Fitnesstudio - fehlgeschlagene Lastschrift

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Evariste
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Re: Fitnesstudio - fehlgeschlagene Lastschrift

Beitrag von Evariste »

FM hat geschrieben:
16.01.20, 16:46
Was dann auch die ursprüngliche Frage beantwortet: zum jetzigen Zeitpunkt hängt die Berechtigung der Forderung nicht davon ab, ob der Gläubiger einen Wunsch des Schuldners nach Belegen nachkommt.
Ja, aber... Wenn im Vertrag wirklich nichts zu dem Thema "zurückgegangene Lastschriften" geregelt ist, handelt es sich um eine ganz normale Schadenersatzforderung. Dann muss der Geschädigte den erlittenen Schaden begründen und auch belegen, wie in jedem anderen Schadenersatzfall auch. Denken Sie an einen Autounfall, da kann der Geschädigte auch nicht einfach eine Fantasiesumme fordern, sondern muss die Schadenshöhe durch ein Gutachten oder eine Werkstattrechnung o. ä. belegen. Vorher gerät der Schädiger nicht in Verzug. Die Forderung kann natürlich trotzdem berechtigt sein.

Genau um diesen Aufwand zu vermeiden, wird üblicherweise in den Verträgen ein pauschalierter Schadenersatz vereinbart, dann muss der Schädiger nachweisen, dass der wirkliche Schaden geringer war als im Vertrag geregelt.

Zafilutsche
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Re: Fitnesstudio - fehlgeschlagene Lastschrift

Beitrag von Zafilutsche »

Evariste hat geschrieben:
17.01.20, 09:25
Vorher gerät der Schädiger nicht in Verzug. Die Forderung kann natürlich trotzdem berechtigt sein.
Der Unterschied ist aber hier: Ein Mitgliedsbeitrag (Mtl/Jährlich/ … wird lt. Vertrag regelmäßig vom Konto per Lastschriftverfahren bis zum vereinbarten x-ten des Monats/Jahres/Wochentages/ ... eingezogen. Dadurch das nicht der Betrag eingezogen werden konnte aber der Betrag dennoch Fällig war, ist der Verzug der regelmäßigen Zahlung eingetreten.
Wäre die Einziehung durch das Fitnessstudio später als zum xten des Monats passiert, wäre kein Verzug eingetreten. Hier im Beispiel
lag die Ursache des gescheiterten Buchungsvorganges im Verantwortungsbereichs des Mitglieds wegen mangelnder Solvenz/Kontodeckung!
Die zusätzliche Mahnung/Zahlungserinnerung soll wahrscheinlich den eingetretenen Verzug nochmals unterstreichen, damit der Schuldner ggf. eine Zahlung veranlasst oder eine Regelung trift wie die säumigen Geldleistungen (Schulden) ausgeglichen werden soweit keine Vertraglichen Regelungen hierzu vereinbart worden sind. Vielleicht schaut man diesbezüglich auch noch einmal im Vertragstext/AGB rein :wink:

Evariste
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Re: Fitnesstudio - fehlgeschlagene Lastschrift

Beitrag von Evariste »

Zafilutsche hat geschrieben:
17.01.20, 13:33
Der Unterschied ist aber hier: Ein Mitgliedsbeitrag (Mtl/Jährlich/ … wird lt. Vertrag regelmäßig vom Konto per Lastschriftverfahren bis zum vereinbarten x-ten des Monats/Jahres/Wochentages/ ... eingezogen. Dadurch das nicht der Betrag eingezogen werden konnte aber der Betrag dennoch Fällig war, ist der Verzug der regelmäßigen Zahlung eingetreten.
Sicher. Es ging dem TE aber nur um die zusätzliche "Gebühr":
Zunächst: Ist es zulässig, das Fitness-Studio weiterhin dazu aufzufordern, den Nachweis über die tatsächlich entstanden Kosten/Gebühren zu erbringen? Ist das Fitness-Studio dazu verpflichtet?
In Bezug auf diese(!) ist er m. E. noch nicht im Verzug, das Fitness-Studio ist tatsächlich in der Pflicht, den Schaden zu belegen, vorher muss der Kunde die "Gebühr" nicht bezahlen. (Außer natürlich, es steht doch was dazu in den AGBs.)

Der ausstehende Monatsbeitrag ist wohl kein Thema mehr, so wie ich es verstanden habe, bucht das Fitnessstudio weiterhin ab und hat sich sicher mittlerweile den fehlenden Beitrag geholt.

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