Negative Bewertung des ehem. Arbeitgebers - Mögliche Konsequenzen bei Klage

Moderator: FDR-Team

Antworten
ThommyLee
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 7
Registriert: 11.02.22, 17:58

Negative Bewertung des ehem. Arbeitgebers - Mögliche Konsequenzen bei Klage

Beitrag von ThommyLee »

Hallo FDR-Community,

ich möchte mich gerne in diesem Forum über den Worst-Case bzw. mögliche Konsequenzen zum genannten Thema informieren.

Nachfolgendes Beispiel:
- Herr A hat seinen ehemaligen Arbeitgeber auf einer Bewertungsplattform für Unternehmen negativ bewertet.
- Herr A und sein ehemaliger Arbeitgeber haben sich sehr unschön getrennt.
- Herr A ist der Auffassung, dass sich sein ehemaliger Arbeitgeber, während dem Trennungs-Prozess, fortwährend unfair verhalten hat und versuchte ihn reinzulegen.
- Dies hat Herrn A zum Verfassen der negativen Bewertung im Internet bewogen.
- Herr A hat beim Verfassen der Bewertung die gängigen Vorgaben eingehalten (Keine Namen, keine Beleidigungen, keine Unwahrheiten, etc.).
- Herr A hat nur "sehr wenige" Tatsachen-Behauptungen verfasst, die er auch beweisen kann. Alles Weitere wurde mit Formulierungen wie "Meiner Meinung nach...", "Ich finde...", "Ich hätte mir gewünscht...", etc. geschmückt.
- Herr A ist der Überzeugung, dass die Bewertung zwar sehr hart ist, aber dennoch sehr sachlich und der Wahrheit entsprechend formuliert wurde.
- Dennoch fürchtet Herr A, dass sein ehemaliger Arbeitgeber Klage gegen die Bewertung einreichen wird.

Meine Frage(n):
- Wenn es zu einer Klage, bzgl. der negativen Bewertung, gegen Herrn A kommt. Sofern der ehemalige Arbeitgeber beweisen kann, dass Herr A die Bewertung verfasst hat.
- Was wäre der Worstcase an Konsequenzen, die Herrn A passieren können?
- Muss lediglich die Bewertung geändert oder ggf. gelöscht werden oder drohen Herrn A möglicherweise auch X-Tausend-EURO Schadenersatz?
- Was ist aufgrund eurer Erfahrungswerte am Wahrscheinlichsten, wie eine mögliche Klage ablaufen würde?

Vielen Dank für eure Erläuterungen und Gedanken zu dem Beispiel-Fall.
Viele Grüße
Thommy Lee
FM
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 22072
Registriert: 05.12.04, 16:06

Re: Negative Bewertung des ehem. Arbeitgebers - Mögliche Konsequenzen bei Klage

Beitrag von FM »

ThommyLee hat geschrieben: 11.02.22, 18:41 - Was wäre der Worstcase an Konsequenzen, die Herrn A passieren können?
- Muss lediglich die Bewertung geändert oder ggf. gelöscht werden oder drohen Herrn A möglicherweise auch X-Tausend-EURO Schadenersatz?
In erster Linie käme eine Unterlassungsklage in Betracht. Das ist lediglich ein Verbot, es weiter zu tun, mit Androhung eines Ordnungsgeldes bei Verstoß. Schadensersatz ist denkbar, wozu der Gegner den Schaden beziffern und nachweisen müsste. Und schließlich ist auch ein Strafverfahren denkbar (Beleidigung, Üble Nachrede, Verleumdung). Das würde wahrscheinlich nicht mit Freiheitsstrafe, sondern mit Geldstrafe enden.

Sollte der Arbeitnehmer verlieren, muss er jeweils (ggf. für die verschiedenen Verfahren) die Kosten tragen, also Gerichts- und Anwaltsgebühren, Auslagen.

Wenn es anonym erfolgte, könnten noch Ermittlungskosten hinzu kommen. Z.B. Kosten eines Verfahrens gegen den Betreiber der website, damit der die Daten mitteilt.

Jenseits der rechtlichen Verfahren könnte der Arbeitgeber auf die Idee kommen seinerseits eine Bewertung des Arbeitnehmers abzugeben - nicht im Internet, aber vielleicht bei den ihm bekannten anderen Unternehmern der Branche in der Region. Also beim Stammtisch des Handwerksmeistervereins im Landkreis oder so.
ThommyLee
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 7
Registriert: 11.02.22, 17:58

Re: Negative Bewertung des ehem. Arbeitgebers - Mögliche Konsequenzen bei Klage

Beitrag von ThommyLee »

Hallo FM,

vielen Dank für deine Rückmeldung.

