Inkassogebühren ungewöhnlich hoch?

Moderator: FDR-Team

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Nillonde
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Inkassogebühren ungewöhnlich hoch?

Beitrag von Nillonde »

Hallo,

folgender Sachverhalt:
Etwas wurde bestellt, Ware wurde geliefert, aber die Rechnung in Höhe von knapp 130 Euro dann nicht bezahlt.
Das ganze wanderte zum Inkasso, und da man ja Zahlungsbereit war, hat man, als Geld und Arbeit wieder vorhanden waren, eine Ratenzahlung vereinbart. Da der vom Inkasso angegebene Gesamtbetrag dann aber doch ziemlich hoch war und das skeptisch gemacht hat, wurde eine Forderungsaufstellung verlangt. Diese kam dann per Post und hat doch ziemlich verwundert wenn nicht gar geschockt.
Folgende Posten sind es die doch etwas hoch anmuten:

- 1. Mahnung 50,00 Euro
- Ermittlungskosten 10,00 Euro
- 2. Mahnung 25,00 Euro
- Ermittlungskosten 15,00 Euro
- Ermittlungskosten 15,00 Euro
- Ermittlungskosten 7,00 Euro
- Gebühr für Ratenzahlungsvereinbarung 45,00 Euro


Der Schuldner ist einmal umgezogen, hat sich aber ganz offiziell, wie sich das gehört, umgemeldet am Tag des Umzugs, hat auch einen Nachsendeantrag bei der Post gemacht, so schwer kanns also nicht gewesen sein, den Schuldner ausfindig zu machen, das man dafür 47 Euro Ermittlungskosten verlangen könnte.
Muss man sich die Höhe der Mahnkosten gefallen lassen und still bezahlen? Gibt es da keine Maxmimalhöhe?
Kann man verlangen, das einem die Ermittlungskosten nachgewiesen werden? Ich habe auch gelesen, das man solche Gebühren für Ratenzahlungsvereinbarungen nicht bezahlen sollte, da diese nicht rechtens wären.
Wie ist die Rechtslage bei solchen Gebühren?

Metzing
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Re: Inkassogebühren ungewöhnlich hoch?

Beitrag von Metzing »

Die Mahnkosten sind zu hoch, die Ermittlungskosten ebenfalls, und ob eine Übernahme der Kosten für die Ratenzahlungsvereinbarung vereinbart worden ist, müßte man mal sehen.

Beste Grüße

Metzing
Τὸν ἥττω λόγον κρείττω ποιεῖν.

danyb
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Re: Inkassogebühren ungewöhnlich hoch?

Beitrag von danyb »

ICH würde mir die Kosten einsparen und die Hauptforderung plus 20 € zweckgebunden und unangekündigt an den Gläubiger überweisen und gut ist.
EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse
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alpha666
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Re: Inkassogebühren ungewöhnlich hoch?

Beitrag von alpha666 »

danyb hat geschrieben:ICH würde mir die Kosten einsparen und die Hauptforderung plus 20 € zweckgebunden und unangekündigt an den Gläubiger überweisen und gut ist.

Ich kann mich an zeiten erinnern, als du dem gläubiger nur 5 euro zusätzlich zugestanden hattest. Warum nun plötzlich so viel?

danyb
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Re: Inkassogebühren ungewöhnlich hoch?

Beitrag von danyb »

Ich kann mich an zeiten erinnern, als du dem gläubiger nur 5 euro zusätzlich zugestanden hattest. Warum nun plötzlich so viel?
Evtl sind ja doch Kosten für eine Adressermittlung angefallen
Dann kommen noch 2 oder 3 Mahnungen des Gläubigers dazu
Ich glaube mit 20 € ist der Gläubiger gut bedient
p.s
Manche IBs pokern einfach zu hoch !
Hätte das IB - na sagen wir - 29,90 vom TE verlangt wären die Chancen das er Diese auch murrenlos begleicht wesentlich höher
Bei den oben angesetzten Traum Gebühren muß jeder vernünftige Inkassomandatar eigentlich davon ausgehen das der "Sünder" dem IB bezüglich der Gebühren die rote Karte zeigt - ergo : Es zahlt Null

lg
EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse
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