Beitragshöhe Pflegeversicherung

politische Aspekte von Rechtsprechung und Gesetzesvorhaben; rechtliche Aspekte von politischem Agieren

Moderator: FDR-Team

Heiko66
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 186
Registriert: 23.10.20, 11:05

Re: Beitragshöhe Pflegeversicherung

Beitrag von Heiko66 »

ehen sie diese Kompetenz der Entscheidung wohl auch selber bei den Gerichten. Wo also ist das Problem?
Das ich nicht diskutieren wollte, dass am Ende nur ein Gericht eine Entscheidung dazu treffen kann. Diese Trivialität hielt ich für eher nicht sinnvoll zu diskutieren.
Ansonsten ist der Beitragsansatz in der Pflegeversicherung nmE. bei weitem noch zu niedrig.
Das ist zwar auch eine Diskussion aber imho eine ganz andere. Zunächst einmal ging es hierbei darum wie die Lastenverteilung bei der Erhebung anteilig sein sollte und nicht welche Summe man anstrebt.
Selbst ein gut verdienender Single zahlt über seine Lebensarbeitszeit kaum die Summe in die PV ein, die für mehr als ein paar Monate Pflege reichen würde.
Ohne jetzt Zahlen zu kennen... Fakt ist auch, dass nicht jeder diese Versicherung beanspruchen wird. Es also mitnichten so, dass jeder die Summe einzahlen müsste die er mal kosten könnte, wenn er denn pflegebedürftig werden würde. Wo genau liegt denn der Erwartungswert den der durchschnittliche Deutsche an Pflegekosten in Zukunft produzieren wird?
Man kann also nur für die familienpolitischen Blindgänger hoffen, dass die Generation die dann deren Renten/Pflege zahlen und leisten sollen, sich dann noch an den gleichnamigen Vertrag hält.
Sich dem zu entziehen ist ja eigentlich nur doch nicht arbeiten gehen oder auswandern möglich. Es mutet schon fast komisch an hier von Vertrag zu sprechen. Eine Zustimmung von beiden Seiten fand ja nicht statt. Es ist einfach nur eine "Sozialabgabe".
Man wird sehen.....
Was genau? Ob alle auswandern und nicht mehr arbeiten gehen? Eine politische Mehrheit a la "Die Alten verrecken zu lassen" funktioniert ja nicht einmal aktuell wie die Corona-Krise beweist. Bei steigendem Durchschnittsalter dürfte die Macht der jüngeren Generation hier auf politischem Wege etwas zu ändern gegen Null gehen. Da bleibt imho nur arbeitsverweigerung oder auswandern. Oder was für Optionen sehen Sie da noch für die jüngere Generation aus dem vermeintlichen Vertrag auszusteigen uns beiden noch einen schönen Lebensabend zu bescheren?

Tastenspitz
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 21512
Registriert: 05.07.07, 08:27
Wohnort: Daheim

Re: Beitragshöhe Pflegeversicherung

Beitrag von Tastenspitz »

Heiko66 hat geschrieben:
12.11.20, 16:10
Diese Trivialität hielt ich für eher nicht sinnvoll zu diskutieren.
Geschenkt.
Heiko66 hat geschrieben:
12.11.20, 16:10
wie die Lastenverteilung bei der Erhebung anteilig sein sollte
Gerne. Die Leistung eine kommende Generation zu erziehen, ernähren, usw, die dann als Erwachsene alle Mitbürger über die Zahlungen in die Sozialsysteme finanziert, hat den Vorteil von 0,35% bei der PV. Wie sie selber berechnet haben in einem fast Idealen Fall damit 400 €/Jahr bei einem Elternpaar.
Erscheint mir jetzt nicht besonders üppig zumal ein realistischer Wert deutlich darunter liegen dürfte.
Wenn wir nun davon ausgehen, dass die PV Ausgaben aus vielen Gründen steigen werden, wer könnte diese Mehrbelastung besser verkraften? Eltern oder Singles, wenn man beide mit gleichem Einkommen betrachtet?
Heiko66 hat geschrieben:
12.11.20, 16:10
Fakt ist auch, dass nicht jeder diese Versicherung beanspruchen wird.
Sicher.
Heiko66 hat geschrieben:
12.11.20, 16:10
Wo genau liegt denn der Erwartungswert den der durchschnittliche Deutsche an Pflegekosten in Zukunft produzieren wird?
Das kann man als Durchschnittswert kaum festlegen.

