollegen bei jeder Gelegenheit oder Frage die Arbeitnehmerin anrufen. Da der AG behauptet AN würde eh nur schauspielen und wäre nicht krank.
Die interessante Frage ist ja auch nicht ob der Arbeitnehmer krank ist sondern arbeitsunfähig. Spätestens seit der Ära HomeOffice dürfte das in einigen Fällen einen großen Unterschied machen.

Aufgabe des Artzes ist es daher eigentlich nicht nur zu beurteilen ob eine Krankheit vorliegt, sondern ob diese Krankheit zu einer Arbeitsunfähigkeit führt.
ktown
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Re: Üble Nachrede

Beitrag von ktown »

Was soll dieser Einwurf?
Rosy1612 hat geschrieben: 15.09.21, 15:00 Sondern reichte eine AU ein.
Damit hat der Arzt doch die Arbeitsunfähigkeit attestiert.
Oder?
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"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe
Rosy1612
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Re: Üble Nachrede

Beitrag von Rosy1612 »

lottchen hat geschrieben: 15.09.21, 16:30 Die AN geht warum ans Telefon während ihrer Krankschreibung? Dienstliches Handy, privates Handy, Festnetz? Kann sie nicht erkennen, dass ein Kollege anruft und schlicht und einfach nicht rangehen denn dazu ist sie natürlich nicht verpflichtet?
Es handelt sich um ein privates Handy.
Weil die AN nicht wusste dass sie nicht dazu verpflichtet ist ans Telefon zu gehen.
lottchen
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Re: Üble Nachrede

Beitrag von lottchen »

Warum soll die AN verpflichtet sein an ihr privates Handy zu gehen? Warum soll die AN verpflichtet sein überhaupt ein privates Handy zu haben? Selbst wenn sie ein dienstliches Handy hätte wäre sie bei AU auch nicht verpflichtet, da ran zu gehen. Außerhalb der Arbeitszeiten muss sie da auch nicht erreichbar sein und AU ist außerhalb der Arbeitszeiten.
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FM
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Re: Üble Nachrede

Beitrag von FM »

Die Frage war ja nicht, in welchen Fällen man ans Telefon muss, sondern ob es "Üble Nachrede" ist und was man dagegen tun kann. Da die Aussagen des Chefs nicht wörtlich zitiert wurden, lässt sich das "ob" nicht beurteilen. Erforderlich wäre z.B. schon eine Tatsachenbehauptung, nicht nur die Äußerung von Zweifeln.

Sollte es zutreffen, käme in Betracht:

1. Strafantrag
2. Zivilrechtliche Klage auf Unterlassung
3. Klage auf Schadensersatz (der natürlich nicht leicht zu beziffern ist)
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