Gesetzliche Rentenversicherung und Frauen

politische Aspekte von Rechtsprechung und Gesetzesvorhaben; rechtliche Aspekte von politischem Agieren

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windalf
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Gesetzliche Rentenversicherung und Frauen

Beitrag von windalf » 26.03.18, 11:07

Einfach Frage (auf die ich mit Googlen keine Antwort gefunden habe).

Wenn die Lebenserwartung von Frauen höher ist als die von Männern warum ist das Renteneintrittsalter von Frauen nicht höher als bei Männern? Warum dürfen Frauen zum gleichen Zeitpunkt abschlagsfrei in Rente gehen wie Männer?

Eine echte plausible Erklärung dafür habe ich im Netz nicht gefunden.

Der Artikel hier greift zwar viele Themen auf https://archiv.wirtschaftsdienst.eu/jah ... sicherung/ aber begründet nicht einmal ansatzweise, warum Frauen nicht eigentlich länger arbeiten müssten um in Rente zu gehen... (Es wird eher diskutiert wie das von wem finanziert werden sollte).

Über so etwas wie Frauen würden weniger Punkte sammeln, weil die ja weniger Arbeiten (und sich vermehrt um Kinder kümmern) zu argumentieren mutet komisch an bzw. hebelt das Argument das man eigentlich länger arbeiten sollte bei einer höheren Lebenserwartung nicht aus. Es wäre eher ein Argument dafür entsprechende Arbeit während der Erwerbsphase anders zu bepunkten aber nicht die Erwerbsphase früher enden zu lassen...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

ktown
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Re: Gesetzliche Rentenversicherung und Frauen

Beitrag von ktown » 26.03.18, 11:26

windalf hat geschrieben:Es wird eher diskutiert wie das von wem finanziert werden sollte
Na über wem wohl???? Über uns Männer natürlich. :wink: Würden die Frauen nicht soviel länger leben, könnten wir allesamt schon mit 60 in Rente. :lachen:
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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windalf
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Re: Gesetzliche Rentenversicherung und Frauen

Beitrag von windalf » 26.03.18, 11:46

Na über wem wohl???? Über uns Männer natürlich.
Das ist ja erstmal egal. Es ging in dem Artikel eher darum ob es eine Aufgabe der GKV sein kann entsprechende Nachteile auszugleichen oder ob das nicht aus Steuermitteln finanziert werden sollte.

Völlig unabhängig von irgendwelchen Erwerbsnachteilen die Schwangerschaft und Kindererziehung mit sich bringen steht doch aber weiterhin die Frage im Raum, warum die Erwerbszeit bei Frauen nicht länger ist, wenn diese länger leben.. Das würde ja deren Nachteil in der Rente auch abmildern, wenn die länger arbeiten und einzahlen...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

noidic
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Re: Gesetzliche Rentenversicherung und Frauen

Beitrag von noidic » 26.03.18, 11:49

Würde das im Umkehrschluss dann auch bedeuten, wenn ich durch meine Krankengeschichte eine verkürzte Lebenserwartung hätte, könnte ich dann auch früher in Rente gehen?
Hat deine Frau die Haut vom Rind und das Gebiß vom Pferde, schleife deine Axt geschwind, daß sie erlöset werde.

Old Piper
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Re: Gesetzliche Rentenversicherung und Frauen

Beitrag von Old Piper » 27.03.18, 07:11

windalf hat geschrieben:Wenn die Lebenserwartung von Frauen höher ist als die von Männern ...
Im Durchschnitt mag das so sein - aber das liegt wohl eher daran, dass die Frauen meist das Essen zubereiten. Also: Männer an den Herd!
Und verheiratete Männer leben nicht wirklich länger - es kommt denen nur länger vor...
MfG
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windalf
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Re: Gesetzliche Rentenversicherung und Frauen

Beitrag von windalf » 27.03.18, 08:10

Im Durchschnitt mag das so sein - aber das liegt wohl eher daran, dass die Frauen meist das Essen zubereiten. Also: Männer an den Herd!
Die Kausalität erschließt sich mir nicht direkt. Die Frauen vergiften das Essen für die Männer um früher (schwarze) Witwenrente zu bekommen?
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Gesetzliche Rentenversicherung und Frauen

Beitrag von Old Piper » 28.03.18, 06:10

Na soweit möchte ich gar nicht gehen, du Pointenkiller. Aber wenn man(n) selber kocht/grillt/zubereitet, dann ist da alles drin was er für ein längeres Leben braucht.
MfG
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Oktavia
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Re: Gesetzliche Rentenversicherung und Frauen

Beitrag von Oktavia » 28.03.18, 22:57

Ha! Als Raucherin darf ich dann auf jeden Fall auch eher in Rente gehen!!!