Was man aber jetzt schon sehen kann, ist die rapide Zunahme der Fälle:
2009: 1,54 Mio ambulante Pflegefälle und 700.000 stationäre
2019: 3,14 Mio. ambulante und 860.000 stationäre
Also eine fast Verdoppelung in 10 Jahren und die geburtenstarken Jahrgänge sind noch gar nicht im Rentenalter.
Quelle - BMG
Heiko66 hat geschrieben:
12.11.20, 16:10
Sich dem zu entziehen ist ja eigentlich nur doch nicht arbeiten gehen oder auswandern möglich. Es mutet schon fast komisch an hier von Vertrag zu sprechen. Eine Zustimmung von beiden Seiten fand ja nicht statt. Es ist einfach nur eine "Sozialabgabe".
Das Ding heißt nun mal im Tagesgebrauch Generationenvertrag weil die arbeitende Generation Geld abgibt um die Rentnergeneration zu unterstützen.
Heiko66 hat geschrieben:
12.11.20, 16:10
Was genau?
Meine Glaskugel ist leider defekt.
Aber es gibt Szenarien zum durchdenken - zwei Extreme mal zu gruseln hier in Folge:
Was, wenn man den Eltern das Stimmrecht für ihre Brut bis zum 16 Lebensjahr übergibt? Stand 2020 wären das dann 12 Mio Stimmen die Eltern dann an Parteien mit familienfreundlicher Politik vergeben könnten. Das würde vieles völlig umkrempeln.
Oder umgekehrt. was wenn die Babyboomer das Wahlrecht wieder auf 21 setzen um eigene Interessen zu schützen?
tbc...
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

FM
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 19073
Registriert: 05.12.04, 16:06

Re: Beitragshöhe Pflegeversicherung

Beitrag von FM »

Heiko66 hat geschrieben:
12.11.20, 16:10
Ohne jetzt Zahlen zu kennen... Fakt ist auch, dass nicht jeder diese Versicherung beanspruchen wird. Es also mitnichten so, dass jeder die Summe einzahlen müsste die er mal kosten könnte, wenn er denn pflegebedürftig werden würde.
Gut erkannt - genau so funktionieren Versicherungen.

ktown
FDR-Moderator
Beiträge: 24341
Registriert: 31.01.05, 08:14
Wohnort: Auf diesem Planeten

Re: Beitragshöhe Pflegeversicherung

Beitrag von ktown »

Heiko66 hat geschrieben:
12.11.20, 16:10
Ohne jetzt Zahlen zu kennen... Fakt ist auch, dass nicht jeder diese Versicherung beanspruchen wird. Es also mitnichten so, dass jeder die Summe einzahlen müsste die er mal kosten könnte, wenn er denn pflegebedürftig werden würde.
Wie FM schon so zutreffend sagte, es ist die Grundidee einer Versicherung, dass die Gemeinschaft einzahlt um dem Einzelnen zu ermöglichen diese dann in Anspruch zu nehmen. Ist übrigens in vielen Bereichen so, dass so gehandelt wird (z.B. auch bei Bausparverträgen).
Wenn ihnen jedoch diese Pflegeversicherung so zuwider ist gibt es noch die Möglichkeit des Kopfbolzen wie bei der Tierschlachtung. Man müsste dann noch mit dem Ethikrat festlegen wann dieser zur Anwendung kommt. :ironie:
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

winterspaziergang
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 7902
Registriert: 16.11.13, 14:23

Re: Beitragshöhe Pflegeversicherung

Beitrag von winterspaziergang »

Heiko66 hat geschrieben:
12.11.20, 16:10

Sich dem zu entziehen ist ja eigentlich nur doch nicht arbeiten gehen
passiert ja durchaus auch. In jedem Alter. Weder in die Kranken- noch in die Privatversicherung eingezahlt, durchaus Leistungen in Anspruch genommen (und sei es, dass einfach die notwendige Infrastruktur vorgehalten wird) und bei Bedarf auch später werden Leistungen der Pflegekasse beansprucht ...In der Zeit hat der ein der andere mit nur einem Kind oder der Kinderlose mit üppigem Gehalt üppig in diese Kassen eingezahlt, wenn auch nur mit wenig Prozentpunkten mehr unter dem mit 1 oder mehr Kindern.
Heiko66 hat geschrieben:
12.11.20, 16:10
Was genau? Ob alle auswandern und nicht mehr arbeiten gehen? Eine politische Mehrheit a la "Die Alten verrecken zu lassen" funktioniert ja nicht einmal aktuell wie die Corona-Krise beweist.
gehts noch menschenverachtender? Übrigens gab es die Zeit von "wer Pflege benötigt, kommt in spezielle Einrichtungen und ist kurz danach tot" schon mal. Altersunabhängig.
Heiko66 hat geschrieben:
12.11.20, 16:10
Bei steigendem Durchschnittsalter dürfte die Macht der jüngeren Generation hier auf politischem Wege etwas zu ändern gegen Null gehen.

