Vollzeit für Alleinerziehende...

politische Aspekte von Rechtsprechung und Gesetzesvorhaben; rechtliche Aspekte von politischem Agieren

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juggernaut
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Re: Vollzeit für Alleinerziehende...

Beitrag von juggernaut »

@windalf: du wirst lachen: ich bin ein fan dieser lösung (naja - einer abgespeckten version davon).

1. ganztagsschule. löst das betreuungsproblem ab dem 6. lebensjahr ganz von alleine, "zwingt" eltern, ihre kinder auch mal selbständig werden zu lassen, erhöht die bildungschancen und -gerechtigkeit und trägt dadurch dazu bei, das heranwachsen einer 2. und 3. arbeitslosen-generation zu vermeiden. auch kinder bildungsferner schichten lernen einen gewissen tagesablauf, bekommen was zu essen und (heutzutage sogenannte) "förderangebote" wie musizieren, sport, etc.

2. gesamtschule (plus einige "elite-schulen" ab klasse 7 oder 8). erhöht die bildungschancen und -gerechtigkeit und trägt dadurch dazu bei, das heranwachsen einer 2. und 3. arbeitslosen-generation zu vermeiden, erhöht schichten-durchlässigkeit und soziales verständnis.

3. privatschulen? von mir aus. aber steuerlich nicht anzuerkennen - wer sich aus dem system verabscheidet, tut das auf eigene kosten.


denn beim thema schule vertrete ich die auffassung, dass die ausbildung der zukünftigen generationen, die ja u.a. meine rente zahlen sollen, eine viel zu wichtige angelegenheit ist, als sie dem einzelnen überlassen zu können.


@chavah: solche rektoren oder kinderbetreuuerinnen kenne ich auch. war immer sehr schuldbewusst, wenn ich um 16 uhr im kiga aufkreuzte und meine tochter draussen - angezogen - alleine spielte, während die betreuuerinnen draussen - angezogen - darauf warteten, dass sie abgeholt wird.
Zuletzt geändert von juggernaut am 03.08.11, 15:58, insgesamt 1-mal geändert.
juggernaut
Redfox hat geschrieben:Das ist ein Irrtum. Beamte arbeiten nicht. Sondern ... machen sonstwas. Aber arbeiten tun sie nicht.
Chavah
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Re: Vollzeit für Alleinerziehende...

Beitrag von Chavah »

Genau deshalb bin ich ja eine Anhängerin der Tagesmütter. Flexibel, haben die Zeit, individuell auf das Kind einzugehen, kleine Gruppen. Ist doch in Ordnung. Und was auch immer noch geht: mal im Kindergarten fragen, bei welcher Mutter das Kind gegen geringes Entgelt die 1-3 Stunden nach dem Kindergartenbesuch bleiben kann. Ich hatte da die Mutter des "allerbesten" Freundes meines Jüngsten. Die nahm ihn dann mit, ich holte das Kind dort ab bzw. telefonierte kurz, und das Kind kam alleine. War ja nur 4 Häuser weiter. Auch so Lösungen gibt es doch.

Chavah
Mimie
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Re: Vollzeit für Alleinerziehende...

Beitrag von Mimie »

Wieder ein Gesetz für die Männer und gegen die Frauen.
Anscheinend hat ein Richter das beschlossen, der keine Ahnung hat, welche Verantwortung in der Frau liegt, noch dazu, wenn sie Alleinerziehend ist.

Keiner macht sich Gedanken, in welcher Streßposition die Frau sich befindet. Männer brauchen sich nicht um die Organisation, um die Erziehung und um den Lebensunterhalt des Kindes sorgen.
Ich bin froh, kein Kleinkind mehr versorgen zu müssen.

Ein Hoch auf die Single-Männer!
Chavah
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Re: Vollzeit für Alleinerziehende...

Beitrag von Chavah »

Also weisst Du Mimie, dieses die "armen Frauen", die blöden Männer, die keine Ahnung haben, das ist mir einfach zu platt. Es soll (und das ist gut so) auch alleinerziehende Männer geben! Und natürlich ist es stressig, Kinder allein auf zu ziehen. Und zwar sehr, ich weiss, wovon ich schreibe. Nur, man kann nun mal nicht jede stressige Lebenssituation auf andere (den Unterhaltszahler, die Allgemeinheit) abwälzen. Es gibt auch sowas wie persönliche Verantwortung für sich und seine Kinder. Wenn man unter keinen Umständen bereit ist, diese Verantwortung zu übernehmen, dann bitteschön, darf man auch keine Kinder in die Welt setzen. Auch die Übernahme anderer Verantwortung kann Stress bedeuten. Also am besten auf einen Einsiedlerhof auswandern, gerade soviel Ackerbau betreiben, dass man davon leben kann (das dürfte dann noch einigermaßen stressfrei sein), und sich die Welt von weitem anschauen.

