Dienstwagenleasing

Moderator: FDR-Team

bubuan
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Dienstwagenleasing

Beitrag von bubuan »

Ein AG least einen PKW.

Der Angestellte nutzt diesen, kann vereinbart werden, dass der AN die Leasingrate komplett übernimmt?

Wie muss man vorgehen? Komplette Leasingrate über Lohn oder dann dennoch im Lohn 1%Reglung
hambre
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Re: Dienstwagenleasing

Beitrag von hambre »

kann vereinbart werden, dass der AN die Leasingrate komplett übernimmt?
Ja, soll die Leasingrate aus dem Netto- oder dem Bruttogehalt gezahlt werden?
GS
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Re: Dienstwagenleasing

Beitrag von GS »

Ich ahne schon die nächste Frage des TE:

"Brutto? Netto? Was ist da der Unterschied? :mrgreen:
Dies ist keine Linksberatung und erst recht keine Rechtsberatung - wie käme ich dazu? Einzig verbindlicher Ratschlag: Lesen Sie von links oben nach rechts unten.
hawethie
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Re: Dienstwagenleasing

Beitrag von hawethie »

Moderationsbeitrag
Geht es um steuerliche Dinge?
Oder um die Möglichkeit an sich (da gilt Vertragsfreiheit)
Was du nicht willst, das man dir will, das will auch nicht -
was willst denn du.
Aus Erfahrung: Krebsvorsorge schadet nicht.
Hausrocker
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Re: Dienstwagenleasing

Beitrag von Hausrocker »

Es gibt Arbeitgeber, die lassen ihre Arbeitnehmer Fahrzeuge indirekt komplett finanzieren, über Gehaltsverzicht. Das Bruttogehalt und im nächsten Schritt natürlich auch das Nettogehalt wird reduziert. Als schlauer Arbeitnehmer weist man dann auf die ca. 20% Lohnnebenkosten noch hin, die der Arbeitgeber spart, wenn der Bruttolohn reduziert wird. Dann verzichtet man bei voller Übernahme schon mal nur noch auf 80% der Rate und nicht 100%. Der Firmenwagen muss natürlich egal ob man auf Gehalt verzichtet mit 1% (bei Verbrennern) oder sogar bei E-autos bis 60k Bruttolistenpreis nur mit 0,25% ansonsten 0,5% bei über 60k€ vom Bruttolistenpreis versteuert werden plus einfache Strecke zwischen erstem Tätigkeitsort und Wohnung mit 30ct/km pro Arbeitstag.

Wer sich darauf einläßt mit Übernahme der vollen Leasingrate ist natürlich ein ziemliches Opfer oder einfach schlecht im Rechnen oder mißt dem Statussymbol "Dienstwagen" einfach einen sehr hohen Wert bei. Der Arbeitgeber übernimmt ja hier nur noch die laufenden Kosten dann. Wenn das denn abgemacht ist.

Ich habe schon Fälle erlebt, wo der Arbeitnehmer, der als Berater auch ca. 3-4t km pro Jahr unterwegs ist dann über 5 Jahre das Fahrzeug komplett finanzieren sollte über Gehaltsverzicht, einer Pauschale für Reparatur, Versicherung, Sprit, Zinsen für das ausgegebene Geld des AG und dann nach 5 Jahren das nächste Auto abzahlen sollte. Also es gibt Fälle, wo die Arbeitgeber bei so etwas meiner Meinung nach absolut versuchen den Arbeitnehmer über den Tisch zu ziehen.
ExDevil67
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Re: Dienstwagenleasing

Beitrag von ExDevil67 »

Hausrocker hat geschrieben: 20.02.24, 10:15 Es gibt Arbeitgeber, die lassen ihre Arbeitnehmer Fahrzeuge indirekt komplett finanzieren, über Gehaltsverzicht. Das Bruttogehalt und im nächsten Schritt natürlich auch das Nettogehalt wird reduziert. ...
Wer sich darauf einläßt mit Übernahme der vollen Leasingrate ist natürlich ein ziemliches Opfer oder einfach schlecht im Rechnen oder mißt dem Statussymbol "Dienstwagen" einfach einen sehr hohen Wert bei. Der Arbeitgeber übernimmt ja hier nur noch die laufenden Kosten dann. Wenn das denn abgemacht ist.
Kommt sicher auf alle Details an, aber pauschal schlecht rechnen muss das nicht sein. Ja natürlich hat man bei dem Modell weniger netto am Monatsende auf dem Konto.
Aber, wie hoch fällt das "Minus" aus und was müsste man privat für das gleiche Auto zahlen? Kennen eine Fall da hat sich jemand bewusst gegen den Firmenwagen entschieden und stattdessen mehr Geld bekommen. Die Kollegen die die Zahlen kannten haben im ersten Moment den Kopf geschüttelt über die, in ihren Augen, hohe Summe dafür. Mussten aber beim selber nachrechnen schnell zu geben das das in der Praxis durchaus angemessen war. Stichwort, was muss ich monatlich sparen um mir nach Zeitraum X ein neues Fahrzeug anschaffen zu können.
Hausrocker
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Re: Dienstwagenleasing

Beitrag von Hausrocker »

Klar, es gibt ja auch Fälle, wo der Arbeitgeber sagt: Eine Gehaltserhöhung ist nicht drin aber wir haben den Wagen eh schon für 3 Jahre geleast, der Mitarbeiter für den er war ist aber nach 3 Monaten gegangen und der Wagen steht auf dem Hof, kostet also eh den AG also Geld jetzt.
Also ohne zusätzlichen Lohnverzicht ist das meistens eine gute Sache. Das ist aber eben bei weitem nicht immer so. Man kann auch i.d.R. in der Personalabteilung mal darum bitten, dass man eine Probeabrechnung mit Dienstwagen bekommt. Dann hat man die Zahlen schwarz auf weiß und kann dann entscheiden.
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