Vielleicht kann das Gedankenspiel bzgl. der Unterlassungsklage gegen Herrn A noch etwas ausgebaut werden:
- Welchen Charakter würde eine Unterlassungsklage gegen Herrn A vermutlich haben?
- Kann der ehemaliger Arbeitgeber mit einer Unterlassungsklage gegen Herrn A erwirken, dass die negative Bewertung gelöscht werden muss, oder kann er lediglich erwirken, dass "kritische Formulierungen & Behauptungen" entfernt werden müssen?
- Für mein Rechtsempfinden wäre es ungerecht, falls Herr A am Ende "gar keine negative Bewertung" abgeben dürfte. Kann das passieren?
- Könnten mit Zusendung der Unterlassungsklage gegen Herrn A bereits Kosten/Forderungen gegen Herrn A entstehen?
- Nehmen wir an, dass Herr A sich im Recht fühlt und die Unterlassungsklage nicht unterzeichnet, wie geht es dann weiter?
Weide
noch neu hier
Beiträge: 3
Registriert: 09.08.14, 13:58

Re: Negative Bewertung des ehem. Arbeitgebers - Mögliche Konsequenzen bei Klage

Beitrag von Weide »

Möglicherweise verstehe ich das Problem nicht, aber: Die Bewertungen in diesen Foren erfolgen doch durchweg ANONYM. Hast Du Formulierungen benutzt hast oder Sachverhalte enthüllt, bei denen absolut klar ist, dass Du der Autor sein musst? Hast Du in Deinen Namen genannt? Wenn nicht, wird Dein ehemaliger AG nicht beweisen können, dass Du die Bewertung geschrieben hast. Auch wird der Forumsbetreiber Deine Daten nicht herausgeben. Eine Ausnahme davon kann ich mir vorstellen, falls Du konkrete Drohungen ausgesprochen haben solltest und die Polizei anfragt.
Tastenspitz
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 22954
Registriert: 05.07.07, 08:27
Wohnort: Daheim

Re: Negative Bewertung des ehem. Arbeitgebers - Mögliche Konsequenzen bei Klage

Beitrag von Tastenspitz »

ThommyLee hat geschrieben: 11.02.22, 18:41 - Was wäre der Worstcase an Konsequenzen, die Herrn A passieren können?
- Muss lediglich die Bewertung geändert oder ggf. gelöscht werden oder drohen Herrn A möglicherweise auch X-Tausend-EURO Schadenersatz?
- Was ist aufgrund eurer Erfahrungswerte am Wahrscheinlichsten, wie eine mögliche Klage ablaufen würde?
Zu Worstcase
- das hängt stark davon ab, wer der ehemalige AG ist. Bei Wladimir P. aus R. kommt auch schon mal Nowitschok zum Einsatz. Bei anderen AG sieht es anders aus.

Zu Bewertung
- löschen oder nicht entscheidet wohl erstmal der Betreiber der Plattform. Schadenersatz wäre dann von Geschädigten zu beziffern und nachzuweisen, was nmE. an "Fast unmöglich" grenzt, dass an eine Bewertung zu knüpfen.

Zu Erfahrungswerte
- am wahrscheinlichsten ist wohl, dass gar nichts passiert, weil
ThommyLee hat geschrieben: 11.02.22, 18:41 Keine Namen, keine Beleidigungen, keine Unwahrheiten, etc.
und wenn wider Erwarten hier was kommen sollte -->ab zum Anwalt.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.
Nordlicht14
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 556
Registriert: 19.01.14, 03:39

Re: Negative Bewertung des ehem. Arbeitgebers - Mögliche Konsequenzen bei Klage

Beitrag von Nordlicht14 »

