Stuttgart 21

politische Aspekte von Rechtsprechung und Gesetzesvorhaben; rechtliche Aspekte von politischem Agieren

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Gerd aus Berlin
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Re: Stuttgart 21

Beitrag von Gerd aus Berlin » 11.02.11, 12:05

John Robie hat geschrieben:Kaum jemand wird wohl behaupten, dass man die Situation im Schlosspark von Seiten der Polizei nicht hätte geschickter lösen können. Mir ging es lediglich um den Hinweis, dass nicht Ursache und Wirkung verwechselt werden sollen, denn auch auf Seiten der Demonstraten wurden Fehler gemacht.
Fehler?

Die Idee, naive Bullen zu Übertretungen zu provozieren, um so das faschistoide Antlitz des Kapitalistenstaates zu demaskieren, ist so alt wie Bader und Meinhoff.

Damit kann man Massen mobilisieren, insbesondere frustrierte Massen pickeliger Schwaben, wie sie auch seit 1985 in Berlin-Kreuzberg eingefallen sind, um zu tun, was sie sich damals zu Hause noch nicht getrauten: Pflastersteine auf Autoritäten zu werfen, am besten am 1. Mai, ersatzweise für Eltern und Lehrer am besten auf Bullen.

Es mag Fehler gegeben haben in Stuttgart. Was von dem gesetzwidrigen Verhalten aber Absicht war, Provokation, von langer Hand konspirativ geplant, können wir nur ahnen.

In Berlin-Kreuzberg jedenfalls ist das meiste Illegale kein Fehler, sondern geplant. Sicher rutscht dem einen oder anderen Demonstranten mal die Hand aus. Aber entgleitet ihm auch spontan eine mit Benzin gefüllte brennende Flasche in das Gesicht eines Bullen?

Nun entglitt in Stuttgart bislang zum Glück noch kein Molotov-Cocktail einem Demonstranten, aber was sonst vorgefallen ist, darüber schweigen die Apologeten cerlina und Co geflissentlich.

Warum? Um die Reaktion der Polizei auf Gewalt als sinistren Plan von Ministerpräsident Mappus aussehen zu lassen, wie bei James Bond, wo auch immer ein Bösewicht aus einer Kapsel im Vulkan die Welt zerstören möchte ...

Schön für naive Leser, leider nehmen die ab, wie die Fans von James Bond.

Gruß aus Berlin, Gerd
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Jella

Re: Stuttgart 21

Beitrag von Jella » 11.02.11, 13:06

Ach Gerd, vielleicht wird ja grad umgekehrt ein Schuh draus...
Gerd aus Berlin hat geschrieben:Es mag Fehler gegeben haben in Stuttgart. Was von dem gesetzwidrigen Verhalten aber Absicht war, Provokation, von langer Hand konspirativ geplant, können wir nur ahnen.


Genauso könnte man denken, dass von der Polizei absichtlich provoziert wurde, um die bis dato friedlichen Demonstranten als blödes, gewalttätiges Pack hinzustellen. Und bitte hör endlich auf, ständig so zu povozieren und andererseitzs nix gescheites in Deine Texte zu bringen, was Du seit zig Seiten tun wolltest/ solltest! Da Lob ich mir ehrlich gesagt den John..er hat seine Meinung und bringt diese auch zum Ausdruck.. ebenso wie Celina. Trotzdem wird da keiner so unflätig wie Du und die beiden gehen zumindest auf das ein, was der andere sagt.. was ich bei Dir wirklich sehr vermisse.

Schade eigentlich, gerade von Dir hätte ich mehr erwartet.

@John: Fehler wurden sicherlich gemacht, nur ist halt die Frage: Wer hätte es besser wissen müssen? Polizisten, die genau dafür ausgebildet werden oder normale Bürger, die in solche Situationen vielleicht alle 100 Jahre mal kommen?

Gerd aus Berlin
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Re: Stuttgart 21

Beitrag von Gerd aus Berlin » 11.02.11, 14:10

I am just kickin'
the balls around!

