falsche Angaben in einem beruflichen Netzwerk - Vorgehen wegen arglistiger Täuschung möglich?

Moderator: FDR-Team

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Niemand2000
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falsche Angaben in einem beruflichen Netzwerk - Vorgehen wegen arglistiger Täuschung möglich?

Beitrag von Niemand2000 »

Person X gibt in einem beruflichen Netzwerk in seinem Profil an, er sei Vorsitzender eines Denksportvereins und bekommt, weil Personaler P über das Profil von X "stolpert" die ausgeschriebene Stelle, vor allem wegen des Vereinsvorsitz, weil P in einem vergleichbaren Verein die Leitung inne hat. Später stellt sich allerdings heraus, dass X schon lange nicht mehr diese "Stellung" inne hat. Kann P gegen X wegen arglistiger Täuschung vorgehen? Wie wäre hier die Rechtslange?
ExDevil67
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Re: falsche Angaben in einem beruflichen Netzwerk - Vorgehen wegen arglistiger Täuschung möglich?

Beitrag von ExDevil67 »

P schon mal gar nicht weil P persönlich ja kein Schaden entstanden ist. Frage wäre auch wie P seinem Vorgesetzten gegenüber die Entscheidung für X einzig wegen seiner Vereinstätigkeit begründen will.
Froggel
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Re: falsche Angaben in einem beruflichen Netzwerk - Vorgehen wegen arglistiger Täuschung möglich?

Beitrag von Froggel »

Arglistige Täuschung wäre es gewesen, wenn X bei einem Bewerbungsgespräch falsche Angaben gemacht hätte, die zu seiner Einstellung geführt hätten. Wenn Personaler P allerdings abseits des Bewerbungsgesprächs Informationen aus dem Netz zieht und diese ungeprüft glaubt, ist das allein sein Problem.
Ich bin kein Jurist.
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matthias.
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Re: falsche Angaben in einem beruflichen Netzwerk - Vorgehen wegen arglistiger Täuschung möglich?

Beitrag von matthias. »

Froggel hat geschrieben: 02.08.22, 22:12 Arglistige Täuschung wäre es gewesen, wenn X bei einem Bewerbungsgespräch falsche Angaben gemacht hätte, die zu seiner Einstellung geführt hätten. Wenn Personaler P allerdings abseits des Bewerbungsgesprächs Informationen aus dem Netz zieht und diese ungeprüft glaubt, ist das allein sein Problem.
Sehe ich aus so. Allein dass ich ein Profil auf einer Plattform habe ist das ja keine Bewerbung, es ist lediglich eine Information.


Der Personaler hat den Kollegen sicher dann angeschrieben und um eine formale Bewerbung gebeten. Wenn die dann keine Fehlinformationen enthält, dann ist hier kein Fehlverhalten ersichtlich. In meinen Augen ;-)
FM
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Re: falsche Angaben in einem beruflichen Netzwerk - Vorgehen wegen arglistiger Täuschung möglich?

Beitrag von FM »

Niemand2000 hat geschrieben: 02.08.22, 20:36 Später stellt sich allerdings heraus, dass X schon lange nicht mehr diese "Stellung" inne hat. Kann P gegen X wegen arglistiger Täuschung vorgehen? Wie wäre hier die Rechtslange?
Wieviel später ist später? In den ersten 6 Monaten wäre eine Kündigung meist problemlos, kostet halt ungefähr noch ein halbes Monatsgehalt.
matthias.
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Re: falsche Angaben in einem beruflichen Netzwerk - Vorgehen wegen arglistiger Täuschung möglich?

Beitrag von matthias. »

FM hat geschrieben: 03.08.22, 14:09 In den ersten 6 Monaten wäre eine Kündigung meist problemlos, kostet halt ungefähr noch ein halbes Monatsgehalt.
Eine Kündigung wäre allerdings nur sinnvoll, wenn der Kollege keine gute Arbeit macht.


Allerdings wie hier auch schon geschrieben, kann man wohl eher die Arbeit des Personalers grundsätzlich anzweifen, der hat aber wohl mittlerweile Bestandsschutz :devil:
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