Chavah
Roni
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Re: Vollzeit für Alleinerziehende...

Beitrag von Roni »

Der Bundesgerichtshof verpflichtet geschiedene Alleinerziehende mit einem Grundschulkind zum Vollzeitjob. Dies gilt laut BGH zumindest dann, wenn für das Schulkind eine Betreuungsmöglichkeit besteht.
wenn es eine Betreuungsmöglichkeit gibt, dann kann die Frau arbeiten, aber der Vater sollte dann diese Betreuungsmöglichkeit mitfinanzieren.
juggernaut
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Re: Vollzeit für Alleinerziehende...

Beitrag von juggernaut »

Mimie hat geschrieben:Wieder ein Gesetz für die Männer und gegen die Frauen.
also mal abgesehen davon, das es kein gesetz, sondern ein urteil ist, ist es doch ausdruck der emanzipation der frauen ... eva herrmann hätte gesagt, neee, die soll mal zu hause bleiben.

ich meine, eh klar, es ist heutzutage irgendwie in mode, rechte zu fordern und pflichten anderen zuzuschieben, aber wenn eine frau arbeiten dürfen soll, dann ist kein grund erkennbar, warum sie es dann in vergleichbarer situation nicht auch müssen soll ...
juggernaut
Redfox hat geschrieben:Das ist ein Irrtum. Beamte arbeiten nicht. Sondern ... machen sonstwas. Aber arbeiten tun sie nicht.
Mimie
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Re: Vollzeit für Alleinerziehende...

Beitrag von Mimie »

Lieber Chavah, auch ich weiß,wovon ich schreibe. Ich habe auch eine Freundin, die mußte ihre Kinder damals 2 und 4 Jahre alleine großziehen, ohne Unterhalt usw. Vater hatte nichts anderes zu tun als ständig mit anderen Frauen....... lassen wir das.
Es gibt natürlich alleinerziehende Männer vor denen ich riesen Respekt habe. Der Alleinerziehende seis Mutter oder Vater sollte bis die Kinder in die Schule eingeschult werden unterstützt werden, wenn auch vom Vater bzw. Mutter. Ich weiß wovon ich hier schreibe. Man sieht ja, was aus den Kindern wird, die frühzeitig in die Kita bzw. Hort abgeschoben werden. Zum Wohle des Kindes, sollte der Alleinerziehende wenigstens bis zum 5. Lebensjahr zu Hause bleiben dürfen und dafür auch unterstützt werden.

Gruß
windalf
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Re: Vollzeit für Alleinerziehende...

Beitrag von windalf »

Man sieht ja, was aus den Kindern wird, die frühzeitig in die Kita bzw. Hort abgeschoben werden.
Man sieht auch was mit denen passiert die von "sozialen Integration" völlig abgeschnitten werden...
Zum Wohle des Kindes, sollte der Alleinerziehende wenigstens bis zum 5. Lebensjahr zu Hause bleiben dürfen und dafür auch unterstützt werden.
Kann ja jeder für sich selbst so entscheiden. Dann soll er dei Musik (die er für sein Kind bestellt) doch bitte auch selbst bezahlen...
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.
Oktavia
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Re: Vollzeit für Alleinerziehende...

Beitrag von Oktavia »

Das Gericht hat doch ganz klar gesagt, dass es kein Musterurteil gefällt hat sondern in diesen Unterhaltsfrage immer im Einzelfall entschieden werden muss. Ausserdem hat das Gericht doch auch gesagt, dass die Mutter nicht belegt hat, dass sie nicht Vollzeit arbeiten kann. Das könnte die Mutter jedoch noch nachholen. Chavah, es gibt viele Gegenden in denen mit Kind keine Vollzeit möglich ist, da es keine Betreuungsmöglichkeit gibt oder diese so teuer ist dass man sie sich kaum leisten kann. Bei uns kostet eine Ganztagstagesmutter ca. 20€ für 10 h Zuzahlung am Tag macht bei 220 Arbeitstagen 4400€ im Jahr. Bei uns gibt es viele Möglichkeiten zur Betreuung aber trotzdem klappt das nicht immer mit Kind und Job. Ich finde ja, dass auf einen Alleinerziehenden nicht alle Verantwortung abgewälzt werden kann und sollte. Eltern sind üblicherweise mindestens zu zweit, da haben sie sich verflixt nochmal auch zu zweit zu kümmern. Respect vor allen Alleinerziehenden die das alles allein hinbekommen. Noch mehr Respect vor den Eltern die ihr Kind trotz Trennung noch gemeisam erziehen.
"Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft."
George Bernard Shaw

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Celcite
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Re: Vollzeit für Alleinerziehende...