Hi di hidi hi di hoh!

Oh yeah, oh yeah, oh yeah!

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Gerd aus Berlin
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Re: Stuttgart 21

Beitrag von Gerd aus Berlin » 11.02.11, 14:48

Wir hatten mal tatsächlich mehr als 10 Prozent der Bevölkerung gegen eine Regierungsentscheidung, damals, als die sozialliberale Koalition unter Helmut Schmidt und Walter Scheel beschloss, gegen die Aufstellung der sowjetischen Mittelstrecken-Atomraketen SS 20 und SS 22 die Marschflugkörper "Cruise Missile" und die Mittelstreckenraken des Typs "Pershing" in der Bundesrepublik zu stationieren.

Bei Protestaktionen fühlten sich auch friedensbewegte Nobelpreisträger wie Heinrich Böll und Günther Grass bewegt, illegale Aktionen mitzumachen.

Heute sagt nicht nur Helmut Schmidt, sondern auch Gorbatschov, dass ohne die Politik von Schmidt der Osten keine Freiheit gefunden hätte, dass weder Glasnost noch Perestroika eine Chance gehabt hätten.

Wir wissen nicht, was Böll und Grass dazu sagen. Ich sage nur: Ich gönne beiden den demals gewagten illegalen Protest. Aber ich sage auch: Heute wissen es beide besser.

Und beide sind froh, dass es im Osten nicht mehr so aussieht wie damals, als Böll und Grass auf knatternden LKW gen Friedensdemo gezogen sind.

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Fussmatte
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Re: Stuttgart 21

Beitrag von Fussmatte » 11.02.11, 15:00

Die bösen {Link gelöscht}?
Gerd aus Berlin hat geschrieben:Und beide sind froh, dass es im Osten nicht mehr so aussieht wie damals, als Böll und Grass auf knatternden LKW gen Friedensdemo gezogen sind.
Ja super, jetzt müssen die Menschen aus "Mitteldeutschland" nicht mehr extra zum Schaufenstergucken über die Mauer steigen.

{Link gelöscht}
Zuletzt geändert von kirchturm am 11.02.11, 18:13, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Unerwünschte Links entfernt

Jella

Re: Stuttgart 21

Beitrag von Jella » 11.02.11, 15:11

Gerd aus Berlin hat geschrieben:Wir hatten mal tatsächlich mehr als 10 Prozent der Bevölkerung gegen eine Regierungsentscheidung, damals, als die sozialliberale Koalition unter Helmut Schmidt und Walter Scheel beschloss, gegen die Aufstellung der sowjetischen Mittelstrecken-Atomraketen SS 20 und SS 22 die Marschflugkörper "Cruise Missile" und die Mittelstreckenraken des Typs "Pershing" in der Bundesrepublik zu stationieren.

Bei Protestaktionen fühlten sich auch friedensbewegte Nobelpreisträger wie Heinrich Böll und Günther Grass bewegt, illegale Aktionen mitzumachen.

Heute sagt nicht nur Helmut Schmidt, sondern auch Gorbatschov, dass ohne die Politik von Schmidt der Osten keine Freiheit gefunden hätte, dass weder Glasnost noch Perestroika eine Chance gehabt hätten.

Wir wissen nicht, was Böll und Grass dazu sagen. Ich sage nur: Ich gönne beiden den demals gewagten illegalen Protest. Aber ich sage auch: Heute wissen es beide besser.

Und beide sind froh, dass es im Osten nicht mehr so aussieht wie damals, als Böll und Grass auf knatternden LKW gen Friedensdemo gezogen sind.

