Stundenberechnung bei AUB

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spydermonkey
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Stundenberechnung bei AUB

Beitrag von spydermonkey »

Die Zahlen sind gerundet, den Urlaubsanspruch hab ich komplett außen vor gelassen.

Laut AV hat der AN eine TZ-Stelle mit 26 Wochenstunden in 46 5-Tage-Wochen pro Jahr.

Betriebsbedingt erbringt der AN aber 34 Wochenstunden in 38 5-Tage-Wochen pro Jahr und baut die erwirtschafteten Überstunden in den 8 Wochen zusätzlicher Freizeit ab.

Laut AG bestehen dadurch zwei Möglichkeiten, Krankheitstage/-Wochen zu berechnen:

a) nach dem theoretischen Soll => 26 Stunden pro Woche
b) nach dem tatsächlich geplanten Soll => 34 bzw. 0 Stunden/Woche


Der AN ist zunächst grundsätzlich mit beiden Varianten einverstanden, geht dabei allerdings von einer entweder - oder- Regelung aus..

Dann erkrankt er schwer und ist für volle 4 Wochen attestiert arbeitsunfähig: Woche 1 ist laut Dienstplan frei, in den Wochen 2-4 ist er mit je 34 Stunden geplant.

In der Stundenabrechnung ist die 1. Krankheitswoche mit 0 Stunden und dem Zusatz ÜF vermerkt,
für die 2.-4. Woche stehen jeweils 26 Stunden darin.

Im Gegensatz zum AN empfindet der AG das Vorgehen als korrekt.
Hat er Recht?
Froggel
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Re: Stundenberechnung bei AUB

Beitrag von Froggel »

Der AG hat unrecht. Der AN ist so zu bezahlen, als hätte er gearbeitet und darf durch seine Krankheit nicht schlechter gestellt werden. Wenn er also für 34 Stunden eingeplant war, sind ihm auch die 34 Stunden zu bezahlen. Alternativ kann auch der Durchschnittslohn der letzten drei Monate herangezogen werden.

Klick mich!
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spydermonkey
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Re: Stundenberechnung bei AUB

Beitrag von spydermonkey »

Danke :)

Letzteres wäre schlecht für den AN, da er in den letzten drei Monaten vor der AUB ein deutlich niedrigeres Wochensoll hatte.

Allerdings ist auch nicht die LFZ an sich das Problem, sondern 'nur' der Umstand, dass nach der Berechnung des AG die 26 Sollstunden aus der 1. Krankheitswoche vom AN nachgearbeitet werden müssen.
ExDevil67
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Re: Stundenberechnung bei AUB

Beitrag von ExDevil67 »

spydermonkey hat geschrieben: 08.02.24, 07:13 Allerdings ist auch nicht die LFZ an sich das Problem, sondern 'nur' der Umstand, dass nach der Berechnung des AG die 26 Sollstunden aus der 1. Krankheitswoche vom AN nachgearbeitet werden müssen.
Nacharbeiten ist in jedem Fall nicht. Der AN ist im Krankheitsfall so zustellen als hätte er gearbeitet. Sprich das Stundenkonto ist entsprechend zu befüllen.
werner h.
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Re: Stundenberechnung bei AUB

Beitrag von werner h. »

spydermonkey hat geschrieben: 07.02.24, 21:10 Laut AG bestehen dadurch zwei Möglichkeiten, Krankheitstage/-Wochen zu berechnen:

a) nach dem theoretischen Soll => 26 Stunden pro Woche
b) nach dem tatsächlich geplanten Soll => 34 bzw. 0 Stunden/Woche
Hallo,

der Grundsatz "krank ist wie gearbeitet" wird in der ver.di-Schichtplanfibel ganz gut erläutert: http://www.schichtplanfibel.de/krank1.htm
Es kommt also nur die Möglichkeit b) in Betracht.

Gruß,
werner
Froggel
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Re: Stundenberechnung bei AUB

Beitrag von Froggel »

spydermonkey hat geschrieben: 08.02.24, 07:13sondern 'nur' der Umstand, dass nach der Berechnung des AG die 26 Sollstunden aus der 1. Krankheitswoche vom AN nachgearbeitet werden müssen.
Eben nicht. Wenn der AN krank ist, braucht nichts nachgearbeitet, sondern muss bezahlt werden. Wenn der AG 26 Stunden/Woche ansetzt, muss er zwangsweise auch die nicht gearbeitete Woche mit 26 Stunden ansetzen und bezahlen. Sich nur die Rosinen herauspicken ist nicht.
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