Weide hat geschrieben: 16.02.22, 12:02 Möglicherweise verstehe ich das Problem nicht, aber: Die Bewertungen in diesen Foren erfolgen doch durchweg ANONYM. Hast Du Formulierungen benutzt hast oder Sachverhalte enthüllt, bei denen absolut klar ist, dass Du der Autor sein musst? Hast Du in Deinen Namen genannt? Wenn nicht, wird Dein ehemaliger AG nicht beweisen können, dass Du die Bewertung geschrieben hast. Auch wird der Forumsbetreiber Deine Daten nicht herausgeben. Eine Ausnahme davon kann ich mir vorstellen, falls Du konkrete Drohungen ausgesprochen haben solltest und die Polizei anfragt.
Das ist rundum falsch vermutet.
Auch wenn die Bewertung anonym erfolgt sein sollte, bekommt der Arbeitgeber die Identität leicht heraus.
Alle Seitenbetreiber (ob nun Betreiber X, Y und Z) sind auf eine rechtlich begründete Löschungsaufforderung hin verpflichtet zu prüfen, ob die Bewertung gegen Rechtsnormen oder gegen die Forenregeln des Betreibers verstieß und wenn ja, diese zu löschen. Und zwar binnen 9 Tagen. So BGH. Tun sie das nicht, haften sie direkt selbst dem Unternehmer dafür, weil sie ab Monierung Kenntnis hatten und ab da selbst neben den Bewerter mit haften. Ergo wird binnen 9 Tagen über die Löschung entschieden.
Löschen sie es dann nicht, entscheidet das bewertete Unternehmen, ob es dies akzeptiert oder nicht.
Wenn nicht, lässt es gerichtlich den Betreiber verurteilen zur Auskunft über den Rezensenten. Wenn der Rezensent seinen Negativ-Verriss etwa womöglich anonym machte (was dumm da teuer, wäre), wird der Betreiber zur Auskunft der IP verurteilt. Das sind die Prozesskosten Nr. 1, die der Rezensent danach erstattet dem Arbeitgeber.
Sodann beantragt der bewertete Unternehmer beim zuständigen Landgericht eine einstweilige Verfügung gegen den Betreiber des zur Tatzeit verwendeten Internet-Abschlusses des Rezensenten auf Herausgabe der Identitätsdaten des Inhabers des Internet-Anschlusses, denn jener Inhaber IST der Täter, da jener der Zustandsstörer war -sich dann wenn der Rezensent seinen Verriss auf einem geliehenen Gerät hingeklotzt hatte- und bekommt diese einstweilige Verfügung auch binnen 3-4 Tagen.
Das sind die Prozesskosten Nr. 2, die der Rezensent erstatten wird. Denselben Weg beschreiten die Staatsanwaltschaften durch Routine-Ermittlungsverfügung an alle Provider.
Das ganze Ermittlungsverfahren zur Feststellung der Identität ist KEIN Exot, sondern mittlerweile wegen der Unsitten von unbedacht hingeklotzten anonymen Verrissen kompletter Routinestandard.
Sodann klagt der Unternehmer gegen den ermittelten Arbeitnehmer/Rezensenten auf a) Beseitigung = Löschung, inklusive bei sämtlichen Meta-Suchmaschinen, die sich diesen Verriss durch Roboter-Algorithmen gegrabbt hatten schon - WIE dann der Rezensent das zustande kriegt bei sämtlichen Meta-Suchmaschinen es binnen 14 Tagen nach Urteil zu löschen, ist sein eigenes Problem. Schafft er das nicht, wird gegen ihn vollstreckt mit Zwangsgeld bis zu 250.000€, ersatzweise wenn er nicht zahlen kann Ersatzhaft bis 6 Monate. , b) künftige Unterlassung,, c) Schadensersatz der vorherigen Prozesskosten zur Ermittlung dessen Identität. Das sind die Prozesskosten Nr. 3, die der Rezensent bezahlen wird.
Anschließend klagt der Unternehmer auf Schadensersatz für Umsatzverlust aus 824 BGB ( Kreditgefährdung und Rufschädigung) sowie aus 823 BGB ( rechtswidriger Eingriff in den Gewerbebetrieb), und das ist auch gar nicht schwer zu beziffern und zu belegen. Das sind die Prozesskosten Nr. 4, die Rezensent für seinen Verriss zahlt. Allein diese ganzen Prozesskostenerstattungen werden sehr teuer für den Rezensenten, der sich das nicht vorher sorgsam überlegt hatte und rein Impulshaft aus Wut agierte. Die Streitwerte von solchen Negativ-Rezensionen sind hoch, wegen der enormen Bedeutung für die Unternehmen, ergo auch die Prozesskosten.
Plus den Schadensersatz. Höhe je nach Umsatzbeeinträchtigung des Unternehmens, das kann sehr leicht in 6-8stellige Beträge gehen für Umsatzbeschädigung, die sich über Jahre auswirken kann, bis diese Rezension im kompletten Internet weg ist und der Unternehmer wieder seinen alten Umsatz erreichen kann. Folgekostenvertrag kommen dazu, etwa wenn Arbeitgeber wegen des Umsatzverlustes Projekte geplatzt bekam oder Arbeitnehmer entlassen musste.
Sodann zahlt der Rezensent halt auch seinen eigenen Anwalt, denn das Ganze spielt aufgrund des Streitwertes am Landgericht, wo Anwaltszwang ist.

