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recht.de • Thema anzeigen - Der nächste Gesundheitsminister ohne Plan
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BeitragVerfasst: 27.02.18, 09:15 
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http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 95556.html

Zitat:
"Privat und gesetzlich Versicherte müssen in Zukunft gleich schnell einen Arzttermin bekommen können", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Aus seiner Sicht hätten viele Menschen beim Arzt das Gefühl, es gebe zwei Klassen bei der Terminvergabe, sagte der CDU-Politiker dem RND.

Vom Prinzip her ist das doch fast der Hauptgrund sich privat zu versichern. Warum sollte das auch ungerecht sein, dass jemand der mehr zahlt auch schneller einen Termin bekommt. Das wird sich nie ändern lassen. Jeglicher Versuch ist zum Scheitern verurteilt. Es wird immer einen Weg geben mehr zu bezahlen und dafür dann auch mehr oder schneller etwas zu bekommen. So funktioniert alles bei uns. Selten dämlich sich darüber aufzuregen.

Zitat:
Spahn will auch - wie im möglichen Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD vereinbart - über die Vergütung von Ärzten für Versicherte von gesetzlichen Krankenversicherungen sprechen. Bislang ist die Behandlung von Privatpatienten für Ärzte deutlich lukrativer.

Aha ja nix Neues. Will er Kassenpatienten teurer abrechnen lassen und die Gesundheitskosten noch mehr explodieren lassen oder welche Lösung schwebt ihm da vor. Der einzige Hebel wäre die Sätze für Privatpatienten auf GKV-Niveau zu drücken. Gewinnen tun dabei aber nur die Privaten und die Ärtze dürften auf die Barikaden gehen. Auch eine Mischlösung (man lässt gleich viel Geld im System indem die GKV-Kunden mehr abrechnen und die PKV-Kunden ein bisschen weniger, damit im Summe für die Ärzte gleich viel bleibt) ändert im Ergebnis nichts. Außer dass die Gesundheitskosten noch ein wenig mehr "unsolidarischer werden", weil die Privaten dann halt weniger zahlen müssen...

Zitat:
Er bezeichnete die Entscheidung für die private Krankenversicherung als Lebensentscheidung. Wenn man sich einmal festgelegt habe, "ist ein Wechsel in späteren Jahren schwerer als eine Scheidung", sagte der 37-Jährige.

Völliger Blödsinn. So lange man nicht 55 ist, ist das wechseln so einfach wie die Unterhose wechseln. Einfach 1 Jahr als Angestellter unter der JAEG verdienen. Was soll daran schwerer sein als eine Scheidung durchzuziehen?

Seine ganzen vermeintlichen Ansätze können eigentlich nur zum Scheitern veruteilt werden, weil die vermeintlich genannten Probleme mit genannten Maßnahmen gar nicht zu adressieren sind...

Man sollte sich einfach mal entscheiden. Entweder will man die Einheitsversicherung (die aber nichts daran ändert, dass man durch Zusatzversicherungen oder Zusatzzahlungen weiterhin eine 2-Klassenmedizin hat) oder man will die nicht.

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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


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BeitragVerfasst: 27.02.18, 09:54 
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Ja, die Angleichung der Bezahlsysteme wird nicht ganz einfach. Auf der einen Seite die GKV mit ihrem Punktesystem und Pauschalen und auf der anderen Seite die PKV bei der jeder Handschlag einzeln abgerechnet wird.

windalf hat geschrieben:
Zitat:
Er bezeichnete die Entscheidung für die private Krankenversicherung als Lebensentscheidung. Wenn man sich einmal festgelegt habe, "ist ein Wechsel in späteren Jahren schwerer als eine Scheidung", sagte der 37-Jährige.

Völliger Blödsinn. So lange man nicht 55 ist, ist das wechseln so einfach wie die Unterhose wechseln. Einfach 1 Jahr als Angestellter unter der JAEG verdienen. Was soll daran schwerer sein als eine Scheidung durchzuziehen?


Jein. Ja aus der PKV komplett raus geht unter Beachtung der Spielregeln noch recht einfach. Aber versuche mal innerhalb der PKV den Versicherer zu wechseln. Auch ein Wechsel beim gleichen Versicherer in einen anderen Tarif ist nicht so mal eben erledigt. Zumindest nicht dann wenn man sich vorher Gedanken macht über die möglichen Folgen in den verschiedensten Fällen.


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BeitragVerfasst: 27.02.18, 10:15 
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Zitat:
Ja, die Angleichung der Bezahlsysteme wird nicht ganz einfach.

Doch das ist total einfach. Das eigentlich Problem ist, dass man sich mal entscheiden muss was man will. Und dieser Schwachsinn verhindern zu wollen, dass jemand der bereit ist mehr auf den Tisch zu legen früher einen Termin bekommt ist von vornherein zum scheitern verurteilt. Man sollte doch lieber froh sein, dass diese Personen das Gesundheitssystem billiger halten. Egal für welches System man sich entscheidet. Es ist eigentlich immer gut, dass es Leute gibt die dann bereit sind mehr zu bezahlen. Das macht es für die anderen günstiger (die ggf. länger auf einen Termin warten müssen). Es ist ja nicht so, dass hier irgendjemand direkt am verrecken ist, weil er länger auf einen Termin warten muss.

Zitat:
Aber versuche mal innerhalb der PKV den Versicherer zu wechseln.

Das ist auch relativ einfach. Es wird halt nur teuer, weil die Altersrückstellungen beim alten Versicherer hängen bleiben und man quasi mit höherem Lebensalter/als höheres Risiko einsteigt. Wenn man das ändern möchte könnte man das ganz einfach ändern. Man muss es halt wollen und einfach nur machen. Das ist aber kein echtes Problem sondern stumpf den geltenen Spielregeln geschuldet.

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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


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