Die Lebenslüge der Nuklearindustrie

politische Aspekte von Rechtsprechung und Gesetzesvorhaben; rechtliche Aspekte von politischem Agieren

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carn
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Die Lebenslüge der Nuklearindustrie

Beitrag von carn »

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 18,00.html

und von allen anderen:

Der Begriff Allgemeinwohl in GG14 sei irgendwie verlässlich.

"Hans-Jürgen Papier, ehemals Verfassungsgerichtspräsident und nun Staatsrechtsprofessor in München, sieht "nach Fukushima die Maßstäbe" verschoben. Und Papiers Hamburger Professorenkollege Hans-Joachim Koch, lange Zeit Vorsitzender des Sachverständigenrats für Umweltfragen, meint tatsächlich eine Veränderung in den Köpfen der Verantwortlichen, eine Art später Aufklärung, entdecken zu können: "Eine Reihe von Verantwortungsträgern," urteilt Koch, habe Fukushima "als Anschauungsmaterial gebraucht, weil ihr Vorstellungsvermögen nicht ausreichte" - das Vorstellungsvermögen für das, was passieren kann, wenn etwas passiert."

Wohlgemerkt, für niemanden war es notwendig irgendwas objektiv irgendwas nachzuweisen, allein die subjektive Wahrnehmung einiger Politiker zählt. Objektiv ist nämlich aufgrund der AKWs in Fukushima soweit ich weis bisher nichts passiert, außer einer größeren Evakuierung und 3 Strahlenverletzten.
Wenn ein Staudamm bricht, wenn der Wind mal lange falsch bläst und der Netzausbau vertrödelt wurde, wenn BASF in Ludwigshafen ein paar hundert Tonnen Chlorgas abhanden kommen, wenn mal eine größere Gasleitung in die Luft fliegt, wenn mal ein Flugzeug in ein Hochhaus abstürzt, wenn mal ein Zug entgleist und eine Schule niedermäht, wenn mal ... wird es objektiv ähnlich schlimm wie Fukushima (sofern man sich dazu aufrafft Menschenleben gegen Evakuierung abzuwägen, ich finde Evakuierung und 3 Verletzte z.b. weniger schlimm als das was bei Staudammbrüchen passieren kann), weswegen die subjektive Wahrnehmung der Politiker dann ähnlich ausschlagen kann.

Weswegen die Eigentumsrechte und Nutzungsrechte für chemische Anlagen, Staudämme, Eisenbahnschienen, Gasleitungen, Windanlagen, Flugzeugen und vieler anderer Dinge rein davon abhängen wie einige Politiker subjektiv die Sache wahrnehmen. Und damit hängen sie rein von Bild&co und dem vom Politiker gemutmaßten Wählerwillen ab.

(Nebenbei, total lustig ist, dass in dem Artikel die französische Revolution als Grundlage von Demokratie und Menschenrechten gepriesen wird. Wenn diese Gemetzel die wesentliche Grundlage ist, dann gute Nacht Demokratie und Menschenrechte.)
mailo
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Re: Die Lebenslüge der Nuklearindustrie

Beitrag von mailo »

carn hat geschrieben:...Objektiv ist nämlich aufgrund der AKWs in Fukushima soweit ich weis bisher nichts passiert, außer einer größeren Evakuierung und 3 Strahlenverletzten.
Aufgrund welcher Quellen wissen Sie denn das?

Die Japanische Presse????

Tepco ??? Die merkwürdigerweise erst Wochen nach einer Kernschmelze merken das es eine ist??

Übrigens schmilzt das immer noch vor sich hin, wie lange noch weiß Niemand.

Welche Schäden wirklich entstanden sind wird man in einigen hundert Jahren wirklich ermessen können.

Ach, auch Tschernobyl ist noch nicht vom Tisch, denken Sie an den Sarkopharg....
carn
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Re: Die Lebenslüge der Nuklearindustrie

Beitrag von carn »

mailo hat geschrieben:
carn hat geschrieben:...Objektiv ist nämlich aufgrund der AKWs in Fukushima soweit ich weis bisher nichts passiert, außer einer größeren Evakuierung und 3 Strahlenverletzten.
Aufgrund welcher Quellen wissen Sie denn das?
Eben aus dem was offiziell verlautet wird. Weswegen auch der Zusatz "soweit ich weis".

Allerdings sollte sich der Rechtsstaat auch im Allgemeinen an das halten was feststeht.

