Strompreis senken

politische Aspekte von Rechtsprechung und Gesetzesvorhaben; rechtliche Aspekte von politischem Agieren

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windalf
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Strompreis senken

Beitrag von windalf » 24.07.19, 06:54

https://www.spiegel.de/wirtschaft/sozia ... 75059.html

Was ich ja nicht verstehe
Die Einnahmen aus einem solchen CO2-Aufschlag sollen die Bürger durch die Senkung der Ökostrom-Umlage (EEG) und auf anderen Wegen wieder zurückerhalten.
warum will man so einen Blödsinn machen? Ein Großteil des Stromes wird immer noch per CO2 Ausstoß prodziert. Zudem sorgt ein niedrigerer Strompreis dafür, dass sich wieder weniger Leute Photovoltaik aufs Dach packen (mal davon abgesehen, dass diejenigen die das getan haben um beim Eigenverbrauch zu sparen dann ggf. im Nachhinein verarscht werden), weniger in stromfressende energiesparende Geräte investiert wird usw...

Wenn Klimaschutz dann doch bitte richtig und nicht selber CO2 produzieren böse. Sollen das doch lieber wieder die Kraftwerke machen...
...fleißig wie zwei Weißbrote
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Tastenspitz
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Re: Strompreis senken

Beitrag von Tastenspitz » 26.07.19, 07:34

Politik und Logik sind selten zusammen anzutreffen. :wink:
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

FM
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Re: Strompreis senken

Beitrag von FM » 30.07.19, 22:51

Ich erinnere mich noch: vor 15, 20 oder 30 Jahren galt Strom als die umweltschädlichste Energieform. Damals habe ich mir angewöhnt, meine Waschmaschine mit Warmwasser (Erdgas-erhitzt) zu füllen, um Strom zu sparen. Was auch logisch erschien, da das Gas gleich daneben verbrannt wurde, also wenig Transport- und Umwandlungsverluste. Damals hatte man auch satirische Aufkleber wie "Atomkraft? Mein Strom kommt aus der Steckdose".

Ja, Atomkraft verschwindet (abgesehen von den Importen aus Frankreich und Tschechien), aber Kohle-, Gas-, Ölkraftwerke sind wenig überzeugend, der Zubau der Landschaft in Deutschland (statt in der Sahara) mit Sonnenkollektoren auch nicht, und die Windräder ...

Da erscheint es doch effektiver, das Erdöl nicht im Kraftwerk sondern direkt da wo die Energie gebraucht wird, also im Auto, zu verbrennen. Ohne lange Leitungen und Verluste. Zumindest bis denn endlich mal mit Wasserstoff, der in der Sahara (ewig viel Platz, dauernde Sonneneinstrahlung, eine Einnahmequelle für Afrika) gewonnen wird, getankt werden kann. Und jetzt sage bitte keiner das ginge nicht weil es da kein Wasser gäbe - direkt daneben sind der Atlantik, das Mittelmeer und das Rote Meer. Genau darauf können dann auch die Tankschiffe nach Euroüpa fahren (auch mit Wasserstoffantrieb).

Zafilutsche
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Re: Strompreis senken

Beitrag von Zafilutsche » 13.08.19, 12:08

Es ist wie immer eine Frage der Energiebilanz und wie umfangreich man diese betreibt.
Erdgas hat das Problem, dass bei der Förderung viele "Verluste" zu verzeichnen sind. Es ist schon schwierig die Mengen zu bestimmen die ungenutzt "verpuffen" und als Treibhausgas unser Klima erwärmen. :oops:
Da nutzt der hohe Wirkungsgrad weil vor Ort verbrannt wird. Aber was das "beste" ist vermag ich auch nicht sagen. Alles hat seine Risiken und Nebenwirkungen, egal ob Wasserkraft, Wind, Sonne, Nachwachsende Rohstoffe, Kohle, Uran Öl oder Erd-/ Flüssiggas. Die Politik versucht jedenfalls einer "Ideologie" je gewählte Volksvertreter nachzujagen.

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