Politik und der Mut das auszusprechen was man denkt

politische Aspekte von Rechtsprechung und Gesetzesvorhaben; rechtliche Aspekte von politischem Agieren

Moderator: FDR-Team

Charon-
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 1652
Registriert: 12.07.06, 20:45

Re: Politik und der Mut das auszusprechen was man denkt

Beitrag von Charon- » 19.03.18, 14:54

windalf hat geschrieben:Ich hatte ja alles was ich brauche. Warum soll ich arm gewesen sein.
Weil du sagst, du hast bei null angefangen. Wenn "Null" in deiner Aussage bedeutet "alles, was ich brauche", dann ist das nicht Null.
windalf hat geschrieben:Ja. Ich hatte da mein Schicksal aber auch nicht selbst in der Hand.


1. Was fehlte dir denn?
2. Warum hattest du dein Schicksal nicht selber in der Hand? Was hat sich denn zwischen z.b. 15 und 16 geändert?
windalf hat geschrieben:Nein wenn die fehlende Deckung auf Grund schlechten wirtschaftens entsteht.
Also ist derjenige nicht arm, der seine Situation selber verschuldet hat? Ist denn dann auch derjenige nicht krank, der die Krankheit selber verschuldet hat?
windalf hat geschrieben:Sorry aber wenn der Steuerzahler den Spaß bezahlt
Da sind wir noch nicht, wir sind erstmal bei der Definition von "Armut".
windalf hat geschrieben:Hinsichtlich eines langfristigen Hartz-IV-Bezuges ist das auch so
Sage ich ja, dass das die letzte These ist.

So, nun prüfen wir mal, ob wir die Definition "Armut" haben, die du mit der Spahn-Aussage verbinden willst: Die Situation ist eingetreten, der Strom ist abgestellt, die Heizung funktioniert damit auch nicht, die Wohnung ist im Winter nicht nutzbar. Damit ist ein Grundbedürfnis (Wohnen) nicht mehr gedeckt, so dass eigentlich Armut im Sinne eines elementaren Mangels vorliegen würde, aber nach deinen Thesen ist es keine Armut, weil es selbst verschuldet ist. Sehe ich das so richtig?
Um der allgemeinen Sprachverwirrung des Siezens entgegenzuwirken, biete ich jedem Nutzer das dänische Umgangsduzen an.

Sylliska
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 171
Registriert: 31.08.07, 14:25

Re: Politik und der Mut das auszusprechen was man denkt

Beitrag von Sylliska » 19.03.18, 15:34

windalf hat geschrieben:http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 97759.html

Da tut das endlich mal jemand und schon wird ihm das vorgeworfen.

Eigentlich wünscht man sich doch als Bürger viel mehr, dass Politiker aussprechen für was die stehen und was für eine Meinung die zum Thema X haben. Ob einem die Meinung nun gefällt oder nicht... Wenn das aber endlich mal jemand tut regt man sich drüber auf, dass man solche "Wahrheiten" besser nicht ausspricht.

Etwas nicht auszusprechen nur weil sich jemand drüber ärgern könnte, dass ist erbärmliche Politik.


Soso: https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/i ... n-Job.html

windalf
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 14883
Registriert: 27.01.05, 02:00
Wohnort: Internet