Gruß aus Berlin, Gerd
Und wieder nur Geschwafel, dass nix direkt mit dem Thema zu tun hat... drumrumreden und die Meute müde machen? Zieht nicht :P

Klar weiß man es heute besser. Aber wie soll der "Kleine Mann" sich den Deiner Ansicht nach wehren, wenn etwas schief läuft? Und hier gehts nicht nur um einen "Mann" sondern um zig tausende, die sich solch Geschwafel eben nicht mehr anhören wollen.. die Fakten wollen und nicht nur angelogen werden möchten. Das Demonstrieren ist erlaubt! Und das sich was bewegen kann, wenn viele Menschen das gleiche fühlen und denken, dass sieht man zur Zeit ja an vielen Stellen. Man muss sich nicht mit allem abfinden.. man darf auch mal gegen etwas sein! Aber gegen den Strom schwimmen erfordert eben sehr viel Kraft... da lassen sich viele eben lieber mit dem Strom treiben und schimpfen auf die, die dagegen an schwimmen. Ist ja auch leichter, das geb ich zu ;)

cerlina
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Re: Stuttgart 21

Beitrag von cerlina » 11.02.11, 15:52

Gerd aus Berlin hat geschrieben:Die Idee, naive Bullen zu Übertretungen zu provozieren, um so das faschistoide Antlitz des Kapitalistenstaates zu demaskieren, ist so alt wie Bader und Meinhoff

Damit kann man Massen mobilisieren, insbesondere frustrierte Massen pickeliger Schwaben, wie sie auch seit 1985 in Berlin-Kreuzberg eingefallen sind, um zu tun, was sie sich damals zu Hause noch nicht getrauten: Pflastersteine auf Autoritäten zu werfen…

In Berlin-Kreuzberg jedenfalls ist das meiste Illegale kein Fehler, sondern geplant. Sicher rutscht dem einen oder anderen Demonstranten mal die Hand aus. Aber entgleitet ihm auch spontan eine mit Benzin gefüllte brennende Flasche in das Gesicht eines Bullen
Pickelige Schwaben gibt es sicher nicht mehr oder weniger als pickelige Berliner. Stuttgart ist nicht Kreuzberg und Bader und Meinhoff waren Terroristen, keine Demonstranten. So gab es auch in Stuttgart nie gefüllte brennende Flaschen in das Gesicht eines Polizisten. Mit dieser Gewalt am schwarzen Donnerstag hatte keiner der Demonstranten gerechnet. Wären die Demonstranten so gewaltbereit wie Du ihnen unterstellst hätten sie sich ganz sicher nicht ohne größere Gegenwehr von der Polizei derart traktieren lassen.

Du weckst hier ständig finstere Assoziationen und provozierst – vielleicht solltest eher Du über Deine Ideologien nachdenken.
Gerd aus Berlin hat geschrieben:Nun entglitt in Stuttgart bislang zum Glück noch kein Molotov-Cocktail einem Demonstranten, aber was sonst vorgefallen ist, darüber schweigen die Apologeten cerlina und Co geflissentlich
Was ist denn sonst noch vorgefallen? Würde mich schon auch interessieren.
Gerd aus Berlin hat geschrieben:Warum? Um die Reaktion der Polizei auf Gewalt als sinistren Plan von Ministerpräsident Mappus aussehen zu lassen, wie bei James Bond, wo auch immer ein Bösewicht aus einer Kapsel im Vulkan die Welt zerstören möchte .
Schön für naive Leser, leider nehmen die ab, wie die Fans von James Bond
Der Zusammenhang zwischen geplanter Regierungserklärung und frühestmöglicher Baumfällaktion wurde nach Aktenlage und Zeugenaussagen deutlich. Mappus und sein Staatsministerium waren maßgeblich an den Einsatzbesprechungen beteiligt, der Innenminister spielte dabei eine eher untergeordnete Rolle. Naiv wäre zu glauben, dass ein solches Vorgehen ohne Rückendeckung der Landesregierung möglich gewesen und dazu noch folgenlos geblieben wäre. Mappus ist ein gewissenloser Machtmensch mit maßlosem Geltungsbedürfnis und dem Hang zur Selbstüberschätzung. Machtmenschen profitieren von eigenen Regeln und Handeln, streben nach Dominanz - ein Mappus, der nicht die Richtung vorgibt? Undenkbar.