Der Rezensent hat sich also weit aus dem Fenster gehängt in seinen aberwitzigen Rachegelüsten, die ihn teuer kommen werden. Er sollte schon mal mehrere Zehntausende Euronen bis ggf mehrere Millionen je nach Unternehmen, das er beschädigt hat, rasch liquide auf die Seite legen für Fälligkeiten in ein paar Wochen oder Monaten.
Ein teures Rache-Hobby, sowas.

Ferner wird Arbeitnehmer auch ein entsprechendes Zeugnis erhalten dann

Ein Negativ-Verriss eines Unternehmens wird heutzutage oft als „Kavaliersdelikt“ angesehen, was es wahrlich nicht ist, und was auch allen Gerichten klar ist.

Ein Unternehmer muss heutzutage zwingend gegen solche Verrisse in aller unnachgiebigen Härte und Konsequenz rechtlich vorgehen, und tut das auch.
Und mit was? Mit Recht!!! Sowas geht wirklich zu weit.
Zuletzt geändert von ktown am 18.02.22, 06:55, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Klarnamen entfernt
fodeure
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2789
Registriert: 06.06.10, 20:51

Re: Negative Bewertung des ehem. Arbeitgebers - Mögliche Konsequenzen bei Klage

Beitrag von fodeure »

Nordlicht14 hat geschrieben: 18.02.22, 06:02 Auch wenn die Bewertung anonym erfolgt sein sollte, bekommt der Arbeitgeber die Identität leicht heraus.
Nein, das ist rundum falsch vermutet.
Nordlicht14 hat geschrieben: 18.02.22, 06:02wird der Betreiber zur Auskunft der IP verurteilt.
Wenn er sie denn überhaupt hat. Das ist schon das erste Prozeßrisiko für den Arbeitgeber.

Wenn die IP-Adresse doch ermittelbar ist, dann hilft es gar nicht, wenn der Zugriff auf die Webseite immer über einen Proxy oder ein VPN erfolgt ist. Das ist dann das zweite Prozeßrisiko für den Arbeitgeber.
Nordlicht14 hat geschrieben: 18.02.22, 06:02Sodann beantragt der bewertete Unternehmer beim zuständigen Landgericht eine einstweilige Verfügung gegen den Betreiber des zur Tatzeit verwendeten Internet-Abschlusses des Rezensenten auf Herausgabe der Identitätsdaten des Inhabers des Internet-Anschlusses,
Wenn denn der Betreiber zu diesem Zeitpunkt die IP-Adresse noch einem Inhaber zuordnen kann. Das kann möglich sein, wenn der Inhaber eine fixe IP-Adresse hat. Bei einer dynamischen IP-Adresse ist dies keinesfalls mehr so, wenn der Anbieter seiner Löschungsverpflichtung nachgekommen ist. Da hilft dann auch keine einstweilige Verfügung. Das ist dann das dritte Prozeßrisiko für den Arbeitgeber.
Nordlicht14 hat geschrieben: 18.02.22, 06:02Sodann klagt der Unternehmer gegen den ermittelten Arbeitnehmer/Rezensenten auf ...
Und selbst wenn die vorhergehenden Aktionen erfolgreich waren, ist noch nicht gewährleistet, daß der Unternehmer mit seiner Klage Erfolg hat. Das ist damit das vierte Prozeßrisiko für ihn.
Nordlicht14 hat geschrieben: 18.02.22, 06:02a) Beseitigung = Löschung, inklusive bei sämtlichen Meta-Suchmaschinen, die sich diesen Verriss durch Roboter-Algorithmen gegrabbt hatten schon - WIE dann der Rezensent das zustande kriegt bei sämtlichen Meta-Suchmaschinen es binnen 14 Tagen nach Urteil zu löschen, ist sein eigenes Problem.
Damit verlieren deine Aussagen endgülitg jeden Realitätbezug.
Nordlicht14 hat geschrieben: 18.02.22, 06:02Der Rezensent hat sich also weit aus dem Fenster gehängt in seinen aberwitzigen Rachegelüsten, die ihn teuer kommen werden.
Aus dem Eingangsbeitrag kann ich nicht erkennen, daß es sich um Rachegelüste handelt.
Nordlicht14 hat geschrieben: 18.02.22, 06:02Ein Negativ-Verriss eines Unternehmens wird heutzutage oft als „Kavaliersdelikt“ angesehen,
Ein "Negativ-Verriß", wie er im Eingangsbeitrag beschrieben wurde, ist überhaupt kein Delikt, sondern durch das Recht auf freie Meinungsäußerung abgedeckt.
Nordlicht14 hat geschrieben: 18.02.22, 06:02Ein Unternehmer muss heutzutage zwingend gegen solche Verrisse in aller unnachgiebigen Härte und Konsequenz rechtlich vorgehen,
Ein vernünftiger Unternehmer wird sich das dreimal überlegen, ob sich das für ihn wirklich lohnt. Zum einen wegen der beschriebenen Prozeßrisiken und zum anderen aufgrund der Möglichkeit, daß er damit erst die Aufmerksamkeit auf sich lenkt, die er eigentlich vermeiden möchte.
Nordlicht14 hat geschrieben: 18.02.22, 06:02Und mit was? Mit Recht!!!
Oder eben auch nicht.
ThommyLee
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 7
Registriert: 11.02.22, 17:58