Re: Politik und der Mut das auszusprechen was man denkt

Beitrag von windalf » 19.03.18, 16:26

Weil du sagst, du hast bei null angefangen. Wenn "Null" in deiner Aussage bedeutet "alles, was ich brauche", dann ist das nicht Null.
Null EURO (bzw. damals noch DM) Puffer...
1. Was fehlte dir denn?
Jemand anders (meine Eltern) haben Budgetiert was ich bekomme und was ich nicht bekomme...
2. Warum hattest du dein Schicksal nicht selber in der Hand? Was hat sich denn zwischen z.b. 15 und 16 geändert?
Durch den Auszug frei zu entscheiden was ich tun und lassen möchte und wofür ich Geld ausgebe und wofür nicht...
Also ist derjenige nicht arm, der seine Situation selber verschuldet hat?
Wenn ich heute alles für xxxx und Koks ausgebe und meinen Job hinschmeiße mag ich zwar arm sein. Aber ich hätte nicht verdient, dass man mir hilft. Warum nicht. Weil ich an meiner Situation selbst schuld bin...
Ist denn dann auch derjenige nicht krank, der die Krankheit selber verschuldet hat?
Ich dachte wir reden von Hartz IV und nicht von Sozialhilfe. Wer (nachhaltig/längerfristig) krank ist steht dem Arbeitsmarkt eher nicht zur Verfügung...
So, nun prüfen wir mal, ob wir die Definition "Armut" haben, die du mit der Spahn-Aussage verbinden willst: Die Situation ist eingetreten, der Strom ist abgestellt, die Heizung funktioniert damit auch nicht, die Wohnung ist im Winter nicht nutzbar.
Meine Aussage ist, wer sich mit Hartz IV Regelsatz in eine solche Situation bringt, der ist selbst Schuld an dieser Situation. Er hat einfach schlecht gewirtschaftet. Wenn ich schlecht wirtschafte trägt mir auch keiner den Arsch hinterher.
Damit ist ein Grundbedürfnis (Wohnen) nicht mehr gedeckt, so dass eigentlich Armut im Sinne eines elementaren Mangels vorliegen würde, aber nach deinen Thesen ist es keine Armut, weil es selbst verschuldet ist. Sehe ich das so richtig?
Das Problem hat aber jeder wenn man unwirtschaftlich handelt...
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Charon-
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 1652
Registriert: 12.07.06, 20:45

Re: Politik und der Mut das auszusprechen was man denkt

Beitrag von Charon- » 19.03.18, 17:58

windalf hat geschrieben:Null EURO (bzw. damals noch DM) Puffer...
Also Null Euro auf der Bank, oder was meinst du mit Puffer?
windalf hat geschrieben:Jemand anders (meine Eltern) haben Budgetiert was ich bekomme und was ich nicht bekomme...
Das war nicht die Frage, du sagst, du warst arm, gleichzeitig sagst du, arm ist nur derjenige, dessen Grundbedürfnisse nicht gedeckt sind. Die Folgerung wäre, dass du ungedeckte Grundbedürfnisse hattest, und ich frage, welche das waren.
windalf hat geschrieben:Durch den Auszug frei zu entscheiden was ich tun und lassen möchte und wofür ich Geld ausgebe und wofür nicht...
Und das konntest du warum nicht mit 15 tun?
windalf hat geschrieben:mag ich zwar arm sein.
Ok, das ist neu. Also reicht ein Mangel an Geld auch aus, um arm zu sein, selbst wenn die Grundbedürfnisse noch gedeckt sind?
windalf hat geschrieben:Aber ich hätte nicht verdient, dass man mir hilft
Darum geht es noch nicht, wir sind noch bei der Frage, wann jemand arm ist.
windalf hat geschrieben:Ich dachte wir reden von Hartz IV und nicht von Sozialhilfe.
Macht das einen Unterschied, wie die Leistung heisst?
windalf hat geschrieben:Wer (nachhaltig/längerfristig) krank ist steht dem Arbeitsmarkt eher nicht zur Verfügung...
Nö, jemand kann auch nachhaltig krank und dennoch erwerbsfähig sein. Nehmen wir doch als wunderbares Beispiel den Alkoholiker, der ist in einem Großteil der Fälle erwerbsfähig, aber dauerhaft in seinem Zustand (und freundlicherweise auch zumeist selbst verschuldet). Ist diese Person nun krank?
windalf hat geschrieben:Wenn ich schlecht wirtschafte trägt mir auch keiner den Arsch hinterher.
Doch, derzeit tut man das. Wenn du dich um deinen Job, dein Haus und deine Ersparnisse bringt, kriegst du dennoch Leistungen zur Sicherung deines Lebensunterhalts, so wie jeder andere auch. Aber eben erst, wenn du dich um all das gebracht hast.
windalf hat geschrieben:Das Problem hat aber jeder wenn man unwirtschaftlich handelt...
Was für ein Problem? Ich habe eine Frage gestellt, da ist kein Problem, da ist "Ja" oder "Nein".
Um der allgemeinen Sprachverwirrung des Siezens entgegenzuwirken, biete ich jedem Nutzer das dänische Umgangsduzen an.

windalf
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 14883
Registriert: 27.01.05, 02:00
Wohnort: Internet