ZetPeO
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Re: Stuttgart 21

Beitrag von ZetPeO » 11.02.11, 16:38

Jella hat geschrieben:
Gerd aus Berlin hat geschrieben:Wir hatten mal tatsächlich mehr als 10 Prozent der Bevölkerung gegen eine Regierungsentscheidung, damals, als die sozialliberale Koalition unter Helmut Schmidt und Walter Scheel beschloss, gegen die Aufstellung der sowjetischen Mittelstrecken-Atomraketen SS 20 und SS 22 die Marschflugkörper "Cruise Missile" und die Mittelstreckenraken des Typs "Pershing" in der Bundesrepublik zu stationieren.

Bei Protestaktionen fühlten sich auch friedensbewegte Nobelpreisträger wie Heinrich Böll und Günther Grass bewegt, illegale Aktionen mitzumachen.

Heute sagt nicht nur Helmut Schmidt, sondern auch Gorbatschov, dass ohne die Politik von Schmidt der Osten keine Freiheit gefunden hätte, dass weder Glasnost noch Perestroika eine Chance gehabt hätten.

Wir wissen nicht, was Böll und Grass dazu sagen. Ich sage nur: Ich gönne beiden den demals gewagten illegalen Protest. Aber ich sage auch: Heute wissen es beide besser.

Und beide sind froh, dass es im Osten nicht mehr so aussieht wie damals, als Böll und Grass auf knatternden LKW gen Friedensdemo gezogen sind.

Gruß aus Berlin, Gerd
Und wieder nur Geschwafel, dass nix direkt mit dem Thema zu tun hat... drumrumreden und die Meute müde machen? Zieht nicht :P
:roll:
Ich schrieb doch schon, nicht auf seine trolligen, ähh drolligen Beiträge eingehen.
Gr.
ZetPeO

Jella

Re: Stuttgart 21

Beitrag von Jella » 11.02.11, 16:49

Langsam glaub ich, Gerd wird von Mappus persönlich gesponsert, damit er in den Foren für Krawall sorgt und alles Lächerlich macht :devil:

Fussmatte
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Re: Stuttgart 21

Beitrag von Fussmatte » 11.02.11, 18:52

Hmm, da wäre er womöglich nicht der Einzigste, der hier von gewissen Umständen profitiert. :|

Die Links aus meinem letzten Beitrag enthielten wohl zuviel Wahrheit auf einmal?
Oder wurde deren Inhalt als "Aufstand" bzw. "Aufruhr" verstanden?

Jim Panse
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Re: Stuttgart 21

Beitrag von Jim Panse » 11.02.11, 20:39

Gerd aus Berlin hat geschrieben: Wir wissen nicht, was Böll und Grass dazu sagen. Ich sage nur: Ich gönne beiden den demals gewagten illegalen Protest. Aber ich sage auch: Heute wissen es beide besser. Und beide sind froh, dass es im Osten nicht mehr so aussieht wie damals, als Böll und Grass auf knatternden LKW gen Friedensdemo gezogen sind
Ja ja, wie die TITANIC damals zu berichten wusste haben noch Mitte der 80´er jede Menge Studenten den Aufruf "Freiheit für Dutschke" unterschrieben... Wenn Sie Böll mal wieder über seine Ansicht über den Osten befragen, grüßen Sie ihn von mir, denn: die Guten kommen ins Simmelreich, die Bösen in die Bölle.

Gruß
JP
in dubio pro leo!

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Re: Stuttgart 21

Beitrag von cerlina » 11.02.11, 22:46

Gerd aus Berli hat geschrieben:Warum? Um die Reaktion der Polizei auf Gewalt als sinistren Plan von Ministerpräsident Mappus aussehen zu lassen, wie bei James Bond, wo auch immer ein Bösewicht aus einer Kapsel im Vulkan die Welt zerstören möchte ...
Vielleicht verhilft Dir dieses Video zu einem besseren Überblick:

Die schwarze Bilanz des Stefan Mappus
(abzurufen in einem bekannten Videoportal)

Die Bilanz des Ministerpräsidenten in Zeitungsschlagzeilen vom Nicht-Kauf der Steuersünder-CD über den brutalen Polizeieinsatz bis hin zum fragwürdigen EnBW-Deal.

sammson
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Stuttgart 21 ist kein demokratisch legitimiertes Projekt.

