Art der Rückübertragung zuviel gepfändeter Beträge

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Julius Stranz
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Art der Rückübertragung zuviel gepfändeter Beträge

Beitrag von Julius Stranz »

Hallo,

angenommen, es ist durch Mehrpfachpfändungen zu einer Überpfändung gekommen. Da die Forderung aber einer (zerstrittenen) Gläubigergemeinschaft zusteht wurden die Beträge zunächst bei Gericht hinterlegt. Angenommen, der Schuldner macht eine (verlängerte) Vollstreckungsabwehrklage und diese ist erfolgreich, kann er sich dann das Geld von jedem der Teilgläubiger wiederholen oder ist er irgendwie verpflichtet sich zuerst an dem hinterlegten Geld zu bedienen? Es geht hierbei um einen Schuldner der dem Gläubiger möglichst an die Karre fahren und nicht einfach nur sein Geld wiederhaben will.

Baden-57
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Re: Art der Rückübertragung zuviel gepfändeter Beträge

Beitrag von Baden-57 »

Sinn und Zweck der Hinterlegung bei Gericht ist u.a., dass sichergestellt ist, dass der/die Gläubiger ihren Rechtsanspruch befriedigt bekommen.
Liegt eine Überzahlung aufgrund div. Pfändungsmaßnahmen vor, ist die Überzahlung bei der Hinterlegungsstelle beim Amtsgericht gegen Nachweis zu beantragen.

Da die Gläubiger ja kein Geld, zumindest nicht den hinterlegten Teilgeldbetrag erhalten haben, wäre ein Rechtsanspruch gegen die Gläubiger nicht durchsetzbar.

Julius Stranz
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Re: Art der Rückübertragung zuviel gepfändeter Beträge

Beitrag von Julius Stranz »

Interessant. Dann müsste also der Teilgläubiger, der die Mehrfachpfändung zu verantworten hat, lediglich die Verfahrenskosten der (verlängerten) Vollstreckungsabwehrklage fürchten und keine Massenpfändung im Wert der Überpfändung in sein Privatvermögen, richtig?

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