Frage ist doch, warum Männer eher sozialverträglich ableben :mrgreen: Nach den meissten Untersuchungen liegt dies an der höheren Risikobereitschaft. S-Bahn-Surfen z.B. wird nur zu einem geringen Teil von Frauen betrieben, schwerer Alkoholmissbrauch (1/3Frauen 2/3 Männer) und anderes Risikoverhalten ist bei Männern ausgeprägter. Aber Frauen holen im Zuge der Emanzipation bei den Risiken auf und Männer fangen an sich besser zu ernähren und minimieren Risiken :D
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Celestro
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Re: Gesetzliche Rentenversicherung und Frauen

Beitrag von Celestro » 03.04.18, 12:23

windalf hat geschrieben:Eine echte plausible Erklärung dafür habe ich im Netz nicht gefunden.
AGG ?

P.S. Woher nimmt man überhaupt die Idee, die Rentenhöhe sollte vom Durchschnittsalter des Ablebens des entsprechenden Geschlechtes abhängig sein ?

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Re: Gesetzliche Rentenversicherung und Frauen

Beitrag von windalf » 03.04.18, 12:44

Celestro hat geschrieben: P.S. Woher nimmt man überhaupt die Idee, die Rentenhöhe sollte vom Durchschnittsalter des Ablebens... ?
Wenn man mal "Rentenhöhe" und "Durchschnittsalter" in dem Sinne interpretieren möchte wie die Frage gemeint war...

Woher nimmt man die Idee es könnte anders sein?
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Re: Gesetzliche Rentenversicherung und Frauen

Beitrag von Celestro » 03.04.18, 13:37

windalf hat geschrieben:Woher nimmt man die Idee es könnte anders sein?
Weil die Rente z.B. nicht endet, wenn man das Durchschnittsalter erreicht hat ? Sondern Sie geht solange weiter, wie jemand lebt ...

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Re: Gesetzliche Rentenversicherung und Frauen

Beitrag von windalf » 03.04.18, 14:02

Celestro hat geschrieben:
windalf hat geschrieben:Woher nimmt man die Idee es könnte anders sein?
Weil die Rente z.B. nicht endet, wenn man das Durchschnittsalter erreicht hat ? Sondern Sie geht solange weiter, wie jemand lebt ...
Das wurde ja auch nciht behauptet. Es wurde aber gesagt, dass die Rente sich an der Lebenserwartung orientiert und die ist bei Männern und Frauen nun mal signifikant unterschiedlich...
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Re: Gesetzliche Rentenversicherung und Frauen

Beitrag von Celestro » 03.04.18, 14:50

windalf hat geschrieben:Es wurde aber gesagt, dass die Rente sich an der Lebenserwartung orientiert und die ist bei Männern und Frauen nun mal signifikant unterschiedlich...
Und wer sagt das ? Und welche Lebenserwartung überhaupt ? Die gemittelte von Männern und Frauen vielleicht ?

windalf
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Re: Gesetzliche Rentenversicherung und Frauen

Beitrag von windalf » 03.04.18, 15:15

Und welche Lebenserwartung überhaupt ? Die gemittelte von Männern und Frauen vielleicht ?
Genau das wurde bemängelt/zur Diskussion gestellt. Schön das du es nun auch verstanden hast...
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Re: Gesetzliche Rentenversicherung und Frauen

Beitrag von Celestro » 03.04.18, 17:34

windalf hat geschrieben:Genau das wurde bemängelt/zur Diskussion gestellt. Schön das du es nun auch verstanden hast...
Nicht ganz .... nochmal die Frage: "Wer sagt, daß die Lebenserwartung zur Berechnung genommen wird" UND "welche Lebenserwartung wird verwendet" ?

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