Diskussion zur Landesverfassung: „Alle Staatsgewalt geht von dem Volke aus“

politische Aspekte von Rechtsprechung und Gesetzesvorhaben; rechtliche Aspekte von politischem Agieren

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Janniklas92
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Re: Diskussion zur Landesverfassung: „Alle Staatsgewalt geht von dem Volke aus“

Beitrag von Janniklas92 »

Volk hat allerdings eine reale bedeutung, nämlich eine menschengruppe gleicher rasse die eine genetische einheit bilden also als volk zu erkennen sind.
FM
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Re: Diskussion zur Landesverfassung: „Alle Staatsgewalt geht von dem Volke aus“

Beitrag von FM »

Die Groß- und Kleinschreibung versucht zwar es zu verdeutlichen, ist aber m.W. auch nirgends definiert.

Aber Verfassungsrecht legt auch immer nur Grundsätze fest, nicht Details. Deshalb steht dann auch in Art. 38 Abs. 3 GG "Das Nähere bestimmt ein Bundesgesetz" - also wer wahlberechtigt und wer wählbar ist und wer somit an der Staatsgewalt teilnimmt.
FM
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Re: Diskussion zur Landesverfassung: „Alle Staatsgewalt geht von dem Volke aus“

Beitrag von FM »

Janniklas92 hat geschrieben: 16.02.21, 20:53 Volk hat allerdings eine reale bedeutung, nämlich eine menschengruppe gleicher rasse die eine genetische einheit bilden also als volk zu erkennen sind.
Das ist Unsinn.

Dann wäre es z.B. in den USA nahezu unmöglich auch nur einigermaßen sinnvoll das Volk zu bestimmen (nur die Indianer?), aber auch in Deutschland gibt es sehr viele Gegenbeispiele.
Janniklas92
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Re: Diskussion zur Landesverfassung: „Alle Staatsgewalt geht von dem Volke aus“

Beitrag von Janniklas92 »

Ist es nicht. Ein volk zu benennen ist das eine, begriffe falsch zu verwenden das andere.
Flowjob
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Re: Diskussion zur Landesverfassung: „Alle Staatsgewalt geht von dem Volke aus“

Beitrag von Flowjob »

Macht hier lieber, wie schon in einem anderen Forum vor ein paar Tagen geschehen, schnell zu.

Dem TE geht es nur darum, dass seiner Meinung nach in Deutschland nur die Angehörigen der deutschen Rasse (was auch immer das sein soll) etwas mitzubestimmen haben.

Er wird darauf beharren, dass andere (nach seiner Begrifflichkeit „Rassen“) nicht mit „dem Volk“ gemeint sind, selbst wenn sie Deutsche sind.
hambre
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Re: Diskussion zur Landesverfassung: „Alle Staatsgewalt geht von dem Volke aus“

Beitrag von hambre »

Janniklas82 hat geschrieben:Ein volk zu benennen ist das eine, begriffe falsch zu verwenden das andere.
Richtig und warum verwendest Du dann den Begriff falsch?
FM hat geschrieben:Die Groß- und Kleinschreibung versucht zwar es zu verdeutlichen, ist aber m.W. auch nirgends definiert.
Der Unterschied zwischen "Deutsches Volk" und "deutsches Volk" ist, dass das Wort "deutsches" nur im zweiten Fall ein Adjektiv ist. Daher ist diese Feinheit der deutschen Sprache durchaus entscheidend. Das gehört zu den Grundlagen der deutschen Rechtschreibung und sollte daher als Definition reichen.
FM hat geschrieben:In der staatsrechtlichen Bedeutung gibt es ein deutsches Volk und auch ein bayerisches
Falsch, in der staatsrechtlichen Bedeutung gibt es ein Deutsches Volk und ein Bayrisches Volk. In Bayern gibt es ein Bayerisches Volk, aber mindestens zwei ethnische Völker, nämlich die Franken und die Bayern.
FM hat geschrieben:Man kann auch zu zwei Landesvölkern gehören, z.B. wenn eine Hessin einen Bayern heiratet.
Das ist weder ethnisch noch staatsrechtlich richtig.
Janniklas82 hat geschrieben:Volk hat allerdings eine reale bedeutung, nämlich eine menschengruppe gleicher rasse die eine genetische einheit bilden also als volk zu erkennen sind.
Du übersiehst, dass der Begriff "Volk" laut Duden 4 unterschiedliche Bedeutungen hat und Du den Begriff auf die erste Bedeutung einengst. Wenn man derartige Scheuklappen aufsetzt, dann ist es natürlich unmöglich, den Art. 20 GG oder den Art. 2 der Niedersächsischen Landesverfassung zu verstehen.
Flowjob hat geschrieben:Er wird darauf beharren, dass andere (nach seiner Begrifflichkeit „Rassen“) nicht mit „dem Volk“ gemeint sind, selbst wenn sie Deutsche sind.
Das macht nichts, da er selbst ja kaum zum deutschen Volk gehören kann, weil er die deutsche Sprache nicht richtig beherrscht. Von jemandem, der zum deutschen Volk gehört erwarte ich, dass er weiß, welche Wortbedeutungen der Begriff "Volk" hat. Wer dagegen deutsch nicht als Muttersprache spricht, der kann schon mal darüber stolpern, dass der Begriff "Volk" mehrere Bedeutungen hat.
FM
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Re: Diskussion zur Landesverfassung: „Alle Staatsgewalt geht von dem Volke aus“

Beitrag von FM »

hambre hat geschrieben: 16.02.21, 21:40
FM hat geschrieben:Man kann auch zu zwei Landesvölkern gehören, z.B. wenn eine Hessin einen Bayern heiratet.
Das ist weder ethnisch noch staatsrechtlich richtig.
Wenn man zumindest die Staatsangehörigen oder die Staatsbürger zum Volk im staatsrechtlichen Sinne rechnet, geht es sogar ganz automatisch. Art. 6 Abs. 1 Nr. 3 BV.
Gammaflyer
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Re: Diskussion zur Landesverfassung: „Alle Staatsgewalt geht von dem Volke aus“

Beitrag von Gammaflyer »

Flowjob hat geschrieben: 16.02.21, 21:21 Macht hier lieber, wie schon in einem anderen Forum vor ein paar Tagen geschehen, schnell zu.

Dem TE geht es nur darum, dass seiner Meinung nach in Deutschland nur die Angehörigen der deutschen Rasse (was auch immer das sein soll) etwas mitzubestimmen haben.

Er wird darauf beharren, dass andere (nach seiner Begrifflichkeit „Rassen“) nicht mit „dem Volk“ gemeint sind, selbst wenn sie Deutsche sind.
Oh ja. Diesem völkischen Schwachsinn wird hier keine weitere Bühne gegeben.
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