Warum?

politische Aspekte von Rechtsprechung und Gesetzesvorhaben; rechtliche Aspekte von politischem Agieren

Moderator: FDR-Team

jaeckel
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Beitrag von jaeckel »

Wenns stimmt, eindeutig Sie! Und was machen wir dann praktisch daraus? Eine Gen-Datenbank für psychisch Kranke, Kennzeichnungspflicht und/oder Fußfesseln für Depressive?
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jäckel
www.recht.de
Ivanhoe

Beitrag von Ivanhoe »

Ich würde flipmows Vorschlag für die langfristige Prävention bevorzugen.
Und die Ankündigung solcher Straftaten in Chatrooms, Foren, etc. ernst nehmen. Das liegt dann ja aber wiederum an den Betreibern bzw. den Usern.
Richard Gecko
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Beitrag von Richard Gecko »

Wenn man das zu unreflektiert macht, dann hat man pro Tag mehrere Warnung vor einem moeglichen Taeter.
Welcher Jugendliche schimpft nicht mal auf die Schule und will sie "platt" machen?
flipmow

Beitrag von flipmow »

Ivanhoe hat geschrieben:Ich würde flipmows Vorschlag für die langfristige Prävention bevorzugen.
Und die Ankündigung solcher Straftaten in Chatrooms, Foren, etc. ernst nehmen. Das liegt dann ja aber wiederum an den Betreibern bzw. den Usern.
Solange die Öffentlichkeit den vermeintlichen Auslösern hinterher rennt, wie ein Hund einem Stöckchen, wird es aber leider nicht dazu kommen.
Ivanhoe

Beitrag von Ivanhoe »

Richard Gecko hat geschrieben:Wenn man das zu unreflektiert macht, dann hat man pro Tag mehrere Warnung vor einem moeglichen Taeter.
Welcher Jugendliche schimpft nicht mal auf die Schule und will sie "platt" machen?
Dann hab ich lieber 10 überflüssige Warnungen, als auch nur 1 zu wenig!
Also aus meiner Erfahrungen kann ich über keinen Schüler berichten, der irgendwen oder irgendetwas "plattmachen" wollte.
Roni
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Beitrag von Roni »

hallo
Zitat:
Nach den Angaben der Polizei befand sich Tim K. seit 2008 wegen Depressionen in psychiatrischer Behandlung, zunächst stationär in Raum Heilbronn. Er wollte den Angaben zufolge die Therapie im Krankenhaus von Winnenden fortsetzen - hat dies aber offensichtlich versäumt. Eines seiner Opfer erschoss K. auf dem Gelände dieser Klinik.
Wieso lässt der Vater dann eine Schusswaffe rumliegen.
Nein, ich meine nicht, dass er wissen müsste dass der Junge andere erschiesst, aber er könnte zumindest von einer Selbsttötung ausgehen. Es ist für mich einfach unverständlich dass man si mit Schusswaffen umgeht.

Gruß roni
Ivanhoe

Beitrag von Ivanhoe »

Gegen den Vater wurden ja schon Ermittlungen eingeleitet.
Richard Gecko
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Beitrag von Richard Gecko »

Ivanhoe hat geschrieben:
Richard Gecko hat geschrieben:Wenn man das zu unreflektiert macht, dann hat man pro Tag mehrere Warnung vor einem moeglichen Taeter.
Welcher Jugendliche schimpft nicht mal auf die Schule und will sie "platt" machen?
Dann hab ich lieber 10 überflüssige Warnungen, als auch nur 1 zu wenig!
Also aus meiner Erfahrungen kann ich über keinen Schüler berichten, der irgendwen oder irgendetwas "plattmachen" wollte.
Die eine auf die sie dann warten, geht aber in den >3000 harmlosen unter. Ausserdem denke ich auch nicht, dass Jugendliche das "wollen", aber ich denke dass sie es manchmal sagen.
Wenn ich ihnen jetzt erzaehlen wuerde, dass ich Michael Douglas in "Falling down" sehr gut verstehen kann, wollen sie mich dann auch in Behandlung schicken?
Ivanhoe

Beitrag von Ivanhoe »

Bedenklich ist es auf jeden Fall!
Richard Gecko
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Beitrag von Richard Gecko »

Die Ankuendigung im Internet war ein Fake:
http://unkreativ.net/wordpress/?p=5226
John Robie
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Beitrag von John Robie »

Ich sehe in unserer Gesellschaft eine gefährliche (Fehl-)Entwicklung als gesteuerte Mischung aus zumeist willigen Massenmedien, einer übermächtigen Konsumgüterindustrie und einer Politik, die bestenfalls hilflos zuschaut, wie multinationale Interessengruppen ihre Handlungsspielräume mehr und mehr einschränken.
Ach ja, spraadhans,

unsere armen, armen Kinder, die ohne jegliche Perspektive unter dem Joch des globalisierten Kapitalismus aufwachsen müssen.

