Vollstreckungsankündigung

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Susi0512
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Vollstreckungsankündigung

Beitrag von Susi0512 » 02.04.09, 14:06

Hallo, hier mal eine Frage....
kurze Beschreibung:
1. die Person hat eine Steuerprüfung gehabt.
2. die Steuerprüfung ergab das man 6000 € nachzahlen muss.
3. der Stundungsantrag wurde vom F- Amt abgelehnt. (weil das Amt eine Gefahr darin sehen würde)
4. die Person bekam eine Vollstreckungankündigung

So nun ein paar Fragen dazu:
die Perwson geht davon aus das demnächst der Vollstreckungsbescheid eingehen wird.
wenn dies der Fall ist kommt dann der Gerichtsvollzieher ins Haus?!?

Was kann der GV im Wert vfon 6000 € pfänden?
z.B. ein Auto, das aber noch nicht abbezahlt ist??? )das Auto wird auf 7 Jahren abbezahlt und zur Zeit ist erst davon knapp 1 Jahr vergangen!

ansonsten befindet sich nichts wertvolles im Haus.

und davon mal ab, die Person ist ja gewillt eine monatliche Rate von 300 € zu zahlen.

Vielen Dank im voraus....

idem
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Beitrag von idem » 02.04.09, 14:19

Beim FA ist m. E. vor der Beauftragung eines Gerichtsvollziehers eher eine Pfändung der Bankverbindung zu erwarten/befürchten. Ob der Gerichtsvollzieher überhaupt beauftragt wird, hängt vom FA ab. Was der Gerichtsvollzieher alles pfänden, kann ergibt sich aus den §§ 808 ff. ZPO.

Grundsätzlich auch erstmal das Auto. Sofern hieran Sicherungseigentum eines Dritten (z. B. Bank) besteht, müsste diese mit einer sog. Drittwiderspruchklage geegn die Pfändung vorgehen, oder das FA davon zu überzeugen, freiwillig auf das Pfandungspfandrecht zu verzichten.

Die gegebene Ratenzahlungsbereitschaft sollte dringend dem FA mitgeteilt werden. Kooperation ist oft der bessere Weg zur Bereinigung der Situation. Allerdings besteht kein Anspruch auf Abschluss einer Ratenzahlungsvereinbarung.

flipmow

Beitrag von flipmow » 02.04.09, 14:29

Das Finanzamt braucht keinen Vollstreckungsbescheid und auch keinen Gerichtsvollzieher. Die finanzamtseigenen Vollziehungsbeamten übernehmen das.

Wenn eine Bankverbindung bekannt ist, wird in aller Regel das Konto gepfändet.

In solchen Fällen sollte man schleunigst mit der Vollstreckungsstelle Kontakt aufnehmen. Selbst wenn die Stundung abgelehnt wurde, ist eine Ratenvereinbarung denkbar. Dadurch fallen aber weiterhin monatlich Säumniszuschläge an (60 Euro bei 6000 Euro Rückstand).

lg

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