Falsche Urkunde?

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mano
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Falsche Urkunde?

Beitrag von mano » 04.03.19, 13:04

Moin allerseits,

Paul will den Lehrgang eines Sportverbandes besuchen. Voraussetzung zum Besuch dieses Lehrgangs ist aber ein Zeugnis, in dem bescheinigt wird, das Paul diese Voraussetzungen erfüllt.
Allerdings akzeptiert der Sportverband auch ein Schreiben des Vereins,dessen Miotglied Paul ist, das er diese für den Lehrgang erforderlichen Voraussetzungen erfüllt.

Leider hat Paul keinen solchen, die Voraussetzungen erfüllenden Lehrgang besucht. Der Vereinsvorsitzende aber bescheinigt ihm, das er die erforderlichen Vorausetzungen erfüllt hat - obwohl er weiß, das dies nicht stimmt.

Es wird also eine Urkunde erstellt, die inhaltlich falsch ist.

Wie ordne ich das strafrechtlich ein? Falschbeurkundung?

mano
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khmlev
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Re: Falsche Urkunde?

Beitrag von khmlev » 04.03.19, 13:22

Strafrechtlich ist da nicht zu holen. Zivilrechtlich macht sich der Verein schadensersatzpflichtig, soweit ein Schaden entsteht. Die erworbene Lizenz des Verbandes kann durch diesen widerrufen ubd eingezogen werden bzw. die Teilnahme am Lehrgang untersagt werden.
Gruß
khmlev
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cmd.dea
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Re: Falsche Urkunde?

Beitrag von cmd.dea » 06.03.19, 11:25

khmlev hat geschrieben:Zivilrechtlich macht sich der Verein schadensersatzpflichtig, soweit ein Schaden entsteht.
Auch dafür dürfte es wohl keine Rechtsgrundlage geben.

Zafilutsche
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Re: Falsche Urkunde?

Beitrag von Zafilutsche » 06.03.19, 13:22

Hm- Eine Organisation (ORG) setzt als Zugangsvoraussetzung zum Besuch einer Schulung? Seminar? Infoveranstaltung? ein bestimmtes "Zeugnis/Zertifikat? voraus welches bestimmte Qualifikationen/Qualifikationsmerkmale bescheinigt.
Ein Verein (VER) bescheinigt dem Schulungsinteressenten? Seminarinteressierten? Infoveranstaltungsinteressierten? Bewerber ein Qualifikationsnachweis ohne ein solches von der anderen Organisation (ORG) anerkanntes Zeugnis ausstellen zu können oder zu dürfen.
Wenn ORG den Angaben von VER folgend akzeptiert, dass die Qualifikationen (auch ohne Zeugnis von ORG) ausreichend sind, dann ist es weder das Problem vom Schulungsinteressenten? Seminarinteressierten? Infoveranstaltungsinteressierten? Bewerber noch das Problem vom (VER)
Es bleibt im Ermessen von (ORG) was akzeptiert wird und was nicht.

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