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recht.de • Thema anzeigen - Diskriminierung erwachsener Behinderter
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BeitragVerfasst: 31.10.11, 18:04 
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Zitat:
Kein Wunder mehr, kein so großes mehr, dass ein derart überrolltes Amt sagt, "Na gut, bevor wir Verfahrenskosten produzieren, produzieren wir lieber Fahrkosten für die Einladung!"


Moment mal, diese Art der Diskriminierung ist ja noch schlimmer als die allgemein übliche. Es handelt sich immerhin um eine Öffentliche Arbeitgeberin und die sollte Vorbildcharakter zeigen.
Bei uns wurden auch schon Leute gegen den Willen der betroffenen Ämter eingeladen und es gab nie so eine Show. Da wären unsere Juristen aus der Personalabteilung auch knallhart.
Wer offensichtlich wegen der falschen Ausbildung nicht auf die Stelle passt, der muss auch nicht eingeladen werden.
Mir persönlich geht beim Thema Diskriminierung langsam echt die Hutschnut hoch. Es nervt ohne Ende, wenn beim Thema Barrierefreiheit ständig der Denkmalschutz oder Architekteneinpruch etc herhalten muss nur damit man keine 1000€ für nen Türöffner ausgeben muss. Ich würde mir mal einige 100 renitente RollifahrerInnen wünschen die alle gemeinsam ne Veranstaltung in Aufzugfreien Gebäuden besuchen wollen. Genau wie mir der Kragen platzt weil ein sehbehinderte Mensch eine Stelle nicht bekommen soll (mit Abstand geeignetster Bewerber) nur weil der Aufwand eines größeren Bildschirms gescheut wird. Aber Straßen verbreitern, Parkplätze bauen damit die armen AutofahrerInnen nicht behindert werden :twisted:

Gerd, ist man in deinen Augen renitent wenn man versucht Rechte in Anspruch zu nehmen? Es gibt einen Unterschied zwischen Querulanten und Leuten die ihre selbstverständlichen Rechte wollen.

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BeitragVerfasst: 31.10.11, 18:18 
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Moin,

habe mich selbst vor einiger Zeit mal beworben. Gut, aus ungekündigter Stellung heraus, ein Shot-to-nothing sozusagen, aber ich hatte mir wirklich Hoffnungen gemacht. Die fachlichen Voraussetzungen habe ich locker erfüllt. Und die formalen Voraussetzungen, die recht eng waren, auch. Es kann also nicht viele geeignete Mitbewerber gegeben haben.

Ich wurde noch nicht einmal zum Vorstellungsgespräch/Auswahlgespräch eingeladen. Ich vermute, die Stelle war unter der Hand schon vergeben. Man musste sie aber öffentlich ausschreiben, um die rechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Vielleicht hat man mich bewusst deswegen nicht eingeladen, weil ich dem/der ausgeguckten Bewerber bzw. Bewerberin hätte gefährlich werden können.

Natürlich habe ich mir überlegt, Schritte einzuleiten. Nur, das bringt am Ende nichts. Du bist dann als Prozesshansel bekannt und die Leute wollen dich dann sowieso nicht. Und ich möchte bei einer neuen Stelle schon das Gefühl haben, dass man mich dort auch will. Ich kenne jemanden, der für eine Führungsposition geeignet war. Ein anderer hat sie unter zweifelhaften Voraussetzungen bekommen. Das Klagen hat aber auch nichts gebracht. Denn Personalauswahl ist immer zu einem gewissen Teil eine Wertungsentscheidung, die außerhalb des rechtlich überprüfbaren Bereichs liegt.

Dass Behinderte bei annähernd gleicher Eignung bevorzugt werden, finde ich noch grade so in Ordnung. Als Mensch, wie Chavah ihn beschrieben hat, muss man aber auch die andere Seite sehen. Erst Behinderte, na gut. Seit langem werden auch Frauen in allen Entscheidungen bevorzugt. Welch Freude, wenn die Kollegin mit gleicher Beurteilung befördert wird und man selbst nicht. In Zukunft, erste Ansätze gibt es ja schon, werden zusätzlich noch Menschen nichtdeutscher Herkunft bevorzugt werden.

Wie wär's wenn man sich mal auf das Wesentliche konzentrierte und gegen gezielte Diskriminierungen vorgehen würde?

Gruß
Nordland

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BeitragVerfasst: 31.10.11, 18:45 
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thafe hat geschrieben:
Ich persönlich kenne (zum Glück) keinen Behinderten, der darauf wartet, dass ihm die gebratenen Tauben in den Mund fliegen. Im Gegenteil, alle Behinderte, die ich näher kenne, wollen überhaupt nichts geschenkt, sondern nur eine Möglichkeit gegeben bekommen, zeigen zu können, dass sie trotz ihrer Nachteile keine Krüppel sind, sondern durchaus für sich selbst (und auch andere) sorgen können.
Wie gesagt, keine Geschenke

Und warum reitet man dann auf dem AGG herum, wenn man keine Geschenke will?
Man kann auch ohne das Androhen von Klagen und den Hinweis auf das AGG beweisen, dass man etwas leisten kann - das steigert das Selbstwertgefühl vermutlich auch mehr, als über den Hinweis auf das AGG eine Stelle zu ergattern.
M. E. sollte es einem Arbeitgeber überlassen bleiben, wen er einstellt und wen nicht - ohne AGG, Frauenquote und sonstigem Schwachsinn. Für einen Arbeitgeber wird neben fachlicher Kompetenz u. a. auch ausschlaggebend sein, ob der Bewerber ins Unternehmen/zum Team passt oder nicht.

Und bevor es wieder heißt:
thafe hat geschrieben:
Alle anderen mögen sich doch einfach mal beide Hände auf den Rücken binden...

Ich habe einen GdB von 50%

Nordland hat geschrieben:
Dass Behinderte bei annähernd gleicher Eignung bevorzugt werden, finde ich noch grade so in Ordnung.

Nö.
Nicht bei annähernd gleicher Eignung.
Wenn schon, dann bei gleicher oder besserer Eignung. :wink:

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BeitragVerfasst: 31.10.11, 22:36 
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Zitat:
Und warum reitet man dann auf dem AGG herum, wenn man keine Geschenke will?

Das AGG wurde ja erst notwendig weil diskriminiert wird und nicht weil alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Mit Geschenken hat das mE eher weniger zu tun.
Manche Arbeitgeber nehmen auch den besseren und besser in den Betrieb passenden Bewerber nicht. Und das nur weil man bei Kündigung eine Zustimmung einholgen muss oder weil Behinderte suspekt sind (nicht belastbar, ständig krank, sehen komisch aus etc. ), Frauen kriegen ständig Kinder, sind auch nicht belastbar, stören sie Stimmung und gehen nicht mit in die Stripbar nach der Konferenz, na und weiss doch jeder das Ausländer immer klauen, übel riechen und sowieso faul sind :ironie:

Ich jedenfalls finde es nicht in Ordnung wenn Menschen obwohl sie die besseren BewerberInnen sind den Job nicht kriegen weil der Chef Vorurteile hat.

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BeitragVerfasst: 31.10.11, 23:00 
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Themenstarter
:) Ich finde es schön, wie schnell sich eine Diskussion entwickelt hat. Dass die Meinungen stark auseinander gehen, war mir eigentlich klar. Ein herzliches Willkommen an alle (Bekannten)!

Gerd aus Berlin hat geschrieben:
Jetzt warten wir noch auf das letzte Viertel des Berichts.


Das letzte viertel des Berichtes soll hier nicht verschwiegen werden :arrow:

Im Eingang erwähnter Fall war VOR meinem ersten Gang zum Anwalt, genauer gesagt der Grund für den ersten Anwaltsbesuch.

Im Vorfeld hatte ich schon einmal die Fahrtkosten auf mich genommen und die schriftliche Prüfung absolviert und bestanden. Bedeutet in diesem Sinne, dass ich mir die Fahrtkosten 2x aufgehalst habe. Die fragliche Stadt hätte mir nur mitteilen müssen, dass ich die Prüfung nicht bestanden hätte und es wäre gut gewesen. Stattdessen wurden erneut knapp 100,-€ in Fahrkarten investiert und andere (ernstgemeinte?) Prüfungstermine ausgelassen.

Mit den anderen Teilnehmern in diesem Fall war es vermutlich genauso. Jeder kam ein zweites Mal und jeder hatte erneut die Kosten zu tragen.

Zum Thema geeigneter Kanditat, kann ich nur sagen, dass ich mir schließlich meine Wunschstelle aussuchen konnte, aus mehreren Möglichkeiten. U.a. Bundesbank, EZB, 2 Universitäten, 3 Städte und eine Stiftung. Die restlichen Einladungen habe ich dankend abgelehnt - und zwar alle, die mich erreicht haben, aber das außen vor.

Das soll jetzt kein Eigenlob sein und stinken, sondern nur zeigen, dass das Papier einfach nicht zeigen kann, was für ein Mensch dahinter steckt. Und genau dafür sollen öffentliche Arbeitgeber Schwerbehinderte regelmäßig einladen, dass diese zeigen können, wer sie sind und nicht nur ein rosa-grüner Ausweis zu sehen ist.

Was mir wirklich stinkt ist eigentlich nur die Tatsache, dass ich jetzt "nur" einen Bachelor machen kann und nicht mehr den Dipl. Verwaltungswirt. So steht meiner Doktorarbeit noch ein angeschlossenes Masterjahr mit erneuter Arbeit im Weg. :roll: :D
Das ist zumindest mein Ziel im Rahmen meiner Möglichkeiten.

Daher nix mit :liegestuhl:

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Jeder ist für die Konsequenzen seines Handelns selbst verantwortlich.


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BeitragVerfasst: 01.11.11, 00:00 
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thafe hat geschrieben:
..dass das Papier einfach nicht zeigen kann, was für ein Mensch dahinter steckt. Und genau dafür sollen öffentliche Arbeitgeber Schwerbehinderte regelmäßig einladen, dass diese zeigen können, wer sie sind

Dann müsste der Arbeitgeber alle - auch alle nicht behinderten - Bewerber einladen. Denn auch bei denen kann ein Papier nicht zeigen, was für ein Mensch dahinter steckt. Ansonsten wäre es nach meinem Verständnis eine Diskriminierung der nicht behinderten Mitbewerber.
Und wer als Behinderter dagegen ist, zeigt, dass er bevorzugt behandelt werden möchte.

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BeitragVerfasst: 01.11.11, 01:36 
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thafe hat geschrieben:
Im Vorfeld hatte ich (...) die schriftliche Prüfung absolviert und bestanden. Bedeutet in diesem Sinne, dass ich mir die Fahrtkosten 2x aufgehalst habe. Die fragliche Stadt hätte mir nur mitteilen müssen, dass ich die Prüfung nicht bestanden hätte und es wäre gut gewesen. Stattdessen wurden erneut knapp 100,-€ in Fahrkarten investiert und andere (ernstgemeinte?) Prüfungstermine ausgelassen.

Wird die Geschichte damit plausibler? Ich denke nicht!

Im ersten Viertel der Geschichte ging es um ein Vorstellungsgespräch. Im letzten Viertel geht es nun um das Abholen von Prüfungsergebnissen. Welcher Lektor könnte diesen Anschluss-Fehler überssehen?

Immer noch nicht geklärt ist meine Frage, warum im ÖD keine Fahrkosten erstattet werden nach Einladungen zu Bewerbungsgesprächen?

Gruß aus Berlin, Gerd

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BeitragVerfasst: 01.11.11, 07:47 
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Gerd aus Berlin hat geschrieben:
Immer noch nicht geklärt ist meine Frage, warum im ÖD keine Fahrkosten erstattet werden nach Einladungen zu Bewerbungsgesprächen?

Gruß aus Berlin, Gerd


Weil sie es nicht müssen, zahlen sie auch nicht... Warum sollten sie?

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BeitragVerfasst: 01.11.11, 07:57 
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Oktavia hat geschrieben:
Weil sie es nicht müssen, zahlen sie auch nicht... Warum sollten sie?

Gut zu wissen. Ich denke, der ÖD muss zuvor angeben, dass er einlädt, aber keine Kosten übernimmt - wie andere Arbeitgeber auch.

Wir jammern also auf recht hohem Nivoh: Bei armen Leuten übernehmen Arbeitsagentur oder JobCenter die Fahrkosten zur Bewerbung, in der Regel.

Übernehmen die nicht, muss ja schon so einiges schief gewickelt sein - zu dem, was die Rechsschutzversicherung schon für schief gewickelt hält - und das einladenden Amt.

Was die drei Instanzen so für schief gewickelt halten, darüber hält sich der Jammerlappen natürlich bedeckt. Wir sollen ja nicht verstehen, sondern mitjammern ...

Gruß aus Berlin, Gerd

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BeitragVerfasst: 01.11.11, 11:22 
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Themenstarter
Nur zur Info:
Von Arbeitgeberseite aus waren alleine Zoll, Bundesbank und EZB bereit, die Fahrtkosten zu übernehmen, sonst keiner, war auch in den Einladungen so angegeben (ich kenne aber auch nichts anderes, daher hatte ich es nicht angegeben)

Arbeitsamt und Agenturen übernehmen nur die Fahrtkosten für Bewerbungen und das war in dem von mir vorgetragenen Fall bei meinem 2.Besuch das Bewerbungsgespräch(und nicht nur Prüfungsergebniserlangung).

So wie ich es immerhin von 90% meiner Bewerbungen kenne, dass zuerst ein schriftlicher Teil erfolgte, dieser ausgewertet wurde und daraufhin erst die Einladungen zu den Bewerbungsgesprächen verschickt wurden. Dabei wurde der schriftliche Test in 75%+ gar nicht von der Behörde durchgeführt, sondern von darauf spezialisierten Unternehmen mit ihren Psychologen.

ARGEn übernehmen NICHT für diese Prüfungen im Vorfeld die Fahrtkosten. Die sind selbst zu tragen.
Anfallende Fahrtkosten müssen (zumindest bei meiner ARGE war das der Fall) mindestens 14 Tage im Voraus beantragt werden. Im Nachhinein keine Chance.
Zusätzlich kam bei mir dazu, dass ich ökonomisch denke. Sprich bei überschlagenenen Fahrkosten von über 5000,-€ ich mir die Bahncard100 für 3650,-€ geholt habe. Dafür gibt es überhaupt keine Unterstützung ("Sie erwarten doch nicht, dass wir Ihre Urlaubsfahrten finanzieren" - Fahrtenbuch und vorliegende Anwesenheitsbestätigungen haben auch nicht gezählt)

Dass ich dann extra Fahrkosten erschummeln(durch Angabe Fahrt mit Auto) oder erzeugen(trotz BC100 Tickets zum normalen Preis, wenn keine Angebote zu Verfügung standen) sollte, ist dann doch weit unter meinem Niveau, aber eben auf dem, das mir hier leider unterstellt wird.

Was schief gelaufen ist, ist die Tatsache, dass ich aus Bayern komme und dieses Volk Behinderte immer noch am liebsten in
"Arbeit macht frei" - Feriencamps reinpacken würde.

Übrigens jammere ich nicht, das habe ich nicht nötig :D - ich bin jetzt Anwärter - ich stelle dar, was u.a. behinderte Menschen erleben durften/mussten. Da ist kein MIMIMI oder Weinen!
Ich will kein Mitleid, sondern Erfahrungsberichte(und eben kein Jammern!) anderer Behinderter, die etwas ähnliches in dieser Richtung erlebt haben/erleben mussten.

Was jedoch der Fall sein wird, ist die Tatsache, dass ich diesen Blog mit abgewandelten Namen für meine Präsentation verwenden werde, mit dem Thema

"Diskriminierung Behinderter - Fakten, Beispiele aus dem Alltag und Gerichtsurteile deutscher Gerichte"

Aber für meine nächste Frage werde ich versuchen im Eingang eine 5-10 Seitige Abhandlung zu verfassen, bevor ich zu meiner eigentlichen Frage komme, aber selbst dann werde ich für manche vermutlich nicht ausreichende Angaben gemacht haben. :ironie:

So weit noch einen schönen Tag!

Der anscheinend offensichtlich unfähige Krüppel(?) :devil:

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BeitragVerfasst: 01.11.11, 11:36 
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@ Nordland: es muss doch nicht der papiermäßig Passendste genommen werden, sondern derjenige der auch ansonsten passt. Es muss ganz einfach passen, auch menschlich. Das ist wichtig. Also kann man aus der papiermäßigen Eignung gar nichts herleiten.

Mir war es immer wurscht, ob jemand behindert ist oder nicht, männlich oder weiblich, alt oder jung. Es musste passen. Aber ganz ehrlich, wenn irgend jemand mich schon vor der Einstellung ungefragt darauf hinwies, dass er aus den Gründen XYZ zu bevorzugen sei, dann fiel der gleich durchs Raster. Denn sowas legt man ja nicht nach der Einstellung ab.

Chavah


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BeitragVerfasst: 01.11.11, 13:01 
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Hallo Chavah,

Chavah hat geschrieben:
@ Nordland: es muss doch nicht der papiermäßig Passendste genommen werden, sondern derjenige der auch ansonsten passt. Es muss ganz einfach passen, auch menschlich. Das ist wichtig. Also kann man aus der papiermäßigen Eignung gar nichts herleiten.
Ich habe im Prinzip ja nichts gegenteiliges geschrieben. Es handelt sich bei der Personalauswahl um eine Wertung der fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenz der Bewerber. Wenn zum Beispiel die Behördenleitung sagt, Bewerber X habe nach ihrer Auffassung die höchste Führungskompetenz, dann wird das ein Gericht in den meisten Fällen nicht überprüfen können.

Insofern stimme ich deinem Beitrag eigentlich vollkommen zu. Nur behandelst du einen Aspekt meiner Ansicht nach zu undifferenziert. Ja, auch die persönliche und charakterliche Eignung spielt eine Rolle. Nur heißt das nicht, dass die Entscheider diejenige Person auswählen, dessen Nase ihnen gerade am besten passt. Dann werden in Zukunft alle Stellen immer nur unter der Hand vergeben. Der Eigentümer eines mittelständischen Betriebes kann so vorgehen, schließlich trägt er ja auch den Erfolg oder Misserfolg seines Unternehmens. Im ÖD muss aber objektiver vorgegangen werden.

Thema war aber eigentlich die Frage, ob die Regelungen zur "Gleichstellung" bestimmter Gruppen nicht langsam ausufern. Ich meine, abgesehen von Behinderten, die von Natur aus einen Nachteil haben, sollte man es irgendwann auch mal gut sein lassen.

Gruß
Nordland

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Freiheit für Tommy Robinson!


Zuletzt geändert von Nordland am 01.11.11, 13:39, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 01.11.11, 13:18 
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Zitat:
Es handelt sich bei der Personalauswahl um eine Wertung der fachlichen, methodischen und persönlichen Kompetenz der Bewerber.

Ne ein wesentlicher Aspekt ist eben auch, passt der von der "Firmenkultur" zu uns. Alles andere bedeutet nämlich oft über kurz oder lang Ärger und Firmenkultur meint eben oft auch Diskriminierung nach etwas, was das AGG zu verhindern veruscht.

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...fleißig wie zwei Weißbrote
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


Zuletzt geändert von windalf am 01.11.11, 13:57, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 01.11.11, 13:42 
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@ Windalf: Ich hatte den falschen Begriff gewählt, dennoch fällt das, was du meinst, unter den Begriff Sozialkompetenz.

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BeitragVerfasst: 01.11.11, 14:36 
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Gibt es auch eine Einladungspflicht für nicht behinderte Bewerber, die die Stellenanforderungen offensichtlich besitzen?

Zitat:
In dieser bekloppten, hyperkorrekten Gesellschaft ist man als nicht-schwangere, nicht-schwerbehinderte Nicht-Quotenfrau nichts mehr wert.

Zumindest den Makel "Mann" kann man durch eine Geschlechtsumwandlung beheben. Eine OP kann man dabei auch vermeiden, indem man sich nicht kontrolliereen lässt.
Ein Tip für die ARGE: Verbessern Sie die Einstellungschancen, indem Sie Ihren Arbeitssuchenden dese Geschlechtsumwandluing vorschreiben.


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