was auch sehr gut ist, wenn man den vorherigen Satz liest
Heiko66 hat geschrieben:
12.11.20, 16:10
Da bleibt imho nur arbeitsverweigerung oder auswandern.
Reisende soll man bekanntlich nicht aufhalten
Heiko66 hat geschrieben:
12.11.20, 16:10
Oder was für Optionen sehen Sie da noch für die jüngere Generation aus dem vermeintlichen Vertrag auszusteigen uns beiden noch einen schönen Lebensabend zu bescheren?
Jeder versichert sich komplett selbst, sowohl in der KV, als auch in der PV. Individuell und vertraglich, damit sich niemand übervorteilt fühlen kann.
Kitas und Schulen kosten wieder, Universitäten ebenso.
Wer das Geld nicht hat, weil er nicht arbeitet oder nicht für 3 Kinder, der hat halt Pech. Pech heißt auch, es gibt keine Versorgung im Krankheitsfall. Keinerlei.

Das Pendant zu "die Alten verrecken lassen".
Wer dann als Kind unter den Bedingungen (Impfungen kosten und sind ja nach Ansicht mancher eigentlich gar nicht notwendig, also weg damit und munter zuschauen, wie nicht nur Alte wieder massenweise "verrecken") das Erwachsenenalter erreicht und eine gute Bildung erhalten hat, einen Job usw. der darf dann frei von Verpflichtungen für andere, wieder selbst entscheiden und individuelle Verträge aushandeln.
Zuletzt geändert von winterspaziergang am 13.11.20, 08:22, insgesamt 1-mal geändert.

Heiko66
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 186
Registriert: 23.10.20, 11:05

Re: Beitragshöhe Pflegeversicherung

Beitrag von Heiko66 »

Wenn ihnen jedoch diese Pflegeversicherung so zuwider ist
Wie kommen SIe auf diese komische Schlussfolgerung auf Basis der von mir geschriebenen Beiträge? Ich habe die Pflegeversicherung selbst gar nicht in Frage gestellt sondern nur in Frage gestellt, dass die "Lastenverteilung" eher unbefriedigend ist im Ergebnis.

Es wurden dann diverse Nebenkriegsschauplätze aufgemacht mit latenten Unterstellungen der Art ich wüsste nicht was das Prinzip einer Versicherung ist oder aber nur ein Gericht kann das entscheiden aber mit den eigentlich gestellten Fragen wurde sich nahezu nicht auseinandergesetzt.

Scheinbar ist es eine majestätsbeleidgung nur darüber nachzudenken in der Pflegeversicherung könne etwas falsch laufen. Ähnlich wie bei den ganzen Corona-Verordnungen. Wenn man nur ansatzweise der Meinung ist da würde etwas falsch laufen muss man ja direkt Corona-Leugner sein. Wenn man meint bei der Pflegeversicherung würde etwas falsch laufen, muss man also auch direkt gegen die Pflegeversicherung sein. Habt ihr Euch zu Hause die Wände auch schwarz-weiß gestrichen?

Ein gutes Beispiel dafür ist das hier
gehts noch menschenverachtender? Übrigens gab es die Zeit von "wer Pflege benötigt, kommt in spezielle Einrichtungen und ist kurz danach tot" schon mal. Altersunabhängig.
Mir wird hier irgendwas in den Mund gelegt, welche Meinung ich angeblich vertrete. Dabei war das als offene Frage formuliert wie sich mein gegenüber "das Austreten aus dem Vertrag" so vorstellt von dem er meint die Gefahr würde drohen. Daraus wird dann gemacht ich wäre menschenverachtend und möchte Personen meinen Alters und höher im Zweifel "verrecken" lassen...

winterspaziergang
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 7902
Registriert: 16.11.13, 14:23

Re: Beitragshöhe Pflegeversicherung

Beitrag von winterspaziergang »

Heiko66 hat geschrieben:
13.11.20, 08:18

Scheinbar ist es eine majestätsbeleidgung nur darüber nachzudenken in der Pflegeversicherung könne etwas falsch laufen.