Beitrag von Celcite »

Chavah hat geschrieben:Da solltest Du mal schauen, wieviel man verdienen darf, ehe auch nur anteilig Kostenbeteiligung für die Tagesmutter gefordert werden. Das hat nämlich nichts mit ALG II Rechnungen zu tun!

Chavah
Wieviel darf man denn Verdienen ehe kosten selbst getragen werden müssen?
Ich verdiene Netto knapp über 900€

Alleinerziehend mit vier Kindern.

Tagesmutter 140€ im Monat, Kindergarten 80€ im Monat. Für ein einzelnes Kind dazu gesagt
Keine Kostenübernahme vom Jugendamt, nicht mal anteilig.
Verdienst zu hoch.
Daher frage ich nach ^

Davon ab halte ich es durchaus für machbar mit einen Schulkind vollzeit arbeiten zu gehen und ich sehe auch keinen Grund das nicht zu tun.

In meinen Augen ist "ich hab ja keinen fürs Kind" ne faule ausrede weils viel bequemer ist zuhause zu sitzen anstatt sich mal zu bemühen alles unter einen Hut zu bekommen.
Sicher ist es Anstrengend Vollzeit zu arbeiten und Haushalt und Kind. Aber es ist machbar wenn man nur mal seinen Hintern hoch hieft und sich um geeignete Betreuung bemüht.

Wobei ich auch dazu sagen möchte das auch der Vater einen Teil der Betreuung übernehmen sollte z.B. in den Ferien.
Mimie
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Re: Vollzeit für Alleinerziehende...

Beitrag von Mimie »

Ich bin Mutter von einer 21 jährigen Tochter. Auch ich bin nachdem meine Tochter 2 Jahre alt war wieder arbeiten gegangen. Ich bereue das tausendmal. Mutter ist Mutter. Man setzt keine Kinder in die Welt um es dann für den ganzen Tag abzuschieben. Eben, auch der 2. Elternteil hat hier Verantwortung´, auch wenn eine Trennung erfolgt.
" Zum Wohle des Kindes" heißt es. Kann es ein "Wohl" für ein Kind sein, den ganzen Tag in der Kita bzw. Kindergarten bei Aufsichtspersonen zu verbringen. Meine Meinung.
Oktavia
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Re: Vollzeit für Alleinerziehende...

Beitrag von Oktavia »

Ich finde es kommt wirklich auf den Einzelfall und die Umstände an. Ab 3 Jahren sehe ich im Normalfal kein Problem wenn ein Kind ganztägig fremdbereut wird. Das ist in den meissten Kulturen das Alter um sich von der Mutter zu lösen. Da wird ein Kind bei Homo Sapiens eigentlich abgestillt (wer stillt heute 3 Jährige?) Schon vorher kümmern sich andere Sippenmitglieder (Großeltern, Tanten, ältere Geschwister) um das Kind oder es bleibt für eine gewisse Zeit sich selbst überlassen. Das war in Europa noch bis zur Industrialisierung so üblich. Natürlich gab es immer Ausnahmen, das waren oft sehr hochgestellte Leute die dann aber für ihre Kids Nannys engagierten.
Ich finde, dieser Schritt gehört auch zur Entwicklung eines Kindes, genau wie der nächste Schritt mit etwa 7 Jahren. Da ging es früher für die Jungen zu den Männern um auf ihren Job vorbereitet zu werden (Jäger und später Bauer, Handwerker. Das war eine Vorausbildung die mit ca 14 Jahren beendet war. Ab da ist ein Kind "erwachsen" und kann einen Beruf richtig lernen...
Warum ich das so schreibe? Sorry, wir haben scheinbar vergessen wie man Kinder erzieht. Ich wurde mit 3 Jahren in der Großstadt noch mit den größeren Nachbarkindern auf die Stráße gelassen. Wer würde sich das heute trauen?
Es ist also kein Drama wenn Mama wieder arbeiten gehen muss. Heute gibt es aber Schwierigkeiten die es wirklich unmöglich machen ganztags zu arbeiten. Bei Berufen in Wechselschichten kann es schwer werden weil die Betreuung ja z.B. nicht nur Nachts sondern auch mindestens 8 h zusätzlich dauern muss weil Mama ja auch schlafen muss.
"Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft."
George Bernard Shaw

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Chavah
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Re: Vollzeit für Alleinerziehende...

Beitrag von Chavah »

@ Mimie: "was aus Kindern von berufstätigen Müttern wir, das wissen wir doch alle." Ja, das wissen wir. Nämlich genauso anständige Menschen, wie aus Familien ohne berufstätige Mütter. Die Lehrer gerade der ersten Klassen bestätigen, dass gerade die Kinder aus Elternhäusern mit berufstätigen Eltern sehr gut organisiert sind, ein gutes Sozialverhalten an den Tag legen. Viel mehr Probleme haben die Schulen mit Kindern aus Elternhäusern, in denen es keine Tagesstruktur gibt, in denen nichts durchorganisiert ist. Und das sind häufig eben die Elternhäuser, in denen zumindest ein Elternteil zu Hause ist, häufig sogar zwei.

Also, hör auf, hier berufstätige Eltern und deren Kinder zu diskriminieren. Dafür gibt es überaupt keinen Grund!

@ Oktavia: wir haben heute viele Familien, in denen ein Elternteil zu Hause ist, trotzdem die Kinder schon ganz zeitig zu Tagesmüttern geschickt werden (auch vom Jugendamt aus), einfach, weil es zu Hause nicht klappt, und es in der Tagesbetreuung klappt. Es kommt immer drauf an, wie die Tagesbetreuung aussieht.

@ Celcite: wieviel das Jugendamt bei der Tagesbetreuung an Kosten übernimmt, das ist individuell verschieden. Auch muss man mal schauen, was man alles in Abzug bringen kann. Das ist nämlich im Unterschied zu ALG II eine ganze Menge. Völlig andere Berechnung.

Also, es geht schon, das für sich selbst und die Kinder sorgen, wenn man wirklich will. Ausnahmen wird es immer geben. Aber man sollte ein ganzes System doch nicht an Ausnahmen aufhängen, sondern an der Regel.

Chavah
Mimie
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Re: Vollzeit für Alleinerziehende...

Beitrag von Mimie »

Ich diskriminiere keinen.
juggernaut
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Re: Vollzeit für Alleinerziehende...

Beitrag von juggernaut »

Mimie hat geschrieben:Man setzt keine Kinder in die Welt um es dann für den ganzen Tag abzuschieben. " Zum Wohle des Kindes" heißt es. Kann es ein "Wohl" für ein Kind sein, den ganzen Tag in der Kita bzw. Kindergarten bei Aufsichtspersonen zu verbringen. Meine Meinung.
sie meinen, sie diskrimierten keinen. ihre wortwahl lässt aber keinen anderen rückschluss zu - "abschieben" enthält nunmal die unterstellung, eltern würden ihre kinder in die kita oder die krippe geben, um es bequemer zu haben; und ihre ausführungen zum "wohl" des kindes unterstellen, dass all' diese eltern das "wohl" ihrer kinder nicht im blick haben. damit diskriminieren sie all die, die sich diese entscheidung nicht leicht gemacht haben und/oder mannigfache gründe dafür gefunden haben, ihr kind in eine betreuung zu geben. ich persönlich habe noch in keinem der kindergärten meine kinder die bekanntschaft mit eltern gemacht, die ihre kinder aus bequemlichkeit dorthin "abschieben".

soweit mein sachlicher kommentar dazu. zu ihren gunsten unterstelle ich jetzt einfach mal, dass bei ihrer tochter aus irgendwelchen gründen tatsächlich eine betreuung nicht möglich oder angesagt war.

da sie allerdings ihre eigene entscheidung zum mass aller dinge machen, also verallgemeinern: meine meinung dazu spare ich mir, auch wenn ich angesichts solcher kommentare zu verstehen beginne, weshalb manche dinge so sind, wie sie sind. denn mir fehlen schlicht die worte ob solcher rückständig- und borniertheit, gepaart mit dem sendungsbewusstsein, die allein seligmachende lebensweise gefunden zu haben, ohne auch nur den versuch, sich in die lebenswirklichkeit oder die lebensentwürfe anderer hineinversetzen zu wollen.

meine tochter war in betreuung, seit sie 2 ist; und es war verdammt zeit dafür, ihr mehr zu geben als wir eltern ihr bieten konnten; mein sohn war in betreuung, seit er 1 war. beiden hat es nicht nur nicht geschadet, sondern sie wirklich bereichert. und sowohl ich als auch meine frau sind sehr davon überzeugt, dass genau das dem "wohl" unserer kinder entsprochen hat und wir unseren pflichten als eltern nicht genügt hätten, wenn wir es anders gemacht hätten.

Mimie hat geschrieben:Eben, auch der 2. Elternteil hat hier Verantwortung´, auch wenn eine Trennung erfolgt.
unbestritten. hat aber mit ihrer oben zitierten meinung nichts zu tun.
juggernaut
Redfox hat geschrieben:Das ist ein Irrtum. Beamte arbeiten nicht. Sondern ... machen sonstwas. Aber arbeiten tun sie nicht.
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