Re: Politik und der Mut das auszusprechen was man denkt

Beitrag von windalf » 19.03.18, 18:29

Also Null Euro auf der Bank, oder was meinst du mit Puffer?
Nicht nur da...
Das war nicht die Frage, du sagst, du warst arm, gleichzeitig sagst du, arm ist nur derjenige, dessen Grundbedürfnisse nicht gedeckt sind.
Ich sage arm ist derjenige der seine Grundbedürfnisse nicht decken kann, weil er nicht genug Mittel zur Verfügung hat. Jemand der seine Grundbedürfnisse nicht decken kann obwohl er genug mittel zur Verfügung hat ist nicht arm sondern blöd.
Und das konntest du warum nicht mit 15 tun?
Weil ich da noch nicht in der Lage war neben der Schule meinen Lebensunterhalt selbst sicherzustellen.
Also reicht ein Mangel an Geld auch aus, um arm zu sein, selbst wenn die Grundbedürfnisse noch gedeckt sind?
Imho nein.
Darum geht es noch nicht, wir sind noch bei der Frage, wann jemand arm ist.
Imho dann wenn er seine Grundbedürfnisse nicht decken kann, weil ihm nicht genug Mittel zur Verfügung stehen... (Mal von dem Problem abgesehen, dass meine Eltern nicht wollten das ich ausziehe, weil das Kindergeld dann ja flöten geht plus das Problem mit vor dem Gesetz nicht volljährig. War ein längerer Streit und nerviger Miste mit dem Amt, die sich da überalle einmischen wollen...)
Macht das einen Unterschied, wie die Leistung heisst?
Ja
Nö, jemand kann auch nachhaltig krank und dennoch erwerbsfähig sein.
Ich schrieb ja auch "eher nicht zur Verfügung" und nicht "nie zur Verfügung"
Was für ein Problem? Ich habe eine Frage gestellt, da ist kein Problem, da ist "Ja" oder "Nein".
Wenn ich frage wie alt du bist. Dann ist nur ja und nein eine sinnvoll Antwort? :?: :?: :?:
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Charon-
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 1652
Registriert: 12.07.06, 20:45

Re: Politik und der Mut das auszusprechen was man denkt

Beitrag von Charon- » 19.03.18, 19:30

windalf hat geschrieben:Nicht nur da...
Ok, also jemand der kein Geld auf der Bank oder in der Tasche hat, ist dann arm?
windalf hat geschrieben:Ich sage arm ist derjenige der seine Grundbedürfnisse nicht decken kann, weil er nicht genug Mittel zur Verfügung hat.Jemand der seine Grundbedürfnisse nicht decken kann obwohl er genug mittel zur Verfügung hat ist nicht arm sondern blöd.
Nun hat derjenige, der Hartz IV bekommt, nicht genug, um seine Stromrechnung zu bezahlen. Ist er nun arm oder nicht?
windalf hat geschrieben:Weil ich da noch nicht in der Lage war neben der Schule meinen Lebensunterhalt selbst sicherzustellen.
Warum nicht?
windalf hat geschrieben:Imho nein.
Dann ist die Frage: Warum warst du mit 15 arm?
windalf hat geschrieben:Mal von dem Problem abgesehen, dass meine Eltern nicht wollten das ich ausziehe, weil das Kindergeld dann ja flöten geht
Wieso sollte das Kindergeld flöten gehen, wenn du ausziehst?
windalf hat geschrieben:Ja
Warum?
windalf hat geschrieben:Ich schrieb ja auch "eher nicht zur Verfügung" und nicht "nie zur Verfügung"
Und ich führte aus, dass auch ein Kranker dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht.
windalf hat geschrieben:Wenn ich frage wie alt du bist. Dann ist nur ja und nein eine sinnvoll Antwort?
Wenn du die Frage mit "sehe ich das richtig" beendest schon.
Um der allgemeinen Sprachverwirrung des Siezens entgegenzuwirken, biete ich jedem Nutzer das dänische Umgangsduzen an.

windalf
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 14883
Registriert: 27.01.05, 02:00
Wohnort: Internet

