Inkasso treibt ungerechtfertigte Förderung ein

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arko
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Re: Inkasso treibt ungerechtfertigte Förderung ein

Beitrag von arko »

Baden-57 hat geschrieben: Eine Forderung kann nur durch Forderungsabtretung gem. § 398 BGB erfolgen; dies setzt zwingend das nachfolgende Procedere voraus:
a) Gläubiger muss die Forderung an den Forderungserwerber (neuer Gläubiger) schriftlich abtreten.
b) Forderungserwerber (neuer Gläubiger) muß die Forderungsabtretung schriftlich annehmen.
c) Der Schuldner muß über die Forderungsabtretung incl. Abtretungsannahme einen schriftlichen Nachweis erhalten, ohne diesen schriftlichen Nachweis wäre die Abtretung schwebend unwirksam.
Nachfrage:

Was heißt in diesem Fall *schriftlich* ?
Mir liegt der Mitschnitt eines Telefonates vor, in dem es heißt: *... E-Mail und SMS gelten in Deutschland ebenso..*...

MfG arko

Bumblebii
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Re: Inkasso treibt ungerechtfertigte Förderung ein

Beitrag von Bumblebii »

@Vaughn,

So hat der Anwalt das gemacht. Ich werde den Betrag heute einzahlen.

Mir ist das zu heikel.
Den Makler gibt es nicht mehr, der hat Berufsverbot. Betrug in mehreren Fällen.
Weder die Versicherung noch das Inkassobüro schicken dem Anwalt die Abtretungserklärung. Fernmündlich wurde das zugesagt, ist bis heute nicht geschehen. Wenn die bei mir angekommen sein sollte, kann es sein, dass ich die von der Versicherung auch als Werbung ungeöffnet weggeschmissen habe. Ein Schreiben von einem Inkassobüro bestimmt nicht. Von denen ist mit Sicherheit nichts gekommen.

LG

Bumblebii
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Re: Inkasso treibt ungerechtfertigte Förderung ein

Beitrag von Bumblebii »

Update

Der Schufaeintrag wurde nach Einreichen des Schreibens von der Versicherung gelöscht.
Ich habe aber in meiner Schufa nur noch einen Score von 97%. Ist das "weil da mal was war" nicht mehr auf 100%?

Der Fall ist in soweit geklärt, der Makler ist der "Schuldige". Er hat in mehreren Fällen Angebote mit gefälschter Unterschrift in Verträge umgewandelt. Hierzu ist er auch schon verurteilt.
Aus Kulanz (??? Warum? Ich habe keine Versicherung abgeschlossen) wird mir der Versicherungsbeitrag zurück erstattet.
Die Mahn- und Vollstreckungskosten muss ich tragen, da ich die Beitragsrechnung und Mahnungen ubgeöffnet weggeschmissen habe. Damit habe ich fahrlässig gehandelt. Die Kosten hätten nicht entstehen müssen, wenn ich rechtzeitig zur Klärung beigetragen hätte.

Damit kann ich leben. Lehrgeld bezahlt und gelernt JEDEN noch so bunten Werbebrief vor Entsorgung zu öffnen.


Was mich dennoch interessiert ist die Rechtslage zum Statement der Versicherung. Sie meint, dass sie damit nichts zu tun hätte. Sie haben einen unterschriebenen Vertrag vorliegen und der Beitrag muss bezahlt werden. Der Makler hätte betrügerisch gehandelt und müsse für den Schaden aufkommen (da ist nichts zu holen, ich müsste mich ganz hinten anstellen). Da in dem Versicherungszeitraum kein Schadensfall war und sie die Zusammenarbeit mit dem Makler bedauern erstatten sie aus Kulanz den Beitrag. Ist das so richtig? Hätte die Versicherung rechtmäßig den Beitrag behalten können?

LG

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