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recht.de • Thema anzeigen - Sterben die Schweden jetzt aus?
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 Betreff des Beitrags: Sterben die Schweden jetzt aus?
BeitragVerfasst: 19.12.17, 14:07 
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Ach du Schei……

https://www.focus.de/politik/ausland/sc ... 13626.html

Erinnert mich irgendwie an Essensmärkchen....
Wenn ich könnte würde ich eine App dafür entwickeln.

Die Zukunft sieht dann so aus:
"Alexa frag meine Frau ob sie Sex haben will…. ?"
:?

Gr.
ZetPeO


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 Betreff des Beitrags: Re: Sterben die Schweden jetzt aus?
BeitragVerfasst: 19.12.17, 15:09 
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Da es faktisch nur schriftlich geht, werden in einschlägigen schwedischen Internetforen künftig wohl die Zustimmungserklärungen als Trophäen veröffentlicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sterben die Schweden jetzt aus?
BeitragVerfasst: 19.12.17, 16:30 
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Beiträge: 2601
Auch schriftlich ist zu wenig - schließlich kann das (schriftliche) Einverständnis jederzeit widerrufen werden und ist dann hinfällig.

Die einzige Möglichkeit, sich wirklich sauber auch für die Zeit danach abzusichern, ist eine Video-/Audioaufnahme des kompletten Aktes. Da ist dann das jeweilige Einverständnis dokumentiert und auch dass es während dem Akt nicht zurückgezogen wurde.

Wen es nicht so traurig wäre würde ich drüber lachen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sterben die Schweden jetzt aus?
BeitragVerfasst: 19.12.17, 16:34 
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Beiträge: 1463
ZetPeO hat geschrieben:
Sterben die Schweden jetzt aus?


Nein, aber zum Feiern oder zum Beischlaf fährt man dann in ein andere Land, wo andere Gesetz gelten. Was micht interessiert: Gibt es keinen Gleichbehandlungsgrundsatz? Muss die Frau nicht gleichsam eine Erklärung des Mannes vorlegen?

_________________
Um der allgemeinen Sprachverwirrung des Siezens entgegenzuwirken, biete ich jedem Nutzer das dänische Umgangsduzen an.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sterben die Schweden jetzt aus?
BeitragVerfasst: 19.12.17, 16:43 
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Wohnort: Im hohen Norden
Deputy hat geschrieben:
Auch schriftlich ist zu wenig - schließlich kann das (schriftliche) Einverständnis jederzeit widerrufen werden und ist dann hinfällig.

Die einzige Möglichkeit, sich wirklich sauber auch für die Zeit danach abzusichern, ist eine Video-/Audioaufnahme des kompletten Aktes. Da ist dann das jeweilige Einverständnis dokumentiert und auch dass es während dem Akt nicht zurückgezogen wurde.

Wen es nicht so traurig wäre würde ich drüber lachen.


Vermutlich ist es ratsam einen Notar als unabhängigen Zeugen für den ordnungsgemäßen Verlauf des Geschlechtsaktes anhand der vorab in einer Leistungsvereinbarung festgelegten Bearbeitungsschritte beizuziehen.

_________________
Gedenksignatur - Gewidmet dem unbekannten Anwalt
In dankbarer Erinnerung an all jene namenlosen, stets laut angekündigten Rechtsvertreter,
die jedoch heldenhaft nie in meinem Dienstzimmer erschienen sind oder tapfer nichts von sich hören ließen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sterben die Schweden jetzt aus?
BeitragVerfasst: 19.12.17, 16:45 
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@Townspector
Wäre eine Idee - nicht dass es sonst noch heißt das Video sei manipuliert worden.

Auch die Leistungsvereinbarung macht Sinn, sonst heißt es danach "Ich war grundsätzlich einverstanden, aber mit der Sache nicht"


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 Betreff des Beitrags: Re: Sterben die Schweden jetzt aus?
BeitragVerfasst: 19.12.17, 22:07 
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Das Positive ist...

Ich hätte da jetzt eine plausible Idee, warum die Neandertaler ausgestorben sind:

Am Ende der Eiszeit zu lange in der Tundra am Lagerfeuer gesessen und auf die gleiche Idee gekommen - nur war die Schrift noch nicht erfundennd und die Höhlenwände schon alle mit Jagdszenen bepinselt :lachen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Sterben die Schweden jetzt aus?
BeitragVerfasst: 19.12.17, 22:30 
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Ich würde annehmen, dass die Unschuldsvermutung weiterhin gilt, d. h. der Staat muss nachweisen, dass keine Einwilligung vorlag, nicht der Mann muss das Vorliegen einer Einwilligung nachweisen. Von daher denke ich, das Gesetz wird eher symbolisch bleiben Die im Artikel zitierte Chefin des Anwaltsverbands sieht das übrigens genauso - dieses Detail wurde in dem verlinkten Artikel weggelassen:
Zitat:
"We do not believe that the changes will lead to more convictions," the organization's secretary general Anne Ramberg told SVT, citing the burden of proof. According to her, the only purpose of the law might be to show the society the limits of the acceptable.

(Quelle: sputniknews.com, steht so ähnlich aber auch auf den englischen Webpages von radiosverige.se)

Problematisch ist natürlich, dass es jetzt leichter für Frauen wird, Männer aufgrund eines bloßen Missverständnisses wegen Verwaltung anzuzeigen. Andererseits dürfte es das neue Gesetz zu einigen Anzeigen gegen Frauen führen - dass ein Mann von einer Frau mit Gewalt zum Sex gezwungen wird, kommt eher selten vor, dass ein Mann Sex hat, obwohl er das gar nicht will, kommt dagegen sicher öfters vor. 8)


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 Betreff des Beitrags: Re: Sterben die Schweden jetzt aus?
BeitragVerfasst: 20.12.17, 09:44 
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Beiträge: 3892
Evariste hat geschrieben:
Ich würde annehmen, dass die Unschuldsvermutung weiterhin gilt, ...

Aus dem Artikel:
Zitat:
Die Unschuldsvermutung werde in Fällen von mutmaßlicher sexueller Gewalt weitestgehend aufgehoben.


Da fällt mir ein schöner Limmerick von Schobert & Black aus den 70'ern ein:
Den Männern auf den Lofoten
war das zeugen von Kindern verboten.
Dass er das Gesetze
nur ja nicht verletze,
macht mancher sich dort einen Knoten.

_________________
MfG
Old Piper
_____________________
Behörden- und Gerichtsentscheidungen sind zwar oft recht mäßig, aber meistens rechtmäßig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sterben die Schweden jetzt aus?
BeitragVerfasst: 20.12.17, 15:46 
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Old Piper hat geschrieben:
Aus dem Artikel:
Zitat:
Die Unschuldsvermutung werde in Fällen von mutmaßlicher sexueller Gewalt weitestgehend aufgehoben.


Das bezieht sich allerdings nicht auf das Strafrecht, sondern darauf, wie die Gesellschaft mit derartigen Anschuldigungen umgeht.

Ich weiß nicht recht, was ich von den Beiträgen hier halten sollen, die das Ganze ins Lächerliche ziehen. In welchen Fällen wäre es denn in Ordnung, Sex mit einer Frau zu haben, ohne dass diese zu erkennen gegeben hat (mehr als das verlangt das neue Gesetz m. W. nicht), dass sie das will?


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 Betreff des Beitrags: Re: Sterben die Schweden jetzt aus?
BeitragVerfasst: 20.12.17, 20:34 
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Beiträge: 15250
Evariste hat geschrieben:
Ich weiß nicht recht, was ich von den Beiträgen hier halten sollen, die das Ganze ins Lächerliche ziehen. In welchen Fällen wäre es denn in Ordnung, Sex mit einer Frau zu haben, ohne dass diese zu erkennen gegeben hat (mehr als das verlangt das neue Gesetz m. W. nicht), dass sie das will?


Lächerlich ist es nicht, wenn rechtsstaatliche Grundsätze aufgegeben werden. Wenn man von den Partnern erwartet, dass sie sich wechselseitig vorher die ausdrückliche Zustimmung geben lassen und ihnen die Beweispflicht dafür auferlegt, ist das schon ungewöhnlich. Es geht dann eben praktisch nur schriftlich (meinetwegen auch als Videobotschaft).

Und das wirft dann weitere Fragen auf. Wer eine solche Erklärung unterschreiben soll, wird vielleicht Bedenken haben, dass diese veröffentlicht werden könnte. Oder dem/der eigenen/n Ehefrau/mann zugespielt. Oder Geld dafür verlangt wird, dass dies nicht geschieht. - Ja, es bleibt natürlich als Lösung, dass man es ganz bleiben lässt. Deshalb wohl die Titelzeile.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sterben die Schweden jetzt aus?
BeitragVerfasst: 20.12.17, 21:02 
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FM hat geschrieben:
Wenn man von den Partnern erwartet, dass sie sich wechselseitig vorher die ausdrückliche Zustimmung geben lassen


Das ist schon eine ungewöhnliche Regelung, wäre aber m.E. nach mit rechtsstaatlichen Grundsätzen vereinbar (vergleichbar z.B. mit der Einwilligung bei der Körperverletzung gem. § 228 StGB).

Das Problem, welches ich sehe, ist, dass ausdrücklich und gewollt nur der Mann verpflichtet ist, sich diese Einwilligung zu holen, während eine Frau bei gleicher Sachlage straffrei wäre.

Völlig absurd wird die Betrachtung vor allem dann, wenn noch Transgendererwägungen mit hineinspielen. Kann der Mann einer strafrechtlichen Verurteilung entgehen, indem er in Anspruch nimmt, (auch damals schon) ein Transgender gewesen zu sein, der sich nur noch nicht öffentlich bekannt hat? Muss eine Frau, die sich als Transgender identifziert, eine Erklärung beibringen, wenn sie Verkehr mit einem Mann hat? Was uns dann gleich zu der Frage bringt, wie es mit homosexuellen Kontakten aussieht, müssen sich komosexuelle Männder gegenseitig eine Erklärung ausfüllen, homosexuelle Frauen jedoch gar keine?

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 Betreff des Beitrags: Re: Sterben die Schweden jetzt aus?
BeitragVerfasst: 20.12.17, 21:11 
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Charon- hat geschrieben:
FM hat geschrieben:
Wenn man von den Partnern erwartet, dass sie sich wechselseitig vorher die ausdrückliche Zustimmung geben lassen


Das ist schon eine ungewöhnliche Regelung, wäre aber m.E. nach mit rechtsstaatlichen Grundsätzen vereinbar (vergleichbar z.B. mit der Einwilligung bei der Körperverletzung gem. § 228 StGB).

Das Problem, welches ich sehe, ist, dass ausdrücklich und gewollt nur der Mann verpflichtet ist, sich diese Einwilligung zu holen, während eine Frau bei gleicher Sachlage straffrei wäre.


Die Zustimmung zur Körperverletzung gibt man im häufigsten Fall einem Arzt, z.B. vor einer OP. Das ist schon etwas anderes als ein Blatt zu unterschreiben, in dem man einer vielleicht sogar eher fremden Person eine detaillierte Liste gibt, mit welchen Sexualpraktiken man einverstanden ist und dass man dies mit dieser Person machen will. Der Arzt unterliegt einer besonderen Schweigepflicht, der Sexualpartner nicht.

Den etwas gründlicher recherchierten Preseberichten ist schon zu entnehmen, dass es in allen Fällen gelten soll, egal ob Mann oder Frau. Aber welcher deutsche Journalist kann schon Schwedisch und hier wirklich recherchieren?

Siehe zum Beispiel hier:
http://www.bento.de/politik/schweden-pl ... e-1951657/
In den Überschriften steht zwar ganz ausdrücklich, nur der Mann muss fragen, im Fließtext aber dann das genaue Gegenteil. Das liegt daran, dass die Überschrift ein anderer Redakteur schreibt als der Verfasser des Artikels selbst, und der Überschriftenredakteur liest den Text vorher oft nicht, oder hat ihn nicht verstanden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sterben die Schweden jetzt aus?
BeitragVerfasst: 20.12.17, 21:18 
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Gilt das dann eigentlich noch als Fremdgegangen wenn man nichts unterschrieben hat oder kann man dann der Ehefrau sagen "ich wurde vergewaltigt". Die Ehefrau akzeptiert das dann natürlich in jedem Falle sang und klanglos so lange die andere Frau nichts schriftliches vorweisen kann. Kann also auch praktisch sein :christmas

_________________
...fleißig wie zwei Weißbrote
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sterben die Schweden jetzt aus?
BeitragVerfasst: 20.12.17, 21:59 
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FM hat geschrieben:
Wenn man von den Partnern erwartet, dass sie sich wechselseitig vorher die ausdrückliche Zustimmung geben lassen und ihnen die Beweispflicht dafür auferlegt, ist das schon ungewöhnlich.

Wie schon geschrieben, eine derartige Beweispflicht wäre mit rechtsstaatlichen Grundsätzen (in dubio pro reo) unvereinbar. Davon lese ich da nichts, das ist reine Spekulation ebenso wie die Behauptung, man müsste sich etwas Schriftliches geben lassen.

Zitat:
Was das Zustimmungsprozedere anbelangt, so scheint es so zu sein, dass eine mündliche Genehmigung ausreichen soll. Wer sichergehen will, dass gegebenenfalls vor Gericht nicht Wort gegen Wort steht, sollte sich aber etwas Schriftliches geben lassen, wird derzeit in schwedischen Internetforen gemutmaßt.

(Quelle: welt.de)

Nach geltender Rechtslage macht sich z. B. auch ein Zahnarzt strafbar, der eine Zahnbehandlung ohne Einwilligung des Patienten vornimmt. Müssen Sie jedesmal beim Zahnarzt etwas unterschreiben, bevor er mit dem Bohren beginnt? Ich nicht.

Es wird darauf ankommen, wie das Gesetz im Detail aussieht und wie es gelebt wird. Dazu ist im Moment noch wenig bekannt.

Ich wiederhole mal meine Frage:
"In welchen Fällen wäre es denn in Ordnung, Sex mit einer Frau zu haben, ohne dass diese zu erkennen gegeben hat, dass sie das will?"


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