Nö, aber dann muss man auch die Replique annehmen und nicht als Majestätsbeleidigung ahnden
Wenn man meint bei der Pflegeversicherung würde etwas falsch laufen, muss man also auch direkt gegen die Pflegeversicherung sein. Habt ihr Euch zu Hause die Wände auch schwarz-weiß gestrichen?
q.e.d
Heiko66 hat geschrieben:
13.11.20, 08:18
Ein gutes Beispiel dafür ist das hier
gehts noch menschenverachtender? Übrigens gab es die Zeit von "wer Pflege benötigt, kommt in spezielle Einrichtungen und ist kurz danach tot" schon mal. Altersunabhängig.
Mir wird hier irgendwas in den Mund gelegt, welche Meinung ich angeblich vertrete. Dabei war das als offene Frage formuliert wie sich mein gegenüber "das Austreten aus dem Vertrag" so vorstellt von dem er meint die Gefahr würde drohen. Daraus wird dann gemacht ich wäre menschenverachtend und möchte Personen meinen Alters und höher im Zweifel "verrecken" lassen...
Nö, das ist kein Beispiel, das haben Sie verdreht. Die "offene Frage" lautete
Heiko66 hat geschrieben:
13.11.20, 08:18
Eine politische Mehrheit a la "Die Alten verrecken zu lassen" funktioniert ja nicht einmal aktuell wie die Corona-Krise beweist.
Und daraus wird nichts gemacht, das ist menschenverachtend und ein Fragezeichen oder eine rhetorische Frage ist nicht mal indirekt zu erkennen.

Übrigens steht da nirgends eine persönliche Anrede, sondern die Aussage wird als menschenverachtend gekennzeichnet.

Lustig anderen Majestätsbeleidigung vorzuwerfen und im nächsten Satz von Schwarz-weiß-Denken und Unterstellungen zu reden, nur weil einem die Aussagen anderer in der doch selbst gewünschten Diskussion nicht gefallen.

ktown
FDR-Moderator
Beiträge: 24341
Registriert: 31.01.05, 08:14
Wohnort: Auf diesem Planeten

Re: Beitragshöhe Pflegeversicherung

Beitrag von ktown »

Heiko66 hat geschrieben:
13.11.20, 08:18
Wie kommen SIe auf diese komische Schlussfolgerung auf Basis der von mir geschriebenen Beiträge? Ich habe die Pflegeversicherung selbst gar nicht in Frage gestellt sondern nur in Frage gestellt, dass die "Lastenverteilung" eher unbefriedigend ist im Ergebnis.
Merken sie eigentlich wie sehr sie sich im Kreis drehen. Ob die Verteilung gerecht ist, kann letztlich nur ein Gericht und final das BVerfG feststellen und selbst dort sitzen nur Menschen die zwar nach der vorliegenden Gesetzeslage entscheiden. Es sind und bleiben aber menschliche Entscheidungen.
Sie werden bei jedem Versicherungssystem Sachverhalte vorfinden die vermeintlich für einzelne Personengruppen zum vermeintlichen Nachteil sind. Die Crux ist, Regelungen zu finden die ein Gleichgewicht erzeugen.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Heiko66
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 186
Registriert: 23.10.20, 11:05

Re: Beitragshöhe Pflegeversicherung

Beitrag von Heiko66 »

