Inkasso-Mahnung per SMS

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Gerd aus Berlin
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Inkasso-Mahnung per SMS

Beitrag von Gerd aus Berlin » 28.02.17, 18:20

Ein Inkasso-Unternehmen schickt zunächst einen Brief, indem es eine Bezahlung einer Schuld anmahnt. Danach schickt die Firma noch eine SMS, in der sie anmerkt, dass die Zahlungsfrist abgelaufen ist und um umgehende Zahlung bittet.
  • Gilt das unaufgeforderte Versenden von SMS hier als SPAM?
  • Mit welcher Aussicht auf Erfolg kann auch ein Privatmensch dagegen Rechtsmittel einlegen?
Gemeint ist eine Abmahnung zwecks Unterlassung, notfalls noch eine Klage.

Gruß aus Berlin, Gerd
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idem
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Re: Inkasso-Mahnung per SMS

Beitrag von idem » 28.02.17, 19:56

Die postalische Mahnung war doch bestimmt auch unerwünscht bzw. "unaufgefordert", warum nicht gleich noch dagegen vorgehen. :engel:

Gerd aus Berlin
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Re: Inkasso-Mahnung per SMS

Beitrag von Gerd aus Berlin » 28.02.17, 23:50

Schatz, im Ernst:

Zur Wahrung der Rechte des Fordernden genügt es wohl, dass eine lezte Mahnung im Sinne von http://www.recht.de/phpbb/kb.php?a=36
zugestellt und erhalten wurde. Alle weiteren Erinnerungen und Bitten um Zahlung sind unnötig.

Wenn dazu auch noch weitere Wege gewählt werden, wird die Persönlichkeitssphäre des Gemahnten doch erheblich gestört.

Man denke nur an geballte Botschaften per E-Mail, SMS, Twitter, WhatsApp, Xahoo-Messenger und was es noch so alles gibt.

Alle anderen Unternehmen fragen ja zuvor nicht ihne Grund, ob sie einem Botschaften auf anderen Wegen als per Briefkasten zukommen lassen dürfen. Auf diesem Gebiet hat sich doch mittlerweile eine gewisse Rechtsprechung etabliert, oder bilde ich mir das nur ein?

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idem
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Re: Inkasso-Mahnung per SMS

Beitrag von idem » 01.03.17, 00:19

Mir scheint, dass es da schon einen qualitativen Unterschied zwischen (unverlangter) Werbung oder Angeboten einerseits und andererseits der Kontaktaufnahme im Zusammenhang mit bestehenden Schuldverhältnissen und deren notwendiger Pflege und Abwicklung gibt.

winterspaziergang
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Re: Inkasso-Mahnung per SMS

Beitrag von winterspaziergang » 01.03.17, 07:23

Gerd aus Berlin hat geschrieben:Schatz, im Ernst:

Zur Wahrung der Rechte des Fordernden genügt es wohl, dass eine lezte Mahnung im Sinne von http://www.recht.de/phpbb/kb.php?a=36
zugestellt und erhalten wurde. Alle weiteren Erinnerungen und Bitten um Zahlung sind unnötig.

Wenn dazu auch noch weitere Wege gewählt werden, wird die Persönlichkeitssphäre des Gemahnten doch erheblich gestört.
offenbar hat der Schuldner seine Mobilnummer herausgegeben und damit der Kontaktaufnahme zugestimmt. Die Persönlichkeitssphäre dürfte dort enden, wo das Recht des anderen noch nicht gewahrt wurde, denn der Schuldner hat offensichtlich noch nicht gezahlt.
Es obliegt auch nicht dem säumigen Zahler zu entscheiden, ob der Gläubiger nun genug gemahnt hat
Alle anderen Unternehmen fragen ja zuvor nicht ihne Grund, ob sie einem Botschaften auf anderen Wegen als per Briefkasten zukommen lassen dürfen. Auf diesem Gebiet hat sich doch mittlerweile eine gewisse Rechtsprechung etabliert, oder bilde ich mir das nur ein?
Ein Gläubiger wird nicht höflich anfragen müssen, ob er dem Schuldner eine Zahlungserinnerung schicken darf

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