Re: Politik und der Mut das auszusprechen was man denkt

Beitrag von windalf » 19.03.18, 19:38

Ok, also jemand der kein Geld auf der Bank oder in der Tasche hat, ist dann arm?
Nein der Rahmen in dem man dann haushalten kann ist eingeschränkter. Man muss sich mehr Mühe geben und zusehen Reserven zu schaffen wann immer es möglich ist
Nun hat derjenige, der Hartz IV bekommt, nicht genug, um seine Stromrechnung zu bezahlen. Ist er nun arm oder nicht?
Er hat nur dann nicht genug, wenn er nicht haushaltet. Das Problem ist aber völlig unabhängig von Hartz IV...
Warum nicht?
Weil der Staat sich da einmischt und es nicht so gern sieht, wenn man zu jung (viel) arbeiten geht....
Dann ist die Frage: Warum warst du mit 15 arm?
Ich würde das eher fremdgesteuert nennen. Jemand anders bestimmte über mein Schicksal.. (Ich musste aber nicht hungern und hatte ein Dach über dem Kopf wenn das deine Frage war)
Wieso sollte das Kindergeld flöten gehen, wenn du ausziehst?
Wegen der Überleitung von Kindergeld...
Warum?
Gegenfrage. Wenn es keinen machen würde, warum gibt es dann zwei verschiedene Leistungen?
Und ich führte aus, dass auch ein Kranker dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht.
Wenn er das kann ist es ja auch kein Problem. Dann bekommt er ja Hartz IV oder stellt sein Lebensunterhalt selbst sicher durch Erwerbseinkommen...
Wenn du die Frage mit "sehe ich das richtig" beendest schon.
Also wäre die Frage: "Wie alt bist du sehe ich das richtig". Und darauf antwortet man dann nur mit "Ja" oder "Nein"?
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Charon-
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 1652
Registriert: 12.07.06, 20:45

Re: Politik und der Mut das auszusprechen was man denkt

Beitrag von Charon- » 20.03.18, 06:37

windalf hat geschrieben:Nein der Rahmen in dem man dann haushalten kann ist eingeschränkter.
Ok, also, warum warst du dann arm, bevor du 16 Jahre alt warst?
windalf hat geschrieben:Weil der Staat sich da einmischt und es nicht so gern sieht, wenn man zu jung (viel) arbeiten geht....
1. Welche Behörde hat dich denn daran gehindert, arbeiten zu gehen?
2. Wenn also jemand sagt, dass der Staat daran schuld ist, dass er nicht arbeiten kann, ist das ein legitimer Grund und führt dazu, dass derjenige arm wäre?
windalf hat geschrieben:wenn das deine Frage war
Meine Frage seit einer Woche ist, wann jemand deiner Meinung nach arm ist. Du hast gesagt, dass du arm warst, bevor du 16 wurdest. Jetzt ist meine Frage, woran du das misst.
windalf hat geschrieben:Wegen der Überleitung von Kindergeld...
Die kommt aber nur in Frage, wenn eine Unterhaltspflicht besteht. Die besteht aber nicht, wenn das Kind über ausreichend Einkommen verfügt (§ 1602 BGB).
windalf hat geschrieben: Wenn es keinen machen würde, warum gibt es dann zwei verschiedene Leistungen?
Weil es bei den Leistungen Unterschiede gibt. Hat aber mit der Frage, ob jemand "arm" ist, nichts zu tun.
windalf hat geschrieben:Also wäre die Frage: "Wie alt bist du sehe ich das richtig"
Oh Verzeihung, ich ging davon aus, dass wir hier sinnvolle Sätze formulieren. Wenn dir das zu anstrengend ist, kannst du das sagen, niemand zwingt dich, hier zu antworten,
Um der allgemeinen Sprachverwirrung des Siezens entgegenzuwirken, biete ich jedem Nutzer das dänische Umgangsduzen an.

windalf
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 14883
Registriert: 27.01.05, 02:00
Wohnort: Internet