Nö, das ist kein Beispiel, das haben Sie verdreht. Die "offene Frage" lautete
Nein das war meine Frage auf die Anmerkung von Tastenspitz wie er es sich vorstellt, das die Jugend mal eben so aus dem sogenanten Generationenvertrag austritt bzw welche Möglichkeiten er da sieht, dass die Jugend das umsetzt. Andere als die von mir genannten sehe ich nicht. Die offene Frage war ja welche gibt es noch. Ich habe an keiner Stelle darüber eine Wertung darüber abgegeben, dass ich eine Aufkündigung des sognanten Generationenvertrages wünsche noch auf welche Weise dies erfolgen soll. Diesen Blödsinn haben SIe sich in ihrer Fantasie zusammengereimt.
Lustig anderen Majestätsbeleidigung vorzuwerfen und im nächsten Satz von Schwarz-weiß-Denken und Unterstellungen zu reden, nur weil einem die Aussagen anderer in der doch selbst gewünschten Diskussion nicht gefallen.
Ich vesuche es nochmal. Also ich bin alt, ich habe ein Kind und habe in Frage gestellt, ob es richtig ist, dass man in der Pflegeversicherung beitragsmäßig bevorzugt wird, wenn man meinen Status hat. Ich äußere also Kritik obwohl eine Umsetzung der von mir geäßerten Kritik sich nicht positiv auf meinen Status auswirken würde.
Lustig anderen Majestätsbeleidigung vorzuwerfen und im nächsten Satz von Schwarz-weiß-Denken und Unterstellungen zu reden, nur weil einem die Aussagen anderer in der doch selbst gewünschten Diskussion nicht gefallen.
Ja geh wieder einen winterspaziergang machen. Ich habe nicht kritisiert, dass die Diskussion nicht in die von mir gewünschte Richtung geht sondern das sich mit der eigentlich Fragenstellung/Kritik nahezu nicht auseinandergesetzt wird.

Es werden so Totschlagargumente hervorgeholt wie au weia Verwaltugnsaufwand oder "Weißt du eigentlich was eine Versicherung ist". Die eigentliche Fragestellung oder Meinungsbekundung ob die aktuelle Regelegung so gut ist wie Sie ist findet nahezu gar nicht statt. Ich habe ja kein Problem mit anderen Meinungen. Vielmehr habe ich nach diesen gefragt. Der Großteil der Antworten hat sich aber mit der Fragestellung selbst gar nicht auseinandergesetzt sondern nur irgendwelchen komischen Verweise in andere Richtungen gemacht die weder dazu geeignet hinsichtlich der gestellten Fragen dafür, dagegen oder sonstwas zu sein.

ktown
FDR-Moderator
Beiträge: 24341
Registriert: 31.01.05, 08:14
Wohnort: Auf diesem Planeten

Re: Beitragshöhe Pflegeversicherung

Beitrag von ktown »

Heiko66 hat geschrieben:
13.11.20, 08:45
ie eigentliche Fragestellung oder Meinungsbekundung ob die aktuelle Regelegung so gut ist wie Sie ist findet nahezu gar nicht statt.
Mal auf den Gedanken gekommen, dass hier keiner die Regelung so tiefgründig infrage stellt und letztlich man selbst zu diesem
Ich würde sagen Ihre Fragen dürften eher im Rahmen einer Verfassungsbeschwerde, ggf nach einem vorherigen Gang durch die Fachgerichte, als hier im Forum zu klären sein.
Ergebnis kommt?
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Heiko66
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 186
Registriert: 23.10.20, 11:05

Re: Beitragshöhe Pflegeversicherung

Beitrag von Heiko66 »

Mal auf den Gedanken gekommen, dass hier keiner die Regelung so tiefgründig infrage stellt
Über den Gedanken bin ich schon längst hinaus. Das ist ein Vorwurf von mir...

Und nein ich ziehe nicht das Fazit am Ende kann es nur ein Gericht entscheiden und daher diskutiere ich so etwas nicht. Wenn man für sich dieses Fazit zieht wundert es mich warum man sich überhaupt hier in diesem Forum rumtreibt. Das gilt für nahezu jeden hier diskutierten Thread, dass es am Ende nur eine Meinung ist und nur ein Gericht das entscheiden kann. Das Forum hier lebt doch aber davon, dass man Meinungen zu rechtlichen Themen austauscht oder was ist sonst der Sinn und Zweck dieses Forums?

winterspaziergang
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 7902
Registriert: 16.11.13, 14:23

Re: Beitragshöhe Pflegeversicherung

Beitrag von winterspaziergang »

Heiko66 hat geschrieben:
13.11.20, 08:45
Diesen Blödsinn haben SIe sich in ihrer Fantasie zusammengereimt.
Heiko66 hat geschrieben:
13.11.20, 08:45
Ja geh wieder einen winterspaziergang machen.
Heiko66 hat geschrieben:
13.11.20, 08:45
Ich habe ja kein Problem mit anderen Meinungen. Vielmehr habe ich nach diesen gefragt.
:lol: alles klar.