Re: Negative Bewertung des ehem. Arbeitgebers - Mögliche Konsequenzen bei Klage

Beitrag von ThommyLee »

Ich möchte mich für alle Beiträge in diesem Thema bedanken und bin für weitere Gedanken und Erfahrungswerte offen.

Danke auch für deinen letzten Beitrag @fodeure und deine Einschätzung.
ThommyLee
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 7
Registriert: 11.02.22, 17:58

Re: Negative Bewertung des ehem. Arbeitgebers - Mögliche Konsequenzen bei Klage

Beitrag von ThommyLee »

Hallo zusammen,

ich habe noch weitere Fragen zu diesem Thema:

1) Wenn der ehemalige Arbeitgeber sich entscheidet, aufgrund der negativen Firmen-Bewertung direkt Klage gegen Herrn A einzureichen: Würde das ganze vorm Arbeitsgericht oder Zivilgericht landen?

2) Sofern der Fall vorm Arbeitsgericht landet, müssten beide Parteien Ihre Anwalts- und Gerichtskosten selbst tragen, richtig?

3) Falls Herr A gerichtlich als Schadenersatzpflichtig verurteilt werden sollte, greift dann seine Privat-Haftpflicht?

Danke für euer Input und viele Grüße
Thommy Lee
FM
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 22072
Registriert: 05.12.04, 16:06

Re: Negative Bewertung des ehem. Arbeitgebers - Mögliche Konsequenzen bei Klage

Beitrag von FM »

a) Arbeitsgericht (§ 2 Abs. 1 Nr. 3 Bst. c ArbGG)
b) Anwaltskosten ja, in erster Instanz, Gerichtskosten zahlt wer verliert
c) wahrscheinlich nicht versichert, aber das richtet sich nach den vertraglichen Vereinbarungen
blackylein
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 590
Registriert: 30.10.06, 17:18

Re: Negative Bewertung des ehem. Arbeitgebers - Mögliche Konsequenzen bei Klage

Beitrag von blackylein »

ThommyLee hat geschrieben: 30.04.22, 10:23 Hallo zusammen,

ich habe noch weitere Fragen zu diesem Thema:

3) Falls Herr A gerichtlich als Schadenersatzpflichtig verurteilt werden sollte, greift dann seine Privat-Haftpflicht?

Danke für euer Input und viele Grüße
Thommy Lee
Arbeitsrechtliche Angelegenheiten werden in der Regel über die berufliche Rechtsschutzversicherung geregelt
fodeure
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2789
Registriert: 06.06.10, 20:51

Re: Negative Bewertung des ehem. Arbeitgebers - Mögliche Konsequenzen bei Klage

Beitrag von fodeure »

FM hat geschrieben: 30.04.22, 10:41 a) Arbeitsgericht (§ 2 Abs. 1 Nr. 3 Bst. c ArbGG)
Du meinst wohl den Buchstaben d.
FM
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 22072
Registriert: 05.12.04, 16:06

Re: Negative Bewertung des ehem. Arbeitgebers - Mögliche Konsequenzen bei Klage

Beitrag von FM »

Richtig, "d".
ThommyLee
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 7
Registriert: 11.02.22, 17:58

Re: Negative Bewertung des ehem. Arbeitgebers - Mögliche Konsequenzen bei Klage

Beitrag von ThommyLee »

Hallo fodeure und blackylein,

danke für eure Antworten.

VG
Thommy Lee
Antworten