Beitrag von sammson » 12.02.11, 12:02

Stuttgart 21 ist kein demokratisch legitimiertes Projekt. Diese Behauptung ist eine Lüge.

Dieses Projekt basiert auf Korruption, Auftragsvergabe und Vetternwirtschaft. Das Gleiche betrifft den Bau der Arena und U-Bahn in Düsseldorf.

Demokratisch legitimiert hieße, dass das Volk über solche Schundprojekte abstimmen könnte.

Das Grundgesetz der BRD, das den Nutznießern von Stuttgart 21, Arena u. U-Bahn D’dorf als Grundlage für ihre Untaten dient ist ebenfalls nicht demokratisch legitimiert. Das GG der BRD wurde den Bürgern von einer durch die Amis eingesetzten Beamtenklique der Nachkriegszeit aufgezwungen. Die Deutschen NS-Kriegskonzerne wirkten sodann ab 1950 an der Gesetzgebung der BRD erheblichst mit, da sie mit ihrem Kapital die Wahlkämpfe ihrer Zuarbeiter (ehem. Zentrum u. CDU/CSU) finanzierten und den Bundestag bereits durchsetzt hatten. Adenauer beispielsweise war immer schon ein korrupter Industriescherge, der schon zu Zeiten als er noch OB in Köln war, reichlich finanzielles Zubrot der Deutschen Industrie erhalten hat, um deren Gesetzesvorschläge umzusetzen. Und genau auf dieser Grundlage basiert die Deutsche Gesetzgebung und Stuttgart 21 u.s.w.

Es ist geradezu lächerlich, dass Merkel, Westerwelle und Co. die Demonstrationen in Egypten befürwortet und zugleich mit Gewalt gegen hiesige Demonstranten vorgehen lässt. Ein Deutscher Polizeiapparat hätte auf Demonstrationen wie in Ägypten schon längst mit brutaler Gewalt reagiert. Aber 100%ig! Das hat Stuttgart 21 einmal mehr bewiesen.

Gerd aus Berlin
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Re: Stuttgart 21 ist kein demokratisch legitimiertes Projekt

Beitrag von Gerd aus Berlin » 12.02.11, 12:58

sammson hat geschrieben:Demokratisch legitimiert hieße, dass das Volk über solche Schundprojekte abstimmen könnte.
Jetzt kommen endlich die Genossen Kommunisten aus den Löchern und erzählen uns, dass über jedes Projekt eine Volksabstimmung als einzige demokratische Legitimation möglich sei, was insbesondere Kommunisten immer wieder gerne durchgeführt haben.
sammson hat geschrieben:Das GG der BRD wurde den Bürgern von einer durch die Amis eingesetzten Beamtenklique der Nachkriegszeit aufgezwungen.
Hihihi. Fehlt Ihnen dabei der Name Walter Ulbricht? Der hatte derweil in Ostberlin damit zu tun, die Linke gleichzuschalten mit Moskau.

Wenn wir aber mal den gemeinen Ägypter fragen, ob er lieber eine repräsentative parlamentarische Demokratie mit freien, gleichen und geheimen Wahlen hätte wie in Deutschland

oder permanente Volksabstimmungen über jedes technische Projekt

oder gar den "demokratischen" Zentralismus wie bislang in Kairo oder früher in Ostberlin,

dann tippe ich mal den Ausgang.

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Jella

Re: Stuttgart 21

Beitrag von Jella » 12.02.11, 13:06

Tja Gerd, aber nix anderes machst Du doch auch die ganze Zeit... (wenn auch anders rum)... also kehr lieber mal vor Deiner eigenen Haustüre!

(Wo war eigentlich dieses Ignorierdings? Langsam gehts mir nämlich auf den Sack :P )

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