Und das anderes genauso schlimm oder viel schlimmer sein kann, weis ich daher:
http://de.wikipedia.org/wiki/Banqiao-Staudamm

"Der Banqiao-Staudamm (chin. 板橋水庫大壩 / 板桥水库大坝 Bǎnqiáo shuǐkù dàbà) und der Shimantan-Staudamm[1] (chin. 石漫灘水庫大壩 / 石漫滩水库大坝 shímàntān shuǐkù dàbà) gehören zu den 62 Staudämmen im Verwaltungsgebiet der bezirksfreien Stadt Zhumadian in der zentralchinesischen Provinz Henan, die 1975 während des außergewöhnlich starken Taifuns Nina[2] katastrophal versagten. Ungefähr 26.000 (nach anderen Angaben bis zu 85.000) Menschen starben durch die Überschwemmung und weitere 145.000 durch die darauf folgenden Epidemien und Hungersnot.[3]"

http://de.wikipedia.org/wiki/Katastroph ... schernobyl

"Laut WHO und IAEA (2006) starben knapp 50 Menschen an der Strahlenkrankheit. In den drei am stärksten betroffenen Ländern sei aufgrund der erhöhten Strahlenexposition mit etwa 9000 zusätzlichen tödlichen Krebs- und Leukämieerkrankungen zu rechnen."
"Angesichts der anhaltenden Kontroverse riefen IAEA und andere internationale Organisationen das Tschernobyl-Forum zusammen, um einen autoritativen Konsens zu formulieren. Im September 2005 kam das Forum zu dem Schluss, dass die Gesamtzahl der auf den Unfall zurückzuführenden Todesopfer bei etwa 4000 liege. Die Rezeption dieses Reports war jedoch keineswegs einheitlich zustimmend. Das Hauptproblem war, dass sich der Bericht auf die am schwersten betroffenen Gebiete Weißrusslands, der Ukraine und Russlands beschränkte und damit die größere Gesamtbevölkerung dieser sowie weiterer Länder ignorierte.[23]

Neben Krebs sind wohl die sozialen und psychologischen Traumata die größten Probleme für die Bevölkerung in den Gebieten um Tschernobyl.[23] Einige Wissenschaftler halten diese psychologischen Folgen für das größte Gesundheitsproblem infolge des Unfalls."
(Letzte Satz zeigt wie abstrus Unfälle bewertet werden - was interessieren psychologische Folgen, wenn von tausenden oder zehntausenden Toten auszugehen ist?)

http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Bhopal
"Schätzungen der Opferzahlen reichen von 3.800 bis 25.000 Toten durch direkten Kontakt mit der Gaswolke sowie bis zu 500.000 Verletzten, die mitunter bis heute unter den Folgen des Unfalls leiden."

Also warum sollte man nicht mit exakt den gleichen Argumenten auch Wasserkraftwerke und die chemische Industrie verbieten dürfen?
Beide haben zu gleichschlimmen oder schlimmeren Katastrophen wie Tchernobyl geführt.

Und Fukushima ist nachdem was bisher passiert hat im Vergleich zu allen drei Katastrophen ein kleiner Unfall, also was ist es anderes als Willkür gerade den zum Anlass zu nehmen?

Und was interessiert eigentlich das in Tchernobyl immer noch ein Sarg stehen muss?
10 solcher Särge wären besser, wenn es dafür nur keine Toten gegeben hätte. Dementsprechend ist das Problem, dass das halt noch ein paar Jahhrunderte oder länger strahlt eine Randnotiz.
Ronny1958
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Re: Die Lebenslüge der Nuklearindustrie

Beitrag von Ronny1958 »

Weswegen die Eigentumsrechte und Nutzungsrechte für chemische Anlagen, Staudämme, Eisenbahnschienen, Gasleitungen, Windanlagen, Flugzeugen und vieler anderer Dinge rein davon abhängen wie einige Politiker subjektiv die Sache wahrnehmen. Und damit hängen sie rein von Bild&co und dem vom Politiker gemutmaßten Wählerwillen ab.
Wer ist denn der Eigentümer der Atomtechnologie?

Der -möglicherweise formal juristisch richtig- Aktionär oder das deutsche Volk als Gemeinschaft aller Steuerzahler, die eine solche unsinnige Technologie zuerst in der Entwicklung bezahlen mußten, dann noch einmal im Betrieb bezahlten und denen letztendlich auch noch die Entsorgung und Altlast aufgehuckt werden wird?
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)
carn
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Re: Die Lebenslüge der Nuklearindustrie

Beitrag von carn »

Ronny1958 hat geschrieben:
Weswegen die Eigentumsrechte und Nutzungsrechte für chemische Anlagen, Staudämme, Eisenbahnschienen, Gasleitungen, Windanlagen, Flugzeugen und vieler anderer Dinge rein davon abhängen wie einige Politiker subjektiv die Sache wahrnehmen. Und damit hängen sie rein von Bild&co und dem vom Politiker gemutmaßten Wählerwillen ab.
Wer ist denn der Eigentümer der Atomtechnologie?