Kindern braune Hemden anzuziehen und blaue Halstücher umzubinden war aber Staatsversagen.

Ich würde es eher mit der altmodischen Familie versuchen, die nicht unbedingt aus VaterMutterKindern bestehen, aber WERTE vermitteln muss.

Und nicht W€RT€, da stimme ich Ihnen zu.

Freundliche Grüße
-John
John Robie
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Beitrag von John Robie »

Hallo Ivanhoe!
Gegen den Vater wurden ja schon Ermittlungen eingeleitet.
Wahrscheinlich nicht, weil er als Vater versagt hat.

Freundliche Grüße
-John
Roni
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Beitrag von Roni »

John Robie hat geschrieben:Hallo Ivanhoe!
Gegen den Vater wurden ja schon Ermittlungen eingeleitet.
Wahrscheinlich nicht, weil er als Vater versagt hat.

Freundliche Grüße
-John
Die Antwort bezog sich eher wohl darauf


http://www.recht.de/phpbb/viewtopic.php ... 59#1000659
Peacekeeper
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Beitrag von Peacekeeper »

Mein Vorschlag dazu wäre das alle Sportschützen die Waffen von der Munition getrennt aufbewahren müssen und es die Munition nur im Verein gibt wo der Sportschütze seinem Hobby nachgeht.
Man muss nicht alles wissen, man sollte nur wissen wo alles steht.
Oktavia
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Beitrag von Oktavia »

Ronny19582 hat geschrieben:Und weil das immer wieder vorkommt, wir aber als Ordnungsbehörde das sowohl rechtlich wie personell kaum überwachen können (wie sollen wir die Aufbewahrung adhoc , also ohne jede Vorankündigung , zu jeder denkbaren Tages- und Nachtzeit überprüfen?), gehören andere Massnahmen auf die Agenda.
Ich halte nichts aber garnichts vo Schusswaffen in Privathaushalten. Aber ich halte auch nichts von aufgemotzen Autos ausserhalb von Rennstrecken. Ich denke beides ist irgendwie gesellschaftlich akzeptiert. Unsere Waffengesetze sind streng genug und auch die StVoist soweit i.O. Wenn jetzt aber argumentiert wird, dass wegen Personalmangels keine Überprüfung von privaten Waffelagern stattfindet, sollte wir auch im Bereich KfZ endlich Personal einsparen und mit dem Lasern und Blitzen aufhören wegen der Kosten. Lebensmittelkontrollen werden aus Kostengründen ja auch nur stichprobenartig durchgeführt und Schulen sparen aus Kostengründen Personal ein.

Unsere Gesellschaft wird immer mehr kapitalisiert. Es zählt immer mehr die Kosten-/Leistungsrechnung. Was wir nicht in € messen können bringt nix: SozialarbeiterInnen beschäftigen sich mehr mit Zielen und Kennzahlen als mit ihrem eigentlichen Job - aber der ist eh unwirtschaftlich. Die "Gesellschafter" stellen die Frage "In welcher Gesellschaft WOLLEN" wir leben?" Ich will so langsam nicht mehr in DIESER Gesellschaft leben!
Inkognito hat geschrieben:Und trotz dieser Akzeptanz werden zunächst richtigerweise die Deiche erhöht. Die bessere Variante, den Klimaschutz verbessern, dürfte ja neben der schwierigen Umsetzbarkeit keine kurzfristige Behebung des Problems darstellen.

Insofern halte ich Ivanhoes Statement keineswegs für realitätsfremd. Ohne Waffen gibt es keine Schießereien, weniger Waffen führen zu weniger Schießereien. Und solange die schwierig umsetzbaren Maßnahmen zur Verbesserung des Sozialverhaltens nicht greifen, ist die Abrüstung der Bevölkerung zumindest ein Schritt in die richtige Richtung.
Wenn man jetzt aber Deiche baut und ansonsten weitermacht wie bisher, was hilft das? Das Stimmvieh gibt Ruhe, das Problem ist aus dem Sinn, alles wird gut...?!

Wie ich schon erwähnte, UNSER momentanes System geht mir gegen den Strich. Schon Erstklässler werden von Eltern dazu angehalten bloss einem anderen Kind zu helfen, sonst wird der Klassendurchschnitt höher und das Kind steht insgesamt schlechter da. Asozialität wird von unserer Gesellschaft gefördert, schaut euch die Ackermänner und Mehdorns doch an. Unsere gesamte Führungsetage ist asozial. Schon an Gesetzesinitiativen wie IP Sperren gegen Kinderpornographie verdeckt man nur Symptome, kehrt sie unter den sauberen Teppich.
Was mein Gelaber nun mit dem Amoklauf zu tun? Ich laufe grad gedanklich Amok bei all den Experten unserer Führungetage die nun mal wieder wissen das eine Verschärfung des Waffenrechts all unsere Probleme lösst einschliesslich Fusspilz und Mundgeruch.
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