Nur fürs Protokoll: In meinen "geänderte Beitrag" wurde nur im ersten Absatz ein "mehr" ergänzt.

und zum TE: Sie stellen Aussagen auf und reagieren auf die Antwort auf diese oder die Schlussfolgerung Ihrer eigenen Aussagen und andere Meinungen unsachlich und beleidigend. Sie nehmen Aussagen persönlich, die nicht auf Sie als Person, sondern auf Ihre Aussage bezogen waren. Vielleicht, weil Sie selbst gleich persönlich werden, wenn Ihnen was nicht passt.
Mal ist es Majestätsbeleidigung, mal Schwarz-Weiss-Denken und wenn gar nichts hilft, weil man Ihre angeblich offene Frage als Aussage nachweist, ist es Blödsinn .

Soviel zum Thema "ich will diskutieren und Meinungen hören".
:liegestuhl:

ktown
FDR-Moderator
Beiträge: 24341
Registriert: 31.01.05, 08:14
Wohnort: Auf diesem Planeten

Re: Beitragshöhe Pflegeversicherung

Beitrag von ktown »

Heiko66 hat geschrieben:
13.11.20, 09:16
Das Forum hier lebt doch aber davon, dass man Meinungen zu rechtlichen Themen austauscht oder was ist sonst der Sinn und Zweck dieses Forums?
Dann müssen sie es aber auch als gegeben hinnehmen, wenn niemand ihre Meinung teilt und keiner weitere Aspekte zu diesem Thema beitragen kann oder will.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Mogli
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 4991
Registriert: 13.12.04, 15:03
Wohnort: Pfalz

Re: Beitragshöhe Pflegeversicherung

Beitrag von Mogli »

Natürlich kann man sich trefflich darüber streiten, ob dieses Beitragszahlungsmodell (Rabatt für Kinder bzw. Zuschlag für Kinderlose) "gerecht" ist.

Man kann auch drüber nachdenken, ob es nicht "gerechter" wäre, den Rabatt umso höher anzusetzen, je mehr Kinder der Beitragspflichtige hat.

Ebenso ist es "ungerecht" , wenn ein Alleinverdiener (Ehepartner ist nicht berufstätig) nur einmal den Beitrag zur Pflegekasse zahlt, aber beide haben Anspruch auf die Leistung (genau wie in der gesetzlichen k
Krankenversicherung ja auch)

Es wäre aber auch "gerecht", wenn man den Rabatt später wegfallen lässt (also Nachzahlungspflicht), wenn das Kind, für den der Rabatt gewährt wurde, später gar nicht ins Sozialversicherungssystem einzahlt. Sei es, weil das dann erwachsene Kind dauerhaft ins Ausland umzieht, oder dem mittlerweile überkommenen Familienbild anhängt und "Nur-Hausfrau" wird .....

Könnte man noch beliebig weiter treiben. Man sieht, die "Gerechtigkeitsdiskussion" ufert aus; eine individuelle Einzelfallgerechtigkeit herzustellen, das wird nicht klappen. Der Gesetzgeber hat sich dafür entschieden, ein einfaches praktikables Modell zu installieren. Ich fände es auch ok, den Rabatt an die Anzahl der Kinder zu knüpfen, aber das sollte nicht ins Uferlose ausarten.

Letztendlich ist es bei uns ja so geregelt (und das ist grundsätzlich auch gut so), dass die Sozialversicherung keine individuelle Einzelfallgerechtigkeit (was immer das sein mag) herstellen will und auch nicht kann. Insofern ist das hier existierende Modell praktikabel und erscheint ausreichend gerecht.
Grüße, Mogli
********************
Diese Auskunft ist kostenlos, aber hoffentlich nicht umsonst.

Heiko66
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 186
Registriert: 23.10.20, 11:05

Re: Beitragshöhe Pflegeversicherung

Beitrag von Heiko66 »

Hallo Mogli,

ich vergaß mich noch für deine kontruktive Antwort zu bedanken.
Ich fände es auch ok, den Rabatt an die Anzahl der Kinder zu knüpfen, aber das sollte nicht ins Uferlose ausarten.
Vom Prinzip her wollte ich im Wesentlichen darauf hinaus. Ok heißt dann, du findest es aber auch in Ordnung das so zu machen wie es jetzt ist? Dann sind wir uns in dem Punkt halt eher nicht einig.

Antworten