Der -möglicherweise formal juristisch richtig- Aktionär oder das deutsche Volk als Gemeinschaft aller Steuerzahler, die eine solche unsinnige Technologie zuerst in der Entwicklung bezahlen mußten, dann noch einmal im Betrieb bezahlten und denen letztendlich auch noch die Entsorgung und Altlast aufgehuckt werden wird?
Berechtigte Frage, nur wenn die erzwungene Subventionierung durch dritte zu Eigentumsrechten für diese dritten führt, dann wären sämtliche Ntzbetreiber oder Stromkunden (je nachdem wen man als Zahlmeister ansieht) Miteigentümer an sämtlichen Wind- und insbesondere Solarzellenanlagen.

Dementsprechend hätte der Staat in der Vergangenheit den AKW-Betreiber vorgegaukelt,sie wären Eigentümer, und würde es jetzt den Wind- und Solarbetreibern vorgauckeln. Des Weiteren gäbe es noch einen ganzen Haufen solcher vorgetäuschter Eigentumsrechte, da der Staat einiges subventioniert.


Was aber im übrigen dagegen spricht ist,dass die AKW-Betreiber Staatseigentum waren und legal verkauft wurden. Damit hat der unbestreitbare "Eigentümer" der Atomtechnologie diese verkauft. Wenn dieser Verkauf unter Vorbehalt war, dass es eben doch kein richtiger Verkauf war, dann wäre es Betrug.



Ich sehe nicht wie man es so drehen kann, dass am Ende nicht herauskommt, dass das Eigentumsrecht eine Gnade ist, die aufgrund des willkürlichen Allgemeinwohlvorbehalts letzlich nach emotionalen Lauenen von Politikern bzw. Wählern gewährt wird.

"Und es gibt Stromlieferanten, die einerseits zu 100 % aus Wasserkraft produzieren und andererseits trotzdem noch günstiger sind, als die großen vier Atomstromkonzerne."

Wasserkraft war schon nahezu zu allen Zeiten die günstigste und eine der verlässlichtes Stromquelle. Deswegen ist sie auch günstiger als AKW Strom und erschreckenderweise trotz des schlimmen Staudammbruchs in China die Energieerzeugungstechnologie, die am wenigsten Gefahren für den Menschen bewirkt. Weswegen mich alle Ökos tierisch ankotzen, die Staudämme wegen irgendwelchem Sumpfgetier oder Fischen verhindern wollen. (Staudammprojekte wegen der zwangsweisen Umsiedlung von Menschen verhindern zu wollen ist natürlich was anderes.)

Problemist nur, dass die Zahl der Flüße begrenzt ist, sonst würde man nur Wasserkraft bauen, da das die günstigste Stromerzeugungstechnologie ist.
Ronny1958
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Re: Die Lebenslüge der Nuklearindustrie

Beitrag von Ronny1958 »

Berechtigte Frage, nur wenn die erzwungene Subventionierung durch dritte zu Eigentumsrechten für diese dritten führt, dann wären sämtliche Ntzbetreiber oder Stromkunden (je nachdem wen man als Zahlmeister ansieht) Miteigentümer an sämtlichen Wind- und insbesondere Solarzellenanlagen.Dementsprechend hätte der Staat in der Vergangenheit den AKW-Betreiber vorgegaukelt,sie wären Eigentümer, und würde es jetzt den Wind- und Solarbetreibern vorgauckeln. Des Weiteren gäbe es noch einen ganzen Haufen solcher vorgetäuschter Eigentumsrechte, da der Staat einiges subventioniert.
Da wir die Atomtechnik bereits selbst bezahlt haben, steht einer entschädigungslosen Enteignung nichts im Wege, oder?

Eigentlich gehört Art. 15 GG um die Einrichtungen der Daseinsvorsorge ergänzt.
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)
Richard Gecko
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Re: Die Lebenslüge der Nuklearindustrie

Beitrag von Richard Gecko »

Die Loesung ist doch wieder mal sehr einfach, die AKW-Betreiber sollen sich einfach gegen die moeglicherweise auftretenden Schaeden versichern.
.
.
.
Hmm, warum finden die wohl niemanden der sie versichert?
Freie DNS-Server:
87.118.100.175 (Germany Privacy Foundation)
85.214.73.63 (FoeBuD e.V.)
213.73.91.35 (CCC)
Anleitung zum Umstellen:
http://www.ccc.de/censorship/dns-howto/
windalf
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Re: Die Lebenslüge der Nuklearindustrie

Beitrag von windalf »

Wer ist denn der Eigentümer der Atomtechnologie?

Der -möglicherweise formal juristisch richtig- Aktionär oder das deutsche Volk als Gemeinschaft aller Steuerzahler, die eine solche unsinnige Technologie zuerst in der Entwicklung bezahlen mußten, dann noch einmal im Betrieb bezahlten und denen letztendlich auch noch die Entsorgung und Altlast aufgehuckt werden wird?
In dem zusammenhang würde ich gerne noch folgende Frage stellen.

Wenn ich jetzt für Atomkraft bin. Wenn muss ich denn nun eigentlich wählen? Wer repräsentiert mich denn aktuell von den gewählten Vertretern oder Parteien. Wer wird mich zukünftig repräsentieren?

Es mag viele geben, die gegen Atomkraft sind aber imho dürfte deutlich über 5% für Atomkraft sein. Wer repräsentiert die aktuell eigentlich?
...fleißig wie zwei Weißbrote
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.
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Re: Die Lebenslüge der Nuklearindustrie

Beitrag von Ronny1958 »

Du darfst Dir aussuchen:

Tschechien
Frankreich
China
Finnland
Russland
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)
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Re: Die Lebenslüge der Nuklearindustrie

Beitrag von windalf »

Seit wann sitzten da von mir gewählte Vertreter in den Parlamenten?
...fleißig wie zwei Weißbrote
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.
Ronny1958
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Re: Die Lebenslüge der Nuklearindustrie

Beitrag von Ronny1958 »

Du hattest nach Befürwortern der AK gefragt.
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)
Klein-Fritzchen
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Re: Die Lebenslüge der Nuklearindustrie

Beitrag von Klein-Fritzchen »

carn hat geschrieben: ...
Wohlgemerkt, für niemanden war es notwendig irgendwas objektiv irgendwas nachzuweisen, allein die subjektive Wahrnehmung einiger Politiker zählt.
Das ist aber nicht erst seit "Fukushima" so, sondern das war noch nie anders.
Richard Gecko hat geschrieben:Die Loesung ist doch wieder mal sehr einfach, die AKW-Betreiber sollen sich einfach gegen die moeglicherweise auftretenden Schaeden versichern.
.
.
.
Hmm, warum finden die wohl niemanden der sie versichert?
Aus dem gleichen Grund, warum sich niemand findet, der einen gegen Flugzeugabstürze und Staudammbrüche versichert.

Warum schaffen wir eigentlich nicht den motorisierten Straßenverkehr ab. Dadurch kommen in Deutschland tausende von Menschen ums Leben ... nicht einmalig, nein jährlich.
Wäre es nicht schön, wenn wir hier einmal eine "Vorreiterrolle" in Europa einnehmen würden?

Es ist ausschließlich die Unsichtbarkeit der Strahlung, die den Menschen so gewaltige Angst macht. Rational ist das nicht.
"Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen." (Theresa von Avila (1515-1582) Spanische Mystikerin und Heilige)
Ronny1958
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Re: Die Lebenslüge der Nuklearindustrie

Beitrag von Ronny1958 »

Tote im Strassenverkehr sind meist freiwillige Teilnehmer am selbigen.

Verstrahlte und Strahlentote hatten diese Wahlfreiheit nicht.
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)
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Re: Die Lebenslüge der Nuklearindustrie

Beitrag von windalf »

Ronny1958 hat geschrieben:Tote im Strassenverkehr sind meist freiwillige Teilnehmer am selbigen.

Verstrahlte und Strahlentote hatten diese Wahlfreiheit nicht.
irgendwie besteht ja genauso ein Stück weit Freiwilligkeit in der Nähe eines Atomkraftwerkes zu wohnen..
...fleißig wie zwei Weißbrote
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.
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Re: Die Lebenslüge der Nuklearindustrie

Beitrag von John Robie »

Hallo Ronny 1958!
Da wir die Atomtechnik bereits selbst bezahlt haben, steht einer entschädigungslosen Enteignung nichts im Wege, oder?
Wenn wir schon mal dabei sind: Die Subventionsgräber Wind- und Solarenergie bitte auch enteignen.

Freundliche Grüße
-John
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