Re: Politik und der Mut das auszusprechen was man denkt

Beitrag von windalf » 20.03.18, 08:43

Ok, also, warum warst du dann arm, bevor du 16 Jahre alt warst?
Ist man arm, wenn man sich nicht alles kaufen kann was man möchte? Insbesondere dann wenn der Hauptgrund ist, dass jemand anders darüber entscheid wofür Geld ausgegben wird? Ich sage dann ist er fremdbestimmt. Kind sein ist halt blöd. Andere entscheiden alles für einen und legen fest was vermeintlich gut oder schlecht für einen ist und was man bekommt und was man nicht bekommt.
1. Welche Behörde hat dich denn daran gehindert, arbeiten zu gehen?
Es gab ärger mit dem Jugendamt. Diese neunmalklugen Mitarbeiten meinten zu wissen was aus mir wird und trauten einem Minderjährigen nicht zu sein Leben selbst in den Griff zu bekommen. Ich würde angeblich die Schule vernachlässigen und dann könnte nie etwas aus mir werden usw... Das meine Noten gut waren hat die nicht interessiert.
2. Wenn also jemand sagt, dass der Staat daran schuld ist, dass er nicht arbeiten kann, ist das ein legitimer Grund und führt dazu, dass derjenige arm wäre?
Es alleine zu sagen heißt ja nicht, dass es so ist. Außerdem wäre er dann ja nicht arm. Er bekäme doch Geld vom Staat und könnte sich (wenn er sich nicht dämlich anstellt) alles Lebensnotwendige kaufen. Warum sollte derjenige arm sein. Abstehen von Minderjährigen denen der Staat nicht zutraut erfolgreich eine Schule zu besuchen und nebenbei im größeren Rahmen Geld zu verdienen, wen hindert der Staat denn am Arbeiten gehen? Er schafft höchstens Anreize die dafür sorgen, dass man sagt es reicht auch locker so warum arbeiten gehen...
Meine Frage seit einer Woche ist, wann jemand deiner Meinung nach arm ist.
In jedem FAlle nicht wenn er Hartz IV bekommt.
Die kommt aber nur in Frage, wenn eine Unterhaltspflicht besteht. Die besteht aber nicht, wenn das Kind über ausreichend Einkommen verfügt (§ 1602 BGB).
Die Frage ist was der Staat vermeintlich als ausreichend definiert. In meinem Fall war es so ,dass ich das Kindergeld bekommen habe.
Weil es bei den Leistungen Unterschiede gibt. Hat aber mit der Frage, ob jemand "arm" ist, nichts zu tun.
Wenn arm mit der Menge an Mitteln korrelliert sein sollte und es bei den Leistungen unterschiede gibt wir kommst du dann auf die Idee, dass dies automatisch mit arm nichts zu tun hat?
Oh Verzeihung, ich ging davon aus, dass wir hier sinnvolle Sätze formulieren.
Ich auch. Daher wunderte mich der Blödsinn den du da fabuliert hast.
Wenn dir das zu anstrengend ist, kannst du das sagen,
Fass dir an die eigene Nase. Du hast den Schwachsinn von dir gegeben. Soll ich das nochmal im Detail zitieren oder reichen deine geistigen Kapazitäten den Hergang selbst zu rekonstruieren?
niemand zwingt dich, hier zu antworten,
Eben. Das gilt auch für dich...
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Celestro
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 1811
Registriert: 22.06.05, 22:24

Re: Politik und der Mut das auszusprechen was man denkt

Beitrag von Celestro » 20.03.18, 09:53

@ windalf & Charon

Eure Diskussion macht keinen Sinn, merkt Ihr hoffentlich selbst. Charon fragt immer die gleichen Fragen und windalf gibt keine wirklich ergiebigen Antworten.

MarcoW75
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 237
Registriert: 23.11.04, 06:54

Re: Politik und der Mut das auszusprechen was man denkt

Beitrag von MarcoW75 » 20.03.18, 11:22

Charon- hat geschrieben:soweit ich mir erinnere, verdienen auch Callcenter-Mitarbeiter im Schnitt ca. 13 Euro
Schön wäre es ja. Die meisten CC-Mitarbeiter kommen kaum über den Mindestlohn hinaus. Selbst mit Provisionen sind in der Praxis kaum mehr als 9,50€ drin. Etwas besser haben es nur die,die in irgendwelchen Inbound-Callcentern von Firmen sitzen und dort einem Tarifvertrag unterliegen. Hier sind etwa 10,50€ drin. Ich selbst arbeite über eine Zeitarbeitsbude in einem Callcenter eines Maschinenbauers und habe seit Februar -bedingt durch equal pay- nun einen Stundenlohn von 10,63. Klingt himmlisch, ist aber die Hölle. Will sagen: Callcenter ist einer der Jobs, die dermaßen mies sind,daß selbst eine gute Bezahlung die Nachteile nicht wettmachen kann.

Charon-
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 1652
Registriert: 12.07.06, 20:45

Re: Politik und der Mut das auszusprechen was man denkt

Beitrag von Charon- » 20.03.18, 13:09

windalf hat geschrieben: Daher wunderte mich der Blödsinn den du da fabuliert hast [...] Fass dir an die eigene Nase. Du hast den Schwachsinn von dir gegeben. Soll ich das nochmal im Detail zitieren oder reichen deine geistigen Kapazitäten
Warum du nun der Meinung bist, ausfallend werden zu müssen, kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber du wirst schon deine Gründe haben, warum du das ganze persönlich machen willst.

Ich denke mir meinen Teil, und du landest auf der Ignoreliste. Eine der schönen Eigenschaften des Internet, ich brauche deine Existenz nicht zur Kenntnis zu nehmen, wenn ich es nicht will. Hat doch auch was für sich.
Um der allgemeinen Sprachverwirrung des Siezens entgegenzuwirken, biete ich jedem Nutzer das dänische Umgangsduzen an.


Name4711
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2055
Registriert: 31.05.15, 07:19

Re: Politik und der Mut das auszusprechen was man denkt

Beitrag von Name4711 » 21.03.18, 11:31

Was ist denn an der Grundaussage so falsch? Zumindest bleibt ggf. weniger übrig!
Ichr scheint wohl zum großteil Beamte zu sein die auch automatisch ihre Zuschläge einfahren.

Nimm eine Familie mit 2 Kindern in der Sandkiste Brandenburg - soweit in der Pampa, dass du sicher sein kannst ja auch keinen Job angeboten zu bekommen.
Dann eine Famile in eine westdeutschen Großstadt:

Hat die Familie nur ein Einkommen braucht es schon einen vernünftigen Job um über das Hart4 Niveau zu kommen - oder du musst schon mit Sozialleistungen aufstocken (Wohngeld etc.) - und es gibt eine Menge beschissen bezahlter Jobs.

Dann kommen dazu noch die "Reibungsverluste" die durch das Arbeiten entstehen (selbst bei zwei geringen Einkommen). Du must zur Arbeit kommen du must unterwegs essen , jemand muss auf die Kinder Aufpassen usw.
Dazu kommt auch noch dass du dich in einem sozialen Umfeld bewegst dass mehr Geld hat .

Das sind immer diese dämlichen Rechnungen, bei dehnen dann der Arbeitnehmer mit dem Busticket jeden Morgen 50km zur Arbeit und zurück fährt und sich in der Mittagspause die Erbsensuppe vom Discounter aufwärmt wenn die Kollegen zum Essen gehen. :lol:

Das Problem sind aber nicht die ALG 2 Sätze sondern die Löhne, die so gestrickt sind, dass man immer 2 braucht. Das ist übrigens eine ganz geschickte Manipulation:

Wenn heute jemand sagt, man müsse auch mit einem Einkommen eine Familie durchfüttern können, hat er doch sofort die gesamten Feminitinnen am Hals, die ihre Errungenschaften bedroht sehen - und die Arbeitgeber sowieso...

Name4711
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2055
Registriert: 31.05.15, 07:19

Re: Politik und der Mut das auszusprechen was man denkt

Beitrag von Name4711 » 21.03.18, 11:43

PS.: Zu dem was windalf da achreibt...mit seine "Jugendarmut". In dem Fall stimme ich da zwar nicht so recht zu, es ist aber etwas wahres daran:

Ich erinnere mich da an meine "Jugend".

Stichwort BaföG. Wieder Stadt mit hohen Mieten. Meine Eltern verdienten gerade eben genau so viel dass 0 DM Bafög dabei heraussprangen. Gleichzeitig utopisch dass sie mir wirklich den vorgesehenen Betrag an Untergalt - schon gar nicht in Bar - geben konnten.
Sie verdienten aber noch so wenig dass die Miete gefördert wurde. Wenn ich aber nun selbst mehr als nur einen kleinen Nebenjob machte fiel diese Förderung dann auch weg...

Antworten