Kein Verfahren gegen Israel wegen Kriegsverbrechen

politische Aspekte von Rechtsprechung und Gesetzesvorhaben; rechtliche Aspekte von politischem Agieren

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Mike Gimmerthal
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Kein Verfahren gegen Israel wegen Kriegsverbrechen

Beitrag von Mike Gimmerthal »

Na da frage ich mich doch, was hinreichend "schwerwiegend" ist um den Strafgerichtshof zu aktivieren ... :roll:
Und vor Allem ... wo ist das "hinreichend" und "schwerwiegend" definiert?
Weltstrafgericht: Kein Verfahren gegen Israel wegen Kriegsverbrechen
Ich verabscheue Ihre Meinung, doch ich werde mein Leben lang dafür kämpfen, daß sie sie äußern dürfen!(E.B. Hall)
Etwas ist nicht recht, weil es Gesetz ist, sondern es muss Gesetz sein, weil es recht ist. (C.-L. de Montesquieu)

Myriam
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Re: Kein Verfahren gegen Israel wegen Kriegsverbrechen

Beitrag von Myriam »

Who cares?

Der IStGH ist zuständig für die Verfolgung von Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. 122 Staaten haben den Vertrag mittlerweile ratifiziert, darunter alle EU-Staaten. Israel erkennt den Gerichtshof allerdings nicht an, auch die USA, Russland und China akzeptieren für sich keine juristische Zuständigkeit des IStGH.
beck-aktuell-Redaktion, Verlag C.H. Beck, 6. August 2014.

https://beck-online.beck.de/Default.asp ... &N=1033903

bye Myri

Nordland
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Re: Kein Verfahren gegen Israel wegen Kriegsverbrechen

Beitrag von Nordland »

Also ich finde, dass Israel noch sehr zurückhaltend reagiert hat. Es handelte sich bei dieser "Hilfsflotte" zum Teil um bewaffnete Islamisten, die auch israelische Soldaten angegriffen haben. Der Einsatz des israelischen Militärs war daher auch rechtmäßig. Und wenn man sich so die Hamas in Gaza anguckt, von der immer wieder Terrorangriffe ausgehen, dann ahnt man auch, was hinter dem Etikett "Hilfsflotte" wirklich steckte.
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Myriam
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Re: Kein Verfahren gegen Israel wegen Kriegsverbrechen

Beitrag von Myriam »

Was ein Schwachsinn, die Täter selbst halten die Aktion also für rechtmäßig.

bye Myri

Nordland
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Re: Kein Verfahren gegen Israel wegen Kriegsverbrechen

Beitrag von Nordland »

Was für ein Schwachsinn, das so auszudrücken, denn auch die UNO nennt Angriff auf Gaza-Flotte legal. Im Übrigen haben die Täter ihre Aktion sicherlich auch toll gefunden. Das ändert aber nichts daran, dass die Täter diejenigen waren, die unter dem Deckmantel einer Hilfsaktion bewaffnet und mit islamistischer Geisteshaltung auf israelische Gewässer zusteuerten.
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all-in
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Re: Kein Verfahren gegen Israel wegen Kriegsverbrechen

Beitrag von all-in »

UNO nennt Angriff auf Gaza-Flotte legal.
Das EIngreifen war vielleicht legal, die Gewaltanwendung wurde als exzessiv und unverhältnismäßig eingestuft, was illegal ist. Es wird empfohlen Entschädigungen für die Tötungen zu zahlen, wären die Gewaltanwendung rechtmäßig gewesen käme dies wohl nicht in Frage.
Das ändert aber nichts daran, dass die Täter diejenigen waren, die unter dem Deckmantel einer Hilfsaktion bewaffnet...
Soweit bekannt ist hat man sich gegen die Erstürmung mit Gegeständen wie Messern, Stangen und Zwillen im Rahmen der Selbstverteidigung gewehrt. Schusswaffen wurden nicht gefunden, die Ladung bestand aus zivilen Gütern. Hier von Bewaffnung zu sprechen ist genauso absurd, wie die heimische Küche als Waffenlager zu bezeichnen.
... und mit islamistischer Geisteshaltung auf israelische Gewässer zusteuerten.
Inwiefern soll eine "islamistische Gesinnung" denn relevant sein? Ist das sowie wie der moderne Judenstern, ein Etikett welches benutzt werden kann um grundsätzliche Menschenrechte abzuerkennen?
Menschen dürfen keinesfalls aufgrund ihrer Gesinnung verfolgt oder gar umgebracht werden, vgl. Art. 2 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.
Im Übrigen haben die Täter ihre Aktion sicherlich auch toll gefunden.
Das halte ich für sprachlich mißglückt, toll kennzeichnet eher ein Theaterstück. Aber natürlich sind die Aktivisten zur Tat geschritten und haben etwas gegen das Elend im Gazastreifen unternommen, und dafür selbst Gefahren für ihr Leben und ihre Freiheit auf sich genommen.

Nordland
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Re: Kein Verfahren gegen Israel wegen Kriegsverbrechen

Beitrag von Nordland »

all-in hat geschrieben:Das EIngreifen war vielleicht legal, die Gewaltanwendung wurde als exzessiv und unverhältnismäßig eingestuft, was illegal ist. Es wird empfohlen Entschädigungen für die Tötungen zu zahlen, wären die Gewaltanwendung rechtmäßig gewesen käme dies wohl nicht in Frage.
Das ganze nennt sich Konzessionsentscheidung. Selbstverständlich hätte das Ergebnis lauten müssen, dass der gesamte Einsatz Israels rechtmäßig war. Man wollte aber beiden Seiten irgendeine Mitschuld zuweisen.
all-in hat geschrieben:Soweit bekannt ist hat man sich gegen die Erstürmung mit Gegeständen wie Messern, Stangen und Zwillen im Rahmen der Selbstverteidigung gewehrt. Schusswaffen wurden nicht gefunden, die Ladung bestand aus zivilen Gütern. Hier von Bewaffnung zu sprechen ist genauso absurd, wie die heimische Küche als Waffenlager zu bezeichnen.
Das lasse ich nochmal als Schwachsinn durchgehen. Denn: Etwa 50 Passagiere sollen terroristischen Gruppen angehört haben. Einige wollten als Märtyrer sterben (Quelle). Hier von Selbstverteidigung zu sprechen, ist schon eine gezielte Verdrehung der Tatsachen.
all-in hat geschrieben:Inwiefern soll eine "islamistische Gesinnung" denn relevant sein? Ist das sowie wie der moderne Judenstern, ein Etikett welches benutzt werden kann um grundsätzliche Menschenrechte abzuerkennen?
Das wiederum ist schon jenseits allen Schwachsinns. Du kannst doch nicht ernsthaft Kritik an Islamisten, die gegen unsere Freiheit und Demokratie und für die Errichtung eines Gottesstaats kämpfen, mit der Judenverfolgung damals gleichsetzen. Damit verdrehst du die Rollen von Tätern und Opfern und verunglimpfst en passant die Opfer des Nationalsozialismus. Dein Geschichtslehrer scheint nicht sehr erfolgreich gewesen zu sein.
all-in hat geschrieben:Aber natürlich sind die Aktivisten zur Tat geschritten und haben etwas gegen das Elend im Gazastreifen unternommen, und dafür selbst Gefahren für ihr Leben und ihre Freiheit auf sich genommen.
Was denn für eine Elend im Gaza-Streifen? Dort gibt es doch gar keine Unterversorgung. Selbst Raketen gibt es dort offenbar genug, schließlich will die Hamas diese immer wieder in großen Mengen loswerden, wie es scheint.
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all-in
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Re: Kein Verfahren gegen Israel wegen Kriegsverbrechen

Beitrag von all-in »

Das ganze nennt sich Konzessionsentscheidung. Selbstverständlich hätte das Ergebnis lauten müssen, dass der gesamte Einsatz Israels rechtmäßig war. Man wollte aber beiden Seiten irgendeine Mitschuld zuweisen.
Woher soll denn diese angebliche Selbstverständlichkeit rühren, außer vielleicht auf dem Selbstverständnis der israelischen Seite?
Der Palmer-Report nimmt diplomatisch auf beide Seiten Rücksicht, auf Isreal jedoch etwas mehr. Der einzige in diesem Zusammenhang unparteiisch erstellte Bericht wird folgendermaßen zitiert:

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Eine Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsrates unter Leitung von Karl Hudson-Phillips, einem ehemaligen Richter des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag, kam in ihrem Bericht zu dem Schluss, das israelische Vorgehen bei der Erstürmung sei „unverhältnismäßig“ gewesen und zeuge von einem „völlig unnötigen und unglaublichen Grad von Gewalt“.
Das lasse ich nochmal als Schwachsinn durchgehen. Denn: Etwa 50 Passagiere sollen terroristischen Gruppen angehört haben. Einige wollten als Märtyrer sterben (Quelle). Hier von Selbstverteidigung zu sprechen, ist schon eine gezielte Verdrehung der Tatsachen.
Dürfen Personen, die für eine Sache sogar ihr Leben auf's Spiel setzen, sich etwa nicht verteidigen? Die genannte Quelle sagt beispielhaft: "He used to help the poor and the oppressed."
Das wiederum ist schon jenseits allen Schwachsinns. Du kannst doch nicht ernsthaft Kritik an Islamisten, die gegen unsere Freiheit und Demokratie und für die Errichtung eines Gottesstaats kämpfen, mit der Judenverfolgung damals gleichsetzen.
Du sprachst von einer Gesinnung, nicht von vorwerfbaren Taten. Erstens haben Anhänger eines Gottesstaates genau wie demokratische Katholiken dieselben grundlegenden Rechte wie alle anderen Menschen auch. Das ist der Kerngedanke der universellen Gültigkeit von Menschenrechten. Und zweitens setze ich das erwähnte nicht im Kern gleich, sondern fragte dich, was das Etikett Islamist denn rechtlich in diesem Zusammenhang bedeuten soll? Haben die getöteten gerade für einen Gottesstaat mit illegitimen Mitteln gekämpft, oder sich doch nur an Bord einer Hilfsflotte befunden, der an sich überhaupt keine verbrecherische Absicht vorzuwerfen ist? Das muß man schon auseinanderhalten können. Kein Mensch darf aufgrund seiner Gesinnung verfolgt oder bestraft werden, das ist ein anerkanntes Menschenrecht. Dies in Frage zu stellen ist völlig indiskutabel.
Was denn für eine Elend im Gaza-Streifen?
Man kann sicher über die Ursachen streiten, aber nicht über den katastrophalen Zustand, in dem die Menschen dort seit Jahrzehten leben. So wie du dich oben im Ausdruck vergreifst, willst du offenbar manche Dinge einfach nicht wahrhaben. Vielleicht sind ja mancher Leute Sinne in dieser Hinsicht etwas zu schwach ausgeprägt, und ihre Vorurteile oder Zynismus zu stark. Ich jedenfalls kann das Elend welches bspw. in den Videos mit den IDs YlqjxnRIzJc oder P3NMl-1_FM8 zum Ausdruck kommt nicht einfach leugnen.

Nordland
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Re: Kein Verfahren gegen Israel wegen Kriegsverbrechen

Beitrag von Nordland »

all-in hat geschrieben:Woher soll denn diese angebliche Selbstverständlichkeit rühren, außer vielleicht auf dem Selbstverständnis der israelischen Seite?
Also wenn irgendwelche Extremisten in deutsches Hoheitsgewässer eindringen und die Anweisungen der Behörden ausdrücklich ignorieren, dann soll sich Deutschland nicht dagegen wehren können? Aber, ich vergaß, für Israel gelten vermutlich mal wieder strengere Gesetze als für alle anderen Staaten.
all-in hat geschrieben:Dürfen Personen, die für eine Sache sogar ihr Leben auf's Spiel setzen, sich etwa nicht verteidigen?
Was für ein Schwachsinn (das Wort könnte in diesem Thread noch öfter fallen). Es ist doch kein Kriterium, ob man für eine Sache sein Leben aufs Spiel setzen würde. Im Gegenteil, wenn diese Extremisten schon als Märtyrer sterben wollten, dann verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Es war doch so gewollt.
all-in hat geschrieben:Erstens haben Anhänger eines Gottesstaates genau wie demokratische Katholiken dieselben grundlegenden Rechte wie alle anderen Menschen auch.
Ja, aber auch dieselben Pflichten.
all-in hat geschrieben:Und zweitens setze ich das erwähnte nicht im Kern gleich, sondern fragte dich, was das Etikett Islamist denn rechtlich in diesem Zusammenhang bedeuten soll? Haben die getöteten gerade für einen Gottesstaat mit illegitimen Mitteln gekämpft, oder sich doch nur an Bord einer Hilfsflotte befunden, der an sich überhaupt keine verbrecherische Absicht vorzuwerfen ist?
Ohne jeglichen Zweifel ersteres.
all-in hat geschrieben:
Was denn für eine Elend im Gaza-Streifen?
Man kann sicher über die Ursachen streiten, aber nicht über den katastrophalen Zustand, in dem die Menschen dort seit Jahrzehten leben. So wie du dich oben im Ausdruck vergreifst, willst du offenbar manche Dinge einfach nicht wahrhaben. Vielleicht sind ja mancher Leute Sinne in dieser Hinsicht etwas zu schwach ausgeprägt, und ihre Vorurteile oder Zynismus zu stark. Ich jedenfalls kann das Elend welches bspw. in den Videos mit den IDs YlqjxnRIzJc oder P3NMl-1_FM8 zum Ausdruck kommt nicht einfach leugnen.
Es ist immer schlimm, wenn Menschen leiden. Nur muss man auch die Umstände sehen. Ich habe Ronnys Formulierung nicht zur Hand, sie hat aber den Nagel auf den Kopf getroffen. Denn wenn es um das Westjordanland oder die Fatah ginge, könnten wir zumindest darüber reden. Wenn es aber um die Hamas und die mehrheitlich pro-islamistisch eingestellte Bevölkerung im Gaza-Streifen geht, wenn einerseits über leidende Kinder gejammert wird und andererseits gar nicht genug Waffen und Raketen geschmuggelt werden können, wenn mehrere Palästinenser einfach so umgebracht werden, nur weil jemand behauptet, sie würden Israel nahezustehen, dann ist mir das alles in der Tat scheißegal.
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all-in
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Re: Kein Verfahren gegen Israel wegen Kriegsverbrechen

Beitrag von all-in »

Also wenn irgendwelche Extremisten in deutsches Hoheitsgewässer eindringen und die Anweisungen der Behörden ausdrücklich ignorieren, dann soll sich Deutschland nicht dagegen wehren können?
Die Schiffe wurden in internationalen Gewässen aufgebracht, die Gewaltanwendung wird rundum als unnötig und überzogen eingestuft. Und es sollen ganz sicher nicht Menschen erschossen werden, weil sie Grenzen überschreiten. Das haben wir vor 25 Jahren in diesem Land eingestellt und die Täter zur Verantwortung gezogen.
Es ist doch kein Kriterium, ob man für eine Sache sein Leben aufs Spiel setzen würde. Im Gegenteil, wenn diese Extremisten schon als Märtyrer sterben wollten, dann verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Es war doch so gewollt.
Du meinst die Getöteten wollten gern sterben? Das wollten wohl die gefallenen Soldaten welche in Auslandseinsätze ziehen auch?
Wenn es aber um die Hamas und die mehrheitlich pro-islamistisch eingestellte Bevölkerung im Gaza-Streifen geht, wenn einerseits über leidende Kinder gejammert wird und andererseits gar nicht genug Waffen und Raketen geschmuggelt werden können,
Es geht hier um die Hilfsflotte und nicht um alles was du eilig herbeiholst, um mit solchen Verzerrungen zu argumentieren. Auf den Schiffen waren keine Waffen oder Raketen. Aber du brauchst halt derartige Zuschreibungen, um die Tötungen zu relativieren, weil du es sonst auch nicht rechtfertigen kannst und deine Feindbilder vielleicht nicht passen.
dann ist mir das alles in der Tat scheißegal.
Das glaube ich tatsächlich. Mit Gleichgültigkeit gegenüber Menschenleben brauch tman aber gar nicht erst anfangen solche Dinge zu diskutieren.
Ohne jeglichen Zweifel ersteres.
Dazu fällt mir ein Zitat ein:

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"Es ist ein Jammer, daß die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel." (Bertrand Russel)

Nordland
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Re: Kein Verfahren gegen Israel wegen Kriegsverbrechen

Beitrag von Nordland »

all-in hat geschrieben:Die Schiffe wurden in internationalen Gewässen aufgebracht, die Gewaltanwendung wird rundum als unnötig und überzogen eingestuft. Und es sollen ganz sicher nicht Menschen erschossen werden, weil sie Grenzen überschreiten. Das haben wir vor 25 Jahren in diesem Land eingestellt und die Täter zur Verantwortung gezogen.
Oh, was ganz neues, Vergleiche mit früher...
all-in hat geschrieben:Du meinst die Getöteten wollten gern sterben? Das wollten wohl die gefallenen Soldaten welche in Auslandseinsätze ziehen auch?
Nö, das wollen sie in der Regel nicht. Einige der Schiffstrottel allerdings schon. Im Übrigen waren das auch keine Soldaten, sodass der Vergleich ohnehin total ins Leere geht.
all-in hat geschrieben:
Wenn es aber um die Hamas und die mehrheitlich pro-islamistisch eingestellte Bevölkerung im Gaza-Streifen geht, wenn einerseits über leidende Kinder gejammert wird und andererseits gar nicht genug Waffen und Raketen geschmuggelt werden können,
Es geht hier um die Hilfsflotte und nicht um alles was du eilig herbeiholst, um mit solchen Verzerrungen zu argumentieren. Auf den Schiffen waren keine Waffen oder Raketen. Aber du brauchst halt derartige Zuschreibungen, um die Tötungen zu relativieren, weil du es sonst auch nicht rechtfertigen kannst und deine Feindbilder vielleicht nicht passen.
Da gehst du erneut fehl. Denn du warst es, der in diesem Thread das angebliche "Elend im Gazastreifen" angesprochen hat, um damit eine Legitimation für die Deklaration als "Hilfskonvoi" zu konstruieren. Ich habe darauf geantwortet, dass dieses Elend nicht existiert und wenn doch, selbstverschuldet ist. Ich habe es nicht unmittelbar in Zusammenhang mit der Schiffsaktion gesetzt.

Solltest du noch einmal meine Aussagen derart aus dem Zusammenhang reißen, dann kommen wir in der Tat in gefährliches Fahrwasser. Du solltest das also in Zukunft unterlassen.
all-in hat geschrieben:
dann ist mir das alles in der Tat scheißegal.
Das glaube ich tatsächlich. Mit Gleichgültigkeit gegenüber Menschenleben brauch tman aber gar nicht erst anfangen solche Dinge zu diskutieren.
Es geht nicht um Gleichgültigkeit, sondern um die realen Hintergründe. Was Gaza angeht, so werden dort durch Islamisten und Extremisten, die Israel auslöschen wollen und dies auch offen sagen, Unmengen an Waffen und Raketen eingeschmuggelt. Und später wird dann über das Leid der Kinder gejammert, an dem natürlich nur Israel schuld ist. Und einige fallen tatsächlich auf so einen Unsinn rein.
all-in hat geschrieben:Dazu fällt mir ein Zitat ein:

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"Es ist ein Jammer, daß die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel." (Bertrand Russel)
Ach Gottchen, jetzt hat er mich unter Nutzung eines Zitats als Dummkopf hingestellt. Eine wahre Glanzleistung unseres Möchtegern-Augsteins.
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all-in
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Re: Kein Verfahren gegen Israel wegen Kriegsverbrechen

Beitrag von all-in »

Denn du warst es, der in diesem Thread das angebliche "Elend im Gazastreifen" angesprochen hat, um damit eine Legitimation für die Deklaration als "Hilfskonvoi" zu konstruieren.
Der Konvoi brachte Hilfsgüter, Waffen und dergl. wurden nicht gefunden. Und du kennzeichnet das, was jedem aufmerksamen Menschen kaum entgehen kann, als angeblich, um dann gleich im nächsten Satz mit einem "und wenn doch" davon abzugehen. "Die Erde ist ganz sicher nicht rund, aber wenn doch ist der Papst ein Atheist" ergibt nunmal keinen Sinn.
Es geht nicht um Gleichgültigkeit, sondern um die realen Hintergründe. Was Gaza angeht, so werden dort durch Islamisten und Extremisten, die Israel auslöschen wollen und dies auch offen sagen, Unmengen an Waffen und Raketen eingeschmuggelt. Und später wird dann über das Leid der Kinder gejammert, an dem natürlich nur Israel schuld ist.
Letzteres habe ich nicht behauptet. Aber du kommst ohne solche Unterstellungen einfach nicht aus. Deine Einteilung in Gut und Böse, die Einordnung einer ganzen Bevölkerung darunter, so undifferenziert kann man die Realität einfach nicht erfassen.
Ausdrücke wie jammern sind wie viele deiner Worte reichlich unangebracht. Kannst du nicht ein wenig zivilisiert diskutieren, angesichts der Dinge um die es geht?!

Stell dir einfach mal vor, du wärest im Gazastreifen geboren. Wärst du dann auch selbst schuld an den Umständen, die dich umgeben?
Solltest du noch einmal meine Aussagen derart aus dem Zusammenhang reißen, dann kommen wir in der Tat in gefährliches Fahrwasser. Du solltest das also in Zukunft unterlassen.
Keine Sorge, der Zusammenhang dürfte jedem Leser klar sein. Im schmutzigen Fahrwasser von Pöbeleien schwimmst du allein, und wie du dich durch deine Ausdrucksweise und Verzerrungen hinstellst ist ebenfalls deine Sache, da muss ich gar nichts zutun.

webelch
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Re: Kein Verfahren gegen Israel wegen Kriegsverbrechen

Beitrag von webelch »

Dass es im Gaza-Streifen, durchaus selbstverschuldet, nicht rosig aussieht ist unbestritten. Und da gibt es sogar ein Land, das relativ viele Güter dorthin schickt. Ist dieses Nachbarland namens Israel.

-> https://heplev.wordpress.com/erste-sahn ... manitares/

Machen die sogar, wenn man ihnen zum Dank Raketen um die Ohren fliegen lässt.

Publikumswirksame Hilfsflotten braucht es da nicht. Ausser zu Propagandazwecken.

Geldsorgen dürfte man in Gaza auch nicht haben: http://www.tagesschau.de/ausland/gaza-453.html

Die EU betreibt dies sogar so ausufernd, dass es dem Europäischen Rechnungshof sauer aufstösst: http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 38518.html

Kein Wunder, dass die dort herrschende Hamas Zeit und Geld genug hat, um Tunnel zu graben und Raketen zu basteln.

Schöne Zusammenfassung auch hier: http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 86160.html

Ronny1958
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Re: Kein Verfahren gegen Israel wegen Kriegsverbrechen

Beitrag von Ronny1958 »

Solange allerdings die Hamas als größte Terrororganisation diese Hilfsgelder zum Waffenimport mißbraucht, darf sie sich nicht wundern, wenn ihr die Brocken um die Ohren fliegen.

M.E. gehört der Export meiner Steuergelder zugunsten einer Terrororganisation zu den einzig tatsächlich vorwerfbaren Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit dem Gaza-Streifen.
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

Nordland
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Re: Kein Verfahren gegen Israel wegen Kriegsverbrechen

Beitrag von Nordland »

Ein letzter sachlicher Versuch. Ob du, all-in, darauf eingehst, musst du selber wissen:
all-in hat geschrieben:
Es geht nicht um Gleichgültigkeit, sondern um die realen Hintergründe. Was Gaza angeht, so werden dort durch Islamisten und Extremisten, die Israel auslöschen wollen und dies auch offen sagen, Unmengen an Waffen und Raketen eingeschmuggelt. Und später wird dann über das Leid der Kinder gejammert, an dem natürlich nur Israel schuld ist.
Letzteres habe ich nicht behauptet.
Ich habe auch nicht behauptet, dass du entsprechendes behaupten würdest. Du fällst nur auf diese Masche rein. Die Masche ist hier beschrieben: Das perfide Kalkül der Hamas.
all-in hat geschrieben:Stell dir einfach mal vor, du wärest im Gazastreifen geboren. Wärst du dann auch selbst schuld an den Umständen, die dich umgeben?
Woran ist ein Kind schon schuld? Gibt es etwas unschuldigeres als ein Kind? Dennoch geht es gar nicht um Schuldzuweisungen. Es geht vielmehr um die Frage, was zu tun ist. Soll man versuchen, den von dir beschriebenen Menschen zu helfen? Könnte man machen. Aber ist das sinnvoll, wenn man weiß, dass die Menschen dort das Geld zuerst für Raketen ausgeben, die dann die israelische Bevölkerung treffen? Ronny hat in dieser Hinsicht schlicht und einfach recht